Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for August, 2008

GamesCon

Man kann es schon leicht merkwürdig finden, dass heise.de im Newsticker die Meldungen zur GamesConvention mit “GamesCon” abkürzt und nicht mit “GC”. Muss man aber nicht. Denn “GamesCon” ist durchaus eine gebräuchliche Abkürzung für die GC. Selbst große Magazine und Fernsehsender wie Giga bezeichnen die GC zuweilen so. Vor allem im Ausland wird gern diese Abkürzung verwendet, wenn man nicht “Leipzig Show” sagen will.

Allerdings wäre es ein leichtes für heise, doch die korrekte Abkürzung oder gar das Logo zu verwenden – oder mal auf Kritik zu reagieren. Stattdessen erscheint als zweite Meldung im GC-Special diese hier, dass Medienkompetenz aus NRW, natürlich aus Köln, auf der Messe vertreten ist. Das muss unweigerlich Reaktionen hervorrufen. Ein wenig mehr Sensibilität und Feingefühl wäre sicher angebracht.

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  • ma 2008 Radio II

    Nur zur Info, weil ich schon gefragt wurde. Nö, ich schreibe diesmal nix zur Radio-ma in Sachsen. Mir fehlt einfach die Zeit. Zudem hab ich den neuen Befragungsmechanismus noch nicht hundertprozentig verinnerlicht. Klar, erstmals wurden auch Kinder im Alter von 10 bis 13 und in Deutschland lebende EU-Ausländer berücksichtigt. Trotzdem bleiben da für mich zu viele Fragen. Und da habsch einfach keene Zeit momentan. :)

    Obwohl es derzeit viele Dinge gäbe, über die man berichten könnte. Radio PSR hat sich teilweise neu erfunden. Unter anderem labert man nun nachmittags nach jedem Titel gefühlte fünf Minuten am Stück. Unglaublich innovativ. Ich mag mich täuschen, aber war das nicht der Grund, warum Alex und Jasmin am Ende keiner mehr hören konnte – obwohl die wirklich gut waren? Nungut, “die” werden’s schon wissen.
    Und bei Hitradio RTL Sachsen funkt derzeit Axel Metz die MoShow. Axel Metz? Genau der Axel Metz, der bis vor kurzem noch bei Radio Leipzig den Nachmittag bestritt. Selbiger zieht nun nach Dresden.

    Dass aber auch immer alles auf einmal kommen muss… :-)

    Danke, Katie!

    Danke für diesen Abend, danke für die Songs, danke für die Gänsehaut. (Katie Melua war heute mit ihrer großartigen Band in der Leipziger Arena.)

    Und jetzt für Euch alle:

    Heinrich-Zille-Winkel: Nachbarn befürchten Bauschäden

    Taucha. In wenigen Tagen sollen die Bauarbeiten auf dem kleinen Baufeld am Heinrich-Zille-Winkel 5 beginnen (die LVZ berichtete). Eher mit gemischten Gefühlen betrachtet Familie Stärke das Vorhaben. Diese ist direkter Nachbar des Grundstücks und hat Angst um ihr Haus.

    Vor allem geht es um die zu bauende Zufahrt zu den neuen Grundstücken. „Die würde direkt an unserem Haus vorbeiführen“, sagt Steffi Stärke und befürchtet, dass beim Bau der Straße ihr Wohnhaus Schaden nimmt. „Als die Straße vor dem Haus saniert wurde, gab es auch Risse in der Wand. Das kommt daher, dass das Gebäude nur auf großen Bruchsteinen steht. Wenn man also zu tief ausbaggert, verliert das Haus an Stabilität, weil es kein richtiges Fundament gibt“, schildert ihr Mann Uwe. Darum wäre es der Familie lieber, wenn die Straße nicht direkt am Wohnhaus vorbei führen würde.

    So einfach ist das aber nicht. Jürgen Skoppek, Geschäftsführer der GfB Sachsen, der das Grundstück gehört und die das Projekt entwickelte, erklärt dazu: „Das ist ein verwaltungsrechtlicher Akt und alles baurechtlich genehmigt. Da spielt natürlich auch die Statik rein. Das ist alles längst erledigt und Schnee von gestern.“ Auch vom Tauchaer Bauamt gab es keine Einwände.

    Ist die Zufahrt dann errichtet, beginnt für Familie Stärke das zweite Problem. „Wir wissen bis jetzt nicht definitiv, ob wir das Wegerecht für diese Straße bekommen. Das brauchen wir aber, um die Mülltonnen von unserem kleinen Hof an die Straße zu rollen. Ansonsten müssten wir durch das Haus, was ja keiner verlangen kann“, so Steffi Stärke. Auch die GfB Sachsen will das nicht, darum habe das Unternehmen der Familie bereits mündlich das Wegerecht zugesichert. „Was jetzt noch fehlt, ist die schriftliche Zusage. Und das Mindeste wäre, dass das auch im Grundbuch verbrieft wird. Sonst streiten wir uns womöglich später, wenn die Häuser errichtet sind, mit sechs Eigentümern“, fürchtet die Tauchaerin.

    Skoppek allerdings versicherte auf LVZ-Anfrage, dass es „eine einvernehmliche Lösung geben wird. Wir sind an einer guten nachbarschaftlichen Zusammenarbeit interessiert“, sagte er. Außerdem versicherte er nochmals, dass „das geplante Vorhaben eher Vor- als Nachteile bringt. Wir werten die Gegend dort erheblich auf, das wird hoffentlich jeder sehen, wenn wir fertig sind.“

    Erschien am 6. August 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Rettungsdienst fragt nach Hausnummer

    Taucha. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch vergangener Woche. Langsam fährt ein Rettungswagen durch die Graßdorfer Straße. Blaulicht erhellt die Straße. Immer weiter verringert das Fahrzeug die Geschwindigkeit, fährt dann eine kleine Schlippe am Bahndamm entlang, kommt rückwärts wieder raus, um dann erneut die Straße im Schneckentempo zu erkunden. Plötzlich erschallt das Martinshorn für wenige Sekunden, der Rettungswagen bleibt schließlich stehen. Dann folgt das, was für einige Anwohner rätselhaft erscheint: Der Fahrer und die restliche Besatzung des Wagens fragen nach dem Weg. Eine bestimmte Hausnummer würden sie suchen, sogar den Namen der aufzusuchenden Familie rufen die Rettungskräfte den erschrockenen Leuten zu, die mittlerweile vereinzelt ihre Köpfe aus den Fenstern stecken.

    Gänzlich orientierungslos waren die Einsatzkräfte aber nicht. Sie hätten bereits in der Zweigstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe auf der Graßdorfer Straße 13 vorbeigeschaut, um dort nach dem Weg zu fragen. Allerdings wäre da niemand anzutreffen gewesen, erklärte der Fahrer einem Anwohner.

    „Ich fand das schon ziemlich merkwürdig, dass die tatsächlich nach dem Weg fragen. Man denkt doch eigentlich, dass sich Retter auskennen oder andere Mittel haben, den gesuchten Ort zu finden“, wundert sich auch Heiko Lange, der die Szene mitbekam.

    Für Dietmar Bruchner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Nordsachsen ist dies aber nicht ungewöhnlich. „Die Johanniter waren sicher selbst gerade im Einsatz. Wenn niemand vor Ort ist, müssen wir eben das nächst gelegene Fahrzeug schicken“, erklärt er.

    Das Szenario passt zu einem Bericht der Sächsischen Staatsregierung an den Sächsischen Landtag. Demnach würde jeder achte Rettungswagen zu spät eintreffen. Im vergangenen Jahr konnte nur ein einziger Zweckverband, nämlich eben jener aus Nordsachsen, die gesetzliche Hilfsfrist von zwölf Minuten einhalten. Warum im vorliegenden Fall die Retter die Hausnummer nicht fanden, bleibt auch für Bruchner ein Rätsel. „Wir haben dazu nicht mal etwas vermerkt, in der Leitstelle ist nichts eingetragen“, sagt er.

    Ob den ratlosen Einsatzkräften ein Navigationsgerät zur Verfügung stand, konnte Bruchner darum auch nicht sagen. „Diese Technik ist erst neu und nur auf den wenigsten Fahrzeugen einsatzbereit installiert.“ Für Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag ein untragbarer Zustand. „Was für jeden Paket- und Pizzadienst Standard ist, sollte man doch auch für den Rettungsdienst verlangen können.“ Die FDP kritisierte erst dieser Tage die Verspätungen der Retter.

    Erschien am 5. August 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Filed under: Erlebtes, Lokales
  • Pappnasen

    Unglaublich, was Mitarbeiter in Elektrofachmärkten über sich ergehen lassen müssen. Konnte ich heute im MediaMarkt wieder erleben, als ich an der Infokasse stand und mir eine Rechnung drucken ließ. Ich glaube, diese Mitarbeiter dort kommen mit dem Abschaum der Gesellschaft in Berührung.

    Eine Familie beispielsweise (Mutter, Vater und sowas, was die beiden vielleicht als Kinder bezeichnen würden) brüllte im Chor, sie würden sofort einen Mitarbeiter verlangen, der vor zu ihnen kommt und ihnen diese Kaffeemaschine umtauscht. Die würde nicht funktionieren und sie hätten ja auch nochmal Benzin ausgegeben und überhaupt, was wäre das für ein Service. Mutter und Vater übertrumpften sich in der Lautstärke und weil das offenbar noch nicht reicht, stieg der geschätzt 16-Jährige Sohn in diesen Chor mit ein und rief noch lauter seinen Unmut in Richtung Kleingeräteabteilung. Dem flüchtigen Beobachter fiel sofort auf: Die defekte Kaffeemaschine war deren kleinstes Problem.

    Wenige Minuten später wollte ein Mann mit einem Karton, auf dem ein Ventilator abgebildet war, den Markt verlassen, direkt an der Infokasse vorbei. Auf die freundliche Frage, ob die Mitarbeiterin mal den Kassenbon sehen dürfte, erntete sie nur ein “Der iss nich von Euch, ihr kennt wo Eure eigenen Kartons nicht, oder was? Pappnasen!”

    Ich glaube, man muss vieles überhören, um dort nicht auszurasten. Am Ende entschuldigte ich mich noch bei den Damen, weil ich sie mit meinem Rechnungsproblem abhielt. Irgendwie war mir das ein Bedürfnis. Ich könnte dort nicht arbeiten.

    Move it!

    Hach, ich freu mir ja schon so drauf:

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  • Filed under: Belangloses, Lustiges, Mediales
  • Wohnen in ehemaliger Kapelle


    Taucha. Manche Dinge brauchen etwas länger, bis sie konkret werden. Wie das Projekt, das die Gesellschaft für Baudienstleistungen Sachsen (GfB) derzeit in Taucha angeht. Seit vier Jahren wird an dem Vorhaben geplant, das nun begonnen wurde: Im Heinrich-Zille-Winkel 5 zwischen Schloss und Rathaus will der Verbund von Baufachleuten eine kleine Wohnsiedlung errichten.

    „Obwohl das Wort eigentlich schon zu viel ist – wir planen kein Wohngebiet, sondern maximal sechs Häuser“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Skoppek. Die Abrissarbeiten der eigentlich denkmalgeschützten, aber baufälligen Gebäude sind bereits abgeschlossen. „Wir hätten die gern gerettet, aber wenn dort 60 Jahre lang nichts gemacht wird, stehen die Chancen eher schlecht“, sagt der 55-Jährige. Erhalten werden konnte aber die alte Blaukreuz-Kapelle, in der sich Mitarbeiter der Diakonie einst um Alkoholkranke kümmerten. Jetzt soll sie zum Einfamilienhaus umgestaltet werden – Wohnen auf zwei Etagen in einem ehemaligen Gotteshaus mit Türmchen. „Diese Kapelle ist das Filetstück, da freue ich mich schon besonders drauf“, frohlockt Skoppek.
    (more…)

    Komm nach Russland und repariere Mercedes

    Dochdoch, Spam ist auch weiterhin lustig.

    Sehr geehrter Leser,

    vor einem Jahr hat mein russischer Freund einen gebrauchten Mercedes-Benz ML270CDI, Baujahr 2002, vom Autohandler Bielefeld-Automobile in Delmenhorst, Deutschland, gekauft,

    Seit er in Russland ist, war der Wagen dauernd defekt und die Reparaturkosten waren hoher als der eigentliche Wert des Autos.

    Nun funktioniert auch die Bremse nicht mehr korrekt. Das Auto bremst plotzlich und die Warnsignale brennen wahrend der ganzen Fahrt. Er benutzt den Wagen seit einigen Monaten nicht mehr, da es sehr gefahrlich ist.

    Reparaturearbeiten in den Mercedes-Benz-Centern in Russland sind ausgesprochen teuer, man sagte ihm, um ein mehrfaches als in Deutschland. Davon abgesehen gibt es dort, wo er lebt, kein Mercedes-Benz- Center.

    Daher sucht mein Freund einen Spezialisten aus Deutschland, der nach Russland (160 km sudlich von Moskau) kommen, den Wagen durchchecken und das technische Problem losen kann. Er wird den Flugpreis und die Reparatur bezahlen, Sie kostenlos beherbergen und Ihnen alle schonen Orte in seiner Region zeigen.

    Vor kurzem hat die Volkswagen AG eine grosse KFZ-Fabrik in der Gegend, in der er wohnt, erbaut. Viele Spezialisten aus Deutschland kamen zu dieser Fabrik. Sie sind sehr nett, klug und freundlich. Sie haben Kinderspielplatze in der Stadt gebaut, viele Baume gepflanzt und noch viele andere wundervolle Sachen fur die Stadt Kaluga getan. Die Einwohner von Kaluga sind daruber sehr glucklich, da die lokalen Behorden dies seit vielen Jahren nicht bewerkstelligen konnten.

    Mein Freund bedauert es sehr, den Mercedes gekauft zu haben. Wenn das Auto repariert ist, will er es sofort verkaufen und den VW kaufen. Sein Nachbar hat seit zehn Jahren einen alten VW Golf und hatte niemals solche Probleme.

    Wenn Sie nach Russland kommen und den Wagen reparieren konnen, setzen Sie sich bitte telefonisch mit ihm unter +7-960-514XXXXX in Verbindung, es wird Russisch gesprochen.

    Wir hoffen, bald von Ihnen zu horen !

    Aleksei

    Na wenn das kein Angebot ist, liebe KFZ-Mechaniker. Da würd ich doch sofort zuschlagen. Vielleicht gibt’s ja die schöne Tochter des armen Mercedes-Besitzers noch gratis oben drauf. Oder wenigstens eine Flasche Wodka.

    GC-Blog wird 500

    gcblog.jpg500 – so viele Artikel haben Thomas und ich seit 2006 geschrieben. Am 6. August 2006 starteten wir das GC-Blog zur Unterstützung der Unternehmenskommunikation der Leipziger Messe. Seitdem hat sich das Blog und haben wir uns stetig weiterentwickelt. Fühlt sich gut an. Und wird immer besser.

    Und weil wir uns so freuen, gibt’s auch was zu gewinnen. Immer fleißig GC-Blog lesen…

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  • Filed under: GC Games Convention, Mediales, Werbliches

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