von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
22.
02.
2010
13:12
ACHTUNG! Sie suchen Infos über die Proformarechnung von gelbes-branchenbuch.info? Dann bitte hier entlang.
Update 15.Februar 2011: Und noch eine neue Welle. Wieder wird ungefragt per E-Mail ein PDF mit dem Namen “offerte” und einer Zahlenkombination verschickt. Im PDF ist abermals die GBB Ltd. mit Sitz “Trust Company Complex, Ajeltake Rd., Ajeltake Island, Majuro, Marshall Islands, MH 96960″ eingetragen. 65 Euro monatlich will die GBB Ltd. für den Eintrag auf gelbesbranchenbuch.com bei einer Laufzeit von zwei Jahren. In Summe ist man also 1560 Euro zzgl. MwSt. los für eine Eintragung auf einer durchweg schlecht bewerteten Website, die wohl niemand zur Suche nach Brancheneinträgen nutzen würde.
Neu ist diesmal die Absenderadresse. Die Mail wird von info@mktmaster.net verschickt. Die Domain mktmaster.net ist registriert auf einen Honig Fernando, mktmaster.net, office #3068186, c/o OwO, BP80157, 59053, Roubaix Cedex 1 in Frankreich. Der Server mktmaster.net steht in Scranton, Pennsylvania (USA). Registriert wurde die Domain erst am 9.2.2011, offenbar nur zu dem Zweck, die Werbemails zu versenden.
Ich rate dringend davon ab, den Link in der Mail zum Download des PDF zu klicken. Womöglich wird dadurch die E-Mail-Adresse des Empfängers bestätigt, was weitere Spam-Mails und andere unnütze und überteuerte Angebote nach sich ziehen dürfte.
Update 12.12.2010: Eine neue Welle wurde nun im Dezember 2010 gestartet. Via Mail, um die man nicht gebeten hat und die vorgibt, nach “§ 33 des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes” nötig zu sein, gibt es auch nun wieder Eintragungsangebote. Die Absendermailadresse ist mail@wcrmailings.net. Als Absender im anhängenden PDF ist nach wie vor die GBB Ltd. eingetragen, die auf den Marshall Islands ansässig ist. Gerichtsstand ist Budapest, Ungarn und es gelte ungarisches Recht. Meine Meinung weiterhin: Unnütz und überteuert, da die Website gelbesbranchenbuch.com nicht oder nur eingeschränkt funktioniert (Stand 12.12.2010)
Achtung! Dieser Eintrag bezieht sich auf gelbesbranchenbuch.com. Sie haben ein Fax von gelbes-branchenbuch.info bekommen? Dann bitte hier entlang.
Im Mai 2008 warnte ich bereits schon einmal vor dem “Gelben Branchenbuch”, das auf gelbesbranchenbuch.com eine Website bereitstellt, die vorgibt, eine Branchenauskunft zu sein. Um die dort zu findenden Einträge in bezahlte Premium-Einträge zu wandeln, versandte der Betreiber, die Ucalegon Ltd., per E-Mail Korrekturabzüge, die man nur kontrollieren und zurückfaxen solle. Wer hier nicht aufpasste, in der Annahme, es handele sich um einen wirklichen Korrekturabzug der richtigen Gelben Seiten, wurde schnell viel Geld los: 780 Euro jährlich bei einer Laufzeit von zwei Jahren, zahlbar im Voraus. Eine Gegenleistung, die diese Summe rechtfertigen würde, gab es nicht. Im Gegenteil: Die Website ist ständig nicht erreichbar, Suchabfragen führen ins Nichts oder dauern ewig. Die Verantwortlichen haben so ihre Probleme mit dem Zend Framework.
Jetzt, im Februar 2010, gibt es offenbar eine neue Welle vom Gelben Branchenbuch. Wieder werden mittelständische Firmen, Freiberufler und offenbar, wenn ich meinen Website-Statistiken Glauben schenken darf, auch börsennotierte Unternehmen angeschrieben. Die Masche ist die Gleiche. Das Gelbe Branchenbuch teilt in der Mail mit, man informiere “gemäß §33 des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes” über den Eintrag im “Gelben Branchenbuch 2010/2011″. Dass es sich dabei nicht etwa um ein Druckerzeugnis, sondern nur um eine schlecht gemachte Website handelt, darauf geht der Versender in der Mail nicht ein. Danach folgen einige Angaben zur Firma, bei der entweder Faxnummer oder Internetadresse fehlen. Außerdem bittet man um Prüfung des Anhangs, den man “gegebenenfalls retournieren” solle.
Der Anhang ist ein PDF-Dokument, auf dem unter der Überschrift “Eintragungsantrag” die Daten des einzutragenden Unternehmens wiederholt werden. Außerdem wird rechts daneben eine Laufzeit angegeben, die zwei Jahren entspricht. Auch in der darunter Leistungsbeschreibung ist von zwei Jahren Laufzeit die Rede. Der Preis blieb stabil: 65 Euro im Monat, sprich 780 Euro im Jahr. Eine Kündigung sei drei Monate vor Ablauf des Vertragszeitraumes schriftlich möglich. Außerdem wird hier die Domain gelbesbranchenbuch.com als Veröffentlichungsmedium für den Eintrag genannt. Allerdings kann sich, so ist zu lesen, die “Internetveröffentlichungsdomain” auch ändern. Heißt: Die Firma, die gelbesbranchenbuch.com betreibt, kann von heute auf morgen die Domain dicht machen und die gesammelten Daten unter einer anderen Website veröffentlichen. Auch steht in der Leistungsbeschreibung, dass der Auftragnehmer berechtigt ist, die Forderungen ganz oder teilweise an Dritte abzutreten. Heißt: Wer zahlen muss, bekommt möglicherweise von so genannten Factoring-Firmen seine Rechnung. Zu beachten ist auch: Wie bereits 2008 steht in dem PDF-Dokument, dass tschechisches Recht gilt und der Gerichtsstand Prag ist.
Vertragspartner ist die so genannte GBB Ltd., die ihren Sitz in Majuro auf den Marshall Islands im Nordpazifik hat. War mir neu, dass die Marshall Islands zu Tschechien gehören – oder wieso glaubt diese Unternehmen, tschechisches Recht anwenden zu können?
Wir halten also fest: War es 2008 noch die Ucalegon Ltd. mit Sitz in Bangkok, die diese Schreiben verschickte, ist es heute die GBB Ltd. mit Sitz in der Hauptstadt einer idylischen Inselgruppe im Pazifischen Ozean. Was allerdings verwundert: Im PDF-Dokument sind noch immer Spuren der Ucalegon Ltd. zu finden. Der Firmenname steht in den Meta-Daten bei “Verfasser” bzw. “Author”. Auch wurde offensichtlich vergessen, den Titel des PDFs zu ändern. Hier steht immer noch “Unser Angebot 2009″. Ob das nun heißt, dass die Ucalegon Ltd. noch immer für den Versand der “Angebote” verantwortlich ist, weiß ich nicht.
Was allerdings sicher ist: Dieses PDF-Dokument sollte man natürlich NICHT an die genannte Faxnummer mit Frankfurter Vorwahl senden. Denn was dann folgt, ist eine Rechnung über die genannten 780 Euro jährlich bei Laufzeit von zwei Jahren, sprich also 1560 Euro bzw. 1856,40 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) bei quasi nicht vorhandener Gegenleistung. Denn selbst, wenn die Website gelbesbranchenbuch.com mal wider Erwarten funktioniert: Die Daten vieler Firmen stehen längst drin, auch ohne Abzock-Eintragung zu überhöhten Preisen.
Update: Einen guten Eindruck von der Seriosität der Website gelbesbranchenbuch.com bekommt man übrigens auch, wenn man sich den Quelltext der Website anschaut. Dort wird auf eine CSS-Datei gelinkt, die sich offenbar im Verzeichnis “versautesschlafzimmer” befindet.
Update II: Wenn ich oben schrieb, “die Daten vieler Firmen stehen längst drin”, dann heißt das natürlich nicht, dass das Gelbe Branchenbuch ein ernst zu nehmendes Verzeichnis wäre. Im Gegenteil. Die Suche nach zum Beispiel “Malermeister” in Leipzig bringt gerade mal drei Treffer – bei gelbeseiten.de sind es 128. Ich wollte es gerade gern noch mit “Schlüsseldienst” versuchen, aber gelbesbranchenbuch.com ist schon wieder nicht erreichbar, bzw. produziert PHP-Fehler, so wie auch beim Bestellvorgang eines Premium-Produktes.
Update III: Auch in Österreich ist das Gelbe Branchenbuch weiterhin aktiv. Dort sind es laut OTS gleich drei Jahre, die man sich binden soll. Schreiben, die an österreichische Firmen gesandt werden, tragen offenbar noch die Ucalegon Ltd. als Absender. Zudem teilt der Herausgeber der Pressemitteilung, die Herold Business Data GmbH, meinen Eindruck, dass das Gelbe Branchenbuch ein fehlerhaftes bzw. unvollständiges Verzeichnis ist.
Update 23. Februar: Die Ucalegon Ltd. hat auf die Pressemitteilung des “Herold” reagiert. Mit einer launischen Gegenerklärung.
Update 25. Februar: Die genannte Pressemitteilung der Ucalegon ist nicht mehr auf news4press.com und firmenpresse.de zu finden. Offenbar hat der Herold die Löschung verlangt.
Update 27. Februar: Unglaublich. gelbesbranchenbuch.com hat ein Update erfahren. Ein neues Design, neuer technischer Hintergrund und bessere Suchergebnisse. Nach wie vor aber ohne Impressum und klare Angabe, an welche E-Mail-Adresse das Kontaktformular gesendet wird. Zudem sei nun ein Eintrag zum Null-Tarif möglich. Am Button “Jetzt buchen” ist ein Sternchen zu sehen. Erklärt wird dieses Sternchen nirgends. Dafür scheinen die Programmierer Humor zu haben. Und Ostdeutsche zu sein. Das Hintergrundbild zum “kostenlosen Basiseintrag” wurde nach der DDR-Fernsehserie “Du und Dein Garten” benannt. Nach wie vor muss allerdings gesagt werden: Wie das Gelbe Branchenbuch versucht, an Premium-Kunden zu kommen, ist unlauter und unseriös. Ob 65 oder 99 Euro für die gebotenen Leistungen angemessen sind, muss jeder mit sich selbst ausmachen.
Update 1. März 2010: Nun gibt es auch ein Impressum. Herausgeber des Gelben Branchenbuches ist demnach eine MCP Holding Ltd. aus Belize in Südamerika. Zudem suchen die Verantwortlichen jetzt nach den fünf besten Antworten auf die Frage, warum ihr Produkt besser ist als die Konkurrenz. Unfassbar, die nehmen sich tatsächlich sehr ernst.
Update 27. Januar 2012: Derzeit lässt gelbesbranchenbuch.com nicht nur die offenen Rechnungen vom Inkassounternehmen Feigenbaum & Stern einfordern, sondern erlässt auch einen europäischen Zahlungsbefehl. Infos dazu hat Rechtsanwalt Thomas Meier aus Berlin.
45 Kommentare für "Gelbes Branchenbuch: Neue Abzock-Welle"
Vielen Dank für diese ausführliche Info, die ich durch den Existenzgründerverein vfe-kelkheim bekam und nach einem entsprechendem Link googelte. Ich werde diesen Link an meine örtliche IHK weiterleiten, um dies so gut wie möglich zu verbreiten.
Hoffentlich tun das auch viele andere.
mr-pommeroys
Nix zu Danken, Mr Pommeroys. Viele Grüße an Miss Sophie.
IHK Wiesbaden , Dihk und Ahk wurden mit Mails informiert wie versprochen ! Und auf Twitter.
Nun fehlen noch alle restlichen IHK-Städte der noch hoffentlich vielen folgenden Leser !!!
Grüße mr-pommeroys
[...] Quelle: danielgrosse.com / Zum Artikel [...]
[...] Gelbes Branchenbuch: Neue Abzock-Welle » GROSSE WORTE (tags: internet) [...]
[...] habe ich nun auch einen Artikel in der Leipziger Volkszeitung veröffentlich. Neben bereits bekannten Fakten finden sich hier auch Zitate der IHK Leipzig und von [...]
[...] Nach eine Google Suche zu dem Thema bin ich über einen kleinen Umweg auf den Blog von Daniel Große gestoßen, der den kompletten Sachverhalt schon sehr schön beschrieben hat: Gelbes Branchenbuch: Neue Abzock-Welle [...]
Ich hab diese Mail diese Woche zum zweiten Mal bekommen, da ich im Februar nicht reagiert habe.
Zum Teil enthält sie falsche Angaben, zum Teil völlig veraltete.
Besonders hinterhältig finde ich diesen Satz:
“Wir bitten Sie freundlichst, die Daten zu überprüfen sowie den Anhang und diesen gegebenfalls an uns per Fax zurückzusenden.”
Ich bringe mal schnell meine Daten auf den aktuellen Stand und wenn ich das Kleingedruckte nicht lese, habe ich in 3 Minuten knapp 2000€ ausgegeben.
Ach mano—- wie heißt den das wenn bei manchen Firmen die server zusammenbrechen vor einer Email Flut.
leider kann ich sowas nicht.
Das scheint eine ähnliche Masche zu sein wie die der Fa. regio design s.r.o. aus Tschechien, die Faxe verschickt und Broschüren mit Werbeanzeigen verkaufen will. DEinen Auftragsbestätigung wird versprochen, kommt aber nie. Damit ja keiner auf die Idee kommt doch noch zu widerrufen. Kostenmäßig wird richtig zugelangt: Der Auftrag, wie aber nur im kleingedruckten zu lesen ist, läuft über zwei Jahre und ist unkündbar. Die viermalige AUsführung der Broschüre innerhalb diese zwei Jahre soll jeweils 990 € kosten. Die IHK und auch die Aussenhandelskammer beurteilt die Firma als hochgradig unseriös, da die Kostenstruktur verschleiert wird. Also: Bloss nicht machen!!!
Hallo!
Auch wir haben heute diese Mail wiedermal erhalten.
Also, nachdem ich dieses Weblog hier fand, habe ich auch mal versucht, in diesem ominösen Branchenbuch irgendwas aus unserem Umkreis zu finden, so mal rein interessehalber. Das Ergebnis war eher … sagen wir mal erschütternd. Dort sind Firmen aufgeführt, die es seit Jahrzehnten nicht mehr gibt, naja, wenn denen auf Belize das aber auch keiner sagt!
Hat schonmal jemand versucht, sich vom Mailverteiler über den benannten Link abzumelden?
Wenn ja, mit welchem Erfolg? Noch mehr unseriöse Mails erhalten?
Ist ja fast so schön wie die Lotteriegewinne aus Spanien…
LG
Nanny
Sicher kommt dann noch mehr Müll. Ich würde nie solche Abmeldelinks klicken.
Hallo,
haben Sie Kenntnis darüber, ob Ucalegon die durch eine Inkassogesellschaft namens Feigenbaum & Stern Ltd., Hongkong, angekündigten gerichtlichen Verfahren in Prag auch tatsächlich führt? Es kommen massive Drohschreiben mit einer Vielzahl angeblicher Entscheidungen in Prag und in Deutschland.
VG
A.
Ja, das genannte Inkassounternehmen ist für die Ucalegon bzw. die verbundenen Partner”verlage” tätig. Ob die Forderungen tatsächlich durchgeboxt werden, weiss ich nicht. Jemand von den Betroffenen hier vielleicht?
Hallo,
auch ich habe die Mail über einen Eintrag bei Gelbes Branchenbuch erhalten.
Allerdings gibt es jetzt im März eine Nachfassaktion mit Frist zur Abgabe des PDF-Dokuments bis zum 15.04.10.
- Also weiterhin “Finger weg von der dubiosen Branchenbuch!”.
Gruß
Reinhard Ferber
hallo,
wollte hier nur mal bekannt geben,dass ich 2008 darauf reigefallen bin (wie kann man nur so blöd sein).mal wieder stress im büro kam ein anruf von gelbe seiten (nicht gelbes branchenbuch)wir faxen ihnen ein formular bitte unterschreiben und zurück faxen.habe es kurz übersehen mit im auftrag unterschrieben und gefaxt.am gleichen tag schriftlich wiederrufen.erst kamen mahnungen (feigenbaum stern global debt collection).heute kam ein vergleichsangebot über ca die hälfte der summe. letzte woche kam eine email vom gelben branchenbuch mit der gleichen aufforderung wie 2008.
[...] Sachen Gelbes Branchenbuch scheinen sich neue Entwicklungen abzuzeichnen. Heute erhielt ich einen Anruf eines Münchner [...]
Wir sind auch reingefallen. Da auch wir viel zu spät gesehen haben, dass sich im Kleingedruckten die Summe für das Angebot befindet, haben wir unsere Daten korrigiert. Ein paar Tage später haben wir widerrufen, denn wir wollten das Angebot nicht. Angeblich sei der Widerruf für uns als Unternehmer jedoch nicht rechtens. Ein sog. Dr. Peter Habenforth wedelt mit Paragraphen um sich und droht mit Eintrag ins Schuldnerverzeichnis etc.
Das Unternehmen ist wirklich unseriös! Finger weg!
Hat jemand schon einmal eine Klage gegen die gewonnen?
[...] Achtung! Neue Welle in 2010. Bitte Hinweise und Updates lesen. [...]
An alle, die hier nach Dr. Habenforth suchen! Ich bin an Eurer Geschichte interessiert. Bitte mailt mir (Kontakt siehe hier. Was ist Euch/Ihnen passiert? Wie versuchen die “Macher” hinter Das Gelbe Branchenbuch, an Ihr Geld zu kommen? Danke!
Hallo an alle, die auch eine Rechnung über 780 Euro bekamen. Wie reagiert ihr darauf? Im Moment bin ich bei der 1. Mahnung.
ICh hatte eigentlich nicht vor überhaupt darauf zu reagieren aber nachdem ich das alles hier lese sollte ich doch einen Anwalt nehmen – was macht ihr dagegen?
Mal abgesehen davon, das ich mich an keinerlei Vertragsunterlagen erinnere..
LG
AK
Hallo Andrea, bitte doch die entsprechende Firma um eine Kopie des unterschriebenen Vertrags, weil Du deinen verlegt hast. Zumindest dieser Bitte sollten sie nachkommen. Ansonsten würde ich die Klage abwarten. Aber das muss jeder selbst wissen.
Nachdem wir die 1. Mahnung über 780,– Euro erhalten haben, haben wir Anzeige weger versuchten Betrugs erstattet. Mal sehen was jetzt noch kommt.
ICH HABE VERSUCHT die ominösen vertragsunterlagen zu bekommen. Leider bis heute keine Reaktion.
Habe noch keine Anzeige erstattet.
Mal sehen was passiert.
Ich brauche bitte einen Anwalt der sich MIT dem Betrugssachverhalt auskennt . Kann Mir jemand einen AnwLt empfehlen? Herzlichen Dank
Das “Gelbe Branchenbuch” ist wieder aktiv. Diesmal als Fax-Bestellauftrag. “Die Grundlistung mit Ihrer Anschrift ist wie gewohnt kostenfrei” verspricht die Überschrift. Korrigiert man aber die Daten und schickt den Bogen korrigiert zurück hat man einen “Premium-Vertrag” für EUR 739,– p.a. abgeschlossen. Diesmal ist “Anbieter” die DMV Medien Verlag Limited Riverside View Thornes Lane Wakefield in Groß-Britannien. Also weiterhin die Augen offenhalten für das Kleingedruckte!
Wir haben heute auch ein Fax bekommen: Gelbes Branchenbuch Region Hannover “-bitte mit korreten Daten zurück -”
“Die Grundlistung mit Anschrift erfolgt kostenfrei. Geben Sie bitte für die Veröffentlichung Ihrer Kontaktdaten wahlweise Ihre Telefonnummer, Telefax, Internet und/oder eMailadresse an. Für die Veröffentlichung der Kontaktdaten berechnen wir Ihnen insgesamt netto 739 Euro für ein Jahr. Ihr Eintrag erscheint garantiert auf den ersten Plätzen auf Wunsch auch mit Fotos und einer Firmenbeschreibung.”
Absender ist: Gelbes-Branchenbuch.info DMV Deutscher Medien Verlag Limitid Riverside View Thornes Kane WAKEFIELD WF1 5QW GB http://www.gelbes-branchenbuch.info, Director Stuart Poppleton
Wie passend, kurz vorher war der Vertreter der echten Gelben Seiten da …
Da ich vor Jahren schon einmal auf etwas Ähnliches reingefallen bin, lese ich jetzt alles mindestens 3 x
Danke für die Info. Das ist interessant. Damit scheint gelbes-branchenbuch.info ein neuer Player zu sein und mit gelbes-branchenbuch.com nichts zu tun zu haben. Oder hier sahnt wieder mal ein großer Hintermann über zwei “Projekte” so richtig ab. Immerhin kann man den neuen wohl nicht vorwerfen, dass sie arglistig täuschen würden. Denn der Preis ist wohl auf Anhieb sichtbar, oder?
Na ja – wäre ich Verbraucher würde jedes Gericht mit Sicherheit auf Täuschung entscheiden. Die Überschrift ist klar “Der Grundeintrag ist Kostenlos”. Die Kosten sind gut versteckt – formal aber klar ausgewiesen. Die Tücke ist: Man korrigiert die falschen “Grunddaten” und gibt im Glauben es wäre für Rückfragen die Kontaktdaten an. Mit der Angabe der Kontaktdaten aber – in Verbindung mit der Unterschrift – schließt man aber das “Abo” ab. Eine Täuschungsabsicht ist offensichtlich, aber gut gemacht. Inhaltlich ändert sich aber nichts: Viel Geld für faktisch keine Gegenleistung.
Im Bayerwald angekommen: Eben erhielt ich einen Anruf eines besorgten Bürgers, der einen solchen Branchenbucheintrag aufgeschwatzt bekommen soll. Das übliche Gehabe. Absender: DMV Deutscher Medien Verlag Limited, naja, die Namen wechseln schnell. Website: gelbes-branchenbuch.info, aber Achtung: Es ist nicht alles gelb was glänzt
Habe heute über Fax ein betrügerisches Angebot bekommen (Baden-Württemberg). Interessant sind die Adressangaben auf der Internetseite gelbesbranchenbuch/Impressum. U.a. Belize, Seychellen und Marshall Inseln. Horte der Seriosität…
Korrektur: Es war gelbes-branchenbuch.info und nicht gelbes-branchenbuch.com. Betrüger ähneln sich
Hinweis: Zur aktuellen Welle von gelbes-branchenbuch.info habe ich hier einen Eintrag mit Hintergründen veröffentlicht: http://www.danielgrosse.com/bl.....buch-info/
Auch wir erhielten am späten Abend ein Fax,wir sollen schnellstens unsere Daten aktualisieren und zurück faxen.Erstens waren unsre Daten total veraltet und falsch,zweitens ging ein Fax gar nicht ab an die angegebene Nummer und drittens hatten wir noch nie mit dieser dubiosen Firma zu tun.
Wunderlich die ausländischen Adressen und total unverständlich das Preis-Leistungsverhältnis.
Man kann nur warnen und hoffen,daß man nie wieder was von denen hört und liest!!!
Herzlichen Dank für die Infos. Bei mir sind auch 2 Faxe aufgeschlagen. Ich wurde gottseidank stutzig und fand diese Seite hier, was meine Annahmen bestätigte.
Bin seit Jahren falsch Eingetragen. Obwohl Ich nie um einen Eintrag gebeten habe.
Habe meine Daten nicht vervollständigt. Sondern durch-gestrichen.
Damit mein Eintrag gelöscht wird. Er wurde nicht gelöscht.
Ich hoffe das Ich für dieses Fax nicht noch ein Rechnung bekomme.
reingefallen, habe meinen Anwalt angemailt, mal sehen was Sie sagt, ob es eine chance gibt diesen Betrügern
das Handwerk zu legen. Werde auf keinen fall bezahlen.
Meine Firma wird berühmt durch mein-branchenverzeichnis auf einer Info Domain…
(Satire an) Man merkt es wird Weihnachten und alle Welt will noch schnell die Weihnachtsgeschenke in trockene Tücher bekommen. Da kommt doch ein liebes Fax von einer TM Marketing Service Ltd. aus der Old Broad Street in London. Die meinen es wirklich …
wie kommt man aus diesem buch, was ja eigentlich gar keines ist, wieder raus?
wem sollte man wie eine solche aufforderung schicken?
oder ist der erlaß einer einstweiligen verfügung vonnöten?
darin aufgeführt zu werden, ist ja wie an den pranger gestellt und bedeutet für dritte, daß man als dümmling geoutet wird. nach dem motto:
wer den schaden hat, braucht für den spott nicht zu sorgen.
jedenfall stehen da auch firmen drin, die garantiert niemals einen “vertrag” mit diesen ganoven geschlossen haben.
uralte zeitlich und sachlich überholte daten wurden in das “buch” hineingeklimpert, wohl um vorzutäuschen, wieviele kunden man schon hat. das darf auch alseine eine täuschung angesehen werden, mit denen man andere aufs “glatteis” zu lotsen sucht.
Ich würde es tunlichst vermeiden, dort irgendwas hinzuschicken. Am Ende sehen die Deppen das noch als Eintragungsauftrag an und verlangen Geld für ihr wunderschönes nicht gedrucktes Buch im Internet. Im Ernst: Drüber lachen und die Mail löschen. Alles andere ist vergeudete Zeit.
Für diesen Trödelmist gibt’s nur eine richtige Maßnahme: SOFORT KOMPLETT LÖSCHEN!
Keinesfalls darauf reagieren – weder positiv (Daten melden) – noch negativ (weitere mails absagen, beschweren etc.). Das führt nur zu unerwünschten Weiterungen, Spam und überflüssigem Schriftverkehr!
Gruß ju.-
P.S. … Dank an Daniel! Aufklärung ist nie genug!
Ganz herzlichen Dank für hervorragend und ausführlich recherchierten Informationen.
Ich erhalte auch immer wieder diese Mail und meine Firma ist dort auch unter dem Namen meines Vorgängers und einer veralteten Telefonnummer zu finden, was ärgerlich ist, da durch solch falsche Einträge nachweislich immer wieder Anrufe an die falsche Nummer gehen. Ich sehe hier aber auch nur die Möglichkeit die E-Mails zu ignorieren, da wenn man reagiert der Ärger mit sicherheit zu nimmt!
danke schön
Danke für den Hinweis!