von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
15.
12.
2006
15:11
Beim PAYBACK-Blog-Projekt gehts ja grad um Kritik, Glaubwürdigkeit, Authentizität und diese Dinge. Beim Saftblog gehts gerade um Existenzielles. Ob man das Blog nicht lieber schließt, wenn man Abmahnungen mit einem Gegenstandwert von 150.000 Euro bekommt. Der Grund: die Walthers-Blogger hatten zwei Einträge über die Olympischen Spiele verloren. Und wohl angeblich Markenrechte verletzt. Seit gestern hagelt es Unmutsbekundungen gegenüber des Deutschen Olympischen Sportbund e.V., der die Abmahnung aussprach.
Besonders prekär: Patrick Breitenbach, seines Zeichens Werbeblogger, arbeitet ausgerechnet in der Agentur, die den DOSB berät. Patrick bemüht sich um Vermittlung. Schade allerdings, dass es erst so weit kommen musste.
Mittlerweile unterstützen die Saftblogger diverse Menschen, indem sie an den DOSB schreiben. Gute Idee. Denn das, was die Damen und Herren dort veranstalten, hat mit dem olympischen Gedanken nichts zu tun. Das ist einfach nur unsportlich.
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