GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for December, 2007

Tschüß!

Sodele, wenn ich schon zu Weihnachten so ein Miesmacher war, will ich wenigstens zu Silvester mal mein Bestes geben und mich bei denen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass 2007 ein richtig schönes und erfolgreiches Jahr war. Danke also an meine Freunde und Kollegen, Danke an alle Kunden und Danke vor allem an meine Familie.

Ich wünsche Euch allen, natürlich auch meinen lieben Bloglesern und Kommentarschreibern, alles Liebe für 2008, viel Kraft und Gesundheit. 2007 ist ja nun fast “weggelebt”, wie es unsere Tochter heute ausdrückte.

In diesem Sinne: Guten Rutsch – aber nicht so heftig!


Rutsch Unfälle – MyVideo

Meister Lampe hoppelt schon zu Weihnachten

musical_2.jpg

Taucha. Der kleine Osterhase hat ein Problem: Weil er zum Fest der bunten Eier immer der Letzte ist, der selbige noch bemalt, wird er von seinen Kollegen mit den langen Löffeln ständig gehänselt. Um diesem Ungemach künftig aus dem Weg zu gehen, beginnt Meister Lampe nun schon eher – und stolpert mit seinen Ostervorbereitungen mitten ins Weihnachtsfest, von dem er überhaupt keine Ahnung hat. Und erlebt dabei so manche Überraschung.

Diese Geschichte bekamen die Schüler der Regenbogengrundschule am letzten Schultag des noch laufenden Jahres erzählt. Die Teilnehmer der Singe-AG um Lehrerin Gabi Bölsche führten die Abenteuer des „Weihnachtshasen“ als Musical auf.

musical_1.jpg So erlebten die Schüler und Lehrer in zwei Vorstellungen den Hasen, gespielt und gesungen von Viertklässlerin Swenja Heider. „Nächstes Jahr bin ich Erster“, schwor er sich, als er eine Woche vor Weihnachten mit dem Bemalen der Eier begann. Ein Holzfäller, Kinder und Frauen erzählten dem unwissenden Osterhasen vom Fest der Liebe und Geschenke, das Besinnlichkeit bringen sollte. Doch so richtig ruhig wurde es nicht. Stattdessen stritten die Menschen und hatten Stress. Und wieder wusste der Hase nicht, was Weihnachten ist. Doch am Ende wurde alles gut und alle sangen gemeinsam das Lied „Dann ruht die Welt“, das von „viel Zeit für deine Träume, ganz viel Zeit für Spiel und Spaß“ erzählte.

Ein tosender Applaus der Schüler war den 21 Nachwuchsschauspielern anschließend sicher. Auch Bärbel Küster, Erzieherin vom Hort „Tauchsches Spielhaus“, der in der Schule untergebracht ist, war begeistert. „Ich bin extra früher gekommen, weil ich das unbedingt erleben wollte. Ein schönes, modernes Märchen“, sagte sie. Nur sieben gemeinsame Proben hatten die kleinen Musical-Stars. „Mit dem Ergebnis bin ich aber äußerst zufrieden“, lobte auch Gabi Bölsche, die ihre Schützlinge danach in die Weihnachtsferien entließ.

Erschien am 28. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Filed under: Lokales
  • Überstanden

    Was mir dieses Jahr verstärkt auffällt: Jeder, den ich spreche oder per Mail, ICQ, whatever kontaktiere, fragt, ob ich die Feiertage gut überstanden hätte. Grad so, als spräche das Gegenüber nicht von Weihnachten, sondern von einer schweren Prüfung, irgendwelchen Strapazen oder einer Naturkatastrophe. Aber danke der Nachfrage. Ja, war schön und kalorienreich. Und wir konnten endlich mal wieder ausschlafen und uns Mittags an den gedeckten Tisch setzen. :)

    Werbung als Information und Geld auf der Straße

    haken.jpg

    Meine Aversion gegen öffentlich-rechtliche Sender, die Geld fremder Leute verprassen und trotzdem Werbung ausstrahlen dürfen, verstärkt sich gerade. Grund: Der MDR und seine selbst ernannten “Ostperten“. Die meinen, im Osten würde das Geld auf der Straße liegen und die Werbeindustrie müsse es nur aufheben. Von Milliarden im Autobereich ist da die Rede, ebenso im Kosmetik- und Drogeriemarkt. Anpacken müsse man es. Mit einem Werbeetat von “sagen wir mal 250.000 Euro”, wie es Nils N. von Haken, Geschäftsführer der MDR-Werbung, sagt.

    Werbeaussagen und ein klarer Fokus auf Umsatz, wie man es vom ö-r am Wenigsten erwartet. Wie schreibt einer bei radioforen.de so schön:

    Wenn es je eine Gerichtsverhandlung geben sollte, die das Ziel der Abschaffung der öffentich-rechtlichen Rundfunkanstalten hat, der oben verlinkte Clip dürfte als Beweismittel der Anklage genügen.

    via radioforen

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  • Filed under: Mediales, Schlimmes
  • Emanzipation beim Autokauf

    Also so langsam könnten die Frauen dann mal aufhören mit ihrer Emanzipation. Wahlrecht, Recht auf Bildung und Arbeit müssten doch eigentlich reichen. Aber nein, jetzt emanzipiert sich das ehemals schwache Geschlecht auch noch beim Autokauf. Sagt eine Studie von ARAL.

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  • Filed under: Motorisiertes
  • Ein Nadelbaum, der laubt

    nadelbaum_laubt.jpgParadox: Beim Aufstellen der Nordmanntanne hier rieselten grad Blätter runter. Nein, keine Nadeln, sondern vertrocknetes Laub. Muss wohl im Mischwald gestanden haben. Nächstes Jahr holen wir dann gleich Birke. Oder Ahorn.

    Aufgespiesst: Bratwurst und Besinnlichkeit

    Neulich, bei der allabendlichen Gutenachtgeschichte für meine Tochter, musste ich schmunzeln. In dem Buch, aus dem ich las, ging es um Weihnachten und darum, dass böse Nussknacker alle Rentiere in Salami verwandelt hätten. Lecker, dachte ich so bei mir. Und wünschte mir gleichzeitig, man könnte die ganze ach so besinnliche Adventszeit in irgendetwas verwandeln. In einen Badeurlaub. In viel freie Zeit. Oder in Ostern. Wie bitte? Unromantischer, unsensibler Weihnachtsmuffel, sagen Sie? Richtig. Und wissen Sie was – ich stehe dazu. Weil ich es kann. Und weil ich es leid bin. Na ist doch wahr. Weihnachtsfeiern hier, Theater- und Musikschulauftritte da, Geschenke- und Lebensmitteleinkäufe dort. Zusätzlich zum Alltagsstress. Das nennt sich dann Besinnlichkeit.

    Überhaupt, Einkäufe: Ist Ihnen auch aufgefallen, dass die Preise im Supermarkt gerade jetzt exorbitant in die Höhe schnellen, und zwar umgekehrt proportional zu den noch verbleibenden Tagen bis Heiligabend? Natürlich ist das so. Ich glaube, das ist Absicht. Um es denen heimzuzahlen, die nicht schon im September ihren Stollen, die Lebkuchen und den Fress-, pardon, Naschbeutel für die Kinder besorgt haben. Solchen Muffeln wie mir, die zu Weihnachten und in der wenigen Zeit davor eigentlich Ruhe suchen. Und keine Menschenmassen an Marktständen, die Bratwürste am laufenden halben Meter kaufen. Mit Reisebussen fallen die über uns her. Wegen einer 50-Zentimeter-Wurst! Mitten in Deutschland! Da stapeln sie sich dann reihenweise und reiben ihre dicken Bäuche an denen, die eigentlich nur wegen des Geschenkekaufs zwischen all den Verrückten unterwegs sind.

    Ich habe mit Weihnachten für dieses Jahr bereits abgeschlossen. Der Baum steht im Keller, um das Schmücken kümmern sich Frau und Kind. Die haben ein Händchen dafür. Die Geschenke sind geholt und eingepackt. Der Rest ist Routine. Bescherung, freuen, auspacken, Gäste bewirten, darauf warten, dass die Gäste gehen. Und dann: hoffentlich Ruhe. Denn sind wir doch ehrlich: So richtig gemütlich wird’s erst, wenn die ganze „Besinnlichkeit“ vorbei ist. Wenigstens ein paar Wochen, bis die Schokohasen schmunzelnd in den Regalen stehen. Und uns abermals ein schlechtes Gewissen einreden, viel zu spät dran zu sein mit den Geschenken.

    So, jetzt muss ich aber los. Salami kaufen.

    Erschien am 22. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung (Delitzsch/Eilenburg)

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  • Filed under: Lokales, Lustiges
  • Eisige Kunst

    eisblumen.jpg

    Wie Lametta hängt gefrorener Nebel auch an den Zweigen im Tauchaer Wäldchen „Hölle“. Mit scharfen Spitzen scheinen die zarten Eisblumen zu warnen: „Berühr‘ mich nicht, sonst stech’ ich dich!“ Doch bei der kleinsten Berührung zerbrechen die fragilen Kunstwerke und fallen wie Schnee auf den gefrorenen Boden. Ein Vorbote der richtig großen, weißen Pracht? Glaubt man den Meteorologen, besteht zumindest am Heiligabend die Chance auf etwas Schnee.

    Erschien am 22. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung

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  • Filed under: Lokales
  • Neue Organisation gegründet

    Auf XING hat sich eine neue Organisation gegründet. Sie heißt “Frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Jahr 2008” (nur für Mitglieder sichtbar). Coole Idee eigentlich, denn durch das neue Feature “Neues aus meinem Netzwerk” wird diese Änderung jedem angezeigt, der auf der Kontaktliste des jeweiligen Mitglieds steht. Das spart Mails, die vorgeben, personalisiert zu sein, aber am Ende doch den gleichen Inhalt haben. Dem Trend folgend habe ich mich dieser “Organisation” eben mal angeschlossen. Zum Karten, Briefe, Mails schreiben bin ich diesmal nämlich leider nicht gekommen. Was mich wurmt, aber nicht zu ändern ist. Wer sich angesprochen fühlen möchte, dem wünsche ich natürlich auch gern hier alles Liebe, eine schöne Weihnachtszeit und etwas Ruhe und Möglichkeiten, mal Abzuschalten.

    Kulturszene wünscht sich Beteiligung der Politik

    Taucha. Hans-Jürgen Rüstau zeigt sich zufrieden. Der Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins Taucha (Kukuta) zieht ein positives Fazit für die Arbeit in diesem Jahr.

    „Wir hatten einige sehr schöne Veranstaltungen und haben damit einiges bewegen können“, sagt er. Herausragende Ereignisse waren seiner Meinung nach das Kreativ-Kinderfest in der Grundschule am Park im Januar. Auch die Lesungen während der Leipziger Buchmesse, die der Verein unter dem Namen „Leipzig liest in Taucha“ veranstaltete, wären eine Bereicherung für das Kulturleben der Stadt gewesen. „Die Veranstaltungen waren zum Teil sehr emotional“, so Rüstau. Ebenso bezeichnet er den Literaturwettbewerb, die „KulTour“ und die Konzerte während des Tauch-schen als Erfolge. Die aber nicht planbar sind, wie der Kukuta-Chef sagt: „Das Tauchaer Publikum ist sehr unkontinuierlich. Was einmal gut klappte, kann schon morgen in die Hose gehen.“
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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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