GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for March, 2007

Fünf Jahre Belantis: Geschäftsführer Job im Interview

Heute erschien in der Leipziger Volkszeitung ein Interview, das ich mit Nikolaus Job, Geschäftsführer des Belantis Vergnügungspark Leipzig führte. Da dieses an manchen Stellen arg komisch gekürzt wurde (warum eigentlich biete ich immer wieder an, dies selbst zu machen, wenns dann doch nicht beachtet wird?), erscheint es hier für meine lieben Blog-Leser in der Urform.

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I’m calling you not to sell any products

Komischer Anruf grad. Eine englisch sprechende Dame wollte einen ebenso englisch sprechenden Mitarbeiter haben. Da ich auf die schnelle keine weiteren Mitarbeiter auftreiben konnte, hab ich’s halt gemacht. Sie würde mir nichts verkaufen wollen sondern nur eine Befragung durchführen. Was für ein Unternehmen 4und20.net denn wäre und was meine Aufgabe sei. Hab ich ihr erzählt. Nach dem Satz “I am writing for companys, newspapers and some magazines” war die Verbindung weg. Ihre Nummer hab ich hier im Telefondisplay stehen. Soll ich jetzt nach 0094 zurückrufen? Sri Lanka wäre das und würde so um die acht Cent die Minute kosten… Naja, vielleicht ruft sie ja nochmal an. Oder lädt mich mal ein? Auf einen Ceylontee?

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  • Filed under: Anderes, Erlebtes
  • Copy-Paste-Blogging (2)

    Kleine Fortsetzung zu diesem Posting: Werner G. Gaede aus der Gemeinde Barleben in Sachsen-Anhalt betreibt das “Blog” ABC der Infos. So nennt er die Website, auf der er täglich mehrere Texte und teils auch Fotos von anderen Websites kopiert. Da finden sich Wikipedia-Einträge, Auszüge aus Artikeln von Tagesschau, SpOn oder faz.net mit Fotos, die Gaede direkt aus dem Webangebot der jeweiligen Anbieter laden lässt, faktisch also Bandbreitenklau begeht oder Einträge aus dem BILDblog.

    Letzteres, namentlich Stefan Niggemeier, forderte Gaede nun auf, das Urheberrecht zu beachten, Texte und Fotos also nicht zu kopieren. Doch offenbar ist Gaede nicht nur ein schlechter Blogger sondern auch noch beratungsresistent. Denn statt der freundlichen Bitte Niggemeiers nachzukommen, kopierte der ABC-”Blogger” die E-Mail kurzerhand als Kommentar in sein Blog, schob einen sinnfreien, eigenen Kommentar nach und nannte die Reaktion Niggemeiers eine “künstliche Angelegenheit”. Stefan selbst hat mittlerweile die Links zu den BILD-Ausrissen geändert. Die Texte allerdings stehen noch da.

    Natürlich hat es wenig Sinn, sich über “so einen” aufzuregen. Es geht mir auch nicht unbedingt um Gaede in Person sondern allgemein um den Fakt, dass man heutzutage schneller kopiert wird, als einem lieb ist. Wer allerdings so dreist ist wie der ABC-Mann, sich dabei auch noch erwischen zu lassen, weil er einen Trackback setzt, hat nichts anderes verdient, als dass man hämisch über ihn lacht.

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  • Filed under: Mediales, Trauriges
  • Copy-Paste-Blogging

    Wieder einer, der nicht kapiert hat, was Bloggen ist. Lektion 2345a: Bloggen ist NICHT copy-paste. Sachen gibts…

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  • Filed under: Anderes
  • Energielieferung

    Heute kamen sie an, meine UP!GRADES, die ich für trnd testen darf. Das Auspackzeremoniell habe ich auf Flickr dokumentiert. Muss ja alles seine Ordnung haben.

    up_smart.jpgKurz ein erster Eindruck der Ampullen: klein. Sehr klein. Aber 25 ml sind nunmal nicht viel. Schnell ist klar: die UP!GRADES sind kein Getränk, sondern – wie es draufsteht – ein Ergänzungsmittel. Beim Überfliegen der Packungsrückseite war ich kurz erschrocken: 13.12.2006 stand dort. Abgelaufen? Nein, es ist das Herstellungsdatum. Haltbar ist das Zeugs bis 13.06.2008. Erschrecken kann man allerdings trotzdem: Nur ein “Fläschchen” soll man am Tag trinken. “Diese Dosierung darf nicht überschritten werden”, steht als Warnung geschrieben. Wer koffeinempfindlich (bitte was?) ist, soll die 25 ml über den Tag verteilt zu sich nehmen (häh?).
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    Montags im Web – der Webmontag

    Gestern, also quasi vor wenigen “Minuten”, war Bad* Webmontag. In Horns Erben, an das ich mich langsam aber sicher gewöhnen könnte, wären die Stühle nicht so hart (hey, ich werd’ auch nicht jünger!), trafen sich etwa 20 Blogger (wer hat gezählt?) und andere “am Web interessierte”, um über eben jene Themen zu diskutieren. Mein geschätzter Kollege Thomas Gigold war auch mit und referierte über Event- und Corporate-Blogs. Um’s anschaulich zu machen, erklärte er am Beispiel einiger Kundenprojekte, unter anderem dem GC-Blog, IAABlog und VlogbyMini, wie solche Blogs funktionieren, inklusive meiner Einwürfe.

    Schnell kam die Frage auf, ob Unternehmensblogs, die von “Externen” gefüttert werden, nicht unglaubwürdig wären und ob man sich kaufen lasse. Nö. Kein Unternehmen kann unsere Meinung kaufen. Das zeigt deutlich, dass etwa Thomas für BMW bloggt oder gebloggt hat und trotzdem die neue BMW-Website verrissen hat. Es kommt immer auf das Blog an. Ist es privat, ist diese Meinung auch wirklich privat. Ist es das Blog im Kundenauftrag, sollte man natürlich ein “die neue BMW-Website ist scheiße” möglichst vermeiden, und dabei trotzdem authentisch bleiben.

    Subjektiv ist ein Corporate Blog deswegen aber trotzdem nicht. Vor allem die Leipziger Messe ist uns da ein guter Partner. Beim GC-Blog gab es ab und an Themen, die eigentlich Dont’s waren. Eigentlich. Die Messe hat uns trotzdem gelassen. Ich glaube, nur so funktionieren gute Event-Blogs. Vertrauen auf beiden Seiten, das richtige Händchen und Gespür für die Themen, gepaart mit einer ordentlichen Darstellung und guter Recherche. Das ist es, was ich meine, wenn ich manchmal sage, Blogs muss man “leben”. Wer nur stupide und protokollartig ein Event, eine Messe oder sonstiges begleitet, nutzt zwar die Technologie der Blogs, weil sie so schön einfach ist. Allerdings könnte er genauso gut eine statische Newssite füttern, das Ergebnis wäre identisch.

    Zum Abschluss entführte uns Kollege Mark-Steffen Buchele in die Welt der wissenschaftlichen Analyse eines Intranets. Die Leipziger Niederlassung der Agentur aexea, für die Mark mittlerweile arbeitet, analysierte im Kundenauftrag den Inhalt des Intranets dieser international tätigen Firma. Über mehrere Monate sortierten sie mit Mitarbeiten den Content in virtuelle Schubladen, um danach eine neue Struktur für die Navigation zu finden. Interessant dabei: von mehreren hundert Mitarbeitern wurden exemplarisch nur 30 rausgepickt, die eine Art Ordnersystem anlegen sollten. Diese 30 schufen dann praktisch die Form des Intranets für alle anderen Mitarbeiter.

    Kurzum: dieser Webmontag war sehr interessant und unterhaltsam. Was ich an dieser Art Zusammenkunft mag, ist die Lockerheit dort. Keine kommt mit Business-Sprech daher, alle Diskussionen sind lösungs- und praxisorientiert. *Weiter so* ;-)

    Ach, gucke, Kollege Bulka kann auch nicht schlafen

    *) Kleiner Insider-Gag für eine Eingeweihte. Nicht drüber nachdenken.

    Exklusiv falsche Tatsachenbehauptung

    Ich bin zwar nicht das BILDblog, muss mich aber trotzdem mal über dieses Machwerk auslassen, das sich Zeitung nennt. BILD titelt heute mit “Porsche schluckt VW – Exklusives Interview mit Porsche-Chef Wiedeking”. Nanu, dachte ich mir da. Du hast doch heute morgen gegen 1 Uhr auf N24 erst was anderes gesehen und gelesen? Dass eben Wiedeking eine Übernahme VWs ablehnt und maximal 31 Prozent Anteile an VW kaufen will (was schon genug Folgen hätte).

    Und siehe da – liest man das “Exklusiv-Interview” mit Wiedeking, wird die reißerische Titelüberschrift “Porsche schluckt VW” sofort entkräftet. Denn da steht dann:

    Herr Wiedeking, warum wollen Sie Europas größten Autokonzern Volkswagen schlucken?” Wiedeking: Langsam, langsam. Dieses Ziel verfolgen wir aktuell nicht

    (Hervorhebung von mir)

    Bild.T-Online versucht wenigstens, nicht ganz so viele Pferde scheu zu machen und lässt die Titelüberschrift galant weg.

    Die Herren Niggemeier und Schultheis mögen bitte übernehmen. Danke.

    Grammatikalische Zwischenfälle im Knutfieber

    Momentan finden ja viele einen kleinen Eisbären zum KNUTschen. Nachvollziehbar. Und auch logisch, dass die ersten ein ganz großes Geschäft wittern, inklusive dem Berliner Zoo, der sich den Namen gleich mal hat schützen lassen.

    ABER: Wenn schon extra Speisen kreiert werden müssen, die den Namen des Knuddelbären tragen müssen, dann sollten die bitte richtig geschrieben werden. Meine Kollegin Karen Arnold hat auf unserem Blog Gastro-Text ein schlechtes Beispiel eines Berliner Hotels gestellt. Ich bin mir sicher, es gibt noch viel mehr davon.

    So, und damit das hier ein richtiger Post mit Knut-Content wird, hier das wohl erste Lied über das Viech. Ich sehe das bereits jetzt auf Platz 1 der Charts. Schnappi hats ja auch geschafft.

    [youtube]DA32rOfzQpQ[/youtube]

    Es geht wieder looooos

    Einfach schön, wenn man sich auf gewisse Dinge verlassen kann

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  • Filed under: Lokales
  • Ein Kindergeburtstag ist kein…äh…Kindergeburtstag

    kindergeburtstag.jpgGefühlte 800 Dezibel hochfrequenter Töne fliegen hier grad durch die Wohnung. Ich freue mich auf eine ruhige Ecke auf der Buchmesse morgen.


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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