von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
14. 11. 2007 10:15
Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat entschieden, dass die Waldschlösschenbrücke in Dresden nun doch gebaut werden darf. Am 9. August wurde Baustopp über die noch nichtmal in Gang gekommenen Bauarbeiten verhängt, weil die seltene Fledermausart “Kleine Hufeisennase” geschützt werden müsse.
So. Und nun tut mir bitte einen Gefallen: Fangt endlich an, das Ding zu bauen. Damit endlich mal Schluss ist mit dem Hin und Her.
13. 11. 2007 18:51
“Hier wird gebaut”. Baustellenseiten im Netz sind meist langweilig. Und eigentlich sogar unnötig, denn man kann den Webauftritt ja auf einer Entwicklungsumgebung neu gestalten und den alten parallel erstmal laufen lassen. Oder man bietet dem geneigten Besucher eine Baustellenseite, auf der er unterhalten und informiert wird. So wie die Agentur Thielker + Team. Die hat einen Bauzaun aufgestellt, an dem man entlang laufen kann. Am Zaun wurden die Kunden verewigt, an einer Notrufsäule kann man E-Mails versenden und ein Megalight spielt Baustellen-Videos. Sehr schick!
Abgeheftet unter: Was man so durch Xing-Profile findet.
10. 11. 2007 14:53
Also ich kann ja die Freude bei der Telekom über das iPhone verstehen, auch wenn ich mir das Ding nicht kaufen würde. Und sicher ist es clever, eine Party mit allerhand Prominzenz zum Launch zu veranstalten. Aber mal ehrlich, in DIESEM Licht hätte ich es nicht lange ausgehalten. Das ist ja widerlich. Und ich dachte schon, der Puff in Leipzig sieht bei Nacht Scheiße aus.
via axt; e-mail
10. 11. 2007 10:57
Wenn es um die Programmgestaltung und Vermarktung geht, sind die Radioprogramme von RTL Deutschland und der Regiocast klare Konkurrenten. In Sachen Netzbetrieb machen sie allerdings gemeinsame Sache, vor allem aus Kostengründen. Der Zusammenschluss beider Unternehmen heißt Deutsche Rundfunktechnik, kurz derutec. Nun schaffte dieses Unternehmen, was bislang kein privater Anbieter schaffte: Es nahm den Sendernetzbetrieb auf, und Sachsen macht wieder mal den Vorreiter.
Mehr dazu in der Leipziger Volkszeitung vom 10.11.2007 und bei Medienrauschen.
08. 11. 2007 11:48

Ich war am Dienstag beruflich auf der Neonatologie-Station der Leipziger Uniklinik. Dort liegen Frühgeburten in Inkubatoren, also Brutkästen. Eine Handvoll Mensch. Kaum vorstellbar, dass die kleinen Würmer mal zu großen Kindern werden. Aber sie schaffen es, wie zahlreiche Fotocollagen an den Wänden beweisen. Die haben die Eltern der Knirpse gestaltet, aus Dank für die Arbeit der Ärzte und Schwestern dort. Eine habe ich getroffen, mich mit ihr über ihre Arbeit unterhalten, vor der ich äußersten Respekt habe. Gibt’s in der Dezember-Ausgabe von Countdown zu lesen. Und hier, wenn der Artikel erschienen ist.
08. 11. 2007 10:16
Also entweder hatte der Webdesigner von Radio PSR Wurstfinger, als er diesen Teaser hier baute, oder die Qualitätskontrolle bei PSR arbeitet mittlerweile im Webbereich genauso schlampig, wie sie das im programmlichen Bereich tut. Oder beides. Wie auch immer: Gute Besserung jedenfalls!
Update, 9.11.: Der Onlineredakteur hat die Knoten aus seinen Fingern gelöst und den Fehler berichtigt.
Überhaupt scheint in Sachen Internet bei PSR derzeit einiges im Argen zu liegen. Die Seite der PSR-Mediengruppe existiert nicht mehr. Oder hat man die Idee der Gruppe nun begraben?
07. 11. 2007 22:18
Seit dem ich das neue Theme hier habe, bekomme ich Mails und Kommentare diverser Leute, die sich mit mir freuen, dass die Site wieder schick aussieht. Ist nicht mein Verdienst, sondern von den Jungs und Mädels (mutmaße ich einfach mal) von DesignDesease, die das Theme entwarfen.
Allerdings scheint es Probleme mit dem Layout zu geben. Die Sidebar rutscht auf der rechten Seite ganz runter, bis der Content links zu Ende ist. Das sieht vielleicht doof aus. Nein, nicht im Firefox. Auch nicht in Opera, Safari oder Camino. Wer macht wohl Probleme? Genau, Redmond mit ihrem Sicherheitsrisiko, dem offenen Scheunentor, liebevoll auch “IE6″ genannt. Dieses Stück Schundsoftware, die sich nicht an standardkonformes XHTML und CSS hält, bzw. dieses falsch interpretiert. Rotzfrech, weils ja der IE ist.
Ich habe jetzt diverse Dinge versucht. Dem CSS da drei Pixel geklaut, dort dazu getan, das margin verringert. Hat alles nichts genützt. Ich höre jetzt auf, auf diese alte Software zu optimieren. Im Chat mit einem Freund musste ich mir gerade anhören, ich solle für meine Leser bloggen und an sie denken. Weil doch der IE6 immernoch den Markt dominieren würde. Bin ich jetzt also überheblich, wenn es mir egal ist, wie diese Seite mit dem IE aussieht?
Ich glaube nicht. Denn erstens gibt es auch andere Statistiken. Und zweitens halte ich meine Besucher für so mündig und clever, dass sie merken, wenn hier was nicht stimmt. Und von selbst einen richtigen Browser verwenden. Außerdem erübrigt es sich zu erwähnen, dass man stets die aktuellste Version eines Browsers nutzen sollte. Und die 6 ist nunmal nicht die aktuellste. Selbst IE7 ist noch immer voller Bugs.
Aus diesem Grund – vor allem aber, weil ich kein XP habe – nutze ich schon ewig keinen Internet Explorer mehr. Reicht schon, dass das Drecksding ja quasi dauernd im Hintergrund hängt, wenn man Windows nutzt. Solche “Fehler” bemerke ich daher auch erst, wenn man mich drauf anspricht. Dass der Hinweis von einem Menschen kommt, der seit Jahren im Netz lebt – und das 15+ Stunden am Tag – und es eigentlich besser wissen müsste, schockiert mich ein wenig…
Vielleicht kann mir ja mal jemand sagen, wie die Site im IE7 aussieht?
06. 11. 2007 17:22
Bitte begreift es doch endlich, liebe Verkaufsstrategen und Supermarkteinrichter: ES IST NOCH NICHT WEIHNACHTEN, wir haben gerade mal ANFANG NOVEMBER! Tiefsten Herbst also. Mit Regen und so. Kein Schnee. Hört ihr? Kein Schnee!
Aber auf mich hört ja eh keiner. Stattdessen blinkern bereits jetzt überall die ach so romantischen Weihnachtslichter. Der Hauptbahnhof hat sich in eine klischeebehaftete, kitschige Kulisse getaucht. Mit Weihnachtsbäumen und goldenen Kugeln dran. Anfang November, man stelle sich das vor! Ebenso das Paunsdorf-Center, in dem hektisch die Beleuchtung und Deko angebracht wird. Auch Onlineshops haben sich bereits die obligatorische rote Mütze aufgesetzt. In den Supermärkten werden die Pfefferkuchen und Weihnachtsmänner bereits seit Mitte Oktober grau. Und die Stadt Leipzig verkündet, dass am 13. November die Blautanne auf dem Markt aufgestellt wird. Gleich neben das große Loch, in dem mal Züge halten sollen, irgendwann. Wie romantisch.
Und bei all diesen wunderbaren Vorbereitungen soll man sich auf das ach so tolle Fest freuen? Sich schonmal drauf einstimmen? Sorry, aber da vergeht’s mir. Achso – wer übrigens denkt, an Heiligabend noch morgens über den Weihnachtsmarkt schlendern zu können, hat sich geschnitten. Der geht nur bis 23.12. Warum auch sollte ein Weihnachtsmarkt bis Weihnachten gehen?
Und jetzt nennt mich einen unromantischen Grobian. Aber dieses immer zeitiger beginnende Kommerzfest hat mit Weihnachten und besinnlicher Vorfreude schon lange nichts mehr zu tun.
So, und jetzt muss ich los, Weihnachtsbaum kaufen.
05. 11. 2007 17:36

Taucha. Schaurige Musik klingt aus den Lautsprechern des CD-Players. Die Gruppenzimmer der Kindertagesstätte „Zwergenvilla“ sind in Kerzenschein gehüllt. Aus den Augen und Mündern ausgehöhlter Kürbisse leuchtet gelb-rotes Licht. In der Luft schwebt der Duft von Würstchen und Punsch. Und zwischendrin wuseln kleine Gespenster, Hexen, Zauberer und Monster umher. Keine Frage, hier wird Halloween gefeiert.
Am Freitag verwandelte sich die Kita der Volkssolidarität in ein schaurig-schönes Gruselkabinett. „Guten Tag, ich bin hier die Oberhexe“, begrüßte Christiane Mulderer, Leiterin der Einrichtung, die Eltern, die zusammen mit ihren Kindern zum Fest erschienen. Dazu hatten sich alle stilecht verkleidet und jeder hatte einen Hexenbesen dabei – das war Pflicht, wie auf einem Plakat zu lesen war. Bei einem Programm mit Hexensprüchen und Tanz konnten die Kleinen ihren Eltern zeigen, was sie alles über das Fest des Schreckens gelernt haben. Danach ging es in die Nachbarschaft, um unter Anwendung des allbekannten Spruches „Süßes, sonst gibt’s Saures“ eindringlich um eine Schokoladen- und Bonbon-Spende zu bitten. „Die Anwohner wissen bereits, dass wir kommen. Die kennen das aus den Vorjahren und außerdem haben wir Flyer verteilt. Manche sind sogar so lieb und bringen uns die Süßigkeiten vorher vorbei“, freut sich die Kita-Leiterin. Dass die Spendenbereitschaft wirklich groß ist, davon konnten sich die Kinder selbst überzeugen: Die Kisten und Körbe waren reichlich gefüllt.
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02. 11. 2007 21:59
Man muss sich als Wirt heutzutage gar nicht viel einfallen lassen, um seine Gäste zu unterhalten. Manchmal reicht schon eine widerspenstige WC-Tür, um das gesamte Lokal mitfiebern zu lassen.
Eben geschehen in einem Tauchaer Restaurant: Ein Mann betritt das stille Örtchen, verrichtet sein Geschäft und will zurück zu seiner Frau an den Tisch. Geht aber nicht, denn die WC-Tür ist zu. Und bleibt zu. Rütteln, am Schließmechanismus, wackeln oder dagegen wummern nützt nichts. Das Personal wird unruhig, zwei Kellner versuchen, die Tür einzutreten. Was natürlich höllischen Lärm macht. Jeder Gast schaut jetzt in Richtung WC-Tür. Schraubendreher werden geholt. Dicke, schwere. Dann ein Stechbeitel. Und ein Hammer. Klopfen, drücken, fluchen. Noch ein Tritt. Dann lehnen sich vier Männer gegen die Tür, drücken rhythmisch dagegen. Bis die Tür schließlich unter Knarzen und Knacken nachgibt. Der ganze Saal klatscht und johlt. Der eben noch eingeschlossene Mann kommt reichlich bedeppert raus. “Irgendeinen trifft es immer, heute bist Du es”, meint einer der Kellner, legt ihm kumpelhaft den Arm über die Schulter und spendiert einen Ouzo.
War echt witzig anzusehen. Schade, dass schon so früh Schluss war. .