von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
28. 02. 2007 23:55
“Nicht kleckern sondern klotzen“, steht auf der Website von Radio PSR. Seit zwei Tagen, genauer gesagt seit 27.02., 6 Uhr hat Radio PSR den Spielmodus im “fast eine Million für 5 Euro“-Spiel geändert. Diese Änderung behält sich der Sender – wir erinnern uns – in seinen Teilnahmebedingungen vor. Seit zwei Tagen also heißt es bei PSR: “Wir verzichten auf die Kleingewinne”. Jetzt werden pro Stunde dafür zwei mal nach dem Millionengewinne gesucht.
Im Umkehrschluss bedeutet das: es gibt jetzt noch weniger Chancen und noch weniger Gewinner. Denn konnte man vorher wenigstens noch mit einer, zwei oder drei richtigen Endziffern seines 5-Euro-Scheins Bargeld von Wert von 100, 1000 oder 10.000 Euro gewinnen, ist auch das nun hinfällig. Jetzt kann nur noch gewinnen, wer den Millionenschein hat. Und auch nur der sollte bei PSR anrufen! Wenn alle Hörer schlau sind, sollte die Anruferzahl im Medienzentrum derzeit gegen null gehen. Warum ahne ich jetzt schlimmes? (more…)
28. 02. 2007 23:01
Das geht ja nunmal gar nicht: Halle liegt derzeit vor Leipzig bei der Wahl der Städte, die aufs Monopoly-Brett dürfen. Ich appelliere an die Begeisterung der Menschen für unsere Stadt und fordere hiermit zum Wahlgang auf. (Politikermodus off)
Um es nochmal zu erklären: bis 1.April kann man diejenigen Städte wählen, die auf das neue Brett des Monopoly-Spieles sollen. 41 Städte stehen zur Auswahl, nur 22 schaffen es. Aber eigentlich ist die Wahl doch klar, oder? Ich zähl auf Euch!
Allerdings: eine Registrierung mit einer gültigen E-Mail-Adresse ist nötig. Irgendeiner gültigen, die ihr innerhalb drei Minuten abrufen könnt. Und danach nie wieder braucht… Zum Beispiel.
Bild: (C) Hasbro Deutschland GmbH. Genannte Marken sind Eigentum ihrer Besitzer.
28. 02. 2007 11:46
Olive Riley ist 107 Jahre alt und blogt. In ihrem “Blob“. Sie mag diesen Begriff mehr als Blog. Soll sie doch. Sie schreibt ohnehin nicht selbst. Dennoch sollen es wohl ihre Gedanken sein, die Freund Mike da ins Blob schreibt. Wasset allet jibbt.
28. 02. 2007 08:43
Eine echte “Scheiß-Geschichte” hatte ich heute in der LVZ, aber auch das muss mal sein. Bitteschön:
Wenn Katja Steinke das Haus verlässt, schaut sie seit einigen Wochen immer nach unten. Das allerdings ist keine unfreundliche Geste den Nachbarn gegenüber – die 31-Jährige tut dies zum Selbstschutz: um Hundehaufen auszuweichen. So wie ihr geht es derzeit vielen Anwohnern der Goethestraße in Taucha, die sich massiv über die tierischen „Tretminen“ beschweren. Haus- und Stadtverwaltung sind die Probleme bekannt. Ihnen Herr zu werden, scheint dagegen schwer.
„Die Wiesen vor dem Haus und der Fußweg sind regelrecht zugepflastert mit den Haufen“, sagt Steinke aufgebracht. Die zweifache Mutter würde an schönen Tagen gern mit ihrem zehn Monate alten Sohn laufen üben. „Wo ginge das besser als auf der Wiese vor der Tür. Da kann man allerdings seit Wochen nicht mehr treten, weil alles voller Hundekot liegt.“ Dabei sei bekannt, dass an der Gabelung Thomas-Mann-/Friedrich-Ebert-Straße eine wild bewachsene Fläche existiere, die ausschließlich als Hundewiese diene. Die Übeltäter vermutet sie daher nicht in der Goethestraße: „Die kommen von woanders her.“
27. 02. 2007 22:40
dpa meldet, die hässlich-bunten Planen mit noch hässlicheren Figuren drauf künstlerisch verzierten Planen, die derzeit drei Häuser am Brühl verhüllen, würden auch weitere Städte und Kommunen interessieren. Oh wei. Denen ist aber schon bewusst, dass das Haus an der Karl-Liebknecht-Straße, das er mit seinen glubschäugig dreinschauenden und immer gleich aussehenden Köpfen nicht gerade prächtig vermietet ist, oder? Auch wenn man 2004 noch anderes versuchte, glaubhaft zu machen.
Nicht falsch verstehen – ich habe nichts gegen Kunst, die anders ist. Aber speziell bei Fischer-Art kann ich keine Weiterentwicklung entdecken. Seit Jahren die gleichen Köppe, der gleiche “Gesichtsausdruck” der Figuren. Nichts neues. Das mag mal ganz nett sein. Aber andauernd?
Und nein, liebe dpa – Fischer-Art macht’s eben NICHT wie Christo am Reichstag. Christo nutzte weiße Planen und versuchte, mit Hilfe der Architektur des Gebäudes, eine Stimmung zu erzeugen bzw. die Merkmale des Hauses hervorzuheben. Fischer-Art hebt nicht hervor, er schreckt ab.
27. 02. 2007 21:36
bobi – das klingt wie der einfallslose Name für ein gefiedertes Haustier. bobi allerdings bezeichnet den “brand online buzz index”, der ab Donnerstag gemessen wird. Mittels des Indexes will das Unternehmen ethority aus Hamburg Kundenmeinungen zu rund 500 Marken und den wichtigsten Consumer-Themen für den deutschsprachigen Raum auswerten. Heißt im Klartext: Wer sagt was über welche Marke in den Blogs, Foren, Communities und Meinungsportalen?
Sten Franke, Geschäftsführer von ethority: „Je nach Kulturkreis haben Weblogs, Onlineforen und Communities unterschiedliche Bedeutung. Neigt man in den USA oder in Frankreich gerne zur Selbstdarstellung und -inszenierung, eignen sich dafür besonders gut Blogs. Onlineforen hingegen werden sehr häufig im deutschsprachigen Raum, aber auch in Osteuropa und Asien, zur Diskussion und Empfehlung von Produkten und Marken genutzt.“
Wie auch immer: viel Glück von hier aus für diese, wie ich finde, gute und interessante Idee.
via E-Mail, Pressemeldung hier
27. 02. 2007 20:03
Schon etwas älter, aber nichtsdestotrotz (hab ich schonmal gesagt, dass ich dieses Wort gruslig finde?) – also das Video hier ist trotzdem gut: Rainald Grebe singt über Brandenburg und wünscht sich nach Berlin. Sehenswert, auch wenn ich das ständige Infragestellen und Niedermachen Neufünflands nicht sonderlich mag.
via René Pönitz.
27. 02. 2007 09:30
Das hab ich auch noch nie gesehen, dass Spammer quasi zugeben, Spam zu verschicken und ihn deshalb vorsichtshalber als Anzeige deklarieren. So kann sich wohl keiner aufregen, oder was soll das? Fakt ist jedenfalls: ich habe mich nie bei turboaktien.at angemeldet. Dieser “Newsletter”, den der “Börsenbrief” aus Wien offenbar im Auftrag der TransGo Capital Ltd. aus Siegen verschickt, landete also ohne mein Einverständnis in meinem Posteingang. Ich hoffe, dieser Eintrag hier reicht, um dem Einhalt zu gebieten. Es sei denn, die Damen und Herren wollen hier Dauergast sein.
Update: es dürfte ohnehin bekannt sein, was man von Kaufempfehlungen per Mail zu halten hat.
Update 2: Bevor die Damen und Herren unruhig werden: Mittlerweile hat die TransGo Capital Ltd. beteuert, nicht Absender der Mail zu sein und nicht nachvollziehen zu können, wie meine Adresse in den Anzeigenverteiler kam. Hab ich auch nie behauptet. Steht ja eindeutig da.
27. 02. 2007 00:30
Seine Lieder heißen „Affenschrille Hitbananen“, „Polonaise Mayonaise“ oder „Tanzalarm“. Ganz klar, dieser Mann will unterhalten. Das tat Volker Rosin am Sonnabend auch, als er in der Osthalle des Hauptbahnhofes Songs aus seinem neuen Album „Kinderdisco“ vortrug und anschließend zur Autogrammstunde lud. Mehrere hundert Kinder waren mit ihren Eltern oder Großeltern gekommen, um gemeinsam mit dem „König der Kinderdisco“ zu singen, tanzen und in die Hände zu klatschen.
„Genau das ist mein Stil, ich will Party machen und mich gemeinsam mit den Kindern bewegen. Das ist doch auch ihr ureigener Instinkt“, so Volker Rosin, der seit über 25 Jahren im Geschäft ist und mehr als 30 CDs aufgenommen hat. So hüpfte Rosin auf der Saturn-Bühne wie ein Gummiball hin und her, ganz wie das Känguruh in seinem Erfolgshit „Känguru Dance“, mit dem er vor einigen Jahren bis in die Top 20 der Charts vorrücken konnte. Das gefiel den anwesenden Kindern so gut, dass sie bei „Tanzalarm“ sogar an den richtigen Stellen „Ki.Ka!“ riefen; Rosin hat auf dem Kinderkanal eine eigene TV-Sendung.
Volker Rosin hat selbst zwei Söhne, mit denen er auf seinen früheren Platten gesungen hat. Am gestrigen Sonntag feierte der Düsseldorfer seinen 51. Geburtstag. „Ganz normal zusammen mit meiner Familie bei Kaffee und Kuchen.“ Live erleben kann ihn seine junge Zielgruppe, die er selbst mit „von zwei bis acht Jahren“ beziffert, aber noch eine Weile. „Mein Vorbild ist Johannes Heesters und solange die Kinder mich akzeptieren, mache ich weiter Party.“
Erschien am 26.02.2007 in der Leipziger Volkszeitung.
26. 02. 2007 17:10
Also ich konnte EBay ja wirklich mal leiden. Aber dass sie so weit gehen würden…
Erst Journalisten für einen Euro, jetzt das… Schnüff..