von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
24. 03. 2007 10:41
Rommy Arndt kennen viele aus dem Fernsehen, sie moderiert bei n-tv die Nachrichten. Ab heute hat man die Chance, die charmante Leipzigerin auch live zu sehen: im Auktionshaus Fine Art in der Katharinenstraße schwingt sie bereits ab 10 Uhr den Hammer. „Ich arbeite jetzt auch als Auktionatorin“, so Rommy Arndt. Etwa die Hälfte des Monats ist sie in Köln beim Sender, die andere Hälfte verbringt sie eher privat in Leipzig. „Das wollte ich ändern, mich also hier auch beruflich betätigen“, sagt sie.
Auf einer Versteigerung lernte sie Bodo Hellmann, den Chef des Auktionshauses kennen, kam mit ihm ins Gespräch. „Er suchte noch einem Auktionator und irgendwie fühlte ich mich angesprochen“, schmunzelt Rommy Arndt. Also meldete sie sich beim Ordnungsamt an und erwarb eine Versteigerungserlaubnis.
Heute nun hat sie ihre erste Auktion und ist entsprechend aufgeregt: „Ich muss mich bei einigen Bildern genau an den Wortlaut halten, darf nichts falsches sagen. Ansonsten will ich das aber schon als Event gestalten und nicht nur stur ein Stück nach dem anderen abhandeln“, kündigt sie an. Zu erwerben gibt es unter anderen Werke von Angelika Tübke, Heinz Zander, Michael Triegel und Volker Stelzmann. „Das ist auch ein Grund, warum ich diesen Nebenjob gewählt habe: ich bin umgeben von schönen Dingen, besser geht es kaum.“
Erschien am 24.03.2007 in der Leipziger Volkszeitung. Foto: n-tv
24. 03. 2007 10:30
Da ich ohnehin dort war, brachte ich für die LVZ auch einige Zeilen sowie ein Foto von der Handelsblatt-Bloglesung im Volkshaus mit, der heute erschien Der Vollständigkeit halber hier noch der Text in der ursprünglichen, nicht gekürzten Form. Thomas, für Dich ist ein PDF per Mail unterwegs.
Bloggern wird vieles nachgesagt. Sie seien launisch, zu wertend und würden nur unnützes Halbwissen in ihre elektronischen Tagebücher schreiben. Dass dem nicht so ist, wollte am Donnerstagabend eine Bloglesung des Handelsblatts, organisiert durch die Leipziger Buchmesse zeigen. Im Volkshaus präsentierten Thomas Knüwer, der für das Handelsblatt das Weblog „Indiskretion Ehrensache“ führt, und sein Kollege Julius Endert fünf bekannte Blogger, die in der Szene meist nur mit ihren Künstlernamen bekannt ist: Lyssa, Madame Modeste, Don Dahlmann, Don Alphonso und Ix. Letzterer heißt im richtigen Leben Felix Schwenzel und gilt gemeinhin als Motzer. Don Alphonso ist gar sehr umstritten, weil er sich selbst gern streitet. Auf der Lesung wurden aber gerade diese beiden Herren eher handzahm, verhaspelten sich teilweise, entschuldigten sich dafür charmant und setzten auch mal verbal einen „Punkt“, den sie vorher überlesen hatten.
Madame Modeste und Lyssa, die eigentlich Katharina Borchert heißt, lasen Geschichten wie „Das Badefest“ oder „Mann zum Unter-die-Erde-bringen gesucht“. Dass es sich dabei ausnahmslos um wirkliche Weblogeinträge und nicht etwa Kapitel aus Büchern handelte, merkte man kaum – stilsicher und unter Zuhilfenahme sämtlicher sprachlicher Bilder beschrieben die Blogautoren ihre persönliche Vergangenheit, lustige oder schlüpfrige Gegebenheiten. So wurden Blogger zu wahren Literaten.
Den Zuhörern gefiel’s. Wie Heiner Wittmann vom Verlag Klett-Cotta. „Ich finde das unwahrscheinlich klasse, wie sich das alles entwickelt. Vor einigen Tagen habe ich selbst ein Blog für Klett gestartet und bin seitdem begeistert dabei, ein wirklich schönes Medium.“ Und während Thomas Knüwer gestern noch über die Buchmesse bummelte, reisten andere schon wieder ab – zur nächsten Lesung. Fast wie richtige Schriftsteller.
23. 03. 2007 21:46
Ja, ich weiß, ich hab heute nen Lauf, was die Frequenz der Einträge angeht, aber ich muss schon wieder was loswerden. Gerade entdecke ich das Frogblog, auch wenn ES behauptet, ein ER zu sein. Es sei IHR vergeben. Ihr, der Dr. Miriam Neubauer, die in ihrem Blog mit ihrem Team, bestehend aus “Claudia” und “Jessica”, Tipps aus der Welt des Immobilienmarketing gibt. Seit 30. November 2006 bereits. Und was soll ich sagen? Nicht viel außer: “Ja, ich nehme die Wohnung. Mit allem bitte!”
Aber bestimmt gehört das zur Strategie. Und die blonde Schönheit da ist gar nicht Frau Doktor Miriam. Wie auch immer – Stil haben sie, die Frösche.
23. 03. 2007 21:25
Ja, einen Backlink von einer Uni zum eigenen Blog verspricht der hier. Und alle fallen drauf rein. Mal genau angesehen, an welchem Datum der die Links einbauen will? Okay, nicht alle fallen drauf rein.
23. 03. 2007 20:57
Zu meinen zweifelhaften Vorlieben beziehungsweise Hobbys gehört es, nahezu jeden Hörschnipsel von deutschen Radiostationen zu sammeln. Also Jingles, Eigenwerbung, Melodien und dergleichen. Mittlerweile hat sich ein recht großes Archiv angesammelt, das durch die Mithilfe netter Radiomenschen und durch das Durchforsten von radioforen.de auch ordentlich anwächst. Und manchmal, ja manchmal hör ich die Samples sogar durch. Zufällig eher, denn im Winamp, das prinzipiell auf Shuffle steht, werden diese Schnipsel mit in die Playliste gewürfelt.
Was ich dann zu hören bekomme, lässt mich teils schmunzeln. Wie soeben ein Sketch von Energy Berlin: “Haste schon gehört, der Wickert hört jetzt bei den Tagesthemen auf.” – “Ja, und was macht er dann?” – “Er moderiert ein Gartenmagazin” – “Und wie heißt das?” – “Na, Chrysanthemen!”. Jeder lacht über andere Dinge, schon klar.
Aber nicht alles ist nur witzig, sondern auch schön und weckt Erinnerungen. Wie der Stationsong von NDR2. “Wir haben Lust auf Radio” hieß der und war von der Gruppe Leinemann. Im Song wurden auf wirklich geschickte und unterhaltsame Weise die verschiedenen Shows, die über den Tag liefen, verarbeitet. Erinnerungen weckt der Song darum, weil wir damals, mutmaßlich 1989, im Urlaub NDR2 hörten. In Kelbra, im Bungalow meiner Tante. Vor der Wende. Dieser Song ging mir von da an nicht mehr aus dem Sinn und ich begann, NDR2 zu lieben. Ein ähnliches Erlebnis war es dann, nach der Wende MDR Life zu hören. Das war der erste Sender, der auch bei uns ein Radioprogramm produzierte, das einfach Spaß machte und bei dem man merkte, die Leute dort haben auch Spaß dabei. Der Werdegang ist bekannt. Life heißt jetzt Jump. Hüpf, hüpf, hurra.
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23. 03. 2007 15:10
Unglaublich schlechte Steve-Jobs-Parodie gefällig? Bitteschön.
23. 03. 2007 14:45
Nein, natürlich nicht. Aber Thunderbird denkt das. Und warum? Weil man selbst für Pressemitteilungen HTML-Mails mit zahlreichen Links verschicken muss, die auf Websites mittels kryptischer URLs verweisen. Nur damit man schön im CI bleibt und dem Leser solch eine Grafik, die offenbar sehr wichtig ist, aufs Auge gedrückt werden kann. Ich finde sowas, gelinde gesagt, ziemlich affig. Genauso affig wie ein geschlossener Pressebereich, für den man sich erst akkreditieren muss. Wie heißt die Firma gleich noch? OPEN Business Club AG? Immerhin, die drei letzten PMs gibt’s online und per RSS.
Inhalt der heutigen Pressemitteilung? Xing kann bald auch API, um Mashups mit anderen Programmen zu ermöglichen. Wer’s braucht…
23. 03. 2007 14:08
Notiz an mich: Fotos lassen sich nicht verkleinern, indem man die gewünschte Pixelgröße in das Telefon tippt. Dazu nutzt man immernoch die Tastatur, die VOR dem Telefon steht.
Wird immer schlimmer hier…
23. 03. 2007 11:17
„Wir müssen uns lösen von dem Gedanken, das digitale Fernsehen funktioniere nur mit Dachantennen“, sagt Michael Richter, Geschäftsstellenleiter von DVB-T Mitteldeutschland und schwenkt ein tragbares Empfangsgerät in seiner rechten Hand. Auf diesem laufen gestern Mittag zur Pressekonferenz die bewegten Bilder des ZDF. Was allerdings nur in Leipzig/Halle und Erfurt/Weimar möglich ist.
Das soll sich ändern. Der Lenkungsausschuss beschloss den weiteren Ausbau des digitalen Antennenfernsehens in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Start ist der 23. Juli. Dann werden die Regionen Dresden/Löbau, Chemnitz, das Erzgebirge, Vogtland, Gera sowie das Altenburger Land an das so genannte Überallfernsehen angeschlossen. Am 9. Oktober folgen Magdeburg, der Brocken, die Harzregion und weitere. Zur Jahresmitte 2008 soll DVB-T in Mitteldeutschland komplett ausgebaut sein.
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23. 03. 2007 10:16
Na, wenn das den Anwohnern der Waldstraße mal nicht zu laut wird… Am 9. Juni knallt’s gewaltig über Leipzig. Nur das mit den Eintrittspreisen verstehe ich nicht. Wenn ich draußen bleibe, darf ich dann nicht nach oben schauen?
Update:
Da es ja offenbar doch einige interessiert, hier mal die komplette Pressemitteilung als Zitat, die sonst bei Känguruh nur via Presse-Passwort zu lesen wäre. (more…)