GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for April, 2007

Brückentag

Heute soll ja Brückentag sein, sagen die Menschen im Radio und überhaupt. Na, von mir aus. Hier eine schöne aus Berlin. Foto: ma-ri/photocase

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Die “Lütte” und die Torte

angelika-mann.jpgMit Tochter Ulrike (die ebenfalls singt und schauspielert) und Westi-Dame Lilly besuchte Angelika Mann diese Woche Leipzig. Im Radisson-Hotel am Augustusplatz absolvierte die 58-jährige „Lütte“ eine Talksendung mit Moderator Falko Maiwald von Radio Leipzig. Dabei erzählte die Berlinerin ein paar Episoden, die sie in jenem Hotel erlebte. „Zu DDR-Zeiten habe ich sehr oft im damaligen Hotel am Ring übernachtet. Einmal wurde ich von Reinhard Lakomy zum Fasanessen eingeladen, mit anschließender Schwarzwälder Torte. Eigentlich esse ich ja keinen Kuchen, auch wenn man es bei meiner Figur denken könnte. Naja, und als ich die Schwarzwälder genüsslich kaute, hörte ich nur, wie sich am Nebentisch darüber aufgeregt wurde: ‘Jetzt frisst die ooch noch Torte’, hieß es da. An diese Geschichte erinnere ich mich immer wieder, wenn ich hier bin“, sagte sie.

In Leipzig war Angelika Mann zuletzt im Oktober, als sie mit Veronika Fischer im Gewandhaus auftrat. Am 1. Juni kommt sie wieder, zur Charity-Sommergala der Peter-Escher-Stiftung in der Media City. Mit Tochter Ulrike (21) spielt Angelika Mann auch Theater, im Stück „Albrecht, der Bär“, in dem es um die Entstehung Brandenburgs geht. Auch Falko Maiwald hat die Lütte durchs Theater kenne gelernt, beide stehen in „Baba Jaga“ auf der Bühne.

Erschien am 28./29. April 2007 in der Leipziger Volkszeitung

VANITY FAIR zieht Alex Neldel aus

Na sowas – VANITY FAIR verschickt seit gestern wieder xundneunzig Pressemitteilungen, um das neue Heft zu teasern. Unter anderem dabei: Eine Pressemitteilung zu Alexandra Neldel, die wohl behauptete:

Für ihre Schauspielkarriere würde Neldel sogar die Hüllen fallen lassen: “Ich habe keine Probleme mit Nacktaufnahmen – wenn es zur Rolle passt”, sagt sie im Interview.

Und was ist jetzt – jetzt schickt der Condé Nast Verlag eine PM hinterher, die genau diesen Absatz dementiert. Der Absatz wurde wohl im Heft gestrichen. Ach Mensch, hat das Magazin wieder nüscht exklusives zu berichten. Oder sollte der Absatz nur die “verführerischen Posen” der Schauspielerin bewerben, die im Heft zu sehen sein sollen? Man weiß es nicht genau…

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  • Wenn die Aushilfe Pressemitteilungen verschickt

    Ich mag ja die Adresskonfektionierung von Pressestellen. Besonders dann, wenn ersichtlich wird, wer mir gerade eine Mail schickt. Nicht etwa Bernd Müller oder Hans Musterklaus – sowas interessiert mich nicht. Viel netter ist doch “F6091 Aushilfe”. Sowas gibt’s nicht? Doch, beim WDR.

    aushilfe.jpg

    Und zum Zeichen dafür, dass es wirklich nur die Aushilfe war, die da Programmankündigungen durchs Land schickt, qualifiziert sich diese Aushilfe für den Depp-Award des Monats April mit der Versendung des offenbar kompletten Presseverteilers. 132 E-Mail-Adressen von Redaktionen hingen im CC:. Vielen Dank dafür!

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  • Lionel Richie singt morgen nicht in Erfurt

    Grund sei eine aktue Stimmbandentzündung, sagt der Veranstalter Känguruh Productions. Und ich missbrauche mein Blog als schnellstes Medium der Welt mal eben für die Verbreitung dieser Nachricht. Vielleicht wollten ja auch einige Leipziger morgen nach Erfurt, weil sie für Leipzig eventuell keine Karten mehr bekamen. Das Konzert muss komplett entfallen, da Lionel keine weiteren freien Termine hat. Die Karten werden dort zurückgenommen, wo sie gekauft wurden.

    Die AMI geht, der Stress bleibt

    ford.jpg Die AMI ist gestern zu Ende gegangen. Und heute heulen diverse Zeitungen und Radiosender über den Rückgang der Besucher. 270.000 Besucher zählte die Leipziger Automesse dieses Jahr. Dass die AMI 2007 mit der von 2006 nicht vergleichbar ist, wurde in der Abschluss-PK deutlich gemacht. Offenbar nicht zu deutlich. Das Referenzjahr ist 2005 – und dort gab es 274.000 Besucher, also nur geringfügig mehr. Es ist eben so, wie VDIK-Präsident Volker Lange sagte: Derzeit stagniert der Automobilmarkt. Zudem präsentieren zahlreiche Aussteller auf der IAA im September erst weitere Premieren. Das hält unter Umständen einige davon ab, nach Leipzig zu kommen. Im nächsten Jahr ist die AMI die wichtigste Automobilmesse in Deutschland, weil es keine IAA gibt. Dann kann wieder mit 2006 verglichen werden, wo es ähnlich war. Bin gespannt, ob die Kollegen das dann verstehen.

    Im AMI-Blog waschen wir die Messe noch einige Tage lang nach – genug Material gibt’s noch. “Zwischendurch” wird das aufgearbeitet, was liegen bleiben musste. Danke für das Verständnis an alle Kunden, die etwas leiden mussten. Aber so eine Messe macht man eben, wenn man sie richtig begleitet, nicht nebenbei. Wer das versteht, ist vor allem die Leipziger Messe, die uns wie bereits im vergangenen Jahr ein sehr guter Partner war, uns vertraute und das Medium Blog wirklich versteht. Besser kann’s gar nicht sein. Dickes Danke dafür.

    Mehr von Thomas und mir gibt’s zukünftig auch.

    Knut hat geschissen

    WELT ONLINE hat sich kürzlich neu erfunden – und offenbar gleich den guten Ton verloren. Zumindest wird der Tierarzt von Knut heute so zitiert:

    „Knut hat heute morgen

    gefressen und geschissen. Soweit ist alles in Ordnung.“

    Ist eigentlich was für Twitter. “Habe geschissen, alles i.O.”

    Wie sage ich immer: “DAS GEHT DOCH NICHT!”
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  • Ganz großes Dankeschön!

    Man kommt ja zu nüscht hier, die AMI fordert einen voll und ganz. :-) Was ich wollte: Danke für die vielen Wünsche zu meinem gestrigen Geburtstag. Ich wundere mich immer wieder, wie viele Leute wissen, wann ich wieder ein Jahr älter werde. Per Mail, Telefon, SMS oder ICQ trudelten hier die Glückwünsche ein und ich hab nichtmal richtig Zeit gehabt, mich bei allen zu bedanken. Soll also hiermit geschehen sein.

    Und nein, diejenigen, die es nicht wussten, müssen sich nun zu nichts verpflichtet fühlen. Dafür vergesse ich selbst viel zu oft Geburtstage und merke es nichtmal. Oder erst ne Woche später. Macht mir anders eine Freude: kommt auf die AMI, ruft mich an und wir gehen einen Kaffee trinken. Okay? Super. Hab Euch alle dolle lieb! ;-)

    Habe wilden, hemmungslosen Sex

    Ich hab dieses Twitter noch nie verstanden. Natürlich schreibt man auch in normale Blogeinträge sicher Dinge, die nicht jeden interessieren. Aber dass ich nun quasi meinen Tagesablauf im Stil von “Aufgestanden, pullern gegangen, Kaffee gemacht” in einem kleinen Fenster protokollieren müsste – nee danke. Jetzt, so verrät gerade eine Pressemitteilung, kommt mit frazr ein ähnlicher Dienst nach Deutschland. Die ersten 10.000 Nutzer hätte man auch bereits in der ersten Woche gesammelt. Na Glückwunsch.

    Woher dieser neue Hype kommt, lässt sich nur spekulieren. In den USA wird der Trend auf den Politiker John Edwards aus North Carolina zurückgeführt. Er wollte bei der letzten US-Präsidentschaftswahl Vize­präsident an der Seite von John Kerry werden. Jetzt bringt er sich für die nächste Wahl mit der Frage „Was machst Du?“ in Stellung und gibt im Minutentakt Auskunft über sein Treiben. Diese unmittel­bare Nähe zu seinem Alltag könnte ihm die nötigen Wählerstimmen verschaffen, die er diesmal für den Erfolg benötigt. Ob Angela Merkel, die bekanntlich als erste Regierungs­chefin weltweit einen Podcast herausgegeben hat, auch schon per „Frazr“ auf Stimmenfang für die nächste Wahl geht, ist nicht bekannt.

    Wohl eher nicht. Aber vielleicht seh ich das Ganze auch zu negativ. Und es gibt ja am Ende für alles ne Zielgruppe. Also: “frazt” mal los.

    via E-Mail.

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  • VANITY FAIR macht’s sächsisch

    Kauft man sich diese Zeitschrift nun oder nicht? Jetzt kommen sie einem noch sächsisch und kündigen ein Special über das “aufstrebende Bundesland Sachsen” an. Danke, aber wir streben auch ohne Euch. Andererseits: schön, wenn einer mal unsere wirklichen Werte erkennt und uns nicht immer nur auf “nunu” und “ei forbibsch” reduziert.

    Eines verstehe ich aber nicht:

    Mehr über die schönsten Aspekte des Bundeslandes, das die VANITY FAIR-Farben im Landeswappen trägt, lesen Sie in der kommenden Ausgabe.

    Die VF-Farben? Schwarz und Gold oder was? Zumindest sieht das Logo so aus. Oder muss ich jetzt als geneigter Leser schon den Styleguide dieses Blatts auswendig kennen? Das sächsische Landeswappen ist schwarz, gelb und grün. Das können die nicht ernst meinen, dies als die VANITY FAIR-Farben bezeichnen zu wollen, oder?

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

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