von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
10. 07. 2007 09:17
Taucha. „Heute predigen die Kinder, da hat es der Pfarrer leicht. Denn Kinder können manches eben doch besser erklären. Anschaulicher und nicht so umständlich“, sagte Pfarrer Michael Gehre am Sonntagmorgen in der Tauchaer Kirche St. Moritz. Und wahrlich, was die Kinder der Kirchgemeinde in den vergangenen Wochen einstudierten und nun aufführten, konnte sich sehen lassen. „Israel in Ägypten“ hieß das Kindermusical, das von der Kurrende und einer kleinen Band gestaltet wurde. Erzählt wurde die Geschichte des Volkes Israel, die Unterdrückung durch die Ägypter und die zehn Plagen, die Gott über das Land schickte.
Ein schwieriges Thema, das aber so unterhaltsam angegangen wurde, dass es manch Zuschauer ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. Etwa, als die Frosch-Plage über Ägypten hereinbrach und die Kinder sangen: „Oho, da zappelte ein kleiner Frosch an meinem Popo!“ Die Viehpest wurde wehklagend musikalisch untermalt: „Babette, meine Kuh, du warst mein einziges Tier! Babette, meine Kuh, mein Herz hing so sehr an dir“, schallte es durch die Kirche. Die Musik, unter anderem gespielt von MDR-Soloposaunist Eckhardt Wiegräbe, MDR-Konzertmeister Andreas Hartmann an der Violine und Grünen-Stadtrat Mario Glaetzer am Bass, sorgte dafür, dass das biblische Thema fast in den Hintergrund geriet.
Komponiert wurde das Stück von Thomas Riegler, die Gesamtleitung übernahm der Musiker Frank Zimpel, der in St. Moritz teilzeitweise als Kantor angestellt ist. „Die Hauptarbeit haben aber die Kinder geleistet, beispielsweise die Texte gelernt und die Kulisse gestaltet“, so Zimpel. Der etwas andere Gottesdienst war der letzte des Schuljahres. Zugleich wurde die Gemeindepädagogin Ria Müller-Oestreich in den Ruhestand verabschiedet. Sie danke allen, die ihr in den vergangenen fünf Jahren den Rücken stärkten: „Vor allem aber gilt mein Dank den Kindern. Sie waren meine Aufgabe, mein Lebenselixier.“
Erschien am 10.07.2007 in der Leipziger Volkszeitung.
10. 07. 2007 09:09
“Holst Du mir noch das Rad aus dem Keller?” Klar mach’ ich das für meine Frau. So schnell ich im Keller war, war ich allerdings auch wieder draußen. Nicht aus Angst, sondern eher, weil ich überrascht war, was da vor der Tür lag. Im Prinzip ist so eine Ratte ja ein süßes Tierchen. Auch wenn ich mir sowas nicht in der Wohnung halten würde. Dieses Exemplar hier war gar nicht mal so groß. Kleine Ohren, die ein wenig abstanden. Niedlich, irgendwie. Aber halt nicht besonders hübsch, wenn man sowas im Keller hat.
Was also tun gegen die Ratte? Ich rannte raus in den Hof, schnappte mir einen Pflasterstein und rannte wieder runter in den Keller. Da standen wir nun. Die Ratte und ich. Die Ratte eher kauernd, ängstlich. Und ich mit Stein in der Hand. Und nun? Nein, das kann ich nicht tun, das geht einfach nicht. Das Tierchen, das nicht mal so groß ist wie unsere Meerschweinchen, kann ich nicht einfach totschlagen. Zumal sicher mehr als ein Treffer nötig wäre.
Habe einen Eimer über das Tier gestülpt und bin zum Vermieter, der im Haus wohnt. Was der nun macht? Ich will’s gar nicht wissen…
Foto: notfellchen/flickr
09. 07. 2007 13:28
Ist es eine gute Idee von Auto-Presse.de, ausgrechnet das Auto abzubilden, um das in der Meldung über Nachrüst-Filter für Diesel-PKW gar nicht geht?
08. 07. 2007 11:33
Der schwedische Telefonie- und Internet-Provider Tele2 ist vom Landgericht Düsseldorf zu einem Ordnungsgeld von 100.000 Euro verpflichtet worden (Aktenzeichen 38 O 145/06). Das Unternehmen steht wegen seiner Telefonakquise (“Cold Calls”) seit geraumer Zeit in der Kritik, da nach Ansicht von Verbraucherschützern oft kein Einverständnis des Angerufenen zum Akquisegespräch vorliegt.
Endlich! Danke an die Richter. Bitte deutschlandweit und auch auf andere Anbieter anwenden.
via heise
06. 07. 2007 17:19
Schon merkwürdig, wie manche Fakten in die “Bild” finden. Gestern berichtete die Leipziger Ausgabe in Text und Foto vom “Genesis”-Konzert im Leipziger Zentralstadion. Eine “PHILharmonie” wäre es gewesen. Ganz beseelt von dem wahnsinnig tollen Konzert (das allerdings wohl von schlechtem Sound getrübt wurde), muss die Redakteurin dann beim Schreiben ihres Artikels Eingebungen, Halluzinationen oder einfach nur viel Phantasie gehabt haben. Denn sie schrieb:
Erst die britische Reggae-Band UB 40.
Humm? Genesis brauchen eine Vorband? Und dann ausgerechnet UB 40, die selbst Stadien füllen? Zwei solche Mega-Acts auf einmal? Nein, natürlich nicht. Vorbands werden in der Regel erst eingesetzt, wenn der Veranstalter merkt, die Karten verkaufen sich eher schlecht. Bei Genesis in Leipzig war dies aber nicht der Fall – die Karten gingen weg wie warme Semmeln.
Auch “Bild” merkte das und korrigierte heute ihren Fehler von gestern. Die Art und Weise allerdings, wie sie das tat, überrascht. Denn nicht etwa der eigene Fehler ist Aufhänger der Geschichte, sondern der schlechte Sound und “Pfand-Ärger”.
Der schlechte Sound beim Genesis-Konzert – woran lag es? Stadion-Geschäftsführer Wilfried Lonzen (62): “Einen Soundcheck mit der Band gab es nicht. Es wurde nur ein Rauschen eingespielt, so die Technik abgestimmt. Aber natürlich ist die Akustik in einem leeren Stadion anders als in einer vollen Arena.” Ärgerlich auch: Pro Trinkbecher wurden stolze 2,50 Euro Pfand verlangt. Doch mit dem letzten Genesis-Song waren alle Buden zu, keine Rückgabe mehr möglich.
Und erst nachdem “Bild” die Fehler der anderen auflistete, folgte in Fettdruck dieser Satz:

Wie “Bild” überhaupt auf die Idee kam, UB 40 würde Genesis unterstützen, bleibt ein Rätsel. Denn offenbar trat Genesis in ganz Deutschland ohne Vorband auf.
06. 07. 2007 16:00
Schon komisch: seit gestern Abend stürmen hier hunderte Besucher ins Blog, weil sie über Google Images nach Silke Grobert suchten. Silke war Playmate im November 2006. Der Hype um die blonde Leipzigerin dürfte also eigentlich vorbei sein.
Seit gestern nun wie gesagt wollen auf einmal 600 und mehr Besucher noch einmal Silke sehen. Wäre mal interessant zu wissen, warum nun plötzlich nochmals ein solches Interesse besteht. Diese Quelle dürfte dann auch für den Fehler verantwortlich sein, zu verbreiten, Silke wäre im November 2005 Playmate gewesen. Denn “november 2005″ taucht in den Suchbegriffen auch auf. Wie dem auch sei: Fotos von Silke hab ich eh nicht. Also nicht die, wonach ihr hier alle sucht.
Update: Wie Dirk in den Kommentaren schrieb, war Silke Teil von “Das Model und der Freak” auf ProSieben.
05. 07. 2007 20:45
… da brauch ich mich nicht zu wundern, dass mir Angela nicht antwortet…
05. 07. 2007 17:19
Leipzig hat ein Ziel: Die Innenstadt soll freundlicher werden. Schreibt die Pressestelle grad per Mail. Derzeit werde ein Spielraumkonzept ausgelotet, das “Freiräume zur spielerischen Betätigung von Kindern” aufzeigt.
Dieses Konzept soll Grundlage künftiger Planungen sein. Zugleich ist es Leipzigs Beitrag zum Wettbewerb „Ab in die Mitte“, den die Privatwirtschaft und der Freistaat Sachsen zur Belebung der Innenstädte ausgelobt haben. Erarbeitet wird es in einem ressortübergreifenden Prozess mit neuartigen Formen der Bürgerbeteiligung: Vor allem die Kinder selbst sollen zum Zuge kommen. Dazu gibt es am 9. Juli eine erste Spielraumwerkstatt, bei der die Kinder Ideen zu Spielangeboten in der Reichsstraße skizzieren.
Spielräume in der Innenstadt? Hätte da einen Vorschlag: “neuerdings” scheint es ja schick zu sein, blaue Rohre durch die Stadt zu führen. Da kann man sicher herrlich drauf rutschen. Oder die vielen Baulöcher, da kann man prima drin spielen. Sand oder Schlamm sollte ja genug drin sein. Super Idee!
05. 07. 2007 12:10
Wenn eine Kindertagesstätte eine Website benötigt, helf ich gern. Nach der Flohkiste Taucha, für die ich bereits seit 2004 die Website betreue, half ich jetzt technisch und redaktionell der Kita Tausendfüßler in Taucha. Technisch basiert die Website auf WordPress, Kommentare und Trackbacks wurden allerdings abgeschaltet und aus dem Template entfernt. In Zukunft wird sich ein Vater, dessen Kind die Einrichtung besucht, um die weitere Pflege kümmern – nach Schulung und Einarbeitung durch mich. Die Website entstand im Rahmen einer Abschlussarbeit zur Umsetzung des Bildungsauftrages in sächsischen Kitas, die eine Erzieherin erarbeitete. Offizieller Start ist morgen, wenn die Abschlussarbeit präsentiert wird.
04. 07. 2007 17:36