von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
31. 01. 2008 19:43

Wie soll das nur weitergehen mit uns? Dauernd bist du down. Wie soll ich mich denn nun mitteilen? Ich kann doch nicht in das Blog schreiben, dass ich grad Fischstäbchen und Pommes bereite. Das geht doch nicht. In Twitter vielleicht. Aber doch nicht im Blog. Naja, vielleicht bist Du ja bald wieder da. Ich drück mal ganz fest die Flügel, ääh Daumen.
31. 01. 2008 09:04

Das war mir neu, dass Kontoauszugsmappen (was für ein Wort) eine Seele haben. Haben sie aber offenbar, wenn die Dinger “gern zur Verfügung” stehen, wie bei uns in Taucha.
Übrigens scheinen diese Kontoterminals tierisch zu strahlen. Habe ich bemerkt, als ich das Handy zückte, um dieses Foto zu machen. Das gab auch in zwei Metern Entfernung noch schlimme Interferenzen in Form von Streifen, so als ob ich direkt den Monitor fotografieren würde.
30. 01. 2008 18:13
Ich fasses nicht, die Eiermaler aus dem Kaufland haben schon Ostern ausgerufen. Ende Januar. Der Wahnsinn. Also: Wem nach Küken, Schokoeiern und Hasen ist, der möge bitte zugreifen. Wir hatten ja lange keine Hohlkörper. Steht ja nur eine riesengroße Dose mit Schokomännern in der Küche. Und wird von Kind, Mama und mir eher mit Verachtung denn mit Wollust angeschaut.
Aber vielleicht sind wir auch zu intellektuell. Denn seit der neuesten “Verzehrstudie” wissen wir: Wer dick ist, hat nüscht in der Birne. Und andersherum.
Und wer im Januar sein Geschäft mit Osterkram befüllt, fällt sowieso aus der Wertung raus. Dem ist eh nicht mehr zu helfen.
28. 01. 2008 10:04
Warum veranstalten Radiosender Gewinnspiele? Um die Hörer an sich zu binden? Richtig. Um bei der Verkündung der nächsten Zahlen zur Mediaanalyse gut dazustehen? Auch richtig. Dazu kommt – und dieser Fakt wird oft bestritten – auch der finanzielle Anreiz. Denn mit Mehrwertdiensten wie 01379-Nummern lässt sich ordentlich verdienen.
50 Cent kostet den Hörer so ein Anruf, der oft im Nirvana endet, weil die Chance, bis zum Moderator durchzukommen, beispielsweise bei Radio PSR, äußerst gering ist. (Vergleiche aktuelle Teilnahmebedingungen unter Absatz 4 “Mechanik“). Meine Quellen gehen davon aus, dass pro Anruf etwa 22 bis 25 Cent bei PSR hängen bleiben. Die gern genommene Ausrede, dass der Mehrwertdienst nur gewählt wurde, um die Anrufer besser sortieren und bewerkstelligen zu können, zählt also nicht.
Dass der zu erwirtschaftende Umsatz durchaus eine Rolle spielt, lässt sich am Beispiel des Dienstleisters RBC ablesen. Dieser organisiert für Radiosender solche sogenannten Callmedia-Gewinnspiele. Auch für PSR, wie mir Sprecher Nico Nickel bestätigte. Schaut man sich deren Referenzbeschreibungen an, wird schnell klar, dass die Generierung von Erlösen aus solchen Anrufspielen durchaus eine feste Größe und Aufgabe des Dienstleisters ist. Auch die Einrichtung eines SMS-Services zählt logischerweise dazu. Dieser wird als schöner Service vom Hörer gern angenommen. Und der Sender freut sich über Zusatzeinnahmen. Wie hoch diese wirklich sind, verraten die Stationen natürlich nicht. Insider gehen aber davon aus, dass beispielsweise PSR mit ihrem Geldscheinspiel locker die Summe von 1 Million Euro erspielt hat.
Das alles ist nicht neu, egal ob im Radio oder im TV. Allerdings sollte man die Mechanik der Spiele verinnerlicht haben und bereit sein, Geld zu verlieren, bevor man sich zum Anruf entschließt. Während man bei Radio PSR wenigstens noch über das Auswahlverfahren aufgeklärt wird, haben Hörer von Energy Sachsen keine Chance, zu erfahren, dass auch ihnen auf diese Weise Geld abgenommen wird. Zwar wird auf der Website und On Air ständig auf die Kosten hingewiesen. Dass man dann aber im Sieb des Zufallsgenerators hängen bleiben kann, weil die Mechanik “ähnlich” der bei PSR ist (Zitat Nico Nickel), davon ist keine Rede. Teilnahmebedingungen gibt’s bei Energy gleich mal gar nicht. Bei einer jungen Zielgruppe, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, besonders bedenklich.
Es wird also viel Geld verdient dieser Tage im Radiozentrum Leipzig, das sich unter anderem PSR, R.SA und Energy freundschaftlich bzw. in gesellschaftlerischer Abhängigkeit teilen. Das Wort “Mediengruppe” ist seit November 2007 aus dem PSR-Wortschatz gestrichen, die entsprechende Website darum auch down. Kommuniziert wird nur noch das Radiozentrum, das alle in den oberen Etagen der Marktgalerie tätigen Mitarbeiter meint.
28. 01. 2008 08:37

Der Lego-Baustein wird 50 Jahre. Google feiert das mit einem schicken Logo, die Zeitungen mit Rückblicken und unsere Familie mit … äähmmm… dem Einfamilienhaus von Playmobil, das bei Töchterchen im Zimmer steht. Hüstel. Nein, aber ich freu mich ja mit. Auch wenn ich als gelernter DDR-Bürger ja eher mit PEBE gespielt habe. Das ging mindestens genauso gut. Abends, wenn man eigentlich schlafen sollte. Da hat man mal schnell noch eine Stadt vor dem Bett aufgebaut. Hachja…
25. 01. 2008 12:01
Taucha. Zu ihrer Jahreshauptversammlung kam diese Woche die Regionalgruppe Partheland des Naturschutzbundes (Nabu) Sachsen zusammen. Als Arbeitssitzung hatte Vorsitzender Christoph Knappe das Treffen geplant: „Wir wollen uns hier weniger auf die Schulter klopfen, sondern viel mehr einen Rückblick auf 2007 halten und uns kritisch mit dem Erreichten auseinandersetzen“, sagte er.
Fünf Jahre alt wird die Gruppe in diesem Jahr. „Wir sind also im Vorschulalter, von uns kann man einiges erwarten und die Ansprüche derjenigen steigen, die mit uns zu tun haben“, meinte Knappe. Gewachsen, ähnlich wie ein Vorschulkind, ist die Regionalgruppe Partheland im vergangenen Jahr durchaus. „Wir konnten unsere Mitgliederzahl verdoppeln – von 100 auf 200“, berichtete der Vorsitzende. Viele Mitglieder würden die Aktionen wohlwollend begleiten, wenn auch nicht immer alle anwesend seien. So seien die Reaktionen auf den aktiven Naturschutz durchweg positiv. „Es wird uns anerkannt, dass wir nicht nur reden, sondern auch tätig werden“, resümierte Knappe.
(more…)23. 01. 2008 16:37
Entgegen jetzt anderer aufkommender Gründe habe ich mich schon vor längerer Zeit gegen Nokia entschieden. Die machen einfach nur noch schlimme Handys. Entweder viel zu teuer, viel zu hässlich oder einfach zu unpraktisch in der Bedienung. Ob der Mist dann nun in Bochum oder Rumänien produziert wird, ist eigentlich egal. Und statt sich in einem Arbeitskampf und Demos hochzuschaukeln, sollten die Angestellten dort lieber ihre Wut und die daraus resultierende Kraft nutzen, sich nach einer neuen Arbeit umzuschauen. Die Werksschließung verhindern werden sie nicht können. Das ging vielleicht bei Opel damals, Nokia hat sich längst entschieden.
Meine Meinung.
23. 01. 2008 07:57
Seit knapp zwei Monaten ist das Gohglmohsch wieder geöffnet. Einer, den dies besonders freut, ist Schauspieler und Kabarettist Dieter Bellmann. „Ich finde es sehr schön, dass Meigl Hoffmann versucht, das Gohglmohsch wieder bekannt und erfolgreich zu machen, noch dazu an so einer wunderbaren Lage wie der Marktgalerie“, sagt der Professor Simoni aus der Serie „In aller Freundschaft“ (IAF). Bellmann und Hoffmann kennen sich seit langer Zeit. „Meigl ist ein wesentlicher Bestandteil der Szene“, so Bellmann. Darum ist es ihm „eine Freude“, auch auf der Bühne des Kleinkunsthauses aufzutreten. Am Freitag werden er und seine Frau Astrid Höschel-Bellmann Erzählungen, Lieder und Gedichte aus dem Leben Erich Kästners zum Besten geben. Während Bellmann seit einigen Tagen wieder für IAF vor der Kamera steht, ist seine Frau ebenfalls im Fernsehen zu erleben. „Ich bin jeden Donnerstag Teil der Sendung „MDR um 12“ und empfehle Rezepte aus der regionalen Küche. Dabei erzähle ich auch etwas über den Herkunftsort der Spezialität. Das macht mir viel Spaß, weil man nebenbei interessante Dinge erfährt.“
Erschien am 22. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
20. 01. 2008 11:41
Sehr geil, diese Studie. Nur wenige Kunden sind mit Windows Vista “sehr zufrieden” – etwa 13 Prozent der Befragten. Dafür sind mehr als die Hälfte mit Windows XP nach wie vor “sehr zufrieden”. Und: Mit über 80 Prozent “sehr zufriedener” Kunden hängt OSX Leopard von Apple die Betriebssysteme aus Redmond glasklar ab.
Dieser Blog-Eintrag wurde auf einem Mac geschrieben.
17. 01. 2008 12:15
Taucha. Mauz und Rasputin liegen scheu in ihren Käfigen. Eng an zwei Kissen gekuschelt. Stumm und verängstigt. Kein Wunder, die Umgebung im Tauchaer Tierheim ist neu für sie, bis vor kurzem wohnten sie noch bei einer jungen Familie. Bis zum Dienstag. Da klingelte es plötzlich an der Tür der Tierrettung. „Das ist ungewöhnlich, die meisten Leute kommen direkt rein“, so Klaus-Dieter Jacob, Mitarbeiter und Vereinsmitglied. Der Tierschützer schaute nach und entdeckte vor der Tür eine graue Transportkiste. Inhalt: zwei schwarz-weiße Hauskatzen. „Und ich hab zwei Leute wegrennen sehen, es war aber zu spät, um ihnen zu folgen“, sagt er.
Auf der Kiste lag ein Brief, der die Umstände des „Klingelputzens“ und der Abgabe der Tiere erklärt. Geschrieben offenbar von einer Frau, die erklärt, sie habe ein Baby bekommen, das allergisch auf Katzenhaare reagiere. Dazu stehen die Namen der Stubentiger, ihre Vorlieben und Fressgewohnheiten. „Und auch, dass die Katzen seit zwei Monaten Flöhe haben, was wir sofort bemerkten. Ich frage mich, warum da nicht schon eher etwas unternommen wurde“, ist Jacob erbost.
Auch die Art und Weise, wie die Tiere abgegeben wurden, regt ihn auf. „Natürlich ist die Abgabe bei uns mit Kosten verbunden, aber mit uns kann man doch über alles reden. In diesem Fall hier hätten die Besitzer pro Katze etwa 80 Euro zahlen müssen. Jetzt sitzen wir auf den Kosten für Flohbehandlung und Futter“, erklärt er. Aus diesem und auch aus tierschutzrechtlichen Gründen erwägt die Mobile Tierhilfe nun eine Anzeige gegen Unbekannt. Gegenstand: Aussetzen von Wirbeltieren. Da lasse der Verein auch nicht gelten, dass Mauz und Rasputin in einer Box direkt vor dem Tierheim abgegeben wurden. „Wenn sich das rumspricht, haben wir jede Woche so einen Fall, das geht einfach nicht“, meint Klaus-Dieter Jacob.
Mit den beiden Katzen erreicht das Tierheim wieder seine Kapazitätsgrenze. Deshalb sollen sie so schnell wie möglich vermittelt werden. Laut dem handschriftlichen Brief, der den Tieren beilag, handelt es sich um zwei dreieinhalb Jahre alte Geschwister-Weibchen, die nicht sterilisiert sind. Beide kämen laut Vorbesitzer mit Kindern und auch Hunden klar, sollten aber nur gemeinsam vermittelt werden. Interessenten melden sich telefonisch bei der Tierhilfe Taucha unter 03429848112 oder direkt in der Matthias-Erzberger-Straße 7.
Erschien am 17. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.