Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for February, 2008

Feuerwehr plagen Nachwuchssorgen

Taucha. Ehrenamtliche Tätigkeit ist mit Geld nicht aufzuwiegen. So die einhellige Meinung der anwesenden Ehrengäste bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Taucha und Merkwitz am vergangenen Sonnabend. Angelika Stoye, Dezernentin für Ordnung im Landratsamt Delitzsch, Tauchas Bürgermeister Holger Schirmbeck, Ordnungsamtsleiter Albrecht Walther, der erste Beigeordnete Michael König und Vertreter der Stadtratsfraktionen waren gekommen, um dem Jahresbericht von Tauchas Stadtwehrleiter Wolfgang Pauli zu lauschen.

Dieser hatte allerhand Statistik mitgebracht: Im Jahr 2007 rückten die Wehren zu 88 Einsätzen aus. Der Großteil davon waren technische Hilfseinsätze. Brände wurden 18 Mal bekämpft, sechsmal handelte es sich um Fehlalarme. Zusammengerechnet waren dabei 866 Kameraden tätig, die 1002 Stunden ihrer Freizeit opferten. „Nicht eingerechnet sind hier die Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten nach den Einsätzen sowie die ständigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten der Geräte und Fahrzeuge“, so Pauli. Nochmals 1700 Stunden wurden dafür aufgewendet.
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Markus Heinker zurück im Radio – als Höreranwalt

freddy_markus_01.jpg

Markus Heinker, ehemaliger Programmdirektor von Energy Sachsen, kehrt zurück ins Radio – zumindest für eine tägliche Rubrik auf seinem einstigen Sender. Der Entdecker von Friederike „Freddy“ Lippold ist mittlerweile Rechtsanwalt und hat seit 2007 eine eigene Kanzlei. „Was also würde besser passen, als die rechtlichen Dinge mit dem Radiomachen zu verbinden?“, so Heinker.

Seit dieser Woche ist er Höreranwalt bei Energy. „Recht haste“ heißt die Serie, die immer um 9.25 Uhr gesendet wird. Dort erklärt der Fachmann Rechtsirrtümer, erzählt von unglaublichen Gesetzen und gibt allgemeine Rechtstipps. „Thematisiert wird alles, was sich die Hörer wünschen“, sagt der 37-Jährige. So erklärt er beispielsweise, warum von kopiergeschützten CDs keine Privatkopien gefertigt werden dürfen, die Fahrtkosten zu einem Vorstellungsgespräch vom künftigen Arbeitgeber übernommen werden müssen oder der Supermarkt verpflichtet ist, pro Kunde 50 einzelne Münzen anzunehmen. „Wir wollen zeigen, dass Anwälte nicht immer die drögen Rechtsverdreher sind, sondern auch cool sein können“, so Lippold. Alltagsprobleme ohne Fachchinesisch zu erklären, ist das Ziel. „Uns erreichen immer öfter Fragen, bei denen wir einfach die Hilfe eines Experten benötigen“, so die 29-Jährige.

Lippold weiß, wovon sie spricht, denn Heinker half ihr kürzlich aus der Patsche. „Ich bin ein wenig zu schnell gefahren und sollte eigentlich den Führerschein abgeben. Markus hat’s aber hingebogen.“

Erschien am 9. Februar in der Leipziger Volkszeitung.

“Sind die Karten schon weg?”

Wirklich interessant, was man so zu hören bekommt, wenn man, wie ich heute in der LVZ-Redaktion, Bücher und DVDs verlost. Von “och, schade” bis “naja, man hat ja eh nie eine Chance” reichen da die eigenen Beileidsbekundungen der Anrufer, wenn sie hören, dass leider alles schon raus ist. Den Vogel aber schoss eine Frau ab, die fragte, ob die “Karten schon weg” seien. Karten? Was für Karten? Vielleicht sollte man vorher mal lesen, was da überhaupt verlost wird…

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  • Maskierter Mann überfällt Sparkasse Taucha

    ueberfall_taucha.jpgTaucha. Großeinsatz für die Polizei gestern Morgen an der Sparkasse Taucha an der Leipziger Straße. Noch vor Öffnung der Geschäftsstelle wurde diese von einem bislang Unbekannten überfallen. Laut Babette Faust, Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen ereignete sich der Überfall im Zeitraum zwischen 7.30 und 8.30 Uhr. Der Täter, der als 1,75 Meter lang, schlank und zwischen 25 und 30 Jahren alt beschrieben wird, habe sich demnach gewaltsam Zutritt zur Filiale verschafft. „Er brach eine Seitentür auf, die nicht alarmgesichert war. Als die Mitarbeiter die Sparkasse durch den Personaleingang betraten, wartete der Mann bereits“, so Faust.

    Der Räuber zwang die neun Angestellten danach verbal, sich ruhig zu verhalten. Aus einem Tresor entwendete er eine größere Summe Bargeld. Nach der Tat flüchtete der Täter in unbekannte Richtung. Verletzt wurde niemand, da der mit einer Stoffmaske Vermummte für den Überfall keine Waffe verwendete. Ob er trotzdem eine bei sich trug, ist ebenso ungeklärt wie die Tatsache, warum er sich rund eine Stunde in der Sparkasse aufhielt.

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  • Liebeserklärungen an das Tauchsche Bad

    taucha-bad.jpgTaucha. Der bislang schneelose Winter mit seinen zahlreichen sonnigen Abschnitten lässt viele Parthestädter bereits an den Sommer denken. Der sich in Taucha bekanntlich bestens im Parthebad verbringen lässt, das am 30. Juli vergangenen Jahres nach einer umfangreichen Sanierung wieder eröffnet wurde. Seit Ende 2007 erinnern ein Buch und eine DVD an die Anfänge des einst größten und schönsten Familienbades in der Nähe Leipzigs.

    So jedenfalls wurde das damalige Flussbad im Jahr 1927 genannt, das auf seiner 32000 Meter großen Fläche an Sommertagen mehr als 10000 Gäste anlockte. Vor allem aus Leipzig kamen diese, wie auf der DVD „Tauchaer Badgeschichte(n)“ zu erfahren ist. Sprecher Olaf Baden, dessen ruhige und einprägsame Stimme vor allem aus zahlreichen Fernsehreportagen bekannt ist, erzählt die Geschichte des Bades von seiner Eröffnung im Jahr 1881 bis zur Dornröschenzeit und der Neueröffnung. Autor Heinz Richter hat zahlreiche Details recherchiert und sie mit Kameramann Joachim Chüo wirkungsvoll in Szene gesetzt. Auch Tobias Künzel, Sänger der Popband „Die Prinzen“ kommt als Tauchaer Prominenter zu Wort, der unter anderem beteuert, „niemals ins Becken gepinkelt“ zu haben. Historische Filmaufnahmen aus der Glanzzeit in den 30er Jahren und ein Bonusfilm vom Umbau komplettieren die DVD, die eine informative und emotionale Liebeserklärung an das Parthebad ist.
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    Sparkasse Taucha überfallen

    So ‘ne Uffreeschung: Die Sparkasse in Taucha wurde heute gegen 8.45 Uhr überfallen. Nichts genaues weiß man noch nicht, wird dann aber spätestens morgen in der LVZ nachzulesen sein. Endlich mal ‘ne richtige Geschichte während meiner Vertretung hier. :-)

    Update: Die Kollegen von LVZ-Online hatten heute im Laufe des Tages die Geschichte aktualisiert. Etwas ausführlicher morgen in der gedruckten LVZ und hier im Blog.

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  • Die erste Mücke des Jahres

    Mir verschließt sich der Sinn von Seesmic noch ein wenig, aber das habe ich bei Twitter anfangs auch gesagt. Darum nehmt dieses Video hier nicht allzu ernst – es ist nur en Test. :-)

    Eingeladen wurde ich zu Seesmic von den Blogpiloten. Via Twitter. Danke nochmal.

    Ines Herrmann in Eishockey-Rüstung

    ines-eishockey.jpg“Kann man sich als Eishockey-Torwart überhaupt richtig bewegen?“, fragte Ines Herrmann, Redakteurin bei Radio Leipzig kürzlich ihre Kollegin Katja Pallokat. Die zuckte die Schultern, schwieg und organisierte hinter Herrmanns Rücken ein Probetraining für ihre Freundin. Gestern war es für die 29-Jährige soweit. Bei den Blue Lions stieg sie auf das Eis – und vorher in die Torhüterkluft. „Ich muss dich aber warnen, die Sachen riechen ein wenig“, so Torhüter Varian Kirst, als er sie zur Kabine begleitete. Dort drin, in der Höhle der Blue Lions, kam die Radiofrau dann bereits mit dem ganz eigenen Geruch der Spieler in Kontakt. „Ja, interessant“, rümpfte sie die Nase, blieb aber tapfer und ließ sich beim Anlegen der Rüstung helfen. Mit der Hose sah die zierliche Dame ein wenig aus wie Obelix. Als dann Brustpanzer, Beinschienen und Handschuhe angezogen waren, wirkte sie endgültig wie eine Mischung aus Michelin-Männchen und Samson. Auf dem Eis stellte sich Herrmann dann aber richtig gut an. Kirst: „Fürs erste Mal gar nicht schlecht.“ Nach einer kurzen Einführungsrunde und Puk-Schießen aufs Tor reichte es ihr aber. Herrmann: „Ich muss jetzt dringend duschen.“

    Erschien am 5. Februar 2007 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Lehrer und Schüler bis ins Rentenalter verbunden

    klassentreffen.jpgKlassentreffen finden in Leipzig fast in jeder Woche statt. Und jedes ist auf seine Weise besonders. Trotzdem kann man von dem heutigen Treffen behaupten, dass es ungewöhnlich ist. Denn wenn heute Schüler und Lehrer der ehemaligen 48. Grundschule zusammenkommen, muss man etwas genauer hinschauen, um zu erkennen, wer damals die Schulbank drückte und wer an der Tafel stand. Der Grund: Schüler und Lehrer trennen gerade mal zehn Jahre. Und noch eine Besonderheit gibt es: In diesem Jahr werden alle Abgänger des Jahres 1952 der damaligen Klasse 8b runde 70 Jahre alt. Und die Lehrer entsprechend 80.

    „Ist das nicht Wahnsinn, dass die ihre alten Lehrer immer noch sehen wollen?“, freut sich Ruth Wolff beim Fototermin. Die ehemalige Russischlehrerin, die damals noch Pötzsch hieß, ist überwältigt vom Organisationstalent und dem Drang nach Aufarbeitung der Schulzeit ihrer einstigen Schützlinge. „Wir sind doch eigentlich alte Knacker!“, lacht sie und erntet prompt ein „Das stimmt, aber wir doch auch!“ von Siegfried Walther. Er gehört zum fünfköpfigen Organisationsteam des Klassentreffens. Seit 2002, anlässlich der 50-jährigen Schulentlassung, kommen Lehrer und Schüler regelmäßig zusammen, um in Erinnerungen zu schwelgen.
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  • Filed under: Kulturelles, Lokales
  • Domainumzug! Aber bitte schnell!

    Ich soll im Kundenauftrag eine Domain von 1&1 zu einem anderen Provider umziehen. Das Problem: Es existiert offenbar nur noch ein FTP-Login. Eine Kundennummer oder in Passwort für das Control-Center bei 1&1 sind dem Kunden nicht bekannt. Nungut, dann geh ich eben auf die Website von 1&1 und ziehe mir das entsprechende Formular. Selten so gelacht. Denn was bei jedem Provider geht, scheint 1&1 mit Absicht zu blockieren. Oder bin ich nur blind und finde den Formular-Download-Bereich nicht? Den muss es doch auch geben, ohne, dass man sich in diese Kundenbereiche einwählt. Gibts aber nicht.

    Also anrufen. Bei der 0900-Hotline das nächste Problem. Bevor mich das System verbinden und mir sagen kann, wieviel ich denn zu löhnen habe, will es meine Kundennummer wissen. Klardoch, die hab ich ja auch. Grumpf. Also bleibe ich stumm. Viermal fragt die gute “Dame” nochmal nach, worauf ich wieder stumm bleibe. Dann meint sie, sie könne mich ja trotzdem mal verbinden. Also sage ich einmal auf Ihre Aufforderung “Webhosting” und einmal “Domainumzug”. Dann meint sie, mich würde das jetzt 14 Cent die Minute kosten. Und lässt mich nun schon sieben Minuten hängen. Ich überlege, aufzulegen. Aber man hofft ja immer, dass doch noch was passiert.

    10 Minuten… Grrrr….

    UpdateAlles noch viel komplizierter – oder auch nicht. Der Kunde ist ein Altkunde und war vorher bei Schlund + Partner. Dort allerdings mit dem Status eines Platin-Kunden. Na hossa. Plötzlich gab man mir eine 0800-Nummer. Der freundliche Herr schickte eine Mail mit dem Kennwort an den Kunden. Bekomme dann also die Zugangsdaten. Na bitte….


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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