von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
09. 01. 2009 10:45
Der Verkauf von Basic Thinking, dem Blog von Deutschlands Vorzeige- und Leitblogger Robert Basic, bewegt nicht nur die Blogosphäre, sondern nahezu alle traditionellen Medien. Teilweise werden sogar aktuelle Wasserstandsmeldungen mitgeteilt.
Seit gestern ist die Auktion bei eBay online – und schon wird Trittbrett gefahren: So teilt beispielsweise eBay-Nutzer liborum seine Meinung zum Verkauf des Blogs mit – in einer eigenen Auktion. (Update: So schnell kann’s gehen – die Auktion wurde gelöscht. ) Was genau er verkauft, ist nicht genau ersichtlich – aber offenbar bettelt er die Netzgemeinde an, nicht Robert das Geld zu geben, sondern ihm, wie er unter anderem schreibt:
Seien wir doch ehrlich, der Basic kommt heute Nacht vor lauter Lachen über die ganzen Trottel, die hier ihre Moneten ins digitale Nirvana schicken, nicht in den Schlaf. Nein, statt einen Haufen Kohle dem “Starblogger” Basic für nichts hinterherzuwerfen, solltet ihr lieber einem einfachen, armen Menschen wie mir etwas geben, jemandem, der nicht das Privileg hat, tausende Euro mit schlecht geschriebenen Blogeinträgen zu machen, der Probleme hat, in diesem tollen “Sozialstaat” BRD überhaupt über die Runden zu kommen. Auf jeden Fall aber: denke selbst, denke kritisch! Entziehe Dich diesem ganzen Hype!
Zwei Nutzer hatten bereits Mitleid und haben das Startgebot von einem Euro bestätigt und den Preis bislang auf 1,50 Euro getrieben. Zu finden ist die Heulsuse übrigens in der Kategorie Möbel und Wohnen / … / Innendekoration. Vielleicht will er ja sein Heim aufmöbeln.
Wertvoller könnte da schon die Auktion “Der Wert des Blogs von Robert Basic” sein. Diese ist seit gestern online, Anbieter ist ein gewisser Lothar Lammfromm. Dieser nennt sich auch gern mal “Dr. Dean” und betreibt das nach eigenen Angaben linksliberale Blog Der Morgen. Was Lammfromm, der offenbar gern über Politiker lacht, zum Experten für Blogs und Geschäftsideen macht, konnte ich leider nicht herausfinden. Auf der Angebotsseite schreibt er aber:
Wer diesen Artikel ersteigert, der erhält ein exklusives Textdokument mit dem Umfang von mindestens zwei Seiten Umfang, sowie mindestens 3000 Zeichen. Darin enthalten ist meine Einschätzung, welchen Wert das Blog “Basic Thinking” von Robert Basic hat. Dieses Dokument (es enthält u.a. drei Geschäftsideen bzw. Verwertungsideen) wird als Brief verschickt, auf Wunsch auch zusätzlich per Email. Vorab: Ich gehe davon aus, dass Roberts Blog Basic Thinking, kluge Nutzung vorausgesetzt, einen Wert von deutlich über 25.000,- Euro hat.
Na dann, ran an die Expertentipps! Ab einem Euro geht’s los.
07. 01. 2009 16:53
Nagut, fast. Die dumpfbackige Hotelerbin sagt aber, erst mit zwei Männern Sex gehabt zu haben. Ob sie damit das aktuelle Jahr meinte, ist nicht überliefert. Nein, ich Wirklichkeit sei sie gar nicht so, wie von den Medien immer dargestellt. 95 Prozent wären an den Haaren herbeigezogen. Meistens küsse sie nur, um sich den Respekt bei den Männern zu wahren.
Hach, es gibt einfach News, die einem den Tag retten.
06. 01. 2009 09:23
Ich mag sie ja, diese Agenturen, die vorgeben, etwas vom Netz zu verstehen. Diese Agenturen, die losziehen und potentiellen Kunden vorgaukeln, sie könnten Suchmaschinenoptimierung anbieten. Diwe-Media ist so eine Agentur. Die offenbar – reine Mutmaßung von mir – im Kundenauftrag seit mehreren Monaten die Blogwelt mit ihren Spamkommentaren zuscheißt. Sorry für diesen Ausdruck, aber was da rauskommt ist mehr als Dünnpfiff.
Auf mehreren von mir betreuten Blogs laufen seit geraumer Zeit Kommentare auf, die als Absendermail comments@diwe-media.de oder kommentar@diwe-media.de und ähnliches tragen. Die verlinkte Webadresse ist meist unterschiedlich, der abgelassene Kommentar tut häufig so, als habe er mit der Sache zu tun. Meist sieht man aber, dass sich mit der wirklichen Thematik nicht beschäftigt wurde.
Im November 2008 entschuldigte sich Geschäftsführer Dirk Wehrshofen noch bei Mike Schnoor und gelobte Besserung. Seitdem scheint die Spamkommentarmaschinerie aber erstmal richtig angelaufen zu sein. Zumindest in den von mir betreuten Blogs tauchen täglich mehrere neue Kommentare mit Adressen von Diwe-Media auf.
Daher eine Bitte, nein, eher eine Aufforderung an die großartigen Suchmaschinenoptimierer aus Bad Neuenahr: Hört umgehend mit diesem Käse auf! Diverse Blogbetreiber greifen inzwischen zu harten Bandagen: Sie markieren die Kommentare der Diwe-Spammer als eben solchen Spam – in der Hoffnung, Akismet würde, wenn noch mehr Blogbetreiber dies tun, die IP- und Mailadressen der Diwe-Media in die Blacklist aufnehmen. Eine gute Idee, wie ich finde.
Interessant übrigens, wie Diwe-Media auf ihren Seiten für die Optimierung wirbt: (natürlich verzichte ich an dieser Stelle auf eine Verlinkung, ihr seid alle selbst schlau genug..)
DiWe-Media hat sich auf dieses Gebiet spezialisiert und weiß genau worauf es bei der Suchmaschinenoptimierung für Google ankommt. Mit legalen Mittel verhilft Ihnen DiWe-Media ein dauerhaftes, gutes Ranking bei Google zu erreichen – ohne Spam und anderen unseriösen Mitteln.
Nee, iss klar…
Im GC-Blog umgehen wir seit einigen Monaten die nervige Backlink-Löscherei, indem wir einfach keine Links mehr auf dem Namen des Kommentargebers zulassen. Das mag dem allgemeinen Sinn von Blogs widersprechen, schont aber die Nerven.
Nachtrag: Im Blog von Diwe-Media übrigens ist die Kommentarfunktion gesperrt. Die werden schon wissen, warum…
05. 01. 2009 13:36
Vor ein paar Tagen bin ich beim Zappen zufällig auf “Die Brücke nach Terabithia” gestoßen. Der Film lief bei Premiere, das mir neuerdings immer öfter den Fernsehabend rettet, weil im Werbefernsehen nur noch Unterschichten-Niveau geboten wird. Dieser Film zog mich und auch meine Tochter sofort in seinen Bann. Ein wunderschönes modernes Märchen, in dem es um die Kraft der Phantasie geht. Mit zwei beeindruckenden Kindern in den Hauptrollen. Vor allem von AnnaSophie Robb war ich echt beeindruckt. Man nimmt ihr die unbeschwerte, leicht durchgeknallte Art sofort ab und hat während des Filmes eigentlich nur ein Lächeln auf dem Gesicht. Bis zu dem Ereignis, das alles verändern sollte.
Wer kann, unbedingt bei Premiere sehen oder aufzeichnen (lassen) oder auf DVD besorgen.
“Schließ die Augen, dann siehst Du noch viel mehr” – ein Satz, den sich Erwachsene in der heutigen, eher sachlichen Zeit wieder mehr zu Herzen nehmen sollten.
03. 01. 2009 16:28
Für viele Familien gehört er vor allem in der kalten Jahreszeit dazu, der Spaziergang an einen der Tauchaer Teiche oder die Parthe. Im Gepäck ist dabei meist ein Beutel geschnittenen Brotes für Enten und andere Wasservögel. Angesichts der eisigen Temperaturen der vergangenen Tage warnt die Anglervereinigung Parthenaue vor dieser Fütterung. „Gerade an Wochenenden kann man beobachten, dass viele Menschen ganze Säcke voller Brot ins Wasser oder an den Rand kippen. Damit tun sie aber weder den Vögeln noch den Fischen einen Gefallen“, sagt Vorsitzender Hans-Jürgen Boeckler. Durch die übermäßige Fütterung würde das Wasser sauer. Zudem bildeten sich Algen, Bakterien und schließlich Krankheitserreger, die nicht nur für Tiere, sondern auch Menschen schädlich seien. Gemeinsam mit dem Anglerverband Sachsen appelliert Boeckler darum an die Vernunft: „Die Tiere finden in jeder Jahreszeit genügend Futter in der Natur. Das Beste ist, das Füttern komplett zu unterlassen und sich stattdessen einfach so an den Enten zu erfreuen“, erläutert er. Die meisten Fische bräuchten über den Winter ohnehin nichts zu fressen, sie erstarren bei kalten Temperaturen und fahren ihren Kreislauf herunter. Werde es wärmer, gingen sie wie gewohnt auf Nahrungssuche.
Die Wasserqualität der Tauchaer Teiche sei derzeit sehr gut, sagt Boeckler. „Das zeigt sich auch daran, dass wir immer öfter den Eisvogel bei uns sehen, der sehr wählerisch ist und nur an wirklich saubere Gewässer kommt. Es wäre schade, wenn dies durch unvernünftige Spaziergänger zunichte gemacht würde.“ Eine Maßnahme, um Aufklärung bei der Bevölkerung zu erreichen, sieht er in Informationstafeln an den Schöppenteichen. „Vielleicht gehen wir das ja mal mit der Regionalgruppe des Naturschutzbundes an“, überlegt er.
Erschien am 3. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
01. 01. 2009 00:01
Möge all das, was Ihr Euch wünscht, in Erfüllung gehen. Maximale Erfolge in 2009!