GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for August, 2009

Saison im Parthebad wird verlängert

Taucha. Gutes Wetter im August, der Besuch von Schulklassen und zahlreiche Familien bescheren dem Parthebad in dieser Saison einen Besucherrekord. Der 30 000. Gast konnte gestern begrüßt werden.

Bei 20 Grad Luft- und 23 Grad Wassertemperatur herrschte im Parthebad nur wenig Betrieb. Einige Rentnerinnen zogen eisern ihre Bahnen im Schwimmerbecken. Trotzdem war Ronald Hanns, leitender Schwimmmeister aufgeregt. „Wir erwarten den 30000. Badegast der diesjährigen Saison.

Im Juli hätte ich nicht gedacht, dass wir diese Marke doch noch knacken würden“, sagte er. Doch das heiße Wetter der vergangenen Tage sorgte für einen deutlichen Zuwachs der Badegäste.
Im vergangenen Jahr fanden 29100 Menschen ins Parthebad. Für die gute Statistik in diesem Jahr sorgte vor allem der August. „Allein diesen Monat hatten wir über 15000 Gäste, das sind sage und schreibe 10000 mehr als im August des Vorjahres“, informierte er. Verändert haben sich seiner Meinung nach auch die Gewohnheiten der Badegäste. „Es werden immer weniger regelmäßige Bader, die hier zum Schwimmen herkommen. Stattdessen kommen die Leute zum Spaß haben und Abkühlen an heißen Tagen. Das heißt, wir sind noch mehr auf schönes Wetter angewiesen“, so Hanns.

Zu den regelmäßigen Badern zählt Thomas Wiedemann. Der Panitzscher war laut eigenem Bekunden „bestimmt schon zum 75. Mal in diesem Jahr im Bad“. Kein Wunder, denn der 34-jährige Volljurist nimmt sich derzeit eine berufliche Auszeit und versucht, eine Karriere als Profi-Triathlet zu starten. „Darum muss ich viel trainieren und hier im Parthebad finde ich die optimalen Voraussetzungen. Anfang Juni war ich bei sieben Grad Außentemperatur im Neoprenanzug der Einzige im Schwimmerbecken“, berichtete er. Insofern wurde ihm die Ehre als 30000. Besucher „zu Recht“ zu teil, wie Ronald Hanns meinte. Als kleine Anerkennung bekam Thomas Wiedemann eine Zehnerkarte und das Buch über das Parthebad überreicht. „Das kommt mir recht, ich wollte mir ohnehin gerade eine neue Zehnerkarte kaufen“, lächelte Wiedemann.

Dass die Zehnerkarte noch zum Einsatz kommt und auch ausgenutzt werden kann, davon ist Ronald Hanns überzeugt: „Wenn die Witterung so anhält, werden wir bis 13. September geöffnet haben.“ Ein weiterer Grund, auch für Leipziger, wo bereits am 5. September die Freibadsaison endet, das Bad zu besuchen. Familien würden sich stets über das gepflegte Grün freuen. „Und das, obwohl uns die Wiese gerade an heißen Tagen oft verbrennt. Aber das bekommen wir auch noch in den Griff“, so Hanns.

Erschien am 27. August 2009 in der Leipziger Volkszeitung.

Irgendwas mit Computerspielen

Eine farbenverkehrte Deutschlandfahne, ein Bundespräsident namens Klaus, eine Frauenkirche, wo eigentlich ein Rathaus hingehört oder die Fusion von Mercedes und Porsche. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Pannen diverser Fernsehsender bei der Einblendung ihrer zur Nachricht gehörenden Bildchen, im Fernsehjargon wohl “Picto” genannt. Die Erklärungsversuche hinterher sind vielfältig. Oft wird natürlich menschliches Versagen ausgeschlossen und eine sich verselbstständigende Maschine verteufelt.

Wir alle aber wissen: Maschinen tun nur die Arbeit, die ihnen ein Mensch zuteilt. Und so ist es wohl auch nur einem Menschen zu verdanken, dass wir heute folgendes Picto im ARD Morgenmagazin sahen:

gamescom-gc

Was das ist? Die Bebilderung zum Interview mit Computerspiele-Experte Wolfgang Bergmann. Wir sehen einen Controller, das Logo der “klassischen” Games Convention, die 2008 zuletzt stattfand, und den Rest eines Schriftzuges. Nur “COM” ist noch zu sehen. Dieses Logo, bzw. verfälschte Logo stammt aus einer Zeit, zu der die gamescom in Köln noch kein Logo besaß. Offenbar hatte ein übereifriger User ein solches Logo gebastelt, ohne sich mit Markenrechten oder überhaupt dem Messegeschäft auszukennen. Das erste Mal ist mir das Logo auf einer mutmaßlich amerikanischen Website im vergangenen Jahr untergekommen. Leider finde ich die heute nicht mehr. Dummerweise schwappte das Logo aber auch nach Deutschland und erschien 2008 unter anderem bei play3.de. Und blöderweise nutzen selbst in diesem Jahr noch vereinzelte Websites dieses Logo, wobei die gamescom doch bereits seit 19. August 2008 ein eigenes Logo besitzt.

Dass nun ausgerechnet im ARD Morgenmagazin dieses falsche Picto erschien, ist doppelt peinlich. Denn das MoMa wird vom WDR produziert. Der mit seinem Sitz in Köln die heute begonnene gamescom direkt vor der Haustür hat. Die gamescom, die sich seit Monaten rühmt, ganz Köln zur Spielstadt zu machen. Offenbar war das Trommeln nicht einmal laut genug, um die lokalen Medien genügend zu informieren.

Wie es das falsche Logo ins Programm geschafft hat, habe ich die beiden Leiter des ARD Morgenmagazins vor einigen Minuten per E-Mail gefragt, eine Antwort steht also noch aus und wird nachgereicht. Bis dahin mutmaße ich: Die Google-Bildersuche bringt das falsche Logo bei der Abfrage nach “gamescom” auf dem zweiten Platz. Direkt neben dem richtigen Logo.

Das Interview ist in der ARD Mediathek abrufbar.

Update 17.30 Uhr: Hanno Frings, stellvertretender Redaktionsleiter beim ARD Morgenmagazin schrieb mir:
“Wir werden mit unserer Grafik darüber reden. Falls eine Verwechslung vorliegt, ist das nicht schön und tut uns leid. Passiert ja gottseidank nicht häufig.”

Disclaimer: Ich bin freier Mitarbeiter der Leipziger Messe und berichte seit 2006 mit Kollege Thomas Gigold von der Games Convention.

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  • Er heißt Willkommen

    dennis-willkommen

    Klingt wie ein Witz, ist aber wahr: Am Empfang des Radiozentrums Leipzig am Markt wird man von Dennis Willkommen begrüßt. „Ja, mit diesem Namen bin ich wohl der geborene Mann für den Empfang“, schmunzelt der 27-jährige Dresdner. Ein ewiger Job ist das aber nicht. „Ich studiere in Leipzig Sportmanagement, das hier ist also übergangsweise“, sagt er. Mit seinem Namen hat Dennis Willkommen nur positive Erfahrungen gemacht. „Als Kind wurde ich nicht gehänselt, so wie andere. Nur über den Spruch, warum meine Eltern mir nicht den Vornamen ,Herzlich’ gegeben haben, konnte ich irgendwann nicht mehr lachen.“ Auch im Alltag beweise sich der „einladende Nachname“ als Vorteil. „Man kommt sofort mit Fremden ins Gespräch, sogar auf Ämtern geht alles ein bisschen leichter.“ Woher der Name kommt, weiß Dennis nicht. Nur, dass er in Dresden wohl besonders häufig vorkommt. Auch das Familiennetzwerk verwandt.de geht davon aus, dass im Dresdner Raum und der Sächsischen Schweiz die meisten Willkommens leben – deutschlandweit gebe es etwa 500. Auch Dennis’ dreijähriger Sohn Collin und die einjährige Tochter Emma heißen so. Nur Freundin Franziska Kasparek muss noch überzeugt werden, ihrem Dennis immer „Willkommen“ zu sein.

    Erschien am 19. August in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Energy Sachsen startet neu

    Energy Sachsen erfindet sich ab heute neu. Morgenmoderatorin Friederike Lippold alias Freddy Ende hatte sich Juli nach neun Jahren tränenreich von der Morningshow Knallwach verabschiedet. Darum bezieht heute Nadine Kallenbach „Die Energy Sachsen Aufsteh-WG“. Als Mitbewohner wurden Melanie Dlamini, verantwortlich für das Wetter, und David Mannheim, künftiger Mann für den Service und Verkehr, verpflichtet. Nadine Kallenbach kam im Juli von der MDR-Popwelle JUMP zu Energy Sachsen. Melanie Dlamini stammt aus Österreich und war zuletzt als DJane und Autorin beschäftigt. David Mannheim ist bereits seit längerer Zeit Produzent der Morgensendung „Knallwach mit Freddy“ gewesen und wird diese Tätigkeit auch fortführen. Inhaltlich sollen laut Morgenmoderatorin Nadine Service und Tipps im Vordergrund stehen. „Wir bieten ganz klar auf die Zielgruppe zugeschnittene Infos“, sagt sie. Unter anderem soll es Rubriken wie „WG-Schnorrer“, „WG-Aufreger“ und „Netz-WG“ geben.

    nadine-aufsteh-wg

    Doch nicht nur die Morgensendung ist neu. Seit April verantwortet Carola Jung als Programmchefin den Sender inhaltlich. „Wir haben sehr viel gearbeitet und das Programm neu ausgerichtet“, sagt sie. Die Mittagssendung von 10 bis 14 Uhr ist thematisch auf das Internet zugeschnitten. Oli Harrington, der mit Unterbrechung seit vielen Jahren für Energy moderiert, informiert in „Online mit Oli“ zu Communities, bringt Netzfundstücke oder erzählt, was im Internet derzeit Trend ist. Nutzen wolle der Sender dabei auch seine Präsenzen in den Netzwerken Facebook und Twitter. Eine echte Vernetzung mit der Internetgemeinde über eine eigene Plattform, etwa wie bei MDR Sputnik, sei aber nicht geplant. Der Nachmittag von 14 bis 18 Uhr wird von Marie Possehl moderiert. Die 25-Jährige war zuletzt bei Stationen in Berlin tätig und soll in ihrer Sendung vor allem „Hits am laufenden Band“ spielen. Musikkompetenz soll auch Eric Mickan beweisen, der von 18 bis 21 Uhr Neuvorstellungen, das Album der Woche und Newcomer-Bands spielen will. In der Musikfarbe soll sich nichts ändern. „Hit Music only“ bleibe nach wie vor der Slogan.

    Programmchefin Carola Jung setzt in das junge Team große Hoffnungen. „Wir müssen uns allesamt nicht erst in die Zielgruppe hineindenken – wir sind selbst Zielgruppe und wissen, was uns interessiert oder langweilt. Alle sind mit 100 Prozent dabei“, sagt sie. Was vielleicht auch wieder der Quote hilft. Nach einer kurzen Erholungsphase sanken die Hörerzahlen wieder. Die Mediaanalyse im Juli wies für Energy Sachsen nur noch 40.000 Hörer in der Durchschnittsstunde aus. Zahlen, mit denen sich ab September auch Freddy nochmals plagen muss. Nach ihrem Urlaub will sie bis etwa Mitte Oktober, wahrscheinlich am Wochenende, weitersenden. Der errechnete Geburtstermin für ihren Sohn ist Heiligabend.

    Erschien am 19. August 2009 in der Leipziger Volkszeitung, der Freien Presse und auf radioszene.de

    Twitgrillen im Rosental: Treffen mit Fremden

    Leipzig. Die meisten kennen sich gut. Aber nicht persönlich und nicht mit ihren richtigen Namen. Frau_Biene, zumpe, roonie_14, laila99, feechen, outist, ritman77, Konni, Bascht oder auch Koze sind Leipziger, die sich über das Internet kennen gelernt haben. Sie unterhalten sich bei Twitter, dem Internetdienst, bei dem man Kurzmitteilungen an wildfremde Leute schicken kann. Die Website Twittermap geht davon aus, dass mindestens 500 Messestädter regelmäßig Dinge wie “Sitze beim Frühstück auf dem Balkon”, “Fahre Straßenbahn” oder “Blödes Wetter heute” in die Welt zwitschern.

    Daraus entstand der Wunsch, sich mal persönlich kennen zu lernen. Am Freitagabend trafen sich rund 40 Benutzer im Rosental zum Twitgrillen, einem Grillfest der Twitterer. “Es ist bereits das zweite Treffen, das erste fand im Mai statt”, sagt Organisator Martin Neuhof, 24-jähriger Mediengestalter, der unter dem Pseudonym ritman77 zu erreichen ist. “Es gibt in Deutschland und Österreich bereits mehrere Twitgrillen, so kam ich auf die Idee, das auch in Leipzig zu etablieren”, sagt er. Der Termin wurde im Netz mittels einer Umfrage von den Teilnehmern bestimmt. “Das erste Treffen lief schon sehr gut ab, alle Leute waren sehr nett, so wie man es von Twitterern her gewöhnt war. Darum wollten wir das unbedingt wiederholen”, sagt Martin Neuhofs Freundin Linda Meier , die als LIinLE twittert.

    Damit sich alle erkennen, trugen sie große Namensschilder. Was teilweise zu verwirrenden Sätzen wie “Willst du noch eine Bratwurst, Frau dolmetschen_LE?” führte. “Ja, wir haben wirklich Probleme, die echten Namen der Leute zu sagen”, schmunzelte auch Andreas Krüger alias zumpe und Sabine Lau alias Frau_Biene. So blieb es meist bei den Pseudonymen. Noch während des Treffens wurden via Handy Sätze wie “Gerade großes Gruppenfoto beim Twitgrillen” oder “Nett hier” in die Welt geschickt. Am Ende waren sich alle einig, dass dies nicht das letzte Treffen war.

    Erschien am 17. August 2009 in der Leipziger Volkszeitung.

    Umleitung für die Umleitung

    loch-grassdorfer

    Taucha. Die umfangreichen Baumaßnahmen in Taucha belasten nicht nur die Anwohner an den Umleitungsstrecken, sondern auch immer mehr die Straßen selbst. Auf der Graßdorfer Straße etwa in Höhe Hans-Sachs-Straße senkt sich nun der Fahrbahnbelag. Vielmehr noch: Ein etwa fußgroßes Loch ist zu sehen. Die Stadtverwaltung hat als erste Reaktion zwei Warnbaken auf die augenscheinlich immer größer werdende Öffnung gestellt. Ab heute soll laut Ordnungsamt gebaut, sprich die Straße aufgerissen und neu verfüllt werden. Aus diesem Grund wird die Graßdorfer ab Matthias-Erzberger-Straße in Richtung B87 zur Einbahnstraße. Wer die Gegenrichtung befahren will, muss eine große Runde über Gießereistraße, Straße des 17. Juni und Gerichtsweg nehmen. Auch Schulbusse fahren diesen Weg. Voraussichtlich am Freitag sei das Loch verfüllt und die Umleitung aufgehoben.
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    Biker und Musik beim Countrytreffen

    Taucha. Zum vierten Mal fand am Wochenende das Country-Fest und Biker-Treffen auf dem Schlosshof statt. Alleinveranstalter Rainer Klöpsch bot Countrymusik, eine große Ausfahrt für Motorradfahrer und erstmals einen Linedance-Workshop. Die Besucherzahlen waren im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.
    tau_biker_1fav

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    Corinna

    Und dann war da noch diese Geschichte, die wohl nicht nur uns Leipziger berührt hat. Nichtmal ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod von Michelle wurde wieder ein Mädchen entführt, missbraucht und getötet. Für die Neue Ruhr Zeitung nahm ich an der Pressekonferenz teil, bei der Einzelheiten zum mutmaßlichen Mörder mitgeteilt wurden. Danke für den Auftrag, auch wenn der Anlass nicht unbedingt Freude machte.

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  • Filed under: Lokales, Schlimmes
  • Freddy: Heulanfall bei letzter Knallwach-Sendung

    Und noch ein Nachtrag – diesmal vom 1. August 2009. In der LVZ erschien dieser Text.

    freddy_carola-jungSo eine emotionale Sendung wie die gestrige gab es für Freddy alias Friederike Lippold von Energy Sachsen noch nie. Zum letzten Mal moderierte die 30-Jährige ihre Morgensendung „Knallwach“, die zum Abschied in „Knallweg“ umbenannt wurde. Wie berichtet ist Freddy schwanger, am 24.12. soll ihr Kind kommen. In der letzten Sendung blickte sie noch einmal zurück auf neun Jahre Morningshow. Ehemalige Kollegen und Hörer kamen zu Wort, wünschten der Moderatorin alles Gute. Sogar die Konkurrenten André und die Morgenmädels von Radio Leipzig grüßten Freddy in ihrer Sendung. Resultat: Ein Heulanfall nach dem anderen. „Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht zu flennen, aber irgendwann gings einfach nicht mehr“, sagte sie kleinlaut und wischte sich die Tränen weg. Von Programmchefin Carola Jung und dem Rest des Teams bekam sie als Überraschung eine große Torte mit ihrem Bild geschenkt. Und wieder flossen Tränen der Rührung. Jetzt folgen drei Wochen Urlaub mit Kugelbauch und Freund und Papa Tilo Holzapfel. Danach will die Morgensirene bis Mitte Oktober auf einem anderen Sendeplatz funken. „Sicher am Wochenende, ganz weg bin ich also noch nicht“, lächelte sie. Und noch ein Detail verrieten die werdenden Eltern: „Es wird ein Junge. Einen Namen suchen wir aber noch.“

    Annemarie Eilfeld: Die pinke Lady Gaga


    Nicht nur die GCO beschäftigte mich Ende Juli, auch bei Radio PSR war ich kurz, um Annemarie Eilfeld zu treffen. Der Artikel erschien am 30. Juli 2009 in der Leipziger Volkszeitung und wird hier nun nachgetragen, der Vollständigkeit halber. :)

    annemarie-eilfeldAnnemarie Eilfeld wurde bei der sechsten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ zwar nur Dritte, aber trotzdem im ganzen Land bekannt. Während der Mottoshows versuchten der Fernsehsender RTL und diverse Boulevardblätter dem Publikum weiß zu machen, die hübsche Blondine sei eine Zicke. Am Montag besuchte die gebürtige Wittenbergerin Radio PSR am Marktplatz. Und war überhaupt nicht zickig. Sehr locker, entspannt und immer ein Lied auf den Lippen lief sie durch den Sender, gab Interviews und plauderte mit Moderator Matthias Müller.

    Im Schlepptau hatte die 19-Jährige drei Musiker, mit denen sie live ihren Titel „Dissappointing Love“ zum Besten gab. „Den Song habe ich vor etwa einem Jahr geschrieben, aus Liebeskummer“, sagte sie nachdenklich. Liebeskummer sei auch der Grund gewesen, warum sie sich damals am Casting beteiligte.

    Trotz ihres dritten Platzes in der RTL-Show hofft Annemarie nun auf den musikalischen Erfolg. „Wenn alles klappt, veröffentliche ich in ein bis zwei Monaten eine Single“, hoffte sie. Welcher Titel das sein wird und wie die Titel ihres vielleicht bald kommenden Albums heißen, durfte sie noch nicht verraten. „Es geht aber wohl größtenteils um Liebe“, meinte sie. Unterstützung bekommt sie von ihrem Vater und befreundeten Musikern, wie Lars Rettkowitz. Mit ihm gründete sie das Projekt LaMie und macht nun Musik, die klingt „wie eine Mischung aus Pink und Lady Gaga“, beschreibt sie. Tatsächlich erinnern Songs wie „Bitch“ und „This Girl“, die man auf ihrem MySpace-Profil hören kann, sehr an diesen Stil.

    Von Leipzig war Annemarie begeistert, ist die Stadt doch für sie fast zweite Heimat. „Mein Onkel wohnt hier, darum bin ich recht oft da.

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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