von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
22. 02. 2006 23:32
Na wenn das nicht trendy und lifestylish ist, dann weiss ich auch nicht. Diese Meldung aus dem Kabel 1 Videotext schreit geradezu danach, in der Rubrik LIFE zu stehen.

Tja, Pech für die Kuh das Dorf Elsa.
Danke an Stefan H. für den Hinweis.
21. 02. 2006 17:06
So voll war Panitzschs Kirche zuletzt beim Weihnachtsoratorium. Bis auf den letzten Platz ausverkauft und hoffnungslos überfüllt war das Gotteshaus. Alle wollten ihn sehen und hören: Heinz Rudolf Kunze. Nicht
singend, sondern lesend brillierte der 49-Jährige zusammen mit Gitarrist und Manager Wolfgang Stute.
Mit viel Witz, den man sich bei Stand Up Comedians wünscht, erklärte er, warum es sich nicht lohne, mit Frauen zu diskutieren (“Es ist, wie einem Pony Altgriechisch beibringen”), warum Gerhard Schröder und Angela Merkel besser geheiratet hätten und was ein Hochzeitstag und Seitenstechen gemein hätten. Dem einen oder anderen mag die Wortwahl zuweilen vulgär vorgekommen sein. Doch auch wenn das böse F-Wort wohl noch nie so oft in der Kirche Panitzsch verwandt wurde – zahlreiche Lacher, feuchte Augen und ein tosender Applaus waren Kunze sicher.
Erschien am 21.02.2006 in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung und in der Leipziger Volkszeitung
07. 02. 2006 18:29
Die Liebe beflügelt uns und läßt wunderbare Wünsche in uns sprießen….seltsamste Gedanken kreisen um wirre Gefühle, ich höre Dir zu, wir reden und reden, doch das meiste bleibt unausgesprochen…
Danke, Annett!
07. 02. 2006 12:17
... aus einer aktuellen Presseinfo der Stadt Leipzig: (Hervorhebung durch mich)
Ehrung für Leipzigs zweitälteste Bürgerin: Frieda Springer feiert am 10. Februar im Alten- und Pflegeheim „Martin Andersen Nexö“ ihren 105. Geburtstag. Der Geschäftsführende Oberbürgermeister Andreas Müller wird sie zu diesem seltenen Jubiläum besuchen und ihr die Glückwünsche der Stadt überbringen. Die älteste Leipzigerin, Ida Götze, kann am 9. April ihren 100. Geburtstag begehen. Sie lebt im Alten- und Pflegeheim „Albert Schweitzer“.
Update: Mittlerweile ist die Meldung berichtigt. Ida Götze wird 107. Stolzes Alter.
06. 02. 2006 15:30
aus SpOn:
Mehrere tausend wütende Muslime haben auch heute gegen die Mohammed-Karikaturen demonstriert. In Afghanistan kamen bei den Protesten zwei Menschen ums Leben, in Teheran wurde die Botschaft Österreichs angegriffen. Die Demonstranten zündeten dabei eine deutsche Fahne an.
05. 02. 2006 19:30
Laut leipzig.de wählt Leipzig am 26.Februar erneut den Oberbürgermeister. Bei der heutigen Wahl erreichte keiner der sieben Bewerber die absolute Mehrheit.
Demnach kam Favorit Burkhard Jung (SPD) auf 41,6 Prozent, Uwe Albrecht (CDU) auf 32,7 Prozent und Dietmar Pellmann (Linke.PDS) auf 15,5 Prozent. Der Einzelbewerber Benedict Rehbein erreichte immerhin 2,4 Prozent der Stimmen, Michael Weichert (Grüne) vertrauten 6,1 Prozent, Bernd-Rüger Kern (DSU) wollten 0,9 Prozent und Karsten Werner (BüSo) wählten 0,8 Prozent.
Bescheiden war die Wahlbeteiligung. Nur 34,9 Prozent der Wahlberechtigten nutzten ihre Chance auf Mitbestimmung in der Leipziger Kommunalpolitik. Ich hätte gern gewollt – bin als Tauchaer mit Zwangszugehörgkeit zu Delitzsch (what the f**k…) aber nicht zugelassen.
Knapp 35 Prozent… Wo sind die, die damals am Lautesten nach Wahlen riefen?
03. 02. 2006 11:00
So ein Oberbürgermeisterkandidat hat es nicht leicht. Auf allen Terminen muss gezeigt werden, dass man der Beste und Einzige in Frage kommende Oberbürgermeister (OBM) ist. Dumm nur, wenn man plötzlich feststellt, dass es einem an Relevanz mangelt. Aus diesem Grund wurde Burkhard Jung, der Bewerber der SPD, aus dem Online-Lexikon Wikipedia gelöscht.
Unter www.wikipedia.org befindet sich die freie Enzyklopädie. Jeder kann dort Beiträge lesen und verfassen. So tat das auch ein Benutzer und trug Daten zum SPD-Kandidaten ein. Bereits sieben Minuten später kam aber die erste Gegenwehr eines anderen Benutzers. „Relevanz?“ schrieb der als Löschantrag in ein Forum. Und tatsächlich: Die Regeln der Wikipedia besagen, dass Politiker nur aufgenommen werden dürfen, wenn sie schon OBM sind. Oder aber Landtagsabgeordnete. So wie Michael Weichert (Bündnis 90/Die Grünen), Uwe Albrecht (CDU) und Dietmar Pellmann (Linkspartei), die bereits in der Wissensdatenbank verewigt sind. Und so kam, was kommen musste: Wenige Tage später flog Jung raus.
Mangelnde Relevanz. Das tut weh. Wenigstens bringt Burkhard Jung eines mit, was bereits seine zwei Vorgänger auszeichnete. Er ist in der richtigen Partei, musisch begabt und hat mehrfach seinen Mann gestanden. Denn seit mehr als 15 Jahren hat Leipzig einen Oberbürgermeister aus der SPD, der ein Musikinstrument spielen kann und vier Kinder hat. Hinrich Lehmann-Grube spielt Bratsche, Wolfgang Tiefensee Cello und Burkhard Jung greift gern zur Gitarre. Und wenn er es zum Rathauschef schafft, bekommt er wie seine Vorgänger auch einen Wikipedia-Eintrag.
Erschienen am 3. Februar in der Leipziger Volkszeitung. Vielen Dank an René Meyer für den Recherchetipp!
03. 02. 2006 09:07
Ein “fiehisch” fieser Rechtschreibfehler prangt heute auf der Titelseite der Leipziger Volkszeitung. Als Anzeige:

Falsch deshalb, weil das erste Wort natürlich von “Vieh” kommt. Insofern müsste es “viehisch” heißen. So fragt sich auch xipolis.net bei der Abfrage nach “fiehisch“: “Oder meinten Sie: viehisch?”
Natürlich meinte das der Radiosender.
Mal ganz davon abgesehen, dass ein großes V auch typographisch schöner ausgesehen hätte als das F. Setzen, sechs!
01. 02. 2006 21:03
01. 02. 2006 14:55
Unter dem Titel “Robbie, EMI und das Presserecht” berichtet die Februar-Ausgabe von “Insight” über die Schikane von Journalisten und deren begrenzte Gegenwehr.
Autor Christoph Mulitze berichtet auch von einem Fall, den ich kürzlich hier und bei Medienrauschen erwähnte. David Copperfield beanspruchte in einem Vertrag sämtliches von mir angefertigtes Fotomaterial als seines. “Insight” schreibt:
Daniel Große, freier Journalist aus Taucha bei Leipzig, beugte sich bei der Veranstaltung zwar den Vorgaben, schrieb anschließend in der Leipziger Volkszeitung aber nicht im Kulturteil über die Show, sondern auf der Medienseite über die Knebelungen der Pressevertreter – und protestierte damit als einziger der anwesenden Journalisten. “Ich mache vieles mit und verstehe auch bestimmte Einschränkungen, etwa bei Popkonzerten. Aber das ging eindeutig zu weit”, sagt er.Große weiß allerdings auch, wie schwierig es wäre, Widerstand unter den Kollegen zu organisieren. Er berichtet von einer Kamerafrau, die duckmäuserisch die Pressebetreuerin der Veranstaltungsagentur gefragt habe, ob sie denn wohl auch mal einen Schwenk ins Publikum machen dürfe.