von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
21. 12. 2007 12:24
Nein, das ist kein Podcast, was die Stadt Leipzig da auf ihrer Website anbietet. Da kann Newsropa als Dienstleister zwar mit einem – wie ich finde – gelungenen Video punkten. Aber ein Podcasts wirds nunmal nicht gleich, nur weil bewegte Bilder im Netz flimmern. Für die Heldenstadt hab ich’s einfach mal frech entführt, mit Hinweis an die Stadt, versteht sich. )
Vielleicht klappt’s ja beim nächsten Mal mit einem embedded Player, Permalinks, RSS und dem ganzen Zeuch.
20. 12. 2007 14:01
Liebe GDL,
bitte nehmt es mir nicht übel, aber ihr habt einen Knall für mich. Ihr selbst habt die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn abgebrochen. Und jetzt wollt ihr am 7. Januar wieder streiken? Weil die Tarifverhandlungen angeblich nicht so liefen, wie Ihr Euch das vorgestellt habt? Statt sich am gemeinsamen Tisch nun endlich weiter zu verständigen, nehmt ihr Eure Förmchen aus dem Sand und spielt beleidigte Leberwurst? Das ist unglaubwürdig. Ernst nimmt Euch schon lange keiner mehr.
19. 12. 2007 21:17
Taucha. Katharina und Natascha Wiegräbe hatten es sich so schön vorgestellt: Eine Adventsrallye sollte die Tauchaer wieder in die Innenstadt und damit in die Geschäfte locken. In 24 Geschäften gilt es, verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Als Dank dafür gibt es einen Stempel auf eine Teilnahmekarte. Eben jene Teilnahmekarten würden auch mitgenommen, sagt Anke Kauffmann, Inhaberin der Buchhandlung Leselaune. Der Rücklauf an abgestempelten Exemplaren lasse aber auf sich warten. „Es kommen immer mal Kinder vorbei, ausgefüllte Karten habe ich aber noch nicht“, sagt sie. Immerhin: Vier selbst gebastelte Weihnachtskarten hängen bereits in ihrem Geschäft. „Das ist die Aufgabe, die es zu bewältigen gilt, wenn man einen Stempel von uns will“, sagt sie und hofft: Vielleicht passiert ja in dieser Woche noch etwas.
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19. 12. 2007 21:10
Einige der wenigen wirklich brisanten Themen während meiner Vertretung für den Redaktionsleiter der Tauchaer LVZ poste ich hier. Hier als Nachtrag die beschlossenen Steuererhöhungen. Erschien am 15. Dezember 2007 in der Leipziger Volkszeitung.
Taucha. Zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr kam der Stadtrat am Donnerstag zusammen. Traditionell klingelte Bürgermeister Holger Schirmbeck (SPD) mit einem gläsernen Glöckchen und spendierte den 21 anwesenden Stadträten Kaffee und Stolle. Ein gemütliches Kränzchen war diese Sitzung aber nicht, mit dem Haushaltsplan 2008 stand ein brisantes Werk zur Abstimmung.
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17. 12. 2007 21:56
Jaja, wenn man sich die Ruhe hier im Blog anschaut, könnte man denken, ich sei bereits im Winterurlaub in Australien und würde mit den Koalas um die Wette kauen. Nein, bin ich nicht. Sondern in Taucha. Ja, da bin ich immer. Aber seit vergangener Woche halt hier in Taucha in der LVZ-Redaktion. Vertretung schieben für den urlaubenden Redakteur. Da kommt man so ziemlich zu nix mehr. Wird aber spätestens Mitte der Woche wieder besser. Also: tapfer durchhalten. Ich muss es ja auch.
17. 12. 2007 21:40
Montagnachmittag. Leipzig, Innenstadt. LVB-Tower. Frohen Mutes betrat ich die als “Mobilitätszentrum” benannte Service-Oase der Leipziger Verkehrsbetriebe. Stolz war ich, dass ich doch diese Pressemitteilung in der Redaktion abgefangen hatte, auf der das Unternehmen frohlockte, nun auch Zugtickets verkaufen zu können. Von Leipzig nach Oberwiesenthal soll meine Reise gehen, mit Sack und Pack Familie bitteschön. Sagte ich der serviceorientierten Dame in hellgelber Bluse, blauem Sakko und übergeworfener blauer Strickjacke. Natürlich sei das kein Problem, lächelte sie zurück. Da müsse sie nur mal die Tickets holen. Sprach’s, verschwand hinter einer Tür, die sich langsam genug schloss, dass noch zu sehen war, dass die Dame offenbar in den Keller hinabstieg. So, als hätte ich gerade nicht “Fichtelbergexpress” sondern “Kartoffeln, zwei Zentner bitte!” gesagt.
Weiterlesen… (bei heldenstadt.de)
11. 12. 2007 19:29

Die Frühgeborenen-Intensivstation der Leipziger Uniklinik. In zwei Brutkästen, so genannten Inkubatoren liegen kleine, zarte menschliche Wesen. Kaum 2000 Gramm schwer. Das Zimmer ist abgedunkelt, nur zwei kleine Lämpchen weisen den Kinderkrankenschwestern den Weg. Wer die Station zum ersten Mal besucht, bleibt wie angewurzelt an der Tür stehen. Zu groß die Sorge, man könnte mit seiner Anwesenheit für Unruhe sorgen. Zu groß der Respekt vor der Arbeit, die hier verrichtet wird.
Eine, die ihren täglichen Dienst dort absolviert, ist Christin Henri. Die 23-jährige Leipzigerin beendete im August ihre Ausbildung zur Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin. „Früher hieß das Kinderkrankenschwester, aber das Berufsbild und die Aufgaben haben sich gewandelt, daher der neue Name“, erklärt Christin. Zum erweiterten Aufgabenspektrum gehört vor allem die Gesundheitsvorsorge und die Beratung. So ist auch in der Ausbildung vieles anders geworden. „Es gibt keine Unterrichtsfächer mehr, sondern Themenbereiche, die übergreifend behandelt werden“, erklärt die junge Mitarbeiterin. Neben den medizinischen und pflegerischen Dingen werden nun auch Kommunikation, Elternberatung und Entlassungsmanagement gelehrt. Weitere Fachbereiche, die Christin in der Medizinischen Berufsfachschule der Universität vermittelt bekam, sind beispielsweise Anatomie, Physiologie, Arztunterricht, Krankenbeobachtung und Mikrobiologie. Dazu kam der praxisnahe Unterricht, der sich mit der Theorie in etwa die Waage hielt. „Da haben wir an Puppen geübt. Waschen, Sonden legen, Blutentnahmen, Magenspülungen und Einläufe vorgenommen“, sagt sie.
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08. 12. 2007 11:56
Heute um 20 Uhr sollen bundesweit in “Deutschlands größter Umweltaktion des Jahres” für fünf Minuten die Lichter ausgehen. Die Aktion wird gemeinsam durchgeführt von BILD, BUND, Greenpeace und WWF und unterstützt von Google (etwa durch GoogleAds) und ProSieben (mit Spots und einer Galileo-Spezialsendung). Zu letzterem Partner scheint das Blatt allerdings ein merkwürdiges Verhältnis zu haben. Denn während viele das Licht ausschalten und dabei eigentlich ProSieben schauen sollen, rät Bild heute in einem Kasten “10 Dinge, die Sie im Dunkeln tun können”:
5. Auch den Fernseher ausknipsen – hören Sie die Stille?
Nun, vielleicht auch besser so…
Google hat heute übrigens auch das Licht ausgeschalten – die Website ist schwarz wie die heutige Titelseite der Bild. Ist sicher gut für`s Klima, wenn dermaßen viel schwarz in die Zeitung gekippt wird…
08. 12. 2007 09:00
Einem ungewöhnlichen Vortrag lauschten jetzt die Mitglieder der CKV Business Group im Da Capo. Der Verbund von Händlern für Kassensysteme feierte sein 30-jähriges Bestehen im Plagwitzer Oldtimermuseum. Die betreuende Leipziger Agentur Heimrich & Hannot hatte einen Experten vom Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft eingeladen. Was die 100 Gäste dann von Thomas Fraps zu hören bekamen, war ein staubtrockener Vortrag zum Kassenwesen. Der Doktor zeigte vollgepackte Diagramme, verwendete wirre Fachbegriffe und war kurz davor, seine Zuhörer einzuschläfern.
Eine Wendung bekam seine Rede allerdings, als das Mikrofon aussetzte und Funken schlug. Plötzlich wandelte sich Fraps’ Vortrag zur Zaubershow mit komödiantischen Einlagen. Und schnell war klar: Der angebliche Doktor ist keiner. In Wirklichkeit tourt Fraps als falscher Experte mit seinem Zauberprogramm durch Deutschland und unterhält sein Publikum auf stets die gleiche Weise. „Ich zaubere seit meinem 16. Lebensjahr und wollte schon immer etwas anderes machen als diese bloße Abfolge von Tricks, die jeder schon kennt“, so der 40-Jährige. Völlig unbeleckt im Bereich der Technik ist er aber nicht – immerhin hat Fraps ein Diplom in Physik vorzuweisen. „Ich weiß halt gern, welche Gesetze ich da jeden Abend auf der Bühne außer Kraft setze.“
Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 08. Dezember 2007.
07. 12. 2007 23:12

Eigentlich lernt Doreen Berkner aus Pähnitz derzeit Medienassistentin. Bis 21. Dezember ist sie allerdings freigestellt, denn die 21-Jährige hat einen Job beim Fernsehen. Für das MDR-Magazin „hier ab vier“ arbeitet die hübsche Blondine als Weihnachtsfee. „Man konnte sich dafür bewerben und ich kam unter die besten drei“, erzählt Doreen. Das Publikum durfte dann abstimmen und wählte die junge Frau aus. So ist sie seit Anfang Dezember die gute Seele im Studio. „Ich präsentiere Geschenke, plaudere mit den Moderatoren und verbreite Weihnachtsstimmung“, sagt sie. Letzteres dürfte nicht schwer fallen, hat Doreen doch extra ein schickes Kostüm bekommen. Knallrot, mit weißer Mütze und weißen Stiefeln zeigt sie sich den Zuschauern. Augen hat die Weihnachtsfee aber nur für ihren Freund Sven. „Ich glaube schon, dass ihm das gefällt“, lächelt sie. Spätestens nach Weihnachten muss sich Doreen aber wieder hinter ihren Schulbüchern verstecken. „Die Prüfungen stehen bevor – und ich muss ja auch den Stoff aufholen, den ich verpasst hab. Die Erfahrung, mal vor der Kamera zu stehen und den Redaktionsablauf zu erleben, wollte ich mir aber nicht entgehen lassen.“
Erschien am 07. Dezember 2007 in der Osterländer Volkszeitung (Altenburg) und am 19.12. (finally!!) in der Leipziger Volkszeitung.