Schön, dass Sie in dieses neue Medium gefunden haben. Ich hoffe ja, hier liest überhaupt schon jemand mit. Weil, dieses Internet ist ja noch Neuland. Sagt Frau Dr. Merkel. Ja, die Merkel, die über eine eigene Internetseite und Facebook-Seite verfügt. Diese Merkel, die mit ihrer CDU Internetfilmchen macht. Genau diese Frau Merkel sagte heute: “Das Internet ist für uns alle Neuland.” Hinreißen lassen zu dieser Aussage hat sie sich angesichts Barack Obamas, der heute in Berlin weilt.
Sie habe mit Obama auch über neue “Möglichkeiten” und Gefahren des Internets gesprochen. Merkel: “Das Internet ist für uns alle Neuland.” Sie habe Obama deutlich gemacht, dass das Thema der Verhältnismäßigkeit immer wichtig sei, sagt die Kanzlerin – wohl mit Blick auf das US-Datenüberwachungsprogramm Prism. “Ich denke, dieser Dialog wird speichern.”
Das zitierte Textstück ist meiner Meinung nach bemerkenswert und idiotisch zugleich. Das Internet bietet seit seinem Bestehen “Möglichkeiten und Gefahren” – neu sind nur die Kanäle und Reaktionszeiten. Warum sie meint, “für uns alle” sei das Internet Neuland, wenn sie sich doch selbst seit Jahren darin bewegt, ist mir schleierhaft. Und was ist mit “Dieser Dialog wird speichern” gemeint? Aber okay, es geht um Prism, da wird ja sowieso alles gespeichert…
Vielleicht sollte ich mir auch generell nicht so viele Gedanken um die Aussagen einer Frau Merkel in Bezug auf das Internet machen. Wenn sie wirklich glaubt, mehr Überwachung des Internets führe zu weniger Kriminalität.
Insofern: Willkommen im Neuland. Fühlen Sie sich wie zu Hause. NSA und BND sind auch schon da.
Update: Mittlerweile ist die Textpassage bei welt.de geändert, der Satz “Dieser Dialog wird speichern” ist weg, war wohl nur ein Schusselfehler.
Update 2:
Mittlerweile beruhigt sich die Sache wieder, Merkels Aussage war wohl im gesellschaftlichen Kontext gemeint. Die gemeinsame Pressekonferenz mit Barack Obama:
Das schreibt BILD heute im neuen Lokalteil, der auf Seite 11 in einem eigenen “Buch” beginnt. “Viel Spaß mit ihrer neuen, aufgeräumten BILD Leipzig”, schreiben die Kollegen weiter. Und wirklich: Der Leipzig-Teil wirkt aufgeräumter als vorher. Der lokale Titel behandelt die wichtigsten Ereignisse des Wochenendes, in gewohnter kurzer, knackiger Manier, ohne zu langatmig zu werden. Das Stadtfest beschäftigte trotz oder gerade wegen des Hochwassers die Leipziger. BILD-eigene Aktionen spielen natürlich eine Rolle, dazu kommen Besucher zu Wort und Stadtfest-Macher Bernd Hochmuth wurde befragt, inklusive kleinem, verständlichen Seitenhieb an die Stadt Leipzig, die nur bis 23 Uhr Programm erlaubt.