Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for June, 2007

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Vor 15 Jahren wurden erste Lizenzen für Privatradios in Sachsen vergeben – mit großen Erwartungen. „Es wurden nicht alle erfüllt, aber wir schöpfen neuen Mut, weil das Wort im Programm wieder eine Chance erhält“, sagte Uwe Grüning, Vizepräsident des Medienrats der Sächsischen Landesmedianstalt (SLM), bei der Verleihung der mitteldeutschen Hörfunkpreise in Dresden.
Tatsächlich hatten die Wortbeiträge in diesem Jahr die Oberhand. Mit 54 Arbeiten bewarben sich 13 Radioveranstalter. Kultusminister Steffen Flath sinnierte: „Vor 38 Jahren haben wir mit dem Kofferradio Radio Luxemburg gehört. Heute stellt sich mein Sohn mit Internet und MP3-Player seine eigene Musik zusammen. Ich kann nachempfinden, dass das Geschäft nicht leichter wird, freue mich aber, dass der Hörfunkpreis einen Qualitätsanspruch betont.“

Allerdings gab es ausgerechnet in der Kategorie „Bester Werbespot“, eigentlich eine Privatradio-Domäne, nur sechs Bewerber. Dass nur ein Beitrag nominiert wurde – ein Armutszeugnis für die Privaten. Der Eigenwerbespot „Oscar 2007“ (89.0 RTL aus Halle) vereinte – laut Jury – Information, Unterhaltung und einen Spannungsbogen.

Friederike Lippold, also Freddy von Energy Sachsen gewann mit Henry Nowak in der Kategorie „Beste Moderation“ für den Selbstversuch, betrunken an einem Fahrsicherheitstraining teilzunehmen. Nur dieser Beitrag (von zehn Einreichungen) wurde aus Qualitätsgründen von der Jury nominiert. „Mein erster Preis! Das wird auch endlich mal Zeit!“, jubelte Freddy. Die 2500 Euro Preisgeld teilt sich die 28-Jährige mit dem Redaktions- und Produktionsteam.

Als „Bester Beitrag“ gewann Bastian Bender (Landeswelle Thüringen), der sich für 24 Stunden in eine Haftanstalt einsperren ließ und aus seinen Erlebnissen einen sechsminütigen Beitrag baute. Ebenfalls an die Landeswelle ging der von der IHK Leipzig gesponserte Sonderpreis zur Ausbildungssituation von Jugendlichen. Jana Münchhof begleitete eine Hörerin beim Auswandern. Der Landespreis Sachsen ging an Gunnar Tichy (Radio Zwickau 96 Punkt 2) für seine Berichterstattung über das 100-jährige Jubiläum einer Schaustellerfamilie.

Erschien am 27.06.2007 in der Leipziger Volkszeitung.

Ich kaufe ein “e”

aygo.jpg.. und schenke es der Toyota-Marketing-Abteilung für ihre Aygo-Bannerwerbung.

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  • Rundfunkpreise Mitteldeutschland vergeben

    Die Arbeitsgemeinschaft der mitteldeutschen Landesmedienanstalten (ALM) vergab gestern im Internationalen Congress Center Dresden die alljährlichen Rundfunkpreise. Bewertet wurden unter anderem der beste Beitrag, die beste Moderation, der beste Werbespot. Auf RADIO)))NEWS.de habe ich eine kurze Zusammenfassung des Abends veröffentlicht. Ein ähnlicher Artikel erscheint (obwohl man das nie so genau weiß) morgen in der LVZ.

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  • Jetzt ‘ne tolle Idee

    Geht Ihnen das auch so? Sie sitzen im Zug, starren gedankenversunken auf die vorbeirauschende Landschaft und wissen nichts mit sich anzufangen? Oder abends, auf der Couch, während Sie die Pickel der Rauhfasertapete zählen, wünschen Sie sich da nicht auch manchmal etwas, das ihnen Abwechslung verschafft?

    NICHTS LEICHTER ALS DAS! Nehmen Sie eine Zeitschrift? “Eine Zeitschrift?”, werden Sie jetzt fragen. Ja, eine Zeitschrift. Denn Zeitschriften sind toll, bunt und machen das Leben leichter. Sagt der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Eine neue Markenkampagne, entwickelt von BBDO und Interone Worldwide soll den bunten Blättchen zu mehr Image verhelfen.

    Die Kampagne zeigt, dass Zeitschriften neben ihrem hohen Unterhaltungswert für die Menschen in ihrem Alltagsleben auch eine vielfältige und unverzichtbare Begleit- und Ratgeberfunktion haben.

    Hm. Aber dafür unbedingt eine Gattungskampagne starten? Für Zeitschriften im Allgemeinen? Sind es nicht die Verleger selbst, die mehr für ihre einzelnen Zeitschriften tun sollten? Beispielsweise, mal für ordentlichen Content sorgen. Und mal ausmisten im bunten Ratgeberklatschrätsellifestylepromiwald.*

    Wozu Zeitschriften noch so gut sind, zeigen die Teilnehmer am Fotowettbewerb, der derzeit läuft. Mir persönlich gefallen die Motive “Fliege” und “Fischhandel” am Besten. Und Hut ab für den VDZ, dass er diese Motive überhaupt hat durchgehen lassen.

    zeitschrift.jpg

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  • Weniger nörgeln

    fresse_auf.jpgDer Mensch ist ein Gewohnheitstier. Eine seiner Gewohnheiten, die er am Besten beherrscht, ist es, über alles zu nörgeln. Das Wetter ist immer ein dankenswertes Thema, wohl aus dem Grund, weil es sich nicht wehren kann. Mal ist es zu kalt, mal zu warm. Besonders jetzt im heißen Sommer, der uns dank seiner Sonne eigentlich zu Heldentaten animieren sollte, wird laut genörgelt. Unerträglich sei die Hitze, kaum zum aushalten und rausgehen wolle man sowieso nicht mehr.

    Aber zum Glück gibt es ja die gut gemeinten Tipps von Berufsgenossenschaften, Krankenkassen oder Radiosendern. Die sind nie grundlegend neu, werden aber trotzdem immer gern hervorgeholt. Zwar stillt das nicht unbedingt unseren Drang nach ständiger Nörgelei. Aber die Tipps rufen einem immer wieder ins Gedächtnis, was man eigentlich sowieso wissen müsste, wenn man es nicht vor lauter Nörgelei wieder vergessen hätte.

    Beispielsweise die Sache mit dem Trinken. Zwei bis drei Liter sollen es am Tag sein, egal wie warm es ist. Aufgrund vorherrschender Hitze neigen manche Ratgeberseiten im Internet schon zu Übertreibungen. Vier Liter Wasser im Bauch sind vielleicht nicht ungesund – so viel Zeit für die Einnahme und spätere Abgabe der Flüssigkeit muss man aber erstmal haben. Auch versteht sich von selbst, dass man lieber morgens als mittags lüften sollte. Nicht unbedingt Bürokompatibel aber dafür ungewöhnlich ist der Trick, nasse Tücher im Raum aufzuhängen. Die entstehende Verdunstungskälte kühlt den Raum. Wird allerdings problematisch, wenn unerwartet Besuch vor der Tür steht. Oder der Vermieter. Dann schon lieber kühle Wadenwickel, die man aller halben Stunde erneuert. Wer kalte Füße als Mittel für einen ebenso kühlen Kopf im Büro für sinnvoll hält, taucht diese in eine Schüssel mit Wasser und Eiswürfeln. Achtung, dieses Wasser dann nicht mehr trinken!

    Was wir aus all diesen Tipps lernen? Dass der Sommer heiß ist und eigentlich jeder selbst wissen müsste, was gut für ihn ist. Eben, weil der Mensch ein Gewohnheitstier und in der Lage ist, sein Leben den gegebenen Umständen anzupassen. Darum: Schluss mit der Nörgelei! Wenigstens so lange, bis es Herbst wird. Kleiner Tipp schon vorab: Regenjacken sollen helfen.

    Foto: Atreyu1980/photocase.com

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  • GC nimmt Anlauf

    Die GC startet so langsam. Zwar ist bis 22. August noch Zeit, die News zu Europas Leitmesse für digitale Unterhaltung werden aber zusehends dichter. Heute wurde die neue Website gelauncht, im Hintergrund werkelt das Webteam auch am neuen Layout für das GC-Blog, das ab Juli durchstartet. Es wird also wieder ein schöner Sommer für Thomas und mich

    Update:Ich glaube, das ist eine Fanfare wert:

    Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

    (Eröffnungs-Fanfare der GC-Konzerte. Download hier.

    Spiele nutzen

    spiele-nutzen.jpgWenn es einen Experten für Computerspiele gibt, dann ist es René Meyer. Der Journalist, Buchautor, Sammler von (nicht nur) Computerzeitungen und Betreiber von mogelpower.de war bereits im GC-Blog 2006 Gastautor. Jetzt endlich erhörte er die vielen Menschen, die ihn immer zum Bloggen anstachelten. In seinem Blog “Spiele nutzen” beschreibt René, wie sich Spiele heute und morgen nutzen lassen: als Technologietreiber, Werbeträger, Ausbilder und virtuelle Welten. “Guck, wie ich blogge”, schreibt mir René neuerdings immer mal ins ICQ. Jetzt endlich darf ich’s verlinken. Also: schaut’s Euch an.

    Und nochwas schönes: 100 Amiga-Spiele in 10 Minuten. Danke an axt und StW für den Tipp.

    [youtube]hUoJBerFDsA[/youtube]

    Drei Hände voll Geburtstag

    Wie erklärt man Kindern, die noch nicht zählen können, die Zahl 15? „Mit den Händen!“, sagt Ute Sossna und stellte das Fest zum 15-jährigen Geburstag der Kita Tausendfüßler unter das Motto „Drei Hände voll Geburstag“. Mehr als drei Hände voll zu tun hatten die Leiterin der Einrichtung der Volkssolidarität, alle Kinder, Erzieherinnen und Eltern mit den Vorbereitungen. Kuchen wurden gebacken, Tänze einstudiert und eine Geburtstagstorte angefertigt. Bedingt durch die Hitze war diese aber nicht aus Zuckerguss sondern aus Klopapierrollen, geschmückt mit Wunderkerzen. Eine Entscheidung, die es zu überdenken galt, denn die Papiertorte war kurzerhand „Feuer und Flamme“ für das Kinderfest am Sonnabend. Ein Freiwilliger verhalf ihr aber mittels eines Eimer Wassers zur nötigen Abkühlung.

    Die hätten die Kinder wohl auch gebraucht. Tapfer und geschickt zogen sie trotz brennender Sonne ihr Programm durch. Die Tanzgruppe führte einen Maskentanz und einen „Konfettiwirbel“ auf. Die Kinder der musikalischen Früherziehung unter Leitung der freien Lehrerin Susett Rahms zeigten das Theaterstück vom „Baum, der andere Blätter haben wollte.“

    Die Kita Tausendfüßler in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße wurde 1989 gebaut, allerdings erst 2002 als Kindergarten und Kinderkrippe eröffnet. Anfangs bot sie 72 Plätze, jetzt sind es 140, die meisten davon im Kindergarten. Anwesend beim Fest waren Tauchas Kämmerin Petra Kostka, Katrin Schnorpel, zuständig für die Kitas der Volkssolidarität, sowie Detlef Porzig vom Heimatverein. Dieser war damals selbst am Bau des Kindergartens mit beteiligt. Für Unterhaltung sorgte Live-Musik von der Tauchaer Band „Sons in Law“. Finanziert wurde das Fest zum Großteil durch Sponsoren und Eltern.

    Erschien in der Leipziger Volkszeitung, Ausgabe “Kleine LVZ Nord” vom 15.06.2007

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  • Experimente am Partheufer

    Eine Wiese, eine Decke und schönes Wetter – mehr braucht es fast nicht, wenn die Regionalgruppe Partheland des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) zum Naturunterricht einlädt. So wie am Sonnabend, als sich rund ein Dutzend Kinder am Partheufer unterhalb des Schlossgeländes versammelten, um allerlei Wissenswertes über das Element Wasser zu erfahren. Annett Koch, die gemeinsam mit zwei weiteren Frauen die Kindergruppe leitet, zeigte anhand anschaulicher Experimente, wie beispielsweise ein Klärwerk funktioniert. Mittels Filterpapier und normalen Trinkbechern wurde aus graugrünem Parthe- durchaus klares Wasser.
    „Trinken kann man das jetzt natürlich noch nicht, dazu müsste es erst weiter gefiltert und von Bakterien gereinigt werden“, erklärte Annett Koch den staunenden Kindern. Zum Thema Wassersparen brachte sie ein Buch mit, das die Geschichte vom „Regentropfen auf Reisen“ erzählte.

    Welche Fische in der Parthe leben, zeigte Heiko Thonig vom Anglerverband Taucha. Dass es an diesem Tag nicht gelingen würde, Barsche, Bleie oder Plötzen an den Haken zu bekommen, war ihm von vornherein klar. „Dafür sind wir heute einfach zu viele. Die Parthe ist ohnehin nicht leicht zu beangeln, das geht nur entweder sehr früh am Morgen oder sehr spät abends“, klärte er auf. So blieb ihm nichts anderes übrig, als anhand von Fachbüchern zu zeigen, welche Fischarten es gibt und welche Organe sie haben. Dabei glänzten die Kinder mit erstaunlichem Wissen: Dass sie eine Schwimmblase und Kiemen haben, wussten bereits die Kleinsten.

    Seit etwa zwei Jahren gibt es die Kindergruppe der Regionalgruppe des Nabu in Taucha. Seit diesem Jahr gehen die Organisatorinnen Annett Koch, Silke Frenkel und Anke Williamson gezielt in die Öffentlichkeit, um noch mehr Kinder zu begeistern. Einmal im Monat laden sie zu experimentellen und naturnahen Treffen ein, um Kindern umweltbewusstes Leben nahezubringen. So konnten die Kids bereits die Parthequelle im Glastener Forst bei Bad Lausick begutachten. „Das Thema Wasser wird uns noch bis zu den Sommerferien beschäftigen, als Abschluss fahren wir im Juli zelten, bevor wir dann im September mit den fleißigen Bienchen beginnen“, informierte Annett Koch. Willkommen sind jederzeit weitere Kinder jeden Alters und deren Eltern.

    Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2007

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  • Es knallt gleich!

    Hätte ich das gewusst, als ich das geschrieben habe, hätte ich doch Fotos vom World Pyro Award gemacht. Liebe Besucher, die es seit gestern hier knallen lassen: ich habe leider keine Ergebnisse oder Fotos von der Weltmeisterschaft der Feuerwerker. Aber ich kann Euch hier hin leiten, ins Feuerwerk-Forum. Dort steht, dass Polen gewonnen hat. Die offiziele WPA-Website weiß davon noch nichts.

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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