von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
15. 12. 2006 15:11
Beim PAYBACK-Blog-Projekt gehts ja grad um Kritik, Glaubwürdigkeit, Authentizität und diese Dinge. Beim Saftblog gehts gerade um Existenzielles. Ob man das Blog nicht lieber schließt, wenn man Abmahnungen mit einem Gegenstandwert von 150.000 Euro bekommt. Der Grund: die Walthers-Blogger hatten zwei Einträge über die Olympischen Spiele verloren. Und wohl angeblich Markenrechte verletzt. Seit gestern hagelt es Unmutsbekundungen gegenüber des Deutschen Olympischen Sportbund e.V., der die Abmahnung aussprach.
Besonders prekär: Patrick Breitenbach, seines Zeichens Werbeblogger, arbeitet ausgerechnet in der Agentur, die den DOSB berät. Patrick bemüht sich um Vermittlung. Schade allerdings, dass es erst so weit kommen musste.
Mittlerweile unterstützen die Saftblogger diverse Menschen, indem sie an den DOSB schreiben. Gute Idee. Denn das, was die Damen und Herren dort veranstalten, hat mit dem olympischen Gedanken nichts zu tun. Das ist einfach nur unsportlich.
15. 12. 2006 13:29
Das ist cool, wenn man gesagt bekommt: “Christoph ruft Dich dann an!”. Der Christoph heißt weiter Maria Herbst und ist demnächst unterwegs, um aus dem Buch “Vollidiot” von Tommy Jaud zu lesen. Lustigerweise habe ich erst vor wenigen Wochen das Buch verschlungen. Ja, verschlungen. Der Titel sprach mich irgendwie an. Räusper. Nein, das Buch ist der Hammer, wirklich.
Kurzer Abriss: Simon Peters, T-Punkt-Angestellter in Singlephase Vier (Frauen sind total bescheuert, das Wort Ficken steht auf deiner Stirn und man hat weltweites IKEA-Hausverbot), verliebt sich in sein Starbucks-Mädchen. Weil es die Milch so schön aufschäumt. Für Simon steht fest: er muss dieses Mädchen haben. Nur ansprechen müsste er es mal. Was er dann auch tut. Mit der genialen Frage: “Haben Sie auch Kaffee?” Im Starbucks.
Schon beim Lesen dachte ich mir: das passt zu Herbst. Und Pastewka. Und Engelke. Kurz: das muss verfilmt werden. Nun sozusagen der “Vorläufer”. Christoph Maria Herbst liest “Vollidiot”. Und sagt über sich selbst, Simon Peters wäre sein Held. Das kann lustig werden. Und das Hörbuch besorge ich mir sicher auch noch…
14. 12. 2006 10:39
Der Entführer von Stephanie ist am Donnerstag zu 15 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Dresdner Landgericht sprach den vorbestraften Sexualstraftäter unter anderem
der Geiselnahme, des schweren sexuellen Missbrauchs sowie der Vergewaltigung in dutzenden Fällen für schuldig.
12. 12. 2006 11:15
Flattert hier gerade per Post Werbung für “Revolver7” ins Haus. Eine Software für “creative Unternehmen”, wie es heißt. Und sieht ja auch gar nicht schlecht aus. Auch ist schön, dass es eine Demoversion gibt, die man so lange verwenden darf, bis man 1000 Dokumente angelegt hat. Wollte ich gleich mal testen. Zuerst auf Windows. Leider durfte ich das nicht. Nebenstehender Revolver-Screenshot (ihr bemerkt den Wortwitz?) zeigt ein Hinweisfenster, das mich informierte über… irgendwas. Vielleicht wollte es mir sagen, dass der Windows-Benutzername ein ß enthält. Damit scheint das Programm nicht klar zu kommen – und stürzte ab. Tut es seitdem immer wieder. “Revolver Office Pro wurde erfolgreich von Ihrem System entfernt.” Danke.
Auf dem Mac hat mein Benutzername – wie erstaunlich – auch ein ß. Und es nicht erstaunlich, dass das OSX damit klar kommt oder die Programmierer für die Mac-Version einfach besser arbeiteten. Sprich: es funktioniert und sieht recht gut aus. Mal weiter testen. Früher oder später soll der Mac sowieso mein Hauptrechner werden. Und der Windows-Rechner wird als Mailserver versklavt. ![]()
12. 12. 2006 09:59
Ende November und bisher nahezu jeden Tag im Dezember sind Artikel von mir in der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung erschienen. Manch einer sagt dazu auch liebevoll “Provinzblatt”. Alle Artikel stelle ich nicht online, da es teilweise wirklich zu tief rein geht ins Tauchaer Leben.
Der hier erschien heute, 12.12.2006:
Penny und Bäcker machen dicht
Taucha. Im Parthezentrum an der Friedrich-Engels-Straße stehen Änderungen an. Der Discounter Penny verlässt den Standort. Umsatzeinbußen und wachsender Konkurrenzdruck sind laut Konzernzentrale die Gründe. Und auch die nebenan befindliche Filiale der Backstube Siebrecht wird zum Jahresende schließen. Vor allem ältere Kunden sind betroffen – und traurig. (more…)
12. 12. 2006 09:41
Was macht man, wenn man jemandem zum Geburtstag gratulieren will, sich diese Person aber seit Ewigkeiten nicht meldet und man nicht weiß, ob die E-Mail-Adresse überhaupt noch funktioniert oder abgerufen wird? Man könnte es im Blog versuchen. Einfach mal schreiben: “Alles Gute zum Geburtstag, Jette!” Aber ob das Erfolg hat? Und ob sie sich über den Song hier freut?
09. 12. 2006 11:53
Beim trnd-Projekt PAYBACK-Blog dreht sich gerade alles um das Thema Authentizität und wie diese bei einem Corporate Blog erreicht werden kann. Mein Vorschlag, persönliche Dinge nicht außen vor zu lassen, kam in der Diskussionsrunde bislang recht gut an. Allerdings meinten einige, eine Praktikantin oder das männliche Pendant dafür zu beschäftigen, wäre der falsche Weg.
Find ich nicht. Gerade die persönlichen und “menschelnden” Artikel könnten von jemandem, der quasi noch einen Draufblick hat und nicht betriebsblind ist, unterhaltsamer und leichter geschrieben werden als von Leuten, die jahrelang dabei sind. Natürlich soll eine Praktikantin nicht alleinige Autorin werden, dafür fehlt ihr dann wieder das nötige Insiderwissen.
Auch beim Thema Häufigkeit war man “empört” über meine Meinung, drei Einträge pro Tag sollten zu schaffen sein. Okay, für eine Person, die nebenbei noch arbeiten muss, sicher nicht. Aber wenn man drei, vier Leute hat, dürfte das klappen. So recht einig, wie viele denn nun bloggen sollen, scheint man sich noch nicht zu sein. Ich würde mehreren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, zu bloggen. Und jemanden einsetzen, der dafür sorgt, dass sich keiner auf den anderen verlässt – und man am Ende verlassen ist.
Die Umfrage, die derzeit läuft, haben einige sofort beendet, ohne Antworten zu geben, wie sie schreiben. (nur für trnd-Mitglieder sichtbar). Gefragt wurde nach möglichen Inhalten des PAYBACK-Blogs. Scheinbar waren vielen aber die Fragen bereits zu konkret, so dass sie vermuteten, ihnen würden Antworten in den Mund gelegt. Kann ich nicht nachvollziehen. Denn zu jeder Frage war ein Kommentarfeld, in das man seine eigenen Meinungen und Gedanken dazu schreiben konnte. Wem die Fragen und möglichen Antwortvorgaben also nicht passten, konnte dort präzisieren, was ich auch nutzte.
Bin gespannt wie es weitergeht – und ob unsere Meinungen denn auch wirklich ernst genommen und in das Blog integriert werden.
08. 12. 2006 17:01
Es bedarf keiner großen Mühe, um herauszufinden, dass China ein Problem mit dem Urheberrecht hat. Nahezu täglich finden sich Artikel in deutschen und ausländischen Zeitungen, die Produktpiraterie und verletzte Copyrights im Reich der Mitte anprangern. Zurecht: eine Studie der Business Software Alliance (BSA) ergab eine Raubkopierrate von 86 Prozent im Land. So verwundert es nicht, dass die IT-Ausgaben chinesischer und in China ansässiger Firmen weit unter dem Durchschnitt der übrigen Länder liegen. Am weltweiten IT-Markt hat China nur einen Anteil von drei Prozent, trotz eindrucksvollen Wachstums der übrigen Wirtschaft.
Nun will das Leipziger Unternehmen PC-Ware, das als Kerngeschäft Softwarelizenzierung angibt, ausgerechnet auf diesen Markt. Warum Dr. Knut Löschke das tut, wo er Chancen und Risiken sieht und wie der IT-Markt China allgemein aufgestellt ist, beantwortet mein längerer Artikel im Januar-Heft von China Contact. Auszüge nach Veröffentlichung dann sicher hier.
08. 12. 2006 15:12
Kann mir mal einer das Sprachwirrwarr auf der PayPal-Seite erklären? Denglisch kannte ich ja schon, aber dass man auf einer Website Deutsch und Englisch in einem Satz mischt, war mir neu… Irgendwie hab ich da Bedenken, mich anzumelden. Wer weiß, was die noch alles miteinander mischen?
08. 12. 2006 12:39
Was ich immer sehr schön finde: Wenn die Warteschleifenmusik zum Unternehmen passt. Gerade wieder bei der Backstube Siebrecht in Brakel erlebt in . Da läuft Laid Back mit “Bakerman”. Der Bäcker bäckt Brot, singt das Popduo da. Und nichts anderes tut Siebrecht. Einfach, aber genial, irgendwie.
Ähnlich bei der Agentur Westend in Leipzig. Dort singen die Pet Shop Boys von “Westend Girls” und Eastend Boys.
Ich find, das macht ein Unternehmen transparent und zeigt – beim Beispiel Siebrecht – dass man sich nicht allzu ernst nimmt.
Jetzt überleg ich nur, wie ich Elton John’s “Daniel” in meine Telefonanlage bekomme…