von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
07. 08. 2007 10:15
Mitten in der Arbeit für das GC-Blog geht’s für Thomas und mich bereits weiter. Ein weiteres Auftragsblog ist seit Anfang August in unseren Händen. Das von Auto.de. Auf blog.auto.de werden wir nicht den üblichen Nachrichten hinterherjagen. Sondern vor allem das sagen, was sich andere nicht trauen. Oder was sie nicht sagen dürfen. Wir wollen polarisieren und Diskussionen anregen.
Bereits während des AMI-Blogs waren wir mit Auto.de in Verbindung – nun erfolgte also die Bestätigung für unsere offenbar gute Arbeit. Wir sagen Danke und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit. Unterstützt werden wir von den bisherigen Blog-Autoren Jörg und Dragan, die Autohändler von RTL. Sie werden weiterhin Gastbeiträge schreiben und uns hoffentlich den Blick eines Verkäufers auf seinen Kunden zeigen.
Auto.de ist ein Internetportal rund ums Fahrzeug und bietet zugleich einen umfassenden Automarkt für Neuwagen und Gebrauchte. Das Portal wird betrieben von der Leipziger Unister GmbH. Das junge Unternehmen wurde 2002 gegründet und betreibt namhafte Internetportale in den Bereichen Reisen, Shopping und Communitys.
04. 08. 2007 11:03
Ich weiss, wo ich nach der GC hingehe. Da die Messe garantiert stressig wird, Thomas und ich von einem Termin zum anderen und von Halle zu Halle hetzen, wird wohl das ein oder andere Pfund verloren gehen. Darum muss ich unbedingt was tun. Mit Schokolade. Viel Schokolade. Und das Beste: lecker Mädels gibt’s auch noch dazu.
Die Künstlerin Grit Wendelberger will nämlich am 7. September auf der Messe “Le Gourmet” Models mit Schokolade anmalen. Ob schleckern erlaubt ist, weiss ich zwar nicht. Anschauen sollte aber auch erstmal satt machen. Richtig viel Schoki braucht Matthias Ludwigs. Der Pralinenmacher will eine zwölf Kilogramm schwere und ein Meter hohe Schokoladen-Skulptur entstehen lassen. Ich hoffe, es handelt sich um süße Schokolade und nicht um scharfes Zeug, wie die hier mit Chili. Und wehe, die Skulptur steht dann einfach nur so rum und ich krieg nichts ab!
Vielleicht beherrsche ich mich aber auch einfach und nehme Frau und Tochter mit. Letztere kann dann in die Backschule gehen und neue Kuchenrezepte erfinden. Die sie dann zu Hause gleich umsetzen darf. Für Papi. Legger!
Foto: photocase.com
03. 08. 2007 18:42
… wenn man von Finanzoptimierern wie der Deutschen Vermögensberatung telefonisch belästigt wird und zu hören bekommt, sie hätten meine Telefonnummer von einem Hausbauer, bei dem man mal eine Anfrage gestellt hat. Liebe Kern-Haus-Verkäufer im Paunsdorf-Center: So geht das nicht. Und ich fühle mich abermals bestätigt, eine richtige Entscheidung getroffen zu haben, nicht mit Euch zu bauen.
03. 08. 2007 16:57
Ich weiß, warum die Milch teurer wird. Weil die CMA Yvonne Catterfeld bezahlen muss. Die ist neuerdings Milchmädchen Milch-Botschafterin. Und sie hat wirklich eine Botschaft:
„Milch fördert meine Kreativität. Wenn ich einen neuen Song einspiele oder eine Rolle probe, habe ich immer ein Glas Milch in meiner Nähe.“
Also nicht so oft.
Mal davon abgesehen, dass diese Aussage so austauschbar ist wie eine Glühlampe. Genauso gut kann sie ein Glas Wasser, Tomatensaft oder Doornkaat trinken und dabei den Zaun streichen, Gesangsunterricht nehmen oder einen Kuchen backen.
Witzig auch: die URL, die auf die Milch-Botschafterin Catterfeld führt, lautet milch-ist-meine-staerke.de/milchgesichter. Das könnte angesichts des Milchbartes dort sogar stimmen. Ansonsten nehme ich Madam Catterfeld in Schutz – was ihr Aussehen angeht. Und genau darum wäre es cleverer gewesen, sie nicht einfach nur als “ruhige und ausgeglichene” Person hinzustellen sondern ihre Vorliebe zur Milch mit ihrem Aussehen zu verbinden.
Wie man richtige Milch-PR macht, zeigt die US-Kampagne “got milk?” seit Jahren. Etwa mit dem fantastischen Online-Spiel “Get the Glass“. Das zwar ewig lädt, sich aber wirklich sehen lassen kann…
03. 08. 2007 16:06
Es ist abenteuerlich, was CHIP da ausgegraben haben will. Der Bundestrojaner sei gar kein Trojaner im eigentlichen Sinne. Die Software gelange nicht über das Internet auf den Rechner von Verdächtigen. Vielmehr würden “physikalische Zugriffe” auf die Festplatte erfolgen.
Demnach wird die Schnüffel-Software in aller Regel durch den physikalischen Zugriff auf den Ziel-PC installiert – BKA-Experten müssen also in die Wohnungen Verdächtiger eindringen.
Das BKA als Einbrecher? Das erscheint unlogisch. Mir ruft es aber sofort Erzählungen eines Freundes ins Gedächtnis. Dieser hatte sich vor einigen Jahren etwas zu Schulden kommen lassen. Und berichtete nach einiger Zeit von einer angeblich manipulierten Telefondose und einem mit einer Wanze versehenen Telefon. Er sei damals sogar in die Zentrale des Telefonherstellers gefahren, wo ihm ein Techniker versicherte, dass das “was drin ist, das da nicht reingehört”.
Ob sich was ändern würde, wenn rauskäme, dass CHIP recht hat? Wohl kaum. Man wird sich wieder mit “Terrorgefahr” und “Schutz der Allgemeinheit” rausreden.
03. 08. 2007 12:47
Der Brückeneinsturz in Minneapolis ist zweifelsohne als schrecklich zu bezeichnen. Von mindestens vier Toten ist die Rede, 30 Menschen werden noch vermisst. Mitten in dieser Katastrophe gibt es – so schreiben heute diverse Zeitungen – aber auch ein Wunder. Ein Schulbus sei abgestürzt und auf den Trümmern im Fluss liegengeblieben.
BILD-Autorin Katja Stumpp beispielsweise schreibt:
Mittendrin im Horror ein kleines Wunder. Ein Schulbus stürzte ab, blieb auf den Trümmern im Fluss stehen. Die 60 Kinder zwischen fünf und 14 Jahren konnten fast alle unverletzt gerettet werden.
Die LVZ druckt einen Korrespondentenbericht der dpa, der folgende Zeilen enthält:
Ungefähr die Hälfte der Autos versank im Fluss, die anderen blieben zum Teil beschädigt auf Brückentrümmern im Fluss stehen. Dazu zählte ein Schulbus mit rund 60 Kindern…
Welt.de schreibt mit Material von Reuters, AP und SA:
Glück im Unglück hatten die 59 Insassen eines Schulbusses, die vom Schwimmen kamen. Der Bus landete auf den Reifen im Fluss, die Kinder und Erwachsenen konnten sich blutend und mit blauen Flecken an Land retten.
Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Was mich daran stört? Nun, die Mär vom Bus, der auf Trümmern im Wasser zum Stehen gekommen ist, stimmt nicht. Oder interpretiere ich die Luftaufnahme, die heute in der LVZ (siehe Scan) zu sehen ist, falsch? Dort sieht man das ganze Ausmaß. Und eben auch, dass auf dem ersten eingestürzten Brückenteil ein großer gelber Bus steht. Dieses Brückenteil liegt aber nicht im Wasser, sondern auf einer Straße, die ursprünglich unter der Brücke entlangführte. Auf dem Brückenteil, das tatsächlich im Wasser liegt, ist kein Bus zu sehen. Und es ist unwahrscheinlich, dass er unterging und auf den Fotos nicht mehr zu sehen ist – wo doch viele Quellen so übereinstimmend berichten, dass er auf Trümmern oder Reifen landete.
Nun reicht dieses Drama sicher aus und ich wünsche natürlich niemandem, dass er mit seinem Auto oder gefangen in einem Bus ins Wasser stürzt. Die Frage ist aber, warum solche Sätze dann in die Agenturen und schließlich in die Zeitung finden? Schaut sich der Redakteur die Fotos nicht an? Sehen die Kollegen nicht, was für mich auf den ersten Blick ersichtlich ist? Dass der Bus sich nichtmal in der Nähe des Wassers befand? Wird hier absichtlich eine “Happy-End-Geschichte” in eine Katastrophe gemalt, um es “menscheln” zu lassen? Ich weiß es nicht. Ich finde es nur merkwürdig.
03. 08. 2007 00:22
Schade, hab ich verpasst…
02. 08. 2007 10:06
Ende Januar heirateten sie – seit wenigen Tagen freuen sie sich über Nachwuchs. Susanne Tenzler-Heusler, Pressereferentin der Leipziger Buchmesse und GC (Games Convention) und Thomas Tenzler, Unternehmenssprecher der Leipziger Messe, sind seit 20.7.2007 Eltern einer Tochter. Emma Antonia heißt das süße Baby und ist der ganze Stolz im Hause Tenzler. Bei der Geburt um 3.12 Uhr wog die kleine Lady 3310 Gramm und war 50 Zentimeter groß. „Es war eine leichte und schnelle Geburt“, freut sich Susanne Tenzler-Heusler, die mit Emma Antonia ihr erstes Kind bekam. Für Papa Thomas, der bei der Geburt in der Uniklinik dabei war, ist es das zweite – er hat aus erster Ehe bereits einen siebenjährigen Sohn. „Der heißt Anton und hatte auch die Idee, der Kleinen den zweiten Namen Antonia zu geben“, so Thomas Tenzler.

Von seiner Tätigkeit als Pressesprecher tritt der 45-Jährige nun kurz zurück. „Ich nehme die neue Elternzeit in Anspruch, bin jetzt einen Monat zu Hause und bleibe im Mai noch einen Monat zu Hause. Das ist wunderbar, eine wirklich tolle gesetzliche Regelung. So kann ich Susanne in der Anfangszeit unterstützen.“ Bei seinem Chef, Messe-Geschäftsführer Wolfgang Marzin, rannte Tenzler mit diesem Vorhaben offene Türen ein. „Er hat ja selbst drei Söhne und genehmigte daher die Elternzeit sofort“, sagt der nun zweifache Vater. Mama Susanne will nach einem Jahr wieder durchstarten. „Ich beobachte derweil aber genau von zu Hause aus, was sich bei ‘meinen’ Messen so tut“, lächelt die 31-Jährige. Ihre Arbeit können die beiden ohnehin nicht vergessen. Denn auch Emma Antonia trägt bereits „offizielle“ Messekleidung: Das Team der Automesse AMI hat den Eltern ein Werbe-T-Shirt in Babygröße 50 geschenkt, das es so nicht zu kaufen gibt.
Erschien am 02.08.2007 in der Leipziger Volkszeitung.
02. 08. 2007 09:47
Ich weiß zwar nicht, wie Mario Schlaghecken, Marketingmensch bei Triponia darauf kommt, ich sei ein Journalist, der sich viel mit Tourismus beschäftigt. Dennoch will ich seinen “Themenvorschlag”, der hier per Mail aufschlug, nicht gänzlich unbeachtet lassen.
Triponia will ein Web 2.0-Portal sein, das von seinen Usern gefüttert wird. Mit Bildergalerien und Videos ihrer Urlaubsaufenthalte. “100% Userberichte”, steht gleich auf der Startseite. Dass dem nicht so ist, zeigt eine kurze Stichprobe. Da finden sich Werbevideos über die Seychellen, Kenia oder den Fiji-Inseln. Natürlich gibt es auch echte User-Videos. Wenn allerdings bereits der erste Besuch nahezu ausschließlich Werbevideos bringt, fühle ich mich ein wenig verklapst.
Zusätzlich zu den Uservideos gibt es noch den “Tripguide”, der einem bei der Reiseplanung helfen soll. Natürlich wieder über Image- und Werbevideos von Fremdenverkehrsverbänden oder – mutmaßlich – Reiseanbietern. Auch Unterkünfte – und nur die, also keine Flüge – kann man mit Triponia finden. Dazu wurden laut Selbstdarstellung Verträge mit den “größten Hotelreservierungssystemen” abgeschlossen.
Kurzes Fazit: Triponia macht definitiv Lust auf Reisen. Und es ist schön, anzusehen, wo andere Urlaub machten. Wenn ich allerdings auf der Suche nach echten Uservideos gleich dreimal hintereinander auf eindeutige Imagefilme stoße, werde ich misstrauisch. Wenn es Triponia schafft, dies zu trennen, kann daraus sicher eine gute Community werden. Was schick und nützlich für Triponia wäre, um die Videos auf die eigene Website zu nappen: ein Embed-Player, wie ihn die großen Videoportale haben.
01. 08. 2007 12:44
Seit gestern baut die Heldenstadt um. Bald geht’s weiter, der Countdown läuft. Und bald sind wir alle Helden.