von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
28.
04.
2010
16:36
In Sachen Gelbes Branchenbuch scheinen sich neue Entwicklungen abzuzeichnen. Heute erhielt ich einen Anruf eines Münchner Anwaltes. Er habe erfahren, die Firmen hinter dem zweifelhaften Angebot würden aktuell zahlungsunwilligen Unternehmern Klagen androhen. Bislang sei jedoch nicht bekannt dass diese Klagen wirklich eingereicht wurden.
Das heimtückische daran: Die MCP Holding Ltd., die GBB Limited oder die Ucalegon Ltd. würden die Klage (laut Androhung) in Prag einreichen. “Wer sich hier nicht zur Wehr setzt, muss damit rechnen, womöglich die Forderung nebst Gerichtskosten zahlen zu müssen”, sagte mir der Anwalt. In Deutschland heiße das wohl “Versäumnisurteil”. Wem tatsächlich eine Klage des Gelben Branchenbuchs ins Haus flattert, der sollte also keineswegs den Kopf in den Sand stecken. “Eventuell können die Betroffenen sich koordinieren, um gemeinsam einen Anwalt in Prag zu beauftragen, der sie vertritt”, rät er.
Wer tatsächlich eine Klage des Gelben Branchenbuchs erhalten hat, kann sich ja mal hier in den Kommentaren melden.
2 Kommentare für "Gelbes Branchenbuch: Aktuelle Klageandrohungen"
Unsere Schule ist durch ein Versehen auf den Trick reingefallen. Nun schreibt uns der Anwalt aus Hong Kong und droht mit entsprechender Klage in Prag.
Was kann man dagegen unternehmen? Hilft eine Anzeige wegen geschäftsmäßigem Betrug?
Hat jemand mehr Erfahrungen? Vielen Dank!
Sehr geehrter Herr Große
ich habe nur eine kleiner Angestellter in unserer Firma und habe nichtsahnende diese Formular ausgefüllt und mir eienr Unterschrift zurückgeschickt. Nun bin ich aber in unerer Firma nicht berechtigt solche
kostenplflichtigen Anfragen aufzugen. Beim durchlesen des Angebotes habe ich das mit dem Preis total übersehen. Welche Möglickkeiten habe ich nun das Rückgängig zu machen.
Ich habe nun riesen Ärger mit unserer Geschätsdleitung am Hals.
MFG
Heinrich Wohlfart