von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
22.
12.
2008
10:13
Seit einigen Monaten ist Uwe Schneider bei der BCS Programmchef von sieben Radiostationen: den Sächsischen Lokalradios und Hitradio RTL. Im Interview gibt er zu, dass die Musik bei allen Sendern weitgehend identisch ist. Und er plädiert für mehr Identifikationspersonen. Viel zu tun für Schneider.
Nachzulesen ist das von mir geführte Interview in der Freien Presse vom 19.12.2008 oder auf radioszene.de
5 Kommentare für "Uwe Schneider hat “noch viele Ideen für echtes Innovationsradio”"
Ich muss gestehen: Das sind viele Allgemeinplätze und wenig Neues dabei!
Inhaltlich bietet der Sender kaum was außer “bla bla”, d. mir als Hörer in Sachsen wenig nutzt.
Ich brauche keine Hollywood-Größen – ich will wissen, was vor meiner sächsischen Haustür passiert, wie ich sparen kann oder ein schöneres Leben habe…
All das – also einen griffigen Nutzwert – bietet mir der Sender nicht (und das Interview auch keine Aussicht darauf)… Leider.
[...] wirklich viele Journalisten in Sachsen, die sich mit Medien auseinandersetzen, einer von ihnen ist Daniel Große aus Leipzig (in diesem Blog schon mehrfach verlinkt). Für die “Freie Presse” in [...]
Ich weiß nicht, ob wirklich viele Radio hören, um “lokale Neuigkeiten” zu hören oder Spar-Tipps zu erhalten.
Wenn man die “Radio-Szene” der letzten 15 Jahre mit der (in Westdeutschland) in den 80igern vergleicht, dann sind halt eine Menge SuperDuperInnovativUnterhaltungs-Sender dazugekommen.
Da der Ö-R-Bereich häufig genug seine GEZ-Kohle eingesetzt hat, um sein Angebot auszuweiten, treten sich die Anbieter halt irgendwann gegenseitig auf den Zehen ´rum.
Irgendwann ist Zahltag.
Hey Uwe trommel die Teens wieder zusammen und spielt wieder guten Rock.
Ein Fan der Teens
[...] Daniel Große, einer der wenigen fundiert berichtenden Medienjournalisten in Mitteldeutschland, hat für die Freie Presse und radioszene.de ein längeres Gespräch mit Uwe Schneider geführt. Der ist seit Herbst PD von RTL Sachsen und den Stadtradios der SLP in Personalunion. Darin erklärt U.S., dass er binnen drei bis vier Jahren die Hörerzahlen von derzeit 92.000/h verdoppeln möchte. Das würde ja dann zeitlich fast mit dem Ende der analogen Hörfunkverbreitung zusammenfallen (2014). Im Ernst – viel Erfolg bei dem Unterfangen. Wo allerdings die Inhalte sind, für die RTL 34 Stunden bräuchte, um sie alle zu versenden, muss er mir mal irgendwann erklären. Auch RTL Sachsen ist ganz schlichtes Formatradio. Und bei dem steht nun mal die Musik im Vordergrund – Schneider selbst beschwört ja im gleichen Interview die Musikkompetenz seines Programms. Womit er allerdings recht hat: Quote gibts heute (wieder) durch die richtige Mischung – zielgruppengenau programmierte Playlist und Radio-Personalities. Nur die laufen nicht so oft frei rum. [...]