von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
11. 09. 2007 10:11
Uwe Kolbig wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.
11. 09. 2007 10:10
Seit Montag wird bei Hitradio RTL Sachsen in der Morningshow gezaubert. Mental-Magier Harry Riegel ist zu Gast und spielte unter anderem mit “Prinz” Tobi Künzel Karten und erriet, wieviel Bohnen in einem Glas sind. Was er morgen vorhat, weiß ich noch nicht. Aber ich werde es erleben. Denn wer den Mund voll nimmt und am Radioprogramm dauernd was auszusetzen hat, der wird eingeladen. Dachte sich wohl der Dresdner Sender. Und darum werde ich morgen ab 6 Uhr (gäääähn!) zu Gast im Frühstücksradio sein und dem Magier auf die Finger gucken. So wie ich hörte, soll ich wohl Teil des Experimentes werden. Bin gespannt. Wenn ihr also einen stark sächselnden Mensch ohne Radiostimme hört: Das bin ich.
Immerhin ist Riegel kein Unbekannter. Zur Fußball-WM tippte er Weltmeister Italien richtig. Und auch bei anderen Radiosendern war er schon zu Gast und verblüffte die Hörer.
Ich glaubs trotzdem erst, wenn ich’s gesehen habe und mir sicher bin, dass da keine dritten und vierten eingeweiht wurden, die hinter den Kulissen helfen und schummeln. Riegels Website jedenfalls ist nicht wirklich magisch. Wer in der Rubrik “Radio Magie” auf die Testimonials der Radiomacher klickt, bekommt ein Popup mit “Lorem Ipsum”-Text zu lesen. Über die Vita Riegels liest man nix, die Seite befindet sich im Aufbau.
Wer sich die Radio-Takes anhört, merkt zumindest, dass scheinbar auf jedem Sender die gleichen Spiele gespielt werden. Auch die Dialoge zwischen Magier und Radiomoderatoren sind gleich, ebenso die Anweisungen, die Riegel seinen Mitspielern stellt.
Nun, wir werden sehen…
11. 09. 2007 08:33
07. 09. 2007 09:59
Wahnsinn! Da hat ein selbst ernannter Domainexperte die tolle Idee gehabt, die bereits bestehende Top Level Domain .ps (Palästina) glatt nochmal zu erfinden, bzw. zu “entwickeln”. PS, das klingt nach Auto, dachte er sich und vertickert nun auf der IAA die Domain auto.ps. Super.
Ich hab übrigens die TLD .com neu erfunden. Jeder, der was mit Computern zu tun hat, sollte sofort eine .com-Domain kaufen. Und .bh steht nicht für Bahrain, sondern logischerweise für Dessous-Hersteller. Und das West-Jordan-Land und Gaza brauchen sicher auch keine Endung .wg – das ist doch viel besser geeignet für studentische Wohngemeinschaften. Und den Malediven erkennen wir gleich mal ihr .mv ab und verschleudern an jeden in Mecklenburg-Vorpommern eine Domain. Mensch, bin ich innovativ!
Der .ps-Irrsinn zum Nachlesen auf dem Auto.de-Blog.
06. 09. 2007 08:44
“Ein Hahn legt in der Stunde drei Eier. Wie viele Eier legen 14 Hähne in drei Stunden?”
Nein, liebe Leser, ich möchte Euch nicht verarschen. Wohl aber will das jener Dienstleister, der im Auftrag von Hitradio RTL Sachsen die abendliche “Spielshow” veranstaltet. Was das ist? Die 1:1-Hörfunk-Abbildung von solch “erfolgreichen” Konzepten, wie sie Callactive und 9Live umsetzen. Call-In im Radio funktioniert ähnlich der Shows im Fernsehen. Eine scheinbar leichte, weil saudämliche Frage wird gestellt und der Hörer darf eine 50-Cent-Hotline anrufen, um diese Frage zu beantworten. Wenn er denn durchkommt. Das gelang gestern bei dieser Frage rund 15 Minuten lang niemandem. Von anfangs 100 Euro wurde der zu gewinnende Geldbetrag immer wieder erhöht. Bei 300 Euro wurde ein Anrufer durchgestellt. Der allerdings legte wieder auf. Was den Moderator veranlasste, nochmal die Mitmachregeln zu verlesen. Also ganz wie im TV.
Ich weiss nicht, ob und wann diese Frage gelöst wurde, ich habe umgeschalten bzw. war an meinem Fahrziel angekommen. Ich weiß nur, was hinter dem Konzept steckt. Die systematische Abzocke der Hörer, die fortschreitende Degeneration selbiger und der weitere Verfall des Mediums Radio. Und da wundern sich Programm-Macher über zurückgehende Hördauer? Lachhaft, wirklich!
Der Autor ist Mitglied der Initiative FAIR RADIO
05. 09. 2007 11:59
Nanana, was ist denn das? Offenbar hat ein Mitarbeiter von Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) den Wikipedia-Eintrag zu Microsoft’s kommendem Spiel Halo 3 editiert. Von einer IP, die zu SCEE führt, wurde der Satz “Es wird nicht besser aussehen als Halo 2″ hinzugefügt. Erst vor kurzem wurde EA dabei erwischt, wie das Unternehmen kritische Links aus dem eigenen Eintrag entfernte, die zu Infos über die umstrittenen Geschäftspraktiken des Publishers führten.
via CVG
05. 09. 2007 09:56
Sehr nett: Wie man “eine schöne Teig” für Pasta macht, erklärt Sante de Santis. Man beachte die versteckt eingebauten Witze. Etwa: “Wir Italiener sind Katholiken, wir kreuzen alles, was Teig ist.”
Schamlos geklaut von der Website der Messe Le Gourmet, die an diesem Wochenende in Leipzig stattfindet.
03. 09. 2007 20:36
Supersüß und supergut, die Kleine!
03. 09. 2007 19:18
Neulich landete ein “Wettbewerbeflyer” in meinem Briefkasten. Der Flyer, der eigentlich eine Postkarte ist, war bedruckt mit allerlei Fragen. Eine ging so: “Lieber Blogger, als Flyer-Fachleute stellen wir Ihnen die Frage: “Sind Flyer überflüssig?!” Zum Meinung vertreten und Kommentare geben sollte die Postkarte anregen. Ich als “Business-Blogger” hätte doch sicher meine Erfahrungen mit Flyern. Sicher hab ich die. Flyer können fliegen. Auf den Fußboden. Oder in den Müll.
Ja, leider ist das so. Auf Flyern stehen Informationen, die man nur kurz überfliegen soll. Irgendwo ist ein Markenname oder eine Internetadresse aufgedruckt, die man sich gefälligst zu merken hat. Und egal, ob man das wirklich getan hat, fliegt der Flyer schneller wieder weg als dem Werbungtreibenden lieb ist. Und so wird wohl auch diese Postkarte dem Reißwolf zum Opfer fallen. Denn schließlich diente sie nur dem Zweck, auf einen Werbeflyer-Wettbewerb hinzuweisen. Als Preise würde es Druckgutscheine im Wert von mehreren hundert Euro geben. So würde die Firma beweisen wollen, dass es auch in 2007 noch effektive Werbe-Flyer-Aktionen gebe.
Nundenn, dann macht mal. Was das mit Bloggern zu tun hat, weiß ich zwar nicht. Außer, dass die Blogger benutzt werden sollen, einen blöden x-beliebigen Contest zu pushen. Oder sollte ich jetzt einen Flyer für dieses Blog hier entwerfen und mich bewerben? Sicher nicht.
Beinahe wäre der “Flyer” wieder zurück an den Absender gegangen. Man müsste nämlich beim Impressum abschreiben auch lesen können. Postleitzahlen sind fünfstellig, liebe Werber. Und Taucha schreibt man mit “a” am Ende. Ich solle den Absender benachrichtigen, schrob die Deutsche Post. Hiermit geschehen.
Um also auf die Ausgangsfrage zu antworten: Ja.
Der Vollständigkeit halber und weil ich kein kompletter Spielverderber sein will, geht’s hier zum Werbeflyer-Wettbewerb.