GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for December, 2008

Die selbe Prozedur

Silvester. Jahreswechsel. New Years Eve. Wie auch immer Ihr es nennt, habt Spaß dabei. Trinkt nicht so viel, seid anständig mit den Feuerwerkskörpern und bitte lasst Eure Städte ganz.

Und was muss Silvester sein? Natürlich. Nur etwas anders.

(Videos mittlerweile bei Youtube entfernt, sorry.)

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  • Filed under: Lustiges
  • “Liebe kann man sich auch erarbeiten”

    Tauchaer arbeitet als Flirt-Coach


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    Taucha. Es klingt wie eine Stammtisch-Idee, doch Christian Pörtzel meint es ernst und verdient nach eigenem Bekunden bereits gutes Geld mit seinem Geschäftskonzept. Der 30-Jährige hilft hauptberuflich Männern beim Flirten. Und sagt: „Jeder kann die Frau bekommen, die er will. Denn Liebe kann man sich auch erarbeiten.“


    Er ist kein typischer Frauenschwarm. Das weiß Pörtzel – und behauptet von sich trotzdem, das weibliche Geschlecht sehr gut zu kennen. „Ich wollte wissen, warum manch hübsche Frau mit einem eher hässlichen Mann zusammen ist und ob es stimmt, dass die inneren Werte zählen“, sagt er. Vor acht Jahren verabredete er sich aus Interesse mit zahlreichen Frauen, die er über das Internet fand. Zwei Monate lang hatte er jeden Tag zwei so genannte Blind Dates (Verabredung mit Unbekannten) und führte über die Treffen penibel Buch. „Es ging mir um die Reaktion der Damen auf mein Verhalten. Also habe ich drei typische Charaktere gespielt, den Schüchternen, den Normalo und den Draufgänger“, berichtet er. Am besten kam beim schwachen Geschlecht der dominante Typ an. „Ich glaube, Frauen wollen nicht auf Händen getragen und wie eine Göttin verehrt werden. Männer, die so sind, könnten als zu weich und wenig geeignet für eine Partnerschaft wirken“, meint der Flirt-Coach. Seine Beobachtungen schrieb er auf und gewichtete sie nach Relevanz für ein gemeinsames Zusammenleben. Auf diese Weise fand er seine Christiane, die Frau fürs Leben, mit der er seit dieser Zeit zusammen ist. „Sie war es, die anhand des Entscheidungsbaumes am ehesten zu mir passte. Anschließend habe ich mich auch in sie verliebt“, sagt Pörtzel. Natürlich klinge das hart, aber in Sachen Liebe ginge es nicht nur um die ersten paar Sekunden, den viel beschworenen ersten Blick.
    „Wenn man auf seine natürliche Art bei der Herzdame nicht ankommt, muss man eben nachhelfen und sich verstellen. Später kann man das auch wieder zurückfahren und der Frau im Gegenzug Freiheiten lassen“, sagt er und gibt zu: „Ja, das ist im Grunde Betrug an der Frau, weil man am Anfang vorgibt, ganz anders zu sein. Trotzdem bin ich nicht frauenfeindlich, im Gegenteil, ich schätze Frauen sehr.“

    Auf die Idee, mit dem Gespür für Frauenwünsche und seinem Menschenverständnis Geld zu verdienen, kam der Tauchaer während seiner Arbeit im öffentlichen Dienst. „Ich habe in der Arge Motivationstrainings für Arbeitslose gegeben und dort extreme Situationen gespielt. Es ging darum, das Selbstvertrauen zu stärken. Das kam richtig gut an. Also vermischte ich das mit meinem Interesse an Frauen. Das Flirt-Coaching ist im Wesentlichen auch ein Selbstbewusstseins-Training“, erklärt er. Dieses laufe je nach Kunde ganz unterschiedlich ab. Mal treffen sich die hilfesuchenden Männer, von denen der Parthestädter meist nur den Vornamen kennt, mit von Pörtzel vermittelten Schauspielerinnen, mal geht der Trainer mit den Kunden in die Disco oder auf eine Veranstaltung und gibt Tipps zum Verhalten und Ansprechen. Nur eines könne er nicht: „Dem Mann eine Frau suchen. Das muss er schon selbst tun.“

    Erschien am 31.12.2008 in der Leipziger Volkszeitung.

    Na dann: Fröhliche Weihnachten!

    So langsam ist dann wohl Weihnachten. Wünsche allen Lesern ein wunderschönes Fest, viele Geschenke und Zeit zum Entspannen und Nachdenken. Ob in der Kirche oder nicht, muss jeder selbst wissen. Hier noch zwei wirklich schöne Weihnachtslieder.


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  • Filed under: Lokales
  • Seit einigen Monaten ist Uwe Schneider bei der BCS Programmchef von sieben Radiostationen: den Sächsischen Lokalradios und Hitradio RTL. Im Interview gibt er zu, dass die Musik bei allen Sendern weitgehend identisch ist. Und er plädiert für mehr Identifikationspersonen. Viel zu tun für Schneider.

    Nachzulesen ist das von mir geführte Interview in der Freien Presse vom 19.12.2008 oder auf radioszene.de

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  • Filed under: Lokales, Mediales
  • Energy Sachsen baut Personal ab

    Die Gerüchteküche brodelt schon länger, bestätigt wurden bislang vier Kündigungen, mehr sollen es dem Vernehmen nach auch nicht sein. Für die Leipziger Volkszeitung habe ich vor zwei Wochen einen Artikel geschrieben, der nun heute erschien.

    Energy Sachsen muss 2009 mit weniger Personal auskommen. Vier Mitarbeiter des Senders wurden im November darüber informiert, dass sie künftig nicht mehr benötigt werden. „Ja, es stimmt, dass mit einigen Personen für das kommende Jahr nicht mehr geplant wird“, bestätigt Pressesprecher Nico Nickel auf Anfrage. Unter anderem betrifft es on Air die Stimme von Stefan Große, bislang Co-Moderator von Morgenmoderatorin Freddy. Da wirkt es fast schon sarkastisch, wenn Nickel sagt: „Die bekannten Moderatoren werden weiterhin zu hören sein. Was sich bislang programmlich getan hat, wird fortgeführt.“

    Die Kündigungen wären Ausdruck einer internen Umstrukturierung und würden nichts über die wirtschaftliche Situation des Senders aussagen. „Das ist eine rein strategische Entscheidung. Wir wollen, nachdem wir in den letzten Mediaanalysen unsere Hörerzahlen festigen konnten, nun wieder den spürbaren Aufwärtstrend schaffen und unsere Mannschaft besser aufstellen“, begründet Nickel den Wegfall der Stellen. Wie das inhaltlich funktionieren soll, wenn etwa der Programmchef nicht mehr auf seine Chefredakteurin zählen kann, dazu gibt es keine Verlautbarung. Programmchef Thomas Wetzel lässt auf die Pressestelle verweisen und Christopher Franzen, der ab nächstem Jahr Volker Schwarzenberg als Geschäftsführer ablöst, war auf mehrmalige Anfrage nicht zu erreichen. Sprecher Nico Nickel sagt aber, dass die Aufgaben der gekündigten Personen künftig andere Mitarbeiter übernehmen werden. Neueinstellungen auf den genannten Positionen werde es nicht geben.

    Das klingt nach Einsparungen, auch wenn sie offiziell nicht so heißen dürfen. Eine personelle Vermischung mit Radio PSR oder R.SA sei trotz der räumlichen Nähe ausgeschlossen. „Das dürfen wir aufgrund der Gesellschafterstruktur nicht“, so Nickel. Im Bereich der Nachrichten gibt es allerdings bereits eine Zusammenarbeit – die Nachrichtensprecher der drei Sender sind beim PSR-Tochterunternehmen SachsenNewsNet angestellt.

    Mit dem personellen Umbruch bei Energy Deutschland – hier gibt es seit Anfang November eine neue Führungsriege – stünde die Neuordnung im Leipziger Medienzentrum nicht im Zusammenhang, betont Nico Nickel. Vielmehr sei dies eine Entscheidung des Hauptgesellschafters Frank Otto, der zu 56 Prozent an Energy Sachsen beteiligt ist. Der künftige Geschäftsführer Christopher Franzen, Investmentbanker aus Hamburg, ist auch bei den übrigen Mehrheitsbeteiligungen der Frank Otto Mediengruppe, KISS FM in Berlin und Oldie 95 in Hamburg, in dieser Position eingesetzt. Ob dem viel beschäftigten Franzen da genug Zeit für seine gut aufgestellte Leipziger Mannschaft bleibt?

    Schickt mir Wandkalender!

    Ein Test: Ich habe an der Wand meines Arbeitszimmers stets einen großen Jahreskalender hängen, so in etwa 80×60 Zentimeter groß. Ist für mich die praktischste Art, das ganze Jahr im Überblick zu haben und gleich dort täglich meine Termine einzutragen. Nun ist das Jahr bald zu Ende und der Kunde, dessen Kalender ich dort sonst immer hängen habe, hat mir dieses Jahr keinen geschickt. Dreist!

    Aber: Ihr könnt das ändern. Ich missbrauche das Mitmachweb kurzerhand zum Wünsch-Dir-was-Web. Also: Firmen, Privatmenschen und wer Ihr auch sonst immer seid: Ich hätte gern einen schicken und praktischen Kalender im nächsten Jahr an der Wand. Alle Einsendungen stelle ich hier im Blog natürlich vor, inklusive Verlinkung zum Blog oder zur Website des edlen Spenders. Ob dann am Ende ich entscheide, welchen Kalender ich nehme oder ob Ihr das dürft, muss ich noch überlegen und hängt von der Anzahl der geschickten Kalender ab. Meine Adresse gibt’s hier. Ich danke Euch schon jetzt und bin sehr gespannt. :)

    Und: Natürlich ist das keine neue Idee. Sowas gab’s schon an anderer Stelle.

    Heute: Leipzigerin sammelt für Brasilien


    Deutsch-Brasilianerin veranstaltet Benefizkonzert zu Gunsten einer Blinden- und Sehbehindertenstiftung in Brasilien

    Die Leipzigerin Lina Maria Kotschedoff hat eine Vision: Sie will, auch weil Weihnachten ist, einer gemeinnützigen Organisation helfen. Allerdings befindet sich diese nicht in Deutschland, sondern in Brasilien. Die Sehbehinderten- und Blindenstiftung Adevis in Novo Hamburgo, zu Deutsch Neu-Hamburg, benötigt ihre Hilfe. Um Geld für die Initiative zu sammeln, veranstaltet die 25-Jährige heute ein Benefiz-Klavierkonzert im Mendelssohnhaus.
    (more…)

    Programmhinweis: Online-Bezahlsysteme

    Kurzer Hinweis in eigener Sache: Ich bin heute in einem Beitrag auf dem MDR zu sehen. In der Sendung “Mit Rat und Tat“, innerhalb von “Hier ab vier”, erzähle ich etwas zu Online-Bezahlsystemen und vor allem zu Treuhanddiensten, etwa bei Paypal, Iloxx und Iclear. Produziert wurde der Beitrag vom Leipziger Redaktionsbüro Zwei Plus. Heute ab 16.30 Uhr werd ich sehen, ob was schönes draus geworden ist. :-) Danke an Britta Bibiko für den Kontakt.

    In Zeiten, in denen die Menschen immer weniger Geld für Weihnachtsgeschenke zur Verfügung haben, kommt diese Nachricht wie gerufen: In Leipzig gibt es ab sofort eine Firma, die Spielsachen verschenkt. In der Toys Company werden Puppen, Teddys, Autos und anderes Spielzeug wieder auf Vordermann gebracht und danach an Bedürftige abgegeben. Erledigt werden die Arbeiten von 20 Langzeitarbeitslosen, die mittels Ein-Euro-Jobs wieder in den ersten Arbeitsmarkt gebracht werden sollen.

    Bundesweit gibt es bereits mehr als 50 dieser Spielzeugdoktoren, ins Leben gerufen von der Dekra Akademie und der Arbeitsgemeinschaft (Arge). Auch in Leipzig befindet sich die Toys Company unter dem Dach der Dekra in der Angerstraße 40/42. Insofern sind die Spielzeugdoktoren keine wirkliche Firma, sondern ein Projekt. Gearbeitet wird trotzdem wie in einem richtigen Unternehmen.
    Im zweiten Stock des Hauses B im Angerhof geht es handwerklich zur Sache: Es wird gesägt, lackiert, geschraubt und gebürstet. Letzteres an Haaren von großen und kleinen Puppen. „Die haben wir gewaschen, jetzt müssen die Haare getrocknet und wieder schick gemacht werden“, erklärt eine Mitarbeiterin. Eine andere sortiert und sichtet Kleidungsstücke der Puppen. Ein paar Meter weiter zählen ein Mann und eine Frau Puzzleteile. „Damit am Ende auch alle da sind und wir keine unvollständigen Dinge rausgeben“, sagt der Mann. Im Nebenraum baut Matthias Stief gerade eine Holzkiste zusammen, drei davon hat er schon fertig. Bunt bemalt und mit Namen und Telefonnummer der Toys Company versehen, stehen sie in der kleinen Werkstatt. „Die sollen bei Kinderärzten und später auch in Einkaufs- und Baumärkten aufgestellt werden, damit Spender ihre Spielsachen dort reinlegen können“, erläutert er.

    Anfang Oktober nahmen die Spielzeugdoktoren ihre Arbeit auf, entwarfen ein Logo und Flyer sowie ein Konzept, nach dem sie zukünftig arbeiten wollen. Mittlerweile ist all das geklärt. Nun folgt die eigentliche Arbeit. Neben der Reparatur sind auch organisatorische Dinge zu erledigen, wie etwa der Kontakt zu Vereinen. So kooperiert die Toys Company seit kurzem mit dem Verein Straßenkinder. „Die bringen mir Spielzeug, das finde ich ganz toll“, freut sich Gabi Edler vom Verein. In der Adventszeit fährt sie wieder mit ihrer Weihnachtsstraßenbahn über den Ring und verschenkt die reparierten Sachen an jedes Kind, das zusteigt. „Die leuchtenden Augen der Mädchen und Jungen und die Blicke der Eltern sind der schönste Dank“, zeigt sie sich begeistert.
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    Rechtschreibung im Keller

    Der Onlineversender schneider.de schickt dieser Tage Sonderangebote per Newsletter durch die Lande. Das Niveau ist dabei ganz unten im Keller:

    Die Rechtschreibung leider auch.

    Ich sehe in letzter Zeit diesen Fehler mit “das” und “dass” sehr häufig. Warum zum Teufel kann das keiner mehr? Genauso wie es offenbar schick ist, falsche Artikel zu verwenden. “Ich hab da mal ein Tipp für Dich”. Oder “Ich habe mein Schlüssel vergessen”. Sowas findet sich nicht nur im Netz ganz oft, sondern auch zunehmend in Zeitungen. Hilfe! Lernt wieder Deutsch!

    Ach, hier gibt’s den Newsletter auch online.


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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