von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
17. 03. 2008 10:21
Und wieder mal beweisen uns die Spammer dieser Welt, dass ihr digitales Dosenfleisch eben doch Spaß macht. Heute: Eine angebliche Nachricht von eBay mit dem Betreff: “eBay Neue Unbezahlte Dingnachricht von dg1n”
Liebes Mitglied,
eBay hat Mitglied dg1n Ihnen eine Nachricht betreffend Ding #150003123500 verlassen
Siehe den Debattenfaden an, um zu antworten.
Beachtungen,
eBay
Lustig. Abgeschickt wurde die Mail offenbar aus Indien. Große Gefahr geht nicht (mehr) davon aus. Die in der Mail verlinkte URL scheint nicht erreichbar zu sein.
10. 03. 2008 15:05
Die Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig lädt regelmäßig zu öffentlichen Sonntagsvorlesungen ein. So auch gestern, als rund 400 Studenten, Physikinteressierte und sogar Kinder in den großen Hörsaal fanden. Professor Jörg Kärger zeigte dort auf anschauliche und teilweise erheiternde Weise, wie einfach und allgegenwärtig die Naturwissenschaft sein kann. Mittels Schwingungen erzeugte er beispielsweise Muster oder mit einem Kreisel Töne. Auch Helium kam zum Einsatz, das des Professors Stimme kurzzeitig wie Micky Mouse klingen ließ.
Den Abschluss und Höhepunkt des spielerischen Vormittags mit physikalischem Anspruch bildete ein Weltrekordversuch. Mittels Flaschen sollten Töne erzeugt werden. 500 Mitspieler wurden erwartet, am Ende zählten die Organisatoren 303. Mittels der von ihnen zustande gebrachten Töne wurden dann die „Schläger“ des Video-Tennisspiels Pong bewegt. „Die haben wir gesponsert bekommen von einem Unternehmen, das begeistert war von unserer Schnapsidee“, schmunzelte Kärger. „Wir haben zwei Flaschentypen: flache und hohe. Mit denen erzeugt man Töne in unterschiedlichen Frequenzen, die etwa 140 Hertz auseinander liegen“, erklärte Axel Märcker, technischer Angestellter der Fakultät. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jens Gabke baute er den Versuch auf. „Grundlage war das altbekannte Pong. Wir haben dieses um eine Frequenzerkennung mit Mikrofonen erweitert. Sobald die auf den Flaschen geblasenen Töne eine bestimmte Lautstärke erreichen, bewegen sich die Schläger der jeweiligen Mannschaft nach oben“, erklärte Märcker.
Was sich kompliziert anhört, funktionierte erstaunlich gut. Nach einer Test- und Aufwärmrunde begann das Spiel. Ein regelrechtes Konzert aus hohen und tieferen Tönen erschallte im Hörsaal. Immer, wenn der Ball ins Aus gehen zu drohte, bliesen die Mitspieler in ihre Flaschen. Auf diese Weise wanderte der Schläger schnell nach oben und spielte den Ball zurück ins Feld der gegnerischen
Mannschaft.

Ob die 303 Teilnehmer am Ende reichten, um den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu sichern, wusste Professor Kärger nicht. „Das wird erst entschieden und dauert seine Zeit.„ Zeuge des Spektakels waren der Leipziger Computerspiel-Experte und Buchautor René Meyer und Gerald Diesener, Chef des Universitätsverlages. Diese Zeugen waren nötig, um den Rekordversuch zu beurkunden.
Einen Eintrag hat Kärger bereits sicher: 2003 gelang es ihm, 503 Menschen zu animieren, auf Fahrradklingeln zu musizieren. „Nach dem Versuch dauerte es zehn Monate, bis wir Gewissheit hatten, dass wir Rekordhalter sind“, erinnert sich Kärger.
Erschien am 10. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
10. 03. 2008 08:01
Das hier, das ist ein Blog. Blog ist englisch und die Abkürzung aus Web und Log. Web ist auch englisch und bedeutet Netz. Log ist die Kurzform von Logbuch. Zusammen bedeutet Weblog also so viel wie Netzlogbuch. Der deutsche Artikel von Blog lautet “das”. Wer was anderes behauptet, hat keine Ahnung. In so ein Blog schreibt man meist persönliche Dinge, die einen selbst bewegen. Dinge, die man gut findet. Und Dinge, die man nicht so gut findet. Meistens macht man das so, dass das alle Leute verstehen.
Es gibt aber noch andere Internetseiten, auf denen sehr einfache Sprache angewendet wird. Hurraki beispielsweise. Hurraki ist ein Wörterbuch in leichter Sprache. Steht dort auf der Seite. Auf der Seite werden Begriffe gaaaaanz einfach erklärt. Browser zum Beispiel. Oder Kondom. Blog leider noch nicht. Aber das kann man ja ändern. Weil Hurraki ein Wiki-System ist. Einfach anmelden und selbst losschreiben. Auch ganz einfach.
07. 03. 2008 13:29
Ob das so geplant war, die Bannerwerbung des Telefonbuchs, die derzeit beispielsweise bei Spon zu sehen ist? Die erzählt von Datensicherheit. Und verweist auf eine Website, auf der es mehr Infos geben soll. Gibt es aber nicht. Weil der Link dahin falsch ist. Scheint wohl ein Fehler bei Quality Channel zu sein, denn der falsche Link wird direkt von dort geladen. Ohne www am Anfang klappts dann auch. Wenn man nicht alles kontrolliert…
Update: Mittlerweile wurde der Fehler korrigiert. Die entsprechende Seite ist nun auch mit www am Anfang erreichbar.
06. 03. 2008 16:25
Wie bereits im Vorjahr dürfen Thomas und ich wieder die Automesse AMI und ihre kleine Schwester AMITEC bebloggen. Heute gings offiziell los, nachdem wir in den vergangenen Tagen schon ein wenig Vorarbeit geleistet haben.
Besonders stolz sind wir, dass wir in diesem Jahr in Sachen Technik einen wahren Experten gewinnen konnten. Professor Simmerring ist KFZ-Meister aus Leidenschaft und beantwortet ab sofort jeden Donnerstag die Fragen der Leser. Viel Spaß!
05. 03. 2008 10:08

Wenn Tom Ickler eine Party für all seine Freunde geben würde, dürfte das ein teures Vergnügen werden. Denn der Leipziger hat in seiner Heimatstadt rund 19 000 Bekannte, deutschlandweit sogar über 200 000. „Allerdings kenne ich nur die wenigsten davon persönlich“, gibt der 23-Jährige zu. Des Rätsels Lösung: Tom ist der „Standard-Freund“ im sozialen Netzwerk joinr.de, für das er arbeitet.
„Wir sind eine Community, in der man sich virtuell treffen, seine eigene Internetseite gestalten und eben Freunde kennen lernen kann“, so der Lindenauer. Jedes neue Mitglied der Website bekommt automatisch Tom als ersten Kontakt eingetragen. „Ich helfe bei Problemen, etwa dem Hochladen von Bildern oder beim Einfügen von Videos und solchen Dingen“, zählt Tom auf. Manche seiner imaginären Freunde trifft er sogar im realen Leben. „Neulich kam in der City ein Mädel auf mich zu und meinte, sie hätte mir eine Mail geschrieben, weil sie eine Frage hat. Das war schon sehr ulkig, dass die mich erkannte“, gibt er zu. Und auch, dass seine Internet-Popularität dabei hilft, überhaupt Frauen kennen zu lernen, verschweigt er nicht. „Na klar werde ich auch angebaggert von den Mädels, das gehört dazu.“ Eine Freundin, der das missfallen könnte, gebe es aber noch nicht.
Erschien am 5. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
05. 03. 2008 09:49
Die MA-Zahlen sind da. Und es gibt wenig Überraschungen in Sachsen. Bis auf den weiteren dramatischen Verlust bei Hitradio RTL Sachsen.
Energy Sachsen gewinnt endlich wieder: 6000 Hörer kommen dazu, womit nun 57 000 in der Durchschnittsstunde den Jugendsender hören.
Hitradio RTL Sachsen verliert 18 000 Hörer und kommt nun nur noch auf 97 000 Hörer.
MDR 1 Radio Sachsen gewinnt 14 000 Hörer und hat nunmehr 405 000 Hörer.
R.SA verliert 2000 Hörer und hat damit nun 98 000.
Radio PSR verliert ebenfalls 2000 Hörer und bleibt mit 238 000 Hörern privater Marktführer in Sachsen.
Die Sächsischen Lokalradios bleiben ihrer Sinuskurve treu und gewinnen diesmal 8000 Hörer, womit nun 110 000 Sachsen den Stadtradios lauschen.
Das Radiozentrum Leipzig dürfte abermals heute freudig verkünden, dass es mit PSR und R.SA die zwei erfolgreichsten Privatprogramme Sachsens stellt. Die Stadtradios sind abermals die erfolgreichsten Lokalprogramme. Energy jubelt sicher über den Erfolg. Und Hitradio RTL verhält sich am Besten still und leise…
Quelle: RMS, Zielgruppe 14-49.
03. 03. 2008 14:03
Klaus Vorbrodt verlässt Hitradio RTL Sachsen. Er wird Dozent an der Hochschule Mittweida. Damit verliert der Sender seinen Programmchef und Morningshow-Host. Wohl etwa vorauseilend zu den MA-Zahlen, die am Mittwoch veröffentlicht werden?
01. 03. 2008 10:49

Den gestrigen geschenkten Tag, den 29. Februar, nutzte Radiomoderatorin Friederike „Freddy“ Lippold für einen Friseurbesuch. Zur Mittagszeit tauchte sie im Cutman, Karl-Liebknecht-Straße, auf. „Ich hätte es gern unkompliziert, ohne Fransen, keinen Mittelscheitel und glatt“, wünschte sie sich. Eine komplett neue Frisur lehnte sie ab: „Viele Leute denken, ich müsse total verrückt aussehen, weil ich im Radio auch so bin, aber das ist Quatsch“, sagte die 29-Jährige. Den Salon hatte ihr Ex-Kollege Jan Schlegel, einst Gunter-Schmäche-Darsteller bei Radio PSR, empfohlen. Schlegel ist der Cousin von Inhaberin Susan Herrmann, die am geschenkten Tag übrigens alle Kunden geschenkt – also kostenlos – frisierte. Nach ihrem Friseurbesuch hatte Freddy noch einiges vor: „Eigentlich ist der 29. Februar nichts besonderes, ich will ihn trotzdem so behandeln. Endlich mal grundlegend zu Hause aufräumen, Fenster putzen und Freundinnen anrufen, die ich sträflich vernachlässigt habe.“
01. 03. 2008 10:44
Taucha. In Sachen Ladenschluss will die FDP im Sächsischen Landtag den Zustand von vor 2007 wieder herstellen. vorhat. Da mussten Händler ihre Geschäfte nur an drei Feiertagen geschlossen halten. Die derzeitige Situation, dass Läden an 15 Feiertagen geschlossen bleiben müssen, ist eine „völlig weltfremde Entscheidung“, sagte Sven Morlok, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei am Donnerstagabend im Tauchaer Ratskeller. Dieses Gesetz zu ändern ist Morloks erklärtes Ziel.
Den Liberalen haben es besonders Blumenhändler angetan, die unter der Regelung massiv leiden würden. Gerade in diesem Jahr. Denn der Muttertag fällt auf den Pfingstsonntag, was erhebliche Umsatzeinbußen mit sich bringe. Darum hatte die FDP zu einer Informations- und Diskussionsrunde geladen. Taucha ist dabei nur eine Station von vielen in Sachsen. „Wir gehen bewusst nicht nur in die großen Städte, sondern wollen auch am Rande und in der Region unseren Standpunkt klarmachen“, so Morlok. Allerdings verhallte dieser bei rund zehn Teilnehmern fast ungehört – Tauchas Blumenhändler nahmen an der Veranstaltung nicht teil.
Dabei teilen sie die Empörung und Befürchtungen durchaus. (more…)