von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
24. 10. 2007 09:56
Irgendwie lernen es die öffentlich-rechtlichen Anstalten nicht, wie man per E-Mail kommuniziert. Nach dem WDR glänzt jetzt der hr, bzw die Pressestelle von hr2 mit einem kommunikativen Fehlschlag. Eine gestern Nachmittag per E-Mail verschickte Pressemitteilung ging an 301 Empfänger. Nicht schlimm? Nein, dieser Fakt allein ist nicht schlimm. Wohl aber, dass alle 301 Adressen direkt in die Mail kopiert wurden. Von der Jugendpresse über die Kulturredaktionen des Landes bis zu Radio- und Fachmedien findet sich dort alles.
Und was sagt man da? Danke! So wie es sich gehört. Hauptsache, die Sprecherin hat den Verteiler auch gut gepflegt…
23. 10. 2007 19:50
Ich hatte Radio PSR unterschätzt. Ich nahm an, man ruht sich länger auf den Lorbeeren aus und plant die Weihnachtsaktion. Aber nein. Stattdessen kommt ein völlig neues, innovatives Spiel, das es so im deutschen Radio noch nie gab. Es ist – Trommelwirbel – DAS TELEFONSPIEL! Ja, genau. PSR ruft bei Menschen an, die dann lügen müssen, sie würden den Sender hören. Ist wirklich der Sender dran und nicht die Omma, der Arbeitgeber oder Tele 2, gibt es Geld. Wieviel, verrät PSR noch nicht.
Das wirklich schlimme ist, dass PSR mit dieser Innovationslosigkeit nicht allein dasteht. Bei den Sächsischen Lokalradios gibt’s derzeit einen undurchblickbaren Dschungel an kleinen Gewinnspielen, die allesamt auf andere Zielgruppen abzielen. Hitradio RTL spielt den Moneyhit, der dort Frühstückshit heißen darf. Wer einen bestimmten Song hört und anruft, gewinnt 1000 Euro. Bei Energy Sachsen muss man Hits zählen, um Geld zu gewinnen. Und bei R.SA muss der Böttcher einen Interpreten erraten. Pro Sekunde gibt’s für den Anrufer, der dem Gebrabbel nur zuhören darf, einen Euro.
Hallo, irgendjemand da draußen, der dem Einhalt gebieten kann und Lust darauf hat, echtes Radio zu machen? Irgendjemand? Bitte….
23. 10. 2007 09:47
Wie sinnreich sind eigentlich Weihnachtsprodukte, die schon im Herbst verfallen? Und warum ist ein Käse mit Walnüssen gleich ein Weihnachtskäse? Welche Zutaten sind dann in einem Sommerkäse? Ananas-Stückchen? Und warum fallen Frauen immer wieder auf ein weihnachtliches Motiv rein und kaufen das Produkt, in der Hoffnung, schon im Oktober den Schnee riechen zu können? Aber das wird sich wohl nie ändern.
Hinweis an den Käsemacher: Hat gut geschmeckt. Auch jetzt schon.
22. 10. 2007 20:56
Heute morgen klingelte der DPD-Mann und überreichte mir einen luftgepolsterten C4-Umschlag und meinte: “Das war’s schon!” In der luftgepolsterten Tüte lagen zwei Airbags. Muhaha – Wortwitz komm raus, du bist umzingelt! Es waren also zwei der Wii-Fernbedienungshüllen. Prinzipiell keine schlechte Sache. Nur leider passen die Remotes mit der Hülle nicht mehr in meine schicke Ladestation von Nyko. Und ehrlich gesagt sind mir geladene Akkus lieber als gepolsterte Remotes. Also bleiben die beiden Fernbedienungen erstmal naggisch.
22. 10. 2007 17:40
Nachdem heute stündlich vier Seriennummern vorgelesen wurden und Steffen Lukas ankündigte, das Studio nicht zu verlassen, bis ein Gewinner feststeht (gääähn!), war es heute Mittag dann endlich soweit. Eine Manja aus Großolberdorf (landschaftlich wunderschön gelegen mit viel Grün drumrum) gewann die 500.000 Euro von Radio PSR. Danke, Manja. Und viel Spaß beim Geld ausgeben.
Die Pressestelle von PSR indes scheint zu schlafen. Oder die entsprechende Pressemitteilung muss erstmal durch die Abnahme. Bislang ließ der Sender die großartige Nachricht jedenfalls noch nicht verlauten*. Aber vielleicht ist die Pressestelle auch nur mit Manja beim Einkaufen. Die 10.000 Euro müssen ja weg, bevor die Gewinnerin an den Rest darf.
So, und wenn die Freude on Air in den nächsten Tagen verklungen ist, freuen wir uns auf eine herzzerreißende Weihnachtsaktion. Die habt ihr doch sicher schon im Sack, liebe PSRler, oder? Enttäuscht mich nicht!
*) Die Presse-Seite der PSR-Mediengruppe glänzt sowieso durch Aktualität.
22. 10. 2007 17:25
Ist schon April, hab ich was verpasst? Oder sollte das hier wirklich ernst gemeint sein? Ist es wirklich so, wie ein Freund am Wochenende sagte: “Irgendwann stecken wir ein USB-Kabel in unsere Schnittstelle im Ohr und ziehen so zum morgendlichen Kaffee die Updates des Tages.”?
21. 10. 2007 16:44
Kam grad per Mail. Laut E-Mail-Adresse handelt es sich wirklich um einen deutschen Mitbürger, zumindest nutzt er eine .de-Adresse.
Ich habe eine frage zum Zeitlichen Termin der GC 08. Wirt dise auch 2008 im zeitraum vom 23. bis zum 26. Augsut stadt finden. den ich muss jetzt schon mein urlaub abgeben und würde gernene einer der nesten 184.000 Besucher der GC sien! Bitte hirmit um schnelt mögliche beantwortung diser E-mail, Dancke!
Soll ich antworten: “Tschau auv dei Wäbseit, dan waist du äs” ?
18. 10. 2007 10:10
Taucha. In dem sanierten Wohngebiet zwischen der Goethe- und der Friedrich-Ebert-Straße in Taucha wird es definitiv keinen Spielplatz geben. Das sagt Steffen Kurze, Geschäftsführer der Sachsengrund Hausverwaltung GmbH, auf LVZ-Anfrage. Grund sei die komplizierte Zusammensetzung der Eigentümergemeinschaften. Bei den Mietern herrscht ob dieser Nachricht geteilte Meinung.
Im Sommer hatten verschiedene Anwohner ihren Unmut darüber geäußert, dass ein im Zuge von Sanierungsarbeiten entferntes Klettergerüst bislang nicht ersetzt wurde (die LVZ berichtete). Vor allem Familien mit Kindern bedauerten den Wegfall der einzigen Spielmöglichkeit des Innenhofes. Diese wird auch weiterhin fehlen. „Man bräuchte für die Errichtung eines Spielplatzes einen allstimmigen Beschluss der Eigentümer“, erklärt Steffen Kurze. Dies gestalte sich aber kompliziert, weil es keine Fläche gebe, die allen Eigentümern gehört. „Wir haben dort verschiedene Eigentümergemeinschaften, die dem Vorhaben alle zustimmen müssten. Das ist utopisch, da wir teilweise schon Probleme haben, die Beschlussfähigkeit bei Versammlungen zu erreichen“, sagt er.
Tatsächlich scheinen sich nur wenige Besitzer um ihre Objekte zu kümmern. Laut Aussage eines Eigentümers, der anonym bleiben will, würden die Objekte von der Megaron-Tochter Wohnpark Taucha GmbH unter der Maßgabe verkauft, sich nie wieder darum sorgen zu müssen. „Es sind vor allem Kapitalanleger, denen die Wohnungen gehören. Die haben in vielen Fällen diese Objekte noch nie gesehen“, so der Informant. So sei es auch nicht verwunderlich, dass Wünsche und Sorgen der Mieter die Eigentümer gar nicht erreichen. „Die Verwaltung arbeitet mit wenig Aufwand, sonst rechnet es sich nicht“, vermutet er.
Steffen Kurze von Sachsengrund gibt aber auch zu bedenken, dass nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter befragt werden müssten, ob diese einen Spielplatz vor dem Haus befürworten. „Ich bin mir sicher, dass dies viele nicht wollen.“ Die Meinung der Mieter ist geteilt – sie offen auszusprechen fällt ihnen aber gleichermaßen schwer. Alle Befragten wollten ihre Namen nicht nennen, aus Angst vor Konsequenzen. Eine ältere Dame beispielsweise ist froh über die Entscheidung der Hausverwaltung. „In dem Hof spielt sich so viel ab. Im Sommer sitzen die Mütter mit ihren Kindern auf Decken, bringen Badewannen für die Kleinsten mit. Auf dem Trockenplatz wird Fußball gespielt und auf den Bänken sitzen Erwachsene und unterhalten sich laut. Mein Mann und ich konnten darum den Balkon im Sommer kaum nutzen“, sagt sie. Beschwerden bei anderen Mietern hätten nichts gebracht. „Da wurden wir gleich als kinderfeindlich abgestempelt, obwohl das nicht stimmt.“ Ein anderes Ehepaar versteht die Aufregung nicht. „Wir hatten doch alle Kinder. Schade, dass das manche so schnell vergessen.“ Und eine ehemalige Mieterin, die lange Zeit in der Goethestraße lebte, als dort noch ein Klettergerüst stand, sagt: „Ich habe mich nie daran gestört, dass dort Kinder spielen. Die sind doch unsere Zukunft.“
Neben der nicht durchführbaren Beschlussfähigkeit führt Kurze ein weiteres Problem an. „Solch ein Spielplatz verursacht Betriebskosten, vor allem durch TÜV und Instandhaltung. Diese Kosten müssten auf die Mieter umgelegt werden. Um dies gerecht zu gestalten, müsste der Grund und Boden allen Eigentümern gehören, was aber nicht durchführbar ist.“
So bleibt den Familien mit Kindern nichts anderes übrig, als mit der Entscheidung zu leben. Um weiteren Beschwerden zukünftiger Mieter aus dem Weg zu gehen hat die Sachsengrund Hausverwaltung ein Rundschreiben an alle Makler verschickt. Inhalt: Eventuelle Aussagen über einen Spielplatz sind zu streichen.
Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 18.10.2007.
16. 10. 2007 14:50
Na endlich isses raus – Leopard erscheint am 26. Oktober und ist ab sofort im Apple Store vorbestellbar.
16. 10. 2007 14:33
Hach, ist das spannend. Leopard, das neue Mac OSX 10.5, kommt – nur weiß keiner, wann. Seit vergangener Woche wird gemutmaßt, es könnte der 26. Oktober sein. Und jetzt gingen auch noch die Apple Stores vom Netz. Schon wird weiter gemutmaßt, jetzt würde OSX 10.5 zum Vorbestellen eingepflegt. Als wenn man das heutzutage nicht machen könnte, ohne den Store komplett schließen zu müssen…
Hey, Steve – lass die Theatralik und rück’s raus. Du bist eh schon zu spät dran.
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