GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for July, 2005

Irrtümliche Werbemaßnahme

Was kann man gegen unerwünschte Faxwerbung tun? Nun – so lange der Absender erkennbar ist, offenbar einiges. Vor einer Woche habe ich einem Spammer, der ein Fax an die Nummer unseres Mediennetzwerkes sendete, das hier als Brief geschickt:

Sehr geehrter Herr xxx,

Faxwerbung ist in Deutschland, ebenso wie die Kaltakquise per Telefon, verboten. Vor allem Faxwerbung verursacht jedes Jahr Kosten in Millionenhöhe. Tinte, Toner und Papier werden ohne Rückfrage mit dem Eigentümer des Faxgerätes verbraucht. Die Kosten dafür sind meist verloren.

Diesem Trend wollen wir uns nicht länger hingeben und verlangen darum von jedem identifizierten Versender von Faxwerbung eine pauschale Schadenersatzzahlung von 5 Euro.

Am 18.07. 2005 versendeten Sie um 10.11 Uhr ein Fax mit dem Betreff „ xxx“ an unsere Faxnummer 034298-489486. Dies ist eindeutig durch Protokolle unseres Faxgerätes und unserer Telefonanlage belegbar.

Darum fordern wir Sie hiermit auf, 5 Euro plus 16% Mehrwertsteuer = 5,80 EUR bis 28.07.2005 auf unser nebenstehendes Konto einzuzahlen. Mit Zahlung dieses Betrages erklären Sie sich gleichzeitig bereit, in Zukunft unaufgeforderte Faxwerbung an unsere Faxnummer 034298-489486 zu unterlassen.

Vielen Dank und viele Grüße,
Daniel Große,
freier Journalist


Heute waren die 5,80 EUR gut geschrieben. Betreff: “Irrtümliche Werbemaßnahme.” Na dann ist ja alles gut und nochmal verziehen.

Go Europameisterschaft der Damen

Go, das ostasiatische Brettspiel mit 181 schwarzen und 180 weißen Steinen, findet auch in Deutschland immer mehr Anhänger. Im Oktober wird Taucha bei Leipzig nun Austragungsort der Go Europameisterschaft der Frauen. Mehr dazu steht morgen, 21.07.2005 in der Leipziger Volkszeitung (Leute in Leipzig) und auf der offiziellen Website. Pressemitteilungen und weitere Artikel folgen. :-)

Einiges neues

Seit gestern benutze ich ein neues Template. “Connections” von Patricia Muller werde ich in den nächsten Tagen noch etwas anpassen. Außerdem sind nun auch für ausgewählte Beiträge Kommentare erlaubt. Ich behalte mir allerdings eine Moderation vor.

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  • Hochdruckeinfluss für das Radioprogramm

    In diesen Tagen herrscht ungewohnte Vielfalt in Leipzigs Autoradios. Bayern 1, Bayern 3, BB-Radio, Antenne Brandenburg, RBB-Kultur und der zum RBB gehörende Sender Radio Multikulti aus Berlin sind vor allem morgens glasklar und ohne Störgeräusche zu empfangen. Verkehrsfunk mit bayerischem Akzent, eine Morgenshow für Brandenburg. Da werden Urlaubsgefühle wach, ausgelöst von Überreichweiten, wie sie im Sommer häufig vorkommen.

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  • Der Ernst des Lebens

    Was hab ich diesen Satz gehasst. “Jetzt geht der Ernst des Lebens los!”, sagten Eltern, Verwandte und Bekannte, als ich in die Schule kam. So etwas will man seinem Kind ersparen. Aber nein, was hört man derzeit aus den Mündern von Eltern, Verwandten und Bekannten? Prima, das gibt unserer “Kleinen” garantiert den nötigen Schwung. Am Besten wir schließen sie bis Ende August ein. Bis es ernst wird. Sozusagen.

    Zumindest die Abschlussfahrt war schön. Sagt sie.

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  • Filed under: Alltägliches
  • small town blues XXL

    Recht ungewöhnliche „Hausaufgaben“ bekamen jetzt einige Leipziger Promis und Rathausmitarbeiter auf: „Fotografieren Sie markante Orte, an denen Sie sich in Ihrer Kindheit aufhielten“, forderte Ulrich Hüni, Initiator des „small town blues XXL“, einer Veranstaltung im Rahmen des Kulturfestivals „Heimat Moderne.“ An vier Tagen Ende August und Anfang September werden in einem Brühl-Hochhaus Diavorträge mit eben diesen Promis, aber auch „Normalpersonen“ abgehalten.

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  • Filed under: Kulturelles, Lokales
  • Laufen gelernt

    Heute wird in Dresden Geburtstag gefeiert. Vor genau einem Jahr startete Hitradio RTL Sachsen als Nachfolger von Hitradio Antenne Sachsen. Seither lernte der Sender laufen, durchschritt dabei so manches Tal, erschreckte aber auch die Konkurrenz.

    Der Relaunch galt in der Medienszene als wichtigste Neustrukturierung einer Radiostation der letzten Jahre. Immerhin setzte damit die große Marke RTL den Fuß in den sächsischen Markt. Der Sender startete mit einer Klangfarbe ähnlich der von R.SA und einer aus Bayern importierten Morningshow.

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  • Filed under: Mediales, Wirtschaftliches
  • Nein, ich brauche keinen Bon!

    Liebe Supermarktkassiererin,

    wenn ich bei Dir meinen Einkauf erledige, brav bezahle und dann merke, dass ich vielleicht noch eine Tüte mehr brauche, dann will ich dafür keinen Bon! Bitte geh doch mal von Dir aus. Was würdest Du mit einem Bon für eine 19-Cent-Tüte anfangen? Zu wieviel Prozent kann man davon ausgehen, dass ich den Bon brauchen würde? Na also: Einfach mal differenzieren und nicht immer die selbe Leier ablassen.

    Danke, Dein Lieblingskunde.

    Also ehrlich – manchmal frage ich mich, ob in den Adern der immer gleich lächelnden und immer die gleiche Frage (“Waren Sie zufrieden mit Ihrem Einkauf?”) stellenden Mitarbeiterinnen noch Blut fließt oder ihnen abends der Stecker gezogen wird. Was spricht dagegen, mal kurz zu überlegen, ob das, was man vom Konzern aus sagen muss, auch wirklich sinnvoll ist?!

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  • Filed under: Alltägliches
  • Schmierige Angelegenheit

    MDRSchmiergeldaffäre. Korruption, Falschmeldungen. Dem MDR reicht es jetzt offenbar. Der öffentlich-rechtliche Sender erstattete heute Strafanzeige gegen Unbekannt.

    Am vergangenen Freitag Abend hatte eine durch die Sächsische Zeitung verursachte und später von ihr zurückgezogene Falschmeldung für erheblichen Wirbel gesorgt. Die Zeitung hatte vorab fälschlicherweise berichtet, dass im Fall des vorläufig suspendierten Sportchefs Wilfried Mohren auch die Büros des Fernsehdirektors und des Chefredakteurs in der Leipziger MDR-Zentrale durchsucht worden seien. In der Folge dieser Meldung, die von zwei Nachrichtenagenturen nicht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und trotzdem verbreitet wurde (“Schmiergeld-Affäre um ARD-Mitarbeiter weitet sich aus”), ist dem MDR ein erheblicher Schaden entstanden.

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  • Filed under: Alltägliches
  • Unendlich böse, unendlich nett

    Tom Gerhardt“Du kannst das unendlich Böse nur besiegen, wenn Du unendlich nett bist!”, meinte Tom Gerhardt am Donnerstag und verwies nach einer Pressevorführung in den Passage Kinos auf seinen neuen Film “Siegfried.” Eine sympathische Familienkomödie, wie der 47-Jährige meinte. Ernste Rollen lägen ihm nicht, darum wolle sich “Hausmeister Krause” auch weiterhin der Komik widmen. Ein Schauspieler sei er ohnehin nicht.

    “Wurstpause für Hausmeister Krause” – am 9./10.7.2005 in der Leipziger Volkszeitung (“Leute in Leipzig”)

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

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