von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
11. 07. 2008 16:20
Taucha. Sich so früh wie möglich beruflich zu orientieren ist für Schüler wichtig, um später Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Auch die Mittelschule der Parthestadt weiß das und initiiert darum seit Jahren verschiedene Projekte auf diesem Gebiet. So arbeitete die Schule im März dieses Jahres mit dem Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig (ZAW) zusammen. Das Unternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) bereitete die Schüler der achten Klassen an vier Tagen auf den Arbeitsalltag vor. „Wir haben den Jugendlichen die Chance gegeben, sich über die Berufe Maler und Lackierer, Gestalter für visuelles Marketing, Elektroniker und Elektrotechniker sowie über das Damenschneiderhandwerk zu informieren“, beschreibt Eva Langenberg vom ZAW das Angebot. Praxisorientierte Berufsfindung nennt das die Sozialpädagogin. Über die Teilnahme an den vier Tagen Praxis erhielten die 50 Schüler der 8a und 8b jetzt ihre Zertifikate. (more…)
10. 07. 2008 12:05
Seegeritz. Der Tauchaer Ortsteil Seegeritz ist eigentlich eine ruhige Gegend. Es könnte so schön sein, wenn nur die Flugzeuge nicht wären, klagt die Seegeritzerin Stephanie Hipper. Vor allem in der Nacht würden die Frachtmaschinen von DHL und Lufthansa Cargo sehr stören. Anderen Dorfbewohnern erginge es ähnlich. So sammelte die engagierte Mutter zahlreiche Unterschriften, die unlängst im Rathaus Tauchas Bürgermeister übergeben wurden (wir berichteten). Vor wenigen Tagen mündete das Engagement der Seegeritzer in der Gründung der Schutzgemeinschaft Fluglärm und Umweltverschmutzung Taucha. (more…)
10. 07. 2008 08:40
Hilfe, tut das weh. Keine Ahnung, ob die dpa oder die Mitteldeutsche Zeitung für diesen Schwachsinn verantwortlich ist. Eigentlich hätte es aber auf einer der beiden Seiten auffallen müssen, dass Leipzig nicht an der Saale liegt:
«Ich glaube, dass die GC in Deutschland und Asien gebraucht wird», sagte Marzin und deutete an, dass die Computerspiel-Schau im nächsten Jahr auch ohne Verbandsunterstützung in der Stadt an der Saale ausgetragen werden könnte.
Habe den Kollegen der MZ mal eine Mail geschrieben, damit der Fehler im Artikel behoben werden kann.
Update 9.40 Uhr: Wie mir Redaktionsleiter Gero Hirschelmann mailte, bedauere er den Fehler, der auf dpa-Seite entstanden sei. “Leider ist es uns nicht möglich, jeden Text der Agenturen von Anfang bis Ende zu lesen, so dass wir dpa etc. vertrauen müssen. In diesem Fall zu Unrecht”, so Hirschelmann. Mittlerweile wurde die GC textlich wieder nach Leipzig verlegt – und nicht an die Saale.
09. 07. 2008 13:19
Da will man während der Arbeit auf dem Laufenden bleiben, da geht das nicht. Weil der MDR das Internet kaputt gemacht hat. Oder so. Auf der Website ist derzeit zu lesen:
Das Internetangebot des MDR ist zurzeit wegen einer technischen Störung nicht zu erreichen. An der Beseitigung dieser Störung wird fieberhaft gearbeitet. Wir bitten Sie um Ihr Verständnis!
Vielleicht ist es mit der Internetkompetenz des MDR aber nicht so weit her – wenn man eine Störung des Webauftritts mit einem rauchenden USB-Kabel illustriert…
Bleibt wohl nur noch Zattoo, um MDR Info zu hören. Das funktioniert.
Update 10. Juli: Der MDR teilte in einer PM heute folgendes mit:
Die Störung wurde hardwareseitig verursacht und führte daraufhin zu einem Datenbankproblem. Zurzeit wird auf die Videotextseite verlinkt, wo die aktuellen Programminformationen abrufbar sind.
Holger Hentze, Leiter Projektteam Neue Medien: „Seit gestern arbeiten wir fieberhaft daran, mit externen und internen Experten das Problem zu beheben. Wir werden keine Mühen scheuen, MDR.DE so schnell wie möglich in gewohnter Qualität aufzuspielen. Leider kann zurzeit keiner eine Prognose abgeben, wann das sein wird.“
Update 2: Der Presseclub Dresden schreibt: Eine vertrauliche hausinterne Mitteilung zeigt, wie dramatisch die Situation tatsächlich ist. Es habe sich ein Bauteil der Datenbank für immer verabschiedet, heißt es da – das konnte inzwischen ersetzt werden. Aber: Es sei sehr schwierig gewesen, einen Techniker zu finden, der sich mit der uralten Technik auskenne, so die interne Mitteilung sinngemäß. Es kommt noch schlimmer: Ein Aufspielen der Datenbank-Sicherungskopie, die seit Jahren täglich gezogen wird, ist bislang nicht gelungen – offenbar hat man es all die Jahre versäumt zu testen, ob das überhaupt funktioniert.
Update 15. Juli: Der MDR ist wieder online. Rechtzeitig zum Start der Internet-Clipshow Clipmania. Der ich schon jetzt bescheinige, dass sie genauso untergeht wie die hilflosen Versuche der Privaten, ihre Pixelclips im TV zu zeigen.
Update 16. Juli: Nachdem heise.de über den Website-Ausfall berichtete, lahmt mdr.de bereits wieder – offenbar ist die Website dem Ansturm nicht gewachsen. Sollte aber eigentlich nicht passieren, selbst diese kleine Blog hier verkraftet die Verlinkung durch heise.de ganz gut…
Update 17. Juli, 21 Uhr: Der MDR macht sich endgültig lächerlich.
08. 07. 2008 14:52
Ist wirklich lustig, dass man immer die gleichen Ausreden präsentiert bekommt, wenn man Drücker fragt, woher sie meine Telefonnummer haben. Wie gerade eine Frau Franke aus dem Leipziger Servicecenter der DKV, wie sie sagte. Die rief gar auf dem Handy an und wollte wissen, ob ich mich mal informieren wolle. Nö, aber wissen, warum sie mich von der Arbeit abhält und woher sie meine Handynummer hat. “Irgendwie aus dem Internet”, antwortete sie. Aha. Und dort stand sicher auch, dass ich Journalist bin, also hätte Frau Franke auch ahnen können, dass ich an der DKV kein Interesse habe.
08. 07. 2008 12:05
Video Games Live zur Games Convention erstmals in Deutschland / Puristen beklagen Verlust des Kulturanspruchs
Seit 2003 wird die Leipziger Computer- und Videospielmesse Games Convention (GC) mit einem Gewandhauskonzert der besonderen Art eröffnet: Melodien bekannter Computerspiele erklingen im orchestralen Gewand, zunächst vom Tschechischen Nationalen Symphonieorchester gespielt, ab 2004 vom Filmharmonic Orchestra aus Prag. In diesem Jahr nun soll es anders werden. Statt ins Gewandhaus sollen die Fans neu arrangierter digitaler Klänge in die Arena. Zu einer Mischung aus Orchester, Playback und Laser. Klassikliebhaber rümpfen die Nase – der Zielgruppe aber könnte es gefallen.

„Das Eröffnungskonzert der Games Convention ist tot“. Das Urteil, das Christoph Winkler auf dem Spiele-Weblog d-frag.de Anfang des Jahres gab, war hart. Anlass war die Ankündigung des amerikanischen Veranstalters Video Games Live (VGL), seine Show zur GC in der Arena Leipzig zeigen zu wollen – und damit zum ersten Mal in Deutschland. Eine Show, die für Puristen ein Grauen sein muss. Zu groß sei der Veranstaltungsort, um dort ein sinfonisches Konzert veranstalten zu können. Auch werde zu sehr auf optische Effekte wert gelegt. „Die Musik“, so Winkler, „ist nur ein kleines Rädchen im gewaltigen Getriebe einer Großveranstaltung.“ Der kulturelle Anspruch des Konzerts sei dahin, urteilten die Leser des Blogs in den Kommentaren. Und auch auf den Websites der einschlägigen Spielemagazine sind kritische Stimmen zu lesen.
Sie sind nicht die einzigen. Thomas Böcker, Organisator der bisherigen Eröffnungskonzerte im Gewandhaus, urteilt – naturgemäß – ähnlich: „Als wir 2003 mit den Vorbereitungen für das erste Spielemusikkonzert außerhalb Japans begannen, hatten wir den Anspruch, Spielesoundtracks als Teil der Kultur herauszustellen. Und so war auch die Intention der Messe, zumindest hab’ ich das so verstanden“.
Das stimmt laut Peggy Schönbeck, Projektdirektorin der GC, auch soweit. Der Wert der Eröffnungsveranstaltung habe sich 2007 aber gewandelt. „Die ersten Jahre galt das Konzert nicht nur den Fans, sondern war gleichzeitig auch der offizielle Empfang für hochrangige Persönlichkeiten, wie Aussteller und Politiker. Im vergangenen Jahr war das Konzert nur für die Fans, der Galaempfang fand parallel auf dem Messegelände statt.“ Die Ansprache an zwei Zielgruppen gebe es auch in diesem Jahr nicht mehr, was Spielräume lasse für eine Weiterentwicklung: „Wir wollten etwas neues ausprobieren und zeigen, dass wir durchaus in der Lage sind, das Rahmenprogramm aufzuwerten. Außerdem wollten wir auf die gestiegene Nachfrage reagieren – denn das Gewandhaus war ja immer sehr schnell ausverkauft.“ Und Schönbeck bestreitet nicht, dass der kulturelle Anspruch in diesem Jahr ein wenig zurückgestellt wird. „Wir wollten in den ersten Jahren Politik und Wirtschaft vermitteln, Computerspiele als Kulturgut zu verstehen. Jetzt ist es eine reine Publikumsveranstaltung.“
Dabei hat Video Games Live grundsätzlich den Anspruch, auch Kunst zu sein. „Es ist ein Event, das von der Videospielindustrie initiiert wurde und helfen soll, Kultur und Kunst zu fördern. Wir lassen ein Orchester spielen und schlagen mit spezieller Beleuchtung und einer Bühnenshow eine Brücke zur Unterhaltung“, sagt Tommy Tallarico, der Mann hinter der Veranstaltung. Was Musikliebhaber stören könnte, ist das Playback, auf das nicht verzichtet werden soll. „VGL ist zu 95 Prozent live. Während einiger Abschnitte, etwa bei Halo, Metal Gear Solid und Tron, werden wir aber Trommeln und Synthesizer-Spuren einspielen, um den Gesamteindruck beim Publikum zu heben. In der Realität ist Videospielmusik ja auch eine Mischung aus unterschiedlichen Stilen und Techniken und keine traditionelle Sinfonie.“
Thomas Böcker ist mit der Begründung nicht sonderlich zufrieden: „Durch das Playback und die Synchronität zu eingespielten Bildern wird dem Orchester die Freiheit genommen.“ Aber er ergänzt: „Ich kann mir schon vorstellen, dass es Leute gibt, denen die Show gefallen wird. Vielleicht passt so eine bunte, lustige Präsentation auch gut zur GC. Es ist nur schade, dass dafür eine respektierte, weltweit einmalige Konzertreihe sterben musste.“
In Leipzig wird am 20. August die Neue Philharmonie Frankfurt spielen, Karten sind noch erhältlich unter Tel. 01805 218150, www.deag.de
Erschien am 8. Juli 2008 in der Leipziger Volkszeitung. Eine Nachbetrachtung des Konzerts in Glasgow erscheint etwa Anfang August.
08. 07. 2008 11:53
Merkwitz. „Da! Da hat einer gebissen!“, ruft Tom Schlegel. Der Schwimmer seiner Angel zappelt, wird immer wieder nach unten gezogen. Die Rute biegt sich. Der 15-Jährige zieht, holt die Leine ein. Karl Torner vom Anglerverband Taucha kommt mit einem Kescher zu Hilfe. Behutsam heben beide das Netz aus dem Wasser des Merkwitzer Dorfteiches. Darin zum Vorschein kommt ein Karpfen. Mit seinem weit aufgesperrten Maul schnappt er nach Luft, mit der kräftigen Schwanzflosse stößt er sich vom Gras ab, auf dem er mittlerweile liegt. „Hat der schon 40 Zentimeter?“, fragt ein Mitglied des Vereins. Karl Torner hält den Fisch fest und prüft mit einem Maßband die Größe: „Ja, es sind gerade 40. Willst Du ihn haben, was sagen Deine Eltern dazu?“, richtet er seinen fragenden Blick an den jungen Angler. „Weiß nicht, ich glaube, die wollen lieber einen Aal“, sagt Tom. Und rettet dem Karpfen so das Leben. Nachdem der Haken entfernt wurde, entlässt Torner den Fisch wieder in sein Element. Ebenfalls zurück ins Wasser durfte ein Zwergwels, den Jan Jähne gefangen hatte. Der 15-Jährige angelte zum ersten Mal und hatte prompt Erfolg. „Ein schönes Tier, hätte nicht gedacht, dass so etwas hier im Teich schwimmt“, sagte er.
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03. 07. 2008 17:17
extra3 im NDR zum aktuellen Telekom-Spitzel-Skandal:
Die Kollegen haben auch ein hübsches Blog.
02. 07. 2008 12:13
Die International Organization for Standardization (ISO) hat heute die Norm 32000-1 vergeben. Langweilige News? Nein, denn bei diesem Standard handelt es sich um die Beschreibung für PDF-Dokumente. Konkret heißt die Norm nun ISO 32000-1, Document management – Portable document format – Part 1: PDF 1.7 und basiert auf der PDF-Version 1.7 von Adobe.
ISO Secretary-General Alan Bryden sagt:
“As an ISO standard, we can ensure that this useful and widely popular format is easily available to all interested stakeholders. The standard will benefit both software developers and users by encouraging the propagation and dissemination of a common technology that cuts across systems and is designed for long term survival.”