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	<title>Comments on: Feuerwehr plagen&#160;Nachwuchssorgen</title>
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	<description>von Daniel Große, freier Journalist Leipzig</description>
	<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 18:43:34 +0000</pubDate>
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		<title>By: Hans Kolpak</title>
		<link>http://www.danielgrosse.com/blog/2008/02/12/feuerwehr-plagen-nachwuchssorgen/#comment-27807</link>
		<dc:creator>Hans Kolpak</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 05:28:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Blick auf eine Feuerwehrseite in meinem Wohnort Viersen, Stadtteil Boisheim zeigt mir die "Pflichten" auf, die an eine Mitwirkung im L&#246;schzug gebunden sind. Dort steht in knallroter Schrift: "nur der Eintritt und der Austritt freiwillig!"

Ehrlich! Ich bin zwar 55 Jahre alt, aber hier mu&#223; ich auch erst einmal schlucken! Wie wirken die Aussagen auf 15- oder 25-J&#228;hrige, die zugegebenerma&#223;en NICHT durch den autorit&#228;ren Stil der F&#252;nfziger und Sechsziger Jahre gepr&#228;gt sind? Es hei&#223;t weiter unter anderem:

"- Weisungen von Vorgesetzten befolgen
- Vorbildliches und kameradschaftliches Verhalten " 

Ich habe bis 1980 zehn Jahre im Katastrophenschutz eines gro&#223;en Unternehmens gedient. Eine solche paramilit&#228;rische Ausdrucksweise ist mir dort nicht begegnet, ist mir aber wohl vertraut durch einen Arbeitskollegen, der eine f&#252;hrende Position in einer Freiwilligen Feuerwehr bekleidete.

Gut, das sind sehr subjektive Eindr&#252;cke, die ich hier schildere. Vielleicht findet jede Generation abh&#228;ngig vom Zeitgeist ihre eigene Sprache. Jedoch wu&#223;te ich schon als Jugendlicher zwischen einer straff organisierten Hierarchie und einer autorit&#228;r gef&#252;hrten Organisation zu unterscheiden.

Erschwerend kommt hinzu, da&#223; in Viersen nur Nachwuchs f&#252;r den L&#246;schzug gesucht wird. Keine Einladung existiert f&#252;r Jugendliche, Frauen und &#228;ltere M&#228;nner, sich an Aufgaben zu beteiligen, die abseits der &#220;bungen und Eins&#228;tze, der Pflege und Wartung liegen.

Warum? Sind die berufst&#228;tigen Familienv&#228;ter und Ehem&#228;nner nicht ausgelastet? Irgendwo scheint die Kommunikation in der &#214;ffentlichkeitsarbeit abgerissen zu sein. 

Ich w&#252;rde gerne ehrenamtlich mitwirken, aber diese Option existiert nicht. So kommt es, da&#223; motivierte B&#252;rger parallel zu &#252;berlasteten Feuerwehrleuten ihren Frust vor sich herschieben und nicht miteinander kommunizieren.

Ist das so gew&#252;nscht?

Hans Kolpak
publicFire.de</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Blick auf eine Feuerwehrseite in meinem Wohnort Viersen, Stadtteil Boisheim zeigt mir die &#8220;Pflichten&#8221; auf, die an eine Mitwirkung im L&#246;schzug gebunden sind. Dort steht in knallroter Schrift: &#8220;nur der Eintritt und der Austritt freiwillig!&#8221;</p>
<p>Ehrlich! Ich bin zwar 55 Jahre alt, aber hier mu&#223; ich auch erst einmal schlucken! Wie wirken die Aussagen auf 15- oder 25-J&#228;hrige, die zugegebenerma&#223;en <span class="caps">NICHT</span> durch den autorit&#228;ren Stil der F&#252;nfziger und Sechsziger Jahre gepr&#228;gt sind? Es hei&#223;t weiter unter anderem:</p>
<p>&#8220;- Weisungen von Vorgesetzten befolgen &#8211; Vorbildliches und kameradschaftliches Verhalten &#8221;</p>
<p>Ich habe bis 1980 zehn Jahre im Katastrophenschutz eines gro&#223;en Unternehmens gedient. Eine solche paramilit&#228;rische Ausdrucksweise ist mir dort nicht begegnet, ist mir aber wohl vertraut durch einen Arbeitskollegen, der eine f&#252;hrende Position in einer Freiwilligen Feuerwehr bekleidete.</p>
<p>Gut, das sind sehr subjektive Eindr&#252;cke, die ich hier schildere. Vielleicht findet jede Generation abh&#228;ngig vom Zeitgeist ihre eigene Sprache. Jedoch wu&#223;te ich schon als Jugendlicher zwischen einer straff organisierten Hierarchie und einer autorit&#228;r gef&#252;hrten Organisation zu unterscheiden.</p>
<p>Erschwerend kommt hinzu, da&#223; in Viersen nur Nachwuchs f&#252;r den L&#246;schzug gesucht wird. Keine Einladung existiert f&#252;r Jugendliche, Frauen und &#228;ltere M&#228;nner, sich an Aufgaben zu beteiligen, die abseits der &#220;bungen und Eins&#228;tze, der Pflege und Wartung liegen.</p>
<p>Warum? Sind die berufst&#228;tigen Familienv&#228;ter und Ehem&#228;nner nicht ausgelastet? Irgendwo scheint die Kommunikation in der &#214;ffentlichkeitsarbeit abgerissen zu sein.</p>
<p>Ich w&#252;rde gerne ehrenamtlich mitwirken, aber diese Option existiert nicht. So kommt es, da&#223; motivierte B&#252;rger parallel zu &#252;berlasteten Feuerwehrleuten ihren Frust vor sich herschieben und nicht miteinander kommunizieren.</p>
<p>Ist das so gew&#252;nscht?</p>
<p>Hans Kolpak<br />
publicFire.de</p>
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	<item>
		<title>By: Sascha</title>
		<link>http://www.danielgrosse.com/blog/2008/02/12/feuerwehr-plagen-nachwuchssorgen/#comment-27588</link>
		<dc:creator>Sascha</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 22:24:05 +0000</pubDate>
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		<description>Sch&#246;ner Bericht - f&#252;rwahr.
Jedoch frage ich mich ehrlich, wann die die Oberen mal auf den Trichter kommen und etwas dagegen tun!!
Mich regt es selbst auf, wenn ich solche Schlagzeilen wie die obige lese und dann von meinem Bruder seine Erfahrungen h&#246;ren muss.
In aller K&#252;rze: mein Bruder hat eine Behinderung, aber nicht in dem Ma&#223;e, dass er mit Zivi im Rollstuhl durch die Landschaft fahren muss. Heute habe ich erfahren, dass das THW ihn im wahrsten Sinne des Wortes aufgrund seiner Behinderung - und dadurch resultierend seinen Einsch&#228;nkungen im T&#228;tigkeitsfeld - rausgeschmissen haben. Der Ortsverband wollte ihn behalten, jedoch hat das die "Bosse" des h&#246;heren Verbands in keinster Weise interessiert. OK k&#246;nnte man sagen, es war das THW, also eine ganz andere Baustelle - jedoch trug sich diese Geschichte (in noch etwas schrofferer Weise) auch bei der lokalen Freiwilligen Feuerwehr zu. War jetzt im S&#252;dwesten der Republik und nicht im Osten, spielt aber meiner Meinung nach keine Rolle.
Die Frage die sich mir aufdr&#228;ngt: m&#252;ssen oder brauchen die gemeinn&#252;tzigen Organisationen wie hier beispielsweise Feuerwehr und THW ausschlie&#223;lich "Frontschweine", die alles k&#246;nnen und machen? Wenn ich so manchen Aktiven anschaue, m&#246;chte ich das bezweifeln. Wo bleibt die angeblich so gro&#223; geschriebene Kameradschaft - also sich in einer Gruppe einzugliedern und sich aktiv einzubringen - wenn das Hauptkriterium f&#252;r die Aufnahme die k&#246;rperliche Eignung zur "Universal-Waffe" im Vordergrund steht.
Am Beispiel meines Bruders muss ich sagen, dass er zwar einige T&#228;tigkeiten, wie z.B. Ger&#228;tetr&#228;ger o.&#228;., nicht &#252;bernehmen kann, jedoch ist er wirklich mit "Feuer und Flamme" dabei und immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Alle seine Einschr&#228;nkungen gleicht er mit seiner Motivation mehr als aus. Ich frage mal ehrlich: z&#228;hlt das denn nicht?

Dass auf die Eignung zum Dienst in solch einer Organisation geschaut werden muss ist klar und einleuchtend - aber himmelar***, wann gehen den Entscheidern endlich mal die Augen auf und sie schalten ihre Hirne ein und betrachten das "gro&#223;e Ganze".

Nachdenkliche Gr&#252;&#223;e
Sascha</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sch&#246;ner Bericht &#8211; f&#252;rwahr.<br />
Jedoch frage ich mich ehrlich, wann die die Oberen mal auf den Trichter kommen und etwas dagegen tun!!<br />
Mich regt es selbst auf, wenn ich solche Schlagzeilen wie die obige lese und dann von meinem Bruder seine Erfahrungen h&#246;ren muss.<br />
In aller K&#252;rze: mein Bruder hat eine Behinderung, aber nicht in dem Ma&#223;e, dass er mit Zivi im Rollstuhl durch die Landschaft fahren muss. Heute habe ich erfahren, dass das <span class="caps">THW</span> ihn im wahrsten Sinne des Wortes aufgrund seiner Behinderung &#8211; und dadurch resultierend seinen Einsch&#228;nkungen im T&#228;tigkeitsfeld &#8211; rausgeschmissen haben. Der Ortsverband wollte ihn behalten, jedoch hat das die &#8220;Bosse&#8221; des h&#246;heren Verbands in keinster Weise interessiert. OK k&#246;nnte man sagen, es war das <span class="caps">THW</span>, also eine ganz andere Baustelle &#8211; jedoch trug sich diese Geschichte (in noch etwas schrofferer Weise) auch bei der lokalen Freiwilligen Feuerwehr zu. War jetzt im S&#252;dwesten der Republik und nicht im Osten, spielt aber meiner Meinung nach keine Rolle.<br />
Die Frage die sich mir aufdr&#228;ngt: m&#252;ssen oder brauchen die gemeinn&#252;tzigen Organisationen wie hier beispielsweise Feuerwehr und <span class="caps">THW</span> ausschlie&#223;lich &#8220;Frontschweine&#8221;, die alles k&#246;nnen und machen? Wenn ich so manchen Aktiven anschaue, m&#246;chte ich das bezweifeln. Wo bleibt die angeblich so gro&#223; geschriebene Kameradschaft &#8211; also sich in einer Gruppe einzugliedern und sich aktiv einzubringen &#8211; wenn das Hauptkriterium f&#252;r die Aufnahme die k&#246;rperliche Eignung zur &#8220;Universal-Waffe&#8221; im Vordergrund steht.<br />
Am Beispiel meines Bruders muss ich sagen, dass er zwar einige T&#228;tigkeiten, wie z.B. Ger&#228;tetr&#228;ger o.&#228;., nicht &#252;bernehmen kann, jedoch ist er wirklich mit &#8220;Feuer und Flamme&#8221; dabei und immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Alle seine Einschr&#228;nkungen gleicht er mit seiner Motivation mehr als aus. Ich frage mal ehrlich: z&#228;hlt das denn nicht?</p>
<p>Dass auf die Eignung zum Dienst in solch einer Organisation geschaut werden muss ist klar und einleuchtend &#8211; aber himmelar***, wann gehen den Entscheidern endlich mal die Augen auf und sie schalten ihre Hirne ein und betrachten das &#8220;gro&#223;e Ganze&#8221;.</p>
<p>Nachdenkliche Gr&#252;&#223;e<br />
Sascha</p>
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