von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
20. 08. 2007 21:32
Gute Nachricht für alle Blogger, die sich von Johannes Boie missverstanden fühlen: Der SZ-Mann hat sein Gesicht verloren, ist nicht mehr zu erreichen und offenbar in den Ruhestand gegangen.
Hint: Sarkasmus! Es ist mir durchaus bewusst, dass dies ein anderer Johannes Boie sein kann. Passte nur grad so schön.
20. 08. 2007 16:01
Arlett Drexler, Moderatorin bei Antenne Bayern, hat sich im Tierheim eingesperrt und will erst wieder rauskommen, wenn alle Tiere vermittelt sind. Herzlichen Glückwunsch. Für diese noch nie da gewesene Idee, sich irgendwo einzuschließen. Nach angeblichen Protestaktionen irgendwelcher Moderatoren, die sich im Studio einschließen, nun also eine Einsperraktion im Tierheim. Und auf der Senderwebsite präsentiert man natürlich die Tiere dazu, die vermittelt werden sollen.
Antenne Bayern ist Marktführer unter den Privaten. Deutschlandweit. Über eine Million Menschen hören den Sender in der Durchschnittsstunde. Ich frage mich, warum dieser Sender nicht einfach eine ehrliche “Wir vermitteln Tiere”-Sendung auf die Beine stellen kann und stattdessen solch eine überzogene und völlig sinnlose Aktion startet. Weil Sommerloch ist? Weil’s lustig sein soll? Sorry, nein, ist es nicht. Weil jeder weiß, dass Arlett längst wieder daheim auf der Couch sitzt.
Kann mir bitte einer sagen, wo der Käfig mit den wirklich guten Radiomachern steht, die man vor Jahren offenbar weggesperrt hat? Ich würde die Leute gern rauslassen, um das Radio zu retten.
18. 08. 2007 12:44
Tschuldigung für die Begrifflichkeit, aber seit ich das gelesen habe, ist mir die alte Dame noch mehr egal, als sie es vorher schon war. Und wenn eine Zeitschrift namens Feinschmecker über das Essen von Affenfleisch schreibt – und das noch nichtmal kritisch – dann gehört diese Zeitschrift für mich abgeschafft. Ich bin beileibe kein Vegetarier oder totaler Verfechter von Umwelt- und Naturschutz. Aber irgendwo hörts auf. Bei der Ralley Paris-Dakar wird’s sicher auch ‘ne andere Verpflegung gegeben haben als Affenfleisch. Wobei ich mich wirklich frage, warum das überhaupt sein muss. Aber bitte – wer unbedingt will…
Ein weiterer Beweis, dass Menschen doch nicht die klügsten Lebewesen sind.
16. 08. 2007 22:54
Der Kindersender Nick hat angekündigt, seine Fernsehfiguren künftig nur noch für gesundes Essen werben zu lassen. Schreibt die LVZ morgen, ohne eine Quelle zu nennen. Ich habe leider auch keine gefunden.
Was aber viel interessanter ist: Wenn Spongebob nun nicht mehr für beispielsweise BurgerKing werben darf, bedeutet dies auch das Aus für den Krabbenburger in der Serie? Muss Mr. Krabs seine “Krosse Krabbe” schließen und ab sofort eine Salatbar bewirtschaften? Oder einen Bioladen? Das wäre schrecklich und für die Geschichte höchst unzuträglich. Womit verdient Spongebob dann sein Geld, wenn nicht als Burgerbrater? Etwa als Salatschnippler oder Suppenheini? Neee, das will ich nicht.
Darauf brat ich mir erstmal einen Krabbenburger. Das Rezept ist nämlich zum Glück – Mr. Krabs wird’s ärgern – nicht geheim. (Und nein, ich verlinke hier nicht zu Marion’s Kochbuch…)
15. 08. 2007 21:42
… wie machst Du das immer bloß. So leicht. So beschwingt. So gefühlvoll. Und trotzdem nicht banal. Danke, dass es Dich gibt! Vielleicht ja bis 1. Februar? Würde mich freuen…
14. 08. 2007 23:17
… eigentlich nur noch Idioten? Stefan Niggemeier wurde schon wieder von diesen fragwürdigen “TV-Produzenten” verklagt. Er sei ein “Störer”, der die Pflicht habe, jeden Kommentar vor Veröffentlichung auf seine rechtliche Zulässigkeit zu prüfen. Das wäre ja der Hammer – und, wie Stefan richtig schreibt, der Niedergang jeder Kommentarfunktion in Foren und Blogs. Frage mich, welcher Anwalt sich solche Zeilen ausdenkt. Heutzutage, wo man schon Kommentare kommentieren kann…
Der zweite, über den man nur den Kopf schütteln kann, ist Sebastian Foss. Der vertreibt eine Software, die auf Knopfdruck 2 Millionen Blog vollspammen kann. Foss behauptet allen Ernstes, er habe die Einwilligung der Blogbetreiber. Mario Sixtus hat die Geschichte sehr schön aufgeschrieben. Und jetzt wohl Ärger mit Foss. Eine gute Gelegenheit für die Blogosphäre, zu zeigen, wer sie ist und was sie kann….
13. 08. 2007 22:14
Ab wann ist man eigentlich alt? Ja, ich weiss: man ist so alt wie man sich fühlt. Von daher bin ich so um die 18. Dachte ich bislang.
Gestern nachmittag erwischte ich mich im Schwimmbad dabei, wie ich zu zwei Jugendlichen, die wohl so um die 18 waren, sagte: “Dafür bin ich zu alt!” Tja, da steht man nun und guckt bedröppelt. Ich fühlte mich zu alt, ins Wasser zu springen und dabei so galant wie die beiden jungen Herren die Füße aufs Geländer zu werfen. Das kennt man von Skateboardern, die auf diese Art mit ihrem Board an Geländern runterrutschen. Das machten die Jungs im Flug, bevor sie dann seitlich ins Wasser stürzten. Sah cool aus. Und ich traute mich nicht.
In solchen Momenten denkt man an seine Jugendzeit, die doch eigentlich so lange noch nicht vorbei ist. Man erinnert sich, wie man aus geschätzten 10 Metern in den Steinbruch Klinga gesprungen ist. Oder beim Trampolinspringen diverse Salti machte. Vorwärts, rückwärts – in die Schaumgummigrube, in der DHfK. Und jetzt? Jetzt steht man da am Beckenrand. Mit 31. Und überlegt. Ich hab’s trotzdem gelassen.
Den Rückwärtssalto vom Startblock konnte ich mir aber nicht verkneifen. Tat fast nicht weh, beim Aufklatschen des Rückens…
Foto: photocase.com
10. 08. 2007 11:18
Der Leipziger Fotograf Ronny “Corwin” Pleil veröffentlicht Ende des Monats seinen ersten Bildband “Leipzig verfällt”.
Die Straßen und Gassen Leipzigs, wo die Welt nicht zu Gast bei Freunden ist. Ein unkonventioneller Reiseführer im Großformat 20 x 30 cm mit 104 Seiten und über 60 edlen Fotografien aus dem unbekannten Leipzig.
Dürfte interessant sein, erste Fotos hier. Vorbestellung über Corwin’s Verlag.
09. 08. 2007 21:13

Riesenandrang vorhin an wohl vielen Tankstellen Leipzigs. Nicht etwa, weil der Sprit billig geworden ist, sondern weil es aus quasi heiterem Himmel hagelte. Auch wir – auf dem Weg zum amerikanisch-königlichen Spezialitätenrestaurant – suchten schnell Unterschlupf unter dem schützenden Dach. Der Hagel war nur kurz und die Körner glücklicherweise nicht sehr groß. Als es dann aufhörte, dauerte es einige Minuten, bis sich der Knoten löste…
08. 08. 2007 20:30
Sehr löblich, was die Initiative FAIR RADIO da an Leitlinien aufgestellt hat:
- Recherche muss vor Schnelligkeit gehen.
- Es wird nichts vorgegaukelt, was nicht tatsächlich so ist (der Reporter, der angeblich vom Ort des Geschehens berichtet, tatsächlich aber im Studio sitzt; der Verkehrsreporter, der vorgibt, aus einem Verkehrsflieger zu berichten)
- Was nicht wirklich live ist, wird auch nicht als live verkauft.
- PR-Beiträge gehören in den Werbeblock und nicht ins redaktionelle Programm.
- Nachrichtensendungen werden nicht vorher aufgezeichnet.
- Mogeleien bei Gewinnspielen sind tabu.
Ziel ist es, wieder ein glaubwürdiges Radioprogramm zu produzieren. Zu den Erst-Unterzeichnern gehören bereits einige Radiomoderatoren. Hoffentlich bekommen die nun keinen Ärger mit ihrem Arbeitgeber… Wäre wünschenswert, wenn sich diesen Leitlinien möglichst viele Hörfunkjournalisten anschließen. Und nicht nur die freien Mitarbeiter, sondern in erster Linie die wirklichen Macher. Also Geschäftsführer und Programmdirektoren. Die dann wiederum die Aufgabe haben, dieses Denken bei ihren Gesellschaftern durchzudrücken. Was wohl schwierig werden dürfte…
Wo muss ich unterschreiben?
Update: Na das ging schnell: man kann jetzt auch online unterzeichnen.