von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
11.
08.
2009
11:11

Taucha. Die umfangreichen Baumaßnahmen in Taucha belasten nicht nur die Anwohner an den Umleitungsstrecken, sondern auch immer mehr die Straßen selbst. Auf der Graßdorfer Straße etwa in Höhe Hans-Sachs-Straße senkt sich nun der Fahrbahnbelag. Vielmehr noch: Ein etwa fußgroßes Loch ist zu sehen. Die Stadtverwaltung hat als erste Reaktion zwei Warnbaken auf die augenscheinlich immer größer werdende Öffnung gestellt. Ab heute soll laut Ordnungsamt gebaut, sprich die Straße aufgerissen und neu verfüllt werden. Aus diesem Grund wird die Graßdorfer ab Matthias-Erzberger-Straße in Richtung B87 zur Einbahnstraße. Wer die Gegenrichtung befahren will, muss eine große Runde über Gießereistraße, Straße des 17. Juni und Gerichtsweg nehmen. Auch Schulbusse fahren diesen Weg. Voraussichtlich am Freitag sei das Loch verfüllt und die Umleitung aufgehoben.
Was eigentlich eine normale Sache ist, verschärft die Situation vor Ort gewaltig. Denn die Graßdorfer Straße ist derzeit als Umleitungsstrecke für die Portitzer Straße ausgewiesen. Die dortigen Baumaßnahmen der Kommunalen Wasserwerke Leipzig dauern noch bis etwa Mitte September an. Gleichzeitig begannen gestern die bauvorbereitenden Maßnahmen für den Kreisverkehr an der Portitzer/Matthias-Erzberger Straße. Mit dem Bau soll alsbald begonnen werden.

Unter der Vollsperrung des Teilstücks der Portitzer Straße haben seit geraumer Zeit auch die Anwohner der Schillerstraße zu leiden. Zwar führt die offizielle Umleitung über die B87 und den Gerichtsweg, doch Ortskundige nutzen die schmale Straße, um schneller zur Matthias-Erzberger-Straße zu gelangen. Die Verbotsschilder, die lediglich Anwohnern beziehungsweise Anliegern die Durchfahrt erlauben, verfehlen ihre Wirkung. Zeugen berichten bereits von ersten Kontrollen der Polizei. Und Anwohner befestigten an den Verkehrsschildern handschriftliche Zettel mit der Aufschrift „Bitte langsam fahren – spielende Kinder!“
Erschien am 11. August 2009 in der Leipziger Volkszeitung.
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