von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
14. 05. 2007 14:05
DaimlerChrysler hat zweifellos das Potenzial, um dauerhaft und nachhaltig Werte zu schaffen – für Sie, unsere Aktionärinnen und Aktionäre, für unsere Kunden, für unsere Mitarbeiter und für die Gesellschaft als Ganzes. Meine Kollegen und ich werden uns mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dieses Potenzial zu realisieren.
Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands DaimlerChrysler / Leiter Mercedes Car Group
Denkwürdiges Zitat entnommen auf daimlerchrysler.com.
11. 05. 2007 17:38
Drüber zu meckern, wenn man wirklich dabei ist, ist doch viel schöner. Und authentischer. Tach, Twitter-Welt.
11. 05. 2007 12:21
Für saxxess.com, das sächsische IT-Portal, habe ich aktuell einen Artikel verfasst, der sich mit den gefälschten Google-Mails befasst. Danke an die betreuende Agentur Heimrich & Hannot, für die ich ab sofort als freier Mitarbeiter tätig bin.
Sächsische Unternehmer mit eigener Website dürften dieser Tage nicht schlecht staunen, wenn sie ihre E-Mails lesen. Denn Unbekannte verschicken derzeit zahlreiche Nachrichten, die vorgeben, vom Suchmaschinenbetreiber Google zu stammen. Inhalt des Schreibens: Aufgrund von angeblich angewandten Techniken, die gegen die Richtlinien Googles verstoßen, würde die Website des Adressaten für mindestens 30 Tage aus dem Index entfernt. Für Unternehmen hätte dieser Umstand durchaus ernste Folgen. Vor allem jene, die aktiv E-Business – etwa mittels eines Onlineshops – betreiben, könnten nach einer Löschung aus dem Index erhebliche Umsatzeinbußen erleiden.
Weiter bei saxxess.com
08. 05. 2007 22:13
Die Leipziger Redaktion der Bild nahm sich bislang eigentlich aus, wenn es um ungereimte Geschichten und unlogische Meldungen ging. Im großen und ganzen stimmte immer, was die Kollegen/innen so schrieben. Heute aber wunderte ich mich dann doch.
Nahezu seitenfüllend berichtet Bild über Rosenköpfchen Susi (3), die “elf lange Monate spurlos verschwunden” war. Doch: “Jetzt kam sie wieder angeflattert”, so die Unterzeile des Textes, der mit “Dieser Papagei ist ein echtes Wunder” aufgemacht ist.
Kurz zur Geschichte: Rosenköpfchen Susi und Hansi leben bei Mama Sabine-Birgit und Sohn Manuel. Eines Tages, vor elf Monaten, ging Mama auf Arbeit und ließ das Fenster angekippt. Bild zitiert die Mutter:
Als ich wiederkam, hatte Susi, das freche Stück, den Vogelbauer geöffnet – und Hansi war aus dem Fenster geflogen.
Hier wundert man sich das erste mal. Sie kam zurück und wusste, dass Susi es war, die den Bauer geöffnet hat? Wenn sie weiß, dass das Tier den Bauer öffnen kann, warum verhindert man das dann nicht?
Mutter und Sohn suchten wohl nach dem Verschwinden Hansis das “ganze Viertel” ab – mit Käfig und Susi darin. Aber die Rosenköpfchendame wollte ihren Hansi wohl nicht rufen. Die Suche blieb erfolglos. Bild zitiert den Sohn:
Da habe ich schweren Herzens auch Susi fliegen lassen. In der Hoffnung, dass sie ihren Hansi findet und ihn zurückbringt.
Ja, nee, iss klar. Rosenköpfchen gehören zwar zur Familie der Papageien und auch zur Gattung der Unzertrennlichen, wie Bild richtig schreibt. Dass Käfigvögel, die noch nie die Freiheit kennenlernten, Fähigkeiten wie Brieftauben besitzen, war mir allerdings neu. Verwunderlich erscheint die Story auch, wenn man – wie Bild – annimmt, ein Rosenkopfpärchen würde 600 Euro kosten. Keine Ahnung, wo die Kollegin diese Preise aufgeschnappt hat. Und selbst wenn es so wäre, würde man ein Rosenköpfchen, das 300 Euro kostete, sicher nicht einfach so fliegen lassen, in der Hoffnung, es kommt mit dem Mann zurück, den es gerade rausgeschmissen hat.
Mal davon abgesehen, dass ich es bereits als Tierquälerei empfinden würde, einen Papagei in Deutschland frei zu lassen, der als Käfigvogel gar nicht wissen kann, wie man sich draußen selbst ernährt.
Aber es geht weiter: jetzt, nach elf Monaten nämlich, sei Susi zurückgekehrt. Ihren Alten, also Hansi, hatte sie nicht dabei, von den Rufen der Sabine-Birgit wollte sie sich auch nicht anlocken lassen. Nunja, wenn es denn wirklich Susi ist, die da jetzt auf Bäumen sitzt oder sich an Hauswänden festkrallt, (“Männchen und Weibchen lassen sich äußerlich nicht unterscheiden”) wird sie wohl schlichtweg die Besitzerin vergessen haben.
Aber jetzt wird alles besser, denn jetzt hilft Bild! Und rät den Lesern, Susi mit Weißbrot in die Wohnung zu locken. Dazu wurde das Redaktionstelefon in “Susiphon” umgenannt, mit der Bitte, mal solle sich melden, wenn man das Tier gefangen hätte. Bin auf morgen gespannt, wenn man sicher ein Foto präsentiert, auf dem fünf Bild-Leser mit Weißbrot in der Hand zu sehen sind, die vergebens einen desinteressierten kleinen Papageien rufen.
Ob das eine Auswirkung des Klimawandels ist? Dass das Sommerloch bereits Anfang Mai beginnt, meine ich….
07. 05. 2007 22:32
Also, liebe Kollegen der Messe Leipzig – ich mag Euch ja sehr. Aber was bitte ist das?
… Zu seinen Kreationen zählen Steinbutt mit Bananenblutwurst, Krakenbolognese auf mariniertem Kalbskopf oder Crispy-Tuna-Lollies. Zucchini in Lachs gart er im Dampf einer Spülmaschine, das Beerenmousse kommt aus einem Betonmischer, die Hummer-Kokos-Suppe aus der aufgezogenen Spritze. Er gilt als innovativer, provokanter Küchenexzentriker, als Punk unter den deutschen Spitzenköchen. Auch zur GÄSTE 2007, verspricht der Sternekoch, wird er ein extravagantes Menü kochen. Am 4. November 2007, 14.00 Uhr, ist STEFAN MARQUARD auf der Leipziger Fachmesse zu Gast.
Das soll einer essen? Okay, der Betonmischer war sicher noch nie in seiner eigentlich Funktion im Einsatz. Und wenn man überlegt, wie in einer Großküche gearbeitet wird, relativiert sich das schon wieder. Aber auf diese Weise wird man zum Sternekoch? Alle Achtung! Dann hau ich die Kartoffeln morgen bei 90 Grad in die Waschmaschine. Und der 4.11. ist vorgemerkt. Das will ich sehen!
07. 05. 2007 20:35
Nee, wirklich! Ich mag dich, Telekom. Schaffst einfach mal nen paar Tausend Arbeitsplätze ab, verlierst immer mehr an Ansehen, so daß es kein Wunder ist, dass die Beschäftigten (die, die es noch sein dürfen) auf die Straße gehen. Offenbar haben sie dabei ein Kabel gekappt, so dass hier DSL-technisch nix mehr läuft. Super. Und woher soll ich jetzt wissen, ob nicht gerade die fähigen Mitarbeiter, die das Kabel wieder flicken könnten, auch im Streik sind? Soll ich mich auf die automatische Ansage an der Hotline, es gäbe derzeit Störungen, verlassen? Glücklicherweise hat man noch eine Notlösung über GPRS. Aber dolle ist das nicht. Und die Kosten dafür trägst Du, liebe Telekom.
07. 05. 2007 10:49
Bauherren und Unternehmer hier in Taucha regen sich gern auf, die Stadt würde es übertreiben mit ihren Forderungen nach Ausgleichsmaßnahmen. Denn pro gefälltem Baum müssen mindestens zwei neue gepflanzt werden. Die Einhaltung dieser Vorschrift kontrolliert das Sachgebiet Umwelt ähnlich streng wie das Ordnungsamt die Falschparker.
Zurecht. Zumindest, wenn man einer Pressemitteilung des Vereins envenaro Glauben schenken darf. Der ist der Meinung, 500 Milliarden Bäume könnten unsere Erde retten.
Der Verein envenaro e.V. pflanzt Wälder in Wüsten an und schafft somit in der ganzen Welt grüne Lungen, die dem Klimawandel entgegenwirken. Es werden Nutzhölzer in Form einer Mischkultur mitten in der Wüste gepflanzt, bzw. aufgeforstet. Was passiert? Es entsteht eine neue, riesige grüne Lunge, mitten in der Wüste. Diese grüne Lunge bindet CO2 und wirkt gegen die Erderwärmung. Durch bisher nicht genutzte Abwässer, werden Bewässerungssysteme versorgt. Diese nährstoffreichen Abwässer, auch Magic Water genannt, fördern den Begrünungsprozess nachhaltig.
Ungenutzte Abwässer in der Wüste? Sowas gibt’s?
Laut envenaro könnte durch die Aufforstung von Wüsten nicht nur die Erderwärmung gestoppt sondern auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wäre doch mal eine Aufgabe für die vielen unzähligen GaLa-Firmen im Lande.
Achso, nochmal kurz zurück zu Taucha und den Knöllchentanten, also denen, die für den ruhenden Verkehr zuständig sind: Ist es eigentlich normal, dass Besucher der Stadt zum Sonntag mit einer Zahlungsaufforderung bedacht werden, nur weil sie auf dem Markt nicht so stehen, wie sie das sollten? Da ist – bedingt durch ein mittelalterliches Fest auf dem Schloßhof – schonmal was los in unserer verschlafenen Kleinstadt und dann wird es durch die deutsche Gründlichkeit zunichte gemacht. Ich würde nicht wieder nach Taucha kommen nach so einer Aktion.
Foto: freeday/photocase.com
06. 05. 2007 21:06
Na, liebe Kollegen vom Radio – das wär doch mal was: eine Sendung mit den 25 traurigsten Songs aller Zeiten. Wo ihr die Liste herbekommt? Och, ganz einfach. spinner.com hat sich die Arbeit gemacht, und mal wirklich sad Songs zusammengetragen. Von Bruce Springsteen über die Bee Gees bis zu Frank Sinatra ist alles dabei. Gewonnen hat laut der spinner-Redaktion der hier. Kenn ich nicht.
Mein all-time-favourite, wenn es um traurige Songs geht ist Mainstream. Aber trotzdem gut.
[youtube]tHw2-4_1AwM[/youtube]
Die Träne ist legendär. Da kam die Trennung von ihrem Freund wenige Tage vor Videodreh wohl “gerade recht”.
06. 05. 2007 20:42
04. 05. 2007 21:20
Ich musste grad laut lachen. Schuld an der Zwerchfellmassage ist Marcus Wolter, Geschäftsführer von Scheisse hoch neun 9Live. Der meint nämlich:
9Live ist Vorreiter für transparentes, chancengleiches und faires Call TV. Als Marktführer für interaktives Fernsehen unterstützen wir alle Maßnahmen für nachhaltig anwendbare Richtlinien.
Hintergrund bzw. Anlass dieser mutigen Äußerung ist ein Gespräch von gestern zwischen Medienaufsichten, Fernsehanstalten sowie dem VPRT. Zentraler Punkt der Gespräche war eben diese Transparenz. Und offenbar gab es Handlungsbedarf. Die ALM schreibt in einer PM nach dem Gespräch:
Zentrale Punkte sind dabei der Abbau von künstlichem Zeitdruck durch die Moderation, die Offenlegung der technischen Mechanismen, eine Dokumentation der ausgezahlten Gewinne, klare Referenzen bei Wortsuchspielen, die Konkretisierung und Transparenz von Auflösungen und die Verbesserung der Chancengleichheit.
Kurz gesagt: alles Maschen, mit denen 9Live derzeit agiert. Und die der Sender jetzt ablegen muss.