von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
28. 09. 2007 22:29
Dieser Ausschnitt eines Fotos der heutigen Aufführung von Mozarts “Requiem” in der Tauchaer Kirche beweist: Posaunisten sind coole Säue.
28. 09. 2007 14:52
Weil wir gerade bei Katie Melua waren: Heute erscheint ihr drittes Album. “Pictures” heißt es und die erste Singleauskopplung “If You Were A Sailboat” gibt einen Vorgeschmack auf das, was man auf dem Album hören kann. Katie pur, hauchzart aber dennoch kraftvoll.
Der iTunes-Shop listet das Album noch nicht. Schade. Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Gekauft!
28. 09. 2007 09:16
Auf Medienrauschen habe ich einen Artikel veröffentlicht, der heute auch in der Leipziger Volkszeitung erschien. Das Musikmagazin “Melodie & Rhythmus” erscheint seit heute mit einem 16-seitigen Sachsenteil. Die Premiere wurde am Mittwoch im Dresdner Club “Metronom” gefeiert. Mit Ostrock und kaltem Büffet auf dem Billardtisch und einer Beleuchtung, die für die Präsentation eines Magazins viel zu dunkel war, um wirklich drin zu lesen. Hab ich dann hier getan. Lohnt sich durchaus.
27. 09. 2007 21:01
Ich mag Taucha. Wirklich. Eine sympathische Kleinstadt mit sympathischen Einwohnern und kurzen Wegen. Aber manchmal, da flucht man über diese Stadt und benutzt böse Wörter. “Kaff” oder “Provinz” zum Beispiel. Heute war wieder so ein Tag. Problem: Briefe zur Post bringen. Ja, das ist ein Problem. Unser Postamt heißt nämlich nur noch so, ohne die Funktion einer Post zu erfüllen. Weil es das ständig expandierende Weltunternehmen wohl für besser hält, Gewerbetreibende und Privatleute nicht zu ihren Kunden zählen zu wollen. Und weil unser toller Bürgermeister nicht den Arsch in der Hose hatte, die Schließung der Post zu verhinden. Was er sicherlich hätte tun können, auch wenn die Post ein Privatunternehmen ist. Das Gute allerdings: Am Gebäude hängt noch ein Briefmarkenautomat, gleich daneben ist ein Briefkasten. Nur müsste dieser Automat auch mein Geld wollen. Wollte er nicht, egal, was man reinsteckte. So wie das Geld im gelben Roboter verschwand, spuckte dieser es wieder aus. “Geh halt woanders hin”, hörte ich ihn dabei sagen. Zumindest hab ich das so verstanden.
Also weitergefahren zum Quelle-Shop. Dieser darf seit vergangenem Jahr auch Postagentur spielen. Dort drin stehen zwei meist miesgelaunte Damen, die in gelangweilter Routine, ohne diese Routine wirklich zu besitzen, Pakete und Briefe annehmen. Nur heute nicht. Denn Donnerstagnachmittags ist dieser Quelle-Annahmeladen einfach mal zu. Weil’s eben so ist. Und Taucha ja eh ein Kaff ist. Oder wie soll man das werten? Natürlich weiß ich, dass dort jeden Donnerstag Nachmittag geschlossen ist. Aber ich weigere mich strikt, mich vor meinem Gang zur so genannten Post vom korrekten Tag und der korrekten Zeit zu überzeugen und darüber nachzudenken, ob man wohl gewillt ist, mein Geld anzunehmen. Also stand ich heute zum zweiten Mal vor dem Eisengitter, das man wohl dort angebracht hat, im Glauben, man könnte aus dem Quelle-Ramsch was wertvolles klauen wollen.
Was blieb? Die nächste Postagentur im Portitz-Treff. Dort ist man nett und hat täglich bis 19 Uhr geöffnet. Erste Wahl ab sofort – und ich werde mich trotzdem mal bei der privaten Konkurrenz umschauen.
24. 09. 2007 22:41
Wer die Meinung eines anderen abwerten will, nennt diese einfach Mindermeinung. Und wer solch eine Mindermeinung vertritt, aber keine Zeit mehr hat, dafür einzustehen, verkauft diese Mindermeinung einfach.
Okay, okay – nur die Domain mindermeinung.de wird verkauft. Die gehörte bis Sommer diesen Jahres zum “Forum von und für Leipziger Jurastudenten”. Da sich wohl aber keiner findet, das Projekt weiterzuführen, wird die Domain nun verkauft. Gute Referenzen bringt mindermeinung.de mit – immerhin Pagerank 5 bei Google.
Bietet die Domain doch Nintendo an… achnee… wegrenn
24. 09. 2007 22:23
Foren stehen, trotz Blogs, auch heute noch hoch im Kurs. Vor allem in der Computerspieleszene. Nintendo weiß das – und macht die eigenen Foren zu. Das mag paradox klingen, ist es aber nicht. Denn weil sich rings um die Nintendo-Website weitere Foren gründeten und dort wohl seit langem mehr die Post abgeht als in den hauseigenen Brettern, hängt das Unternehmen nun das Schloss davor und arbeitet an einer neuen Website:
Angesichts der Entwicklung all dieser anderen Foren sind wir der Meinung, dass die Besucher unserer Website mehr davon haben, wenn wir uns auf den Aufbau einer neuen Nintendo-Website konzentrieren, die Club-Nintendo-Mitgliedern neue Funktionen und erweiterte Möglichkeiten bietet.
Klingt ein bisschen wie: “Das hammer nich, gehen ‘se mal ne Straße weiter, die hamms grad frisch reingekriegt”. Nutzerbeteiligung adé. Aber vielleicht bringt ja die neue Nintendo-Website ganz tolle Features.
Dass die Sicherheitslücken, mit denen auch die amerikanischen Foren zu kämpfen haben, der eigentliche Grund für die dauerhafte Schließung der Foren sind, ist dabei natürlich nur ein böses Gerücht. Ein Gerücht, das auch die Community-Site von Nintendo of Europe verbreitet.
19. 09. 2007 09:38
Taucha. Geschäftiges Treiben herrschte jüngst im Hort Tauchsches Spielhaus. Allerhand Herren der sieben Weltmeere, Piratenbräute und exotische Bauchtänzerinnen bevölkerten den Spielplatz. Die Einrichtung der Volkssolidarität hatte zum Piratenfest geladen und rund 300 Gäste waren dieser Einladung gefolgt. „Das Fest bildet den Abschluss unseres Piratenprojektes, das in den Sommerferien begann“, erklärte Hortleiterin Sabine Müller. Auf Wunsch der Kinder wurde das Thema gewählt. So lernten die kleinen Seeräuber alles über die Fahrt auf großen Schiffen, bekamen erklärt, wo Steuer- und wo Backbord liegt, studierten ein Piratenlied ein und fuhren beispielsweise in Pouch in Sachsen-Anhalt mit einem Piratenschiff. Über die Aktionen führten die Kinder – ganz in Seefahrermanier – peinlich genau Logbuch. Dieses und allerhand Fotos konnten die Eltern während des Piratenfestes bestaunen.

Noch viel mehr staunten aber große und kleine Leute über „Pirat Kervolin“. Der heißt eigentlich Volker Gödde und zieht als Unterhaltungskünstler mit verschiedenen Programmen durchs Land. „Mein Team und ich haben Shows für Kinder, Hochzeiten, Familienfeiern und vieles mehr im Angebot. Passend zu jedem Anlass schlüpfen wir in die Rolle eines Clowns, Ritters oder eben – wie heute – in die eines Piraten“, sagte er. Die Gäste beeindruckte er unter anderem mit seinen Jonglierkünsten und einer Feuershow. Der Höhepunkt war das Heben eines Schatzes, der vorher in der Weitsprunggrube der Regenbogengrundschule verbuddelt worden war. Darin befand sich allerlei Gold – in Form von Bonbon-Talern, die „Kervolin“ freigiebig verteilte.
Die Einnahmen aus Eintritt, Tombola und verkaufter Verpflegung sollen für den Kauf eines Schuppens verwendet werden. „Dort wollen wir dann unsere Spielgeräte und Fahrzeuge unterstellen“, so Sabine Müller.
Erschien am 19.09.2007 in der Leipziger Volkszeitung
Passend dazu ist der heutige 19. September der “Look like a pirate day“. (Gefunden bei JoJo)
15. 09. 2007 09:24
Auf der Suche nach mehr Einschaltern verlieren sich Radiosender inzwischen in Gewinnspielen mit immer absurderen Preisen. Auf „Interaktion, bei der alle gewinnen“, setzt Hitradio RTL Sachsen. Diese Woche war ein Mental-Magier zu Gast, der mit den Hörern zauberte. So sagte er das Alter einer Anruferin voraus oder verbog in Uri Geller-Manier Kaffeelöffel.
„Es sind eigentlich Experimente, denn alles ist erklärbar“, sagt Harry Riegel, der die Tricks trotzdem nicht erklärt. Vielmehr wolle er zum Nachdenken und Mitmachen anregen. „Dazu ist Radio in der Lage. Rundfunk sollte generell persönlicher werden und Möglichkeiten zur Beschäftigung bieten“, meint Magier Riegel, der seit zwei Jahren bundesweit durch Stationen tourt und seine Zaubershow anbietet.
Dass so etwas ein richtiger Weg ist, Hörer zu fesseln, davon ist Programmdirektor und Morgenmoderator Klaus Vorbrodt überzeugt. „Es konnten ja nicht nur die Anrufer mitmachen, sondern alle, die zuhörten. Das ist eine moderne Form davon, was das Medium mal ausmachte.“ Früher saß schließlich auch die Familie vor dem Radio – für Hörspiele oder Konzertübertragungen. „Natürlich geben wir uns nicht der Illusion hin, dass deswegen gleich viel mehr Leute einschalten. Aber wir zeigen mit solchen Wortbeiträgen, die länger sind als eine Minute dreißig, den Hörern, was Radio auch sein kann.“
Ob die Aktion tatsächlich Quote gebracht hat, lässt sich nach einer Woche nicht messen. Für Klaus Vorbrodt sind daher die weichen Faktoren ausschlaggebend. „Die Reaktionen per Telefon und E-Mail waren sehr viel stärker als in einer normalen Woche. Die Leute unterhalten sich darüber. Im besten Falle haben wir also Gesprächsstoff geliefert.“ Auf solche Formate wolle Hitradio RTL Sachsen auch künftig setzen.
Eine „andere Art von Entertainment“ nennt Vorbrodt die dreistündige Spielshow, die jeden Mittwochabend bei Hitradio RTL läuft. Auch hier zähle die Interaktion. „Eine moderne Form des Lottos, bei der man Glück oder eben auch Pech haben kann.“
Erschien am 15.09.2007 in der Leipziger Volkszeitung.
Und ja, mein persönlicher Eindruck der Zauberei folgt hier auch noch…
14. 09. 2007 16:26
Wenn im IT-Bereich von Barrierefreiheit die Rede ist, so ist damit meist die standardkonforme Programmierung von HTML, CSS und JavaScript gemeint. An das Dokumentenformat PDF denkt dabei kaum einer, obwohl es das am weitesten verbreitete im Netz ist. Die Möglichkeiten zur Gestaltung barrierefreier PDF-Dateien sind allerdings gegeben und sollten auch genutzt werden.
Weiter bei saxxess.com, dem IT-Portal für Sachsen, für das dieser Text entstand.
11. 09. 2007 16:23
... irgendwie mag mich mein Thunderbird. Sortiert die Pressemitteilung des ZDF, in der Intendant Schächter das Gebührenurteil begrüßt, direkt in den Spam ein.
Nundenn, freuen wir uns auf abermals steigende Gebühren ab 2009. Aber das war ja sowieso klar.