von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
20.
04.
2011
02:59
Update September 2011: Neue Entwicklungen bei regionales-branchenbuch.info und Shahin Kai Shahrasbi aus Lüneburg. Bitte ans Ende des Artikels scrollen.
Update 21. April: Der Anbieter wurde offenbar vorerst gestoppt. Der Provider, der die Faxnummer verwaltet, hat diese abgeschalten. Mehr im Update innerhalb des Textes.
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Weitere Updates am Ende des Textes beachten.
Erneut macht ein “Anbieter” im Bereich der Abzocke mit “Gelben Branchenbüchern” von sich reden. Und weil offenbar sämtliche sinnvollen Domainnamen bereits belegt sind, lautet der Name des Projektes diesmal: gelbes-branchen-buch.info. Man merkt gleich: Hier sind Witzbolde mit zu vielen Bindestrichen am Werk. Witzbolde, die offenbar ausprobieren, wie weit man gehen kann. Und die ihren jugendlichen Leichtsinn noch nicht so ganz im Griff haben. Aber beginnen wir ganz vorn:
Das Fax
Die erste Kontaktaufnahme mit deutschen Unternehmen geschieht mit einem Werbefax. Weil die Masche bislang wohl ganz gut funktioniert, wie man ja auch hier lesen kann, nutzen die beiden Witzbolde, die mutmaßlich dahinterstecken, direkt mal das gleiche Fax wie gelbes-branchenbuch.info von Florian Wilk aus Greifswald, bzw. der DMV Deutscher Medien Verlag Limited:
Auf den ersten Blick ist es tatsächlich das gleiche Fax. Offenbar wurde nur die Faxnummer für die Zusendung der Rückfaxe sowie die Firmierung geändert. Der Strichcode oben links bedeutet nichts – außer “102030405060708090″ hat irgend etwas zu bedeuten.
Die Rückfaxnummer, die angegeben ist, ist eine gebührenfreie 0800er. Oh, wie aufmerksam. Die Nummer lautet 0800 101 096 132 und gehört meinen Recherchen zufolge der multiConnect GmbH in München.
Update, 21.April: Wie mir multiConnect mitteilt, ist die Nummer im Netz der GTC TeleCommunication Stuttgart geschalten. Auf meine Anfrage hin, teilt mit GTC mit, dass man zum Nutzer der Nummer aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Aussagen macht, die besagte Nummer aber bereits seit 20. April nicht mehr aktiv ist und der Kunde gesperrt wurde. Warum, wollte GTC nicht mitteilen.
Update Ende.
Im Text des Faxes werden faktisch haargenau die gleichen Formulierungen wie bei gelbes-branchenbuch.info verwendet. Nur den Preis haben die Spaßvögel bei mein-branchenverzeichnis.info geklaut: 497 Euro wollen sie für die Eintragung in ihr “Verzeichnis” pro Jahr. Selbiger Preis steht – wie bei den Vorgänger-Varianten auch – klein neben dem Eintragsformular. Wie gewohnt versucht das Eintragungsangebot durch die Verwendung des Wortes “kostenfrei” den Eindruck zu erwecken, hier würde es sich um ein kostenfreies Angebot handeln. Eine exakte Preisauszeichnung, die auf einen Blick verrät, ab wann Kosten in welcher Höhe entstehen, erfolgt nicht. Zudem soll der Zusatz “wie gewohnt” wohl ein bereits bestehendes Vertragsverhältnis vortäuschen, das aber nicht existiert.
Die Spaßvögel nennen sich im Fax “DRZ eingetragener K. Neuer Wall 80 Hmb.” Steht ganz klein, ganz unten. Außerdem ist zu lesen: “GF S. Shahrasbi”. Die merkwürdigen Abkürzungen sind wohl der untaugliche Versuch, sich zu anonymisieren. Klappt nur nicht. Gleich dazu mehr.
Die Website
Es geht also, das muss man ja immer extra erklären, nicht um einen Eintrag in irgendein Branchenbuch im Wortsinne, sondern um die Eintragung in die unbekannte Website gelbes-branchen-buch.info. Schaut man sich diese Seite näher an, kann man eigentlich nichts anderes tun, als laut zu lachen.

Ja, und viel mehr ist es dann auch nicht. Nichts gegen Minimalismus. Aber diese Website ist gar kein funktionierendes Branchenbuch und soll es wohl auch nie sein. Die schnell dahingeschluderte Website besteht aus wenigen HTML-Dateien und einer suche.php, die aber nichts weiter auswirft als den Standardsatz “Ihre Suchanfrage erzielte 0 Treffer”. (Stand dieser Info: 20. April 2011)
Nutzungsbedingungen und AGB wurden 1:1 von mein-branchenverzeichnis.info bzw. gelbes-branchenbuch.info kopiert, lediglich die Firmierung wurde geändert.
Die Betreiber
Wenn ich hier immer von “die Betreiber” spreche, so tue ich das in der Annahme, dass einer allein gar nicht so blöd merkbefreit sein kann. Denn genau so, wie sich die Witzbolde nicht die Mühe gemacht haben, wenigstens den Anschein zu erwecken, ein richtiges Unternehmen zu sein, genau so wenig haben sie getan, um ihre Identität zu verwischen.
Widmen wir uns erst dem “S. Shahrasbi”, der auf dem Eintragungsfax vermerkt ist. Im Impressum der Website heißt er nur noch Sahrasbi, da fehlt also das erste “h”. Macht aber nichts, die Handelsregister-Bekanntmachung verrät uns, wie der Inhaber des Unternehmens korrekt heißt.
Demnach handelt es sich um die DRZ e.K., Neuer Wall 80, 20354 Hamburg. Faktisch also ein Einzelunternehmen, bei dem die Rechtsform “eingetragene Kaufleute” gewählt wurde. Eingetragen wurde das Unternehmen am 14.03.2011. Inhaber ist Shahin Shahrasbi, wohnhaft in Lüneburg, geboren am 08.10.1990.
Geschäftsfeld ist “Das Webdesign sowie die Erstellung und Pflege von Datenbanken mit Ausnahme erlaubnispflichtiger Tätigkeiten.”
Nun ist Shahin Shahrasbi ein seltener Name. Was bei der Recherche von Vorteil ist. So findet man recht schnell, dass der 20-jährige Jüngling gern Motorrad fährt, beim HSV Handball spielt oder spielte und ansonsten auf “Fitness, compuer, PARTY!!!” abfährt. Achja, und auf Mädchen steht er. Das alles, nebst einem gar niedlichen Kinderbildchen ist auf netlog.com zu finden. Auch sein Geburtsdatum steht hier noch einmal. (Anmerkung: Das Profil wurde inzwischen gelöscht. Die hier ursprünglich veröffentlichten Fotos und Screenshots habe ich entfernt, nachdem Shahrasbi per Anwalt auf seine Persönlichkeitsrechte aufmerksam machte.)
Im Forum mofapower war er bis 2006 auch unterwegs, bot dort unter anderem öfter Mofas oder Videospiele zum Kauf an, da er dringend Geld brauche. Verständlich, mit 16.
Der zweite im Bunde macht es einem ebenso nicht schwer, ihn ausfindig zu machen. Er ist der Registrant der Domain gelbes-branchen-buch.info. Julian Weiner heißt er und stammt ebenso wie sein Kumpel Shahin Shahrasbi aus Lüneburg. Registriert hat er die Domain am 8. März 2011 bei 1&1. Das mag man ihm fast verzeihen, viele Anfänger und internettechnische Analphabeten gehen zuerst zu 1&1.
Durchsucht man einschlägige Handelsregister-Datenbanken nach Julian Weiner, stößt man auf das Unternehmen ARZ e.K., Neuer Wall 50, 20354 Hamburg. Als Tätigkeitsbeschreibung ist angegeben: “Gegenstand: die Erbringung von Internetdienstleistungen, der Betrieb und die Pflege von Datenbanken sowie Webdesign nebst Durchführung aller damit zusammenhängender Geschäfte.”
Gegründet wurde das Einzelunternehmen am 29.07.2010. von eben Julian Weiner, der am 19.05. 1988 geboren wurde. Noch so ein Jungunternehmer.
ARZ und DRZ also – beide Unternehmen gerade mal 250 Meter voneinander entfernt. ARZ im Neuen Wall 50, DRZ im Neuen Wall 80.
Doch ARZ e.K. ist nicht das einzige Unternehmen von Julian Weiner. Bereits am 12.10.2009 trat er in das Unternehmen AWS Investment UG (haftungsbeschränkt) ein. Selbiges wurde am 27.08.2009 gegründet. Am 6.11.2009 stieg ein Ali Alexander Alagrmi als Gesellschafter ein. Beide sind zu je 50 Prozent am Unternehmen beteiligt. Das Kapital der UG: Sagenhafte 100 Euro.
Tätigkeitsbeschreibung hier: “Gegenstand: Vertrieb von Immobilien und grundstücksgleichen Rechten, Investmentanlagen und Finanzierungen für Immobilien.”
Die AWS Investment UG ist insofern interessant, als dass die Faxnummer des Unternehmens (04131/2846286) bei der Registrierung der Domain gelbes-branchen-buch.info als Telefonnummer angegeben wurde.
Die Firmenadresse
Es dürfte nicht verwundern, dass die Adresse “Neuer Wall 80″ in Hamburg ein recht großes Haus mit vielen Mietern ist. Das Unternehmen DRZ e.K. kannte bei meinen stichprobenartigen Anrufen im Haus niemand. Auch das dort ansässige “Excellent Business Center” (EBC) weiß von nichts. Einen solchen Mieter habe man nicht. Das EBC bietet Büroräume, Tagungsräume und ein virtuelles Office, also eine virtuelle Präsenz, ohne dort wirklich ein Büro haben zu müssen. Die Adresse Neuer Wall 80 ist übrigens nicht die einzige Niederlassung des EBC. Auch im Neuen Wall 50, also quasi direkt nebenan, hat man so ein Business Center eingerichtet. Man kann zumindest mutmaßen, dass ARZ e.K. und DRZ e.K. nur virtuell Hamburger Unternehmen sind.
Und nun?
Was nun folgt? Keine Ahnung. Werden die beiden Jünglinge Weiner und Shahrasbi wirklich den Mumm haben, die Sache durchzuziehen? Werden Sie Rechnungen an Unternehmen schicken, die dieses Abzocker-Fax unterschrieben und zurückgefaxt haben? Ich hoffe nicht. Jungs, ein wirklich gut gemeinter Rat: Wenn Ihr noch ein wenig Restintelligenz besitzt, lasst Ihr es. Noch habt Ihr nicht viel Schaden angerichtet.
Update, 25. April 2011:
Offenbar war meine Einschätzung, die Burschen hätten noch nicht all zu viel Schaden angerichtet, nicht ganz richtig. Ich bekam einen Anruf eines jung klingenden Mannes, angeblich ein Bekannter von Julian Weiner. Dieser sagte mir, er hätte eine Liste mit Namen und Adressen von rund 100 Unternehmen, die bereits unterschrieben und zurückgefaxt hätten. Tatsächlich bekam ich diese Liste zugemailt, mehr als 100 Unternehmen sind dort zu finden. Eine Stichprobe ergab, dass die von mir befragten Unternehmen tatsächlich ein solches Fax erhalten und unterschrieben hätten, angeblich seien auch bereits Rechnungen verschickt worden.
Sollten Unternehmen bereits gezahlt haben, hat Julian Weiner den Betrug bereits ausgeführt. Und dann dürfte es eng werden für den Lüneburger Jung’.
Update, 26. April 2011:
Auch die Inhaberin eines Blumengeschäftes bestätigte mir heute, bereits eine Rechnung erhalten zu haben. Das Ganze liege nun beim Anwalt. Sie wolle nicht zahlen.
Update, 4. Mai 2011:
Nachdem die Website zwischenzeitlich von gelb auf ein urinfarbenes Irgendwas wechselte, ist sie heute nicht mehr aufrufbar. Stattdessen erscheint ein 404-Fehler: Dokument nicht gefunden. Ob das nur an den schlechten bzw. nicht vorhandenen Programmierkenntnissen von Julian Weiner liegt oder er und seine mutmaßlichen Kumpanen bereits aufgegeben haben, wird die Zukunft zeigen.
Update, 26. Mai 2011: Nachdem Sharasbi mit seinem neuen Projekt regionales-branchenbuch.info weitermacht, wurde das Projekt gelbes-branchen-buch.info offenbar beendet. Die Website zeigt seit Tagen eine Fehlermeldung an.
Update, 5. Mai 2011: regionales-branchenbuch.info
Die eine Website geht, die andere kommt. Nachdem gelbes-branchen-buch.info nun verbraucht ist, versuchen es die Herren jetzt unter der Domain regionales-branchenbuch.info. Die Masche ist abermals die Gleiche, das Fax auch. Lediglich die Angabe der Domain hat sich geändert. Abermals ist sehr klein im Fließtext und unter Verwendung von irreführenden Ausdrücken wie “wie gewohnt kostenfrei”. Als Faxnummer für Rückfaxe ist nun die 0800 5892635 angegeben.
Die Domain wurde auf Shahin Shahrasbi registriert. Die bei Registrierung angegebene Rufnummer 0179 9698158 war heute am frühen Nachmittag noch existent. Shahrasbi ging auch ans Handy. “Ich weiß nicht, was Sie meinen. Wenn Sie etwas von uns wollen, schreiben Sie uns”, meinte er vorhin auf meine Frage, warum er glaubt, Unternehmer auf diese lächerliche Art und Weise abzocken zu können. Mittlerweile hört man beim Anrufen dieser Nummer nur die Ansage, diese wäre nicht vergeben.
Vielleicht sollte man für die Kontaktaufnahme darum Shahrasbis private Mailadresse shahin.shahrasbi@gmx.de nutzen. Denn ob Briefpost wirklich den Empfänger erreicht, dürfte fraglich sein. Laut Fax und Website-Impressum soll der Anbieter von regionales-branchenbuch.info eine “DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft” mit Sitz “An den Brodbänken 5″ in 21335 Lüneburg sein. Allerdings kennt man an dieser Adresse ein Unternehmen mit diesem Namen nicht. Hätte mich auch überrascht. Eine Mitarbeiterin einer dort ansässigen Anwaltskanzlei bestätigte mir, dass eine solche Firma dort nicht existiert, auch ein Briefkasten mit diesem Namen sei nicht vorhanden. Das Amtsgericht Lüneburg verneint ebenso: “Ein solches Unternehmen ist nicht registriert”, so ein Mitarbeiter des Handelsregisters. Eine Anfrage beim Gewerbeamt Lüneburg läuft noch. (Update 10. Mai: Auch das Gewerbeamt kennt das Unternehmen nicht.)
Als Provider der Website muss nun das Unternehmen Revido in Freital herhalten, die Domain wurde offenbar bei United Domains registriert. Und ist noch ganz frisch: Erst am Dienstag, den 3. Mai wurde sie beantragt. Die Website regionales-branchenbuch.info ist wie auch der Vorgänger ein Witz. “Unsere Datenbanken sowie der Webinhalt werden derzeit einer umfangreichen Wartung unterzogen. Wir bitten um Ihr Verständnis und sind in Kürze wieder mit allen Features für Sie erreichbar.”, ist dort unter anderem zu lesen. Eine Suchabfrage bringt derzeit einen SQL-Fehler, der immerhin zeigt, dass versucht wird, auf die Datenbank db2794 bei 1und1 zuzugreifen. Also wohl doch kein kompletter Wechsel zu Revido?
Fassen wir also zusammen: Eine nicht funktionierende Website, ein nicht existentes Unternehmen, Kundenfang per Spam-Fax. Alles in allem natürlich optimale Voraussetzungen, um Unternehmern einen überteuerten Eintrag in Höhe von 497 Euro netto pro Jahr anzubieten. Shahrasbi ist offenbar nicht nur dreist, sondern auch technisch inkompetent und blöd merkbefreit.
Update, 10. Mai 2011: Sie können es nicht lassen. Seit gestern Abend werden erneut Faxe ausgesandt – diesmal lautet die Rückfaxnummer 03222 1640106. Hierbei handelt es sich um eine so genannte ortsunabhängige oder auch nationale Rufnummer. Laut Bundesnetzagentur ist diese im Netz von Vodafone geschalten. Ich lasse dies gerade überprüfen.
Update: Lustig: Ruft man diese Nummer an, landet man bei “Arcor Mail & Messaging. Dem persönlichen Posteingangs-Assistenten von Shahin Shahrasbi”. So wird man begrüßt, wenn man diese Nummer anruft.
Unterdessen bestätigte mir auch das Gewerbeamt der Stadt Lüneburg, dass das Unternehmen DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft nicht eingetragen ist.
Update, 24. Mai 2011: Shahin Shahrasbi macht wirklich Ernst: Nun werden Rechnungen verschickt. Die Kontodaten lauten: Sparkasse Lüneburg, Konto: 65088916, BLZ: 24050110.
Update, 26. Mai 2011: Immer mehr geschädigte Unternehmer melden sich bei mir, die eine Rechnung der DMM bekommen haben. Inzwischen wurde offenbar auch die Website regionales-branchenbuch.info überarbeitet. Zumindest finden sich nun jene Unternehmen hier wieder, die zur Zahlung aufgefordert sind. Weitere Einträge wurden offenbar nicht vorgenommen – bei den meisten Suchbegriffen bleibt die Suche erfolglos. Und das, obwohl doch angeblich über 10.000 Einträge vorhanden seien…
Unterdessen teilt mir das Handelsregister des Amtsgerichtes Lüneburg mit, dass die DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft tatsächlich gegründet wurde – am 17. Mai 2011, also erst nach Aussendung der Spam-Faxe, auf denen der Name “DMM” allerdings schon verwendet wurde. Als UG (haftungsbeschränkt) ist die DMM unter der Handelsregisternummer 20AR417 eingetragen. Ob die Verwendung des Namens vor Gründung und das kategorische Weglassen der verpflichtenden Angabe “UG (haftungsbeschränkt)” auf Faxen und Rechnungen eine Ordnungswidrigkeit darstellt oder eine strafrechtliche Relevanz hat, kann ich nicht beurteilen.
Update, 10. Juni 2011: Das Amtsgericht Lüneburg hat in einem Schreiben an mich die Eintragung der DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft UG (haftungsbeschränkt) konkretisiert und damit obige Angabe berichtigt. Demnach wurde das Unternehmen am 31.05.2011 im Handelsregister unter der Nummer HRB203168 eingetragen. Das Grund oder Stammkapital der Gesellschaft beträgt 100 Euro, als Vorstand und Geschäftsführer wurde Shahin Kai Shahrasbi, geboren am 8.10.1990 in Lüneburg eingetragen. Dem Amtsgericht wurde ein Gesellschaftsvertrag mit Datum vom 4. Mai 2011 vorgelegt.
Die Handelsregistereintragung kann auch hier eingesehen werden.
Für das Zustandekommen der Verträge heißt das nichts – laut GmbH-Gesetz gibt es eine Rückwirkung. Heißt: Zwar hat Shahrasbi vor Eintragung der UG als Privatmann und auf eigene Haftung gehandelt. Allerdings sind geschlossene Verträge mit der Eintragung der UG nun auf die UG übertragen worden. Ob die Verträge jedoch rechtmäßig zustande kamen – und ob überhaupt zu zahlen ist, müsste im Zweifel wohl ein Gericht beantworten. Es dürfte interessant werden, ob der Lüneburger Jung’ tatsächlich auf die Zahlungen besteht und seine lächerlichen Förderungen vor Gericht geltend macht.
Übrigens fehlt nach wie vor auf der Website des Kaspers die offizielle Firmierung der DMM. Dass es sich um eine UG (haftungsbeschränkt) handelt, erfährt der Nutzer nicht. Damit verstößt Shahin Kai Shahrasbi de facto gegen § 5a, Abs.1 GmbHG.
Update, 16. Juni 2011: Die DMM verschickt nun Mahnungen.
Update, 30. Juni 2011: Laut Mitteilung eines Anwaltes lässt Shahin Shahrasbi bzw. die DMM nun die offenen Forderungen über das Inkassobüro debitas eintreiben. Zuzüglich zur offenen Forderung von 591,43 Euro rechnet die debitas Auslagen, Kontoführungskosten und Inkassokosten hinzu. Die Endsumme beläuft sich auf 707,93 Euro. Der Mandantschaft wurde seitens des Anwaltes geraten, nichts zu zahlen und eine eventuelle Klage abzuwarten.
Mit der debitas dürften Geschädigte der DMM nun endlich mal einen Ansprechpartner haben – auf Faxe wird seit geraumer Zeit nicht mehr reagiert, Post an die Adresse der DMM in Lüneburg kommt als unzustellbar zurück. Laut Aussagen der debitas werden alle Mandanten vorher genau geprüft.
5. Juli 2011: Schau an, plötzlich weiß Shahrasbi, wie er mit ausgeschriebenem Namen heißt und dass man seine komplette Firmierung anzugeben hat. Da wird wohl die IHK einen Tipp gegeben haben…
19. Juli 2011: Wie mir zwei Anwälte unabhängig voneinander mitteilen, lässt das Inkassounternehmen debitas von den Forderungen ab, nachdem die Anwälte eine Anfechtung erklärt hatten. Auf Anfrage teilte mir die Geschäftsführung der debitas soeben mit, dass eine Nachprüfung ergeben hätte, dass dieser Mandant (also die DMM) nicht mehr betreut werden könne. Auf Deutsch: Shahrasbi ist rausgeflogen.
Unternehmen, die nun aufgrund der Forderung der debitas doch noch zahlen oder gezahlt haben, sind ihr Geld trotzdem los. Rechtlich sei es so, dass die Forderung dann noch an den Mandanten weitergeleitet werden müsse, auch wenn kein Vertragsverhältnis mehr besteht. Zurücklehnen können sich Unternehmer wohl trotzdem nicht – es ist durchaus zu erwarten, dass Shahin Kai Shahrasbi aus Lüneburg einen anderen Weg wählt, um seine Forderungen, von denen er offenbar glaubt, sie bestünden zurecht, durchzusetzen.
22. Juli 2011: Unterdessen geht eine Lüneburger Anwaltskanzlei gegen mich vor und macht Unterlassungsansprüche geltend. Im Namen Shahin Shahrasbis fordert die Kanzlei mich auf, angebliche ehrverletzenden Äußerungen zu entfernen. Diese können mein Anwalt und ich allerdings nicht erkennen. Dafür kam ich dem Wunsch nach, auf die Veröffentlichung privater Bilder des Mandanten zu verzichten. Insofern wurden heute Morgen die bis dahin hier zu findenden Fotos, die Shahin Sharasbi zeigen, gelöscht.
5. September 2011: Offenbar hat Shahin Shahrasbi den Sitz seines Unternehmens nach Chemnitz verlegt. Im Impressum heißt es nun:
Regionales Branchenbuch.Info wird betrieben von:
DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft UG (haftungsbeschränkt)
Schulstraße 38
09125 Chemnitz
HRB 203168
In den einschlägigen Auskunftsverzeichnissen findet sich jedoch noch kein Hinweis auf eine Verlegung des Geschäftssitzes. In der Schulstraße 38 in Chemnitz befindet sich der so genannte Europark. Ein Gewerbepark, an dem über 70 Firmen sitzen. Der perfekte Ort, um nicht aufzufallen. Nach meinen Informationen hat sich Shahin Shahrasbi dort nicht direkt eingemietet, sondern nutzt die Dienste der BSD Bürosharing Deutschland UG. Selbige verspricht auf ihrer Website eine “Repräsentative Geschäftsadresse im Europark Chemnitz” und eine “Korrespondenzadresse / Postservice” sowie virtuelle Büros. Auf Deutsch: Shahrasbi nutzt einen Briefkasten in Chemnitz. Post dorthin dürfte unbeantwortet bleiben. (Update: Die Post wird innerhalb des Europarks in einen Briefkasten zugestellt, an dem rund 60 Firmennamen angebracht sind. Die BSD Bürosharing gewährt also rund 60 Firmen mit ihrem “virtuellen Büro” Asyl. Briefkastenfirmen mitten in Deutschland – rechtlich gedeckelt, weil man als Unternehmen eine Postanschrift und einen Geschäftssitz haben darf. Die DMM jedoch gibt auf der Website im Impressum vor, die Postanschrift wäre der Geschäftssitz. Auch auf den neuesten Rechnungen verschweigt das Unternehmen, unter welcher Adresse es seinen Geschäftssitz hat.
Nach meinen Recherchen hat der Empfang des Europarks täglich rund zehn Anfragen von verärgerten “Kunden” der DMM zu bewältigen.
7. September 2011
Shahrasbi macht unbeirrt weiter. Nachdem er vergangene Woche offenbar wieder Eintragungsfaxe versendete, bekamen heute erste “Kunden” neue Rechnungen. Als Absender ist hier schon die DMM mit der neuen Adresse in der Schulstraße 38 in Chemnitz angegeben. Ganz unten auf der Rechnung findet sich aber noch der Hinweis, dass die DMM beim Registergericht Lüneburg gemeldet sei. Interessant ist, dass auf der Rechnung nicht ersichtlich ist, wo man den “Kunden” überhaupt eingetragen haben will. Es heißt nur: “Wunschgemäß haben wir Ihre Eintragung durchgeführt.”
Als Kontoverbindung wird nun die Postbank angegeben. Die Kontonummer lautet: 39 942 202, die Bankleitzahl ist die 200 100 20 – die auf die Postbank in Hamburg vergeben ist. Meiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass sich Shahrasbi weiterhin im Raum Hamburg/Lüneburg aufhält und die Chemnitzer Adresse nur zur Irreführung gebucht wurde.
Lustig auch der Hinweis auf der Rechnung, dass der Zahlungsempfänger das Unternehmen DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft sei und nicht das Produkt Regionales Branchenbuch. Offenbar war Shahrasbi sogar zu unbeholfen, bei der Postbank ein Alias für sein Konto einrichten zu lassen.
Im Übrigen fehlt auf der Rechnung die Angabe einer Steuernummer bzw. Identifikationsnummer, wie es laut § 14 Abs. 4 in Verbindung mit § 14a Abs. 5 UStG verlangt wird. Entsprechend kann diese Rechnung als nicht rechtmäßig gelten. Das Finanzamt Lüneburg freut sich sicher über eine entsprechende Mitteilung.
108 Kommentare für "Trittbrettfahrer: gelbes-branchen-buch.info und regionales-branchenbuch.info (Update 10)"
Hallo Herr Große,
NOCH funktioniert die Website nicht, da sie sich “… zurzeit in einer umfangreichen Wartung befindet … Aber in Kürze ist sie mit besonderen Neuheiten wieder wie gewohnt … “(komplett ausgestattet aufrufbar?)
Die pünktliche Veröffentlichung ist ja auch erst für den
22.04.2011 terminiert/veranschlagt worden.
Warten wir also mal ab, was die Jungs vorhaben!
Wenn sich ab dann irgendwas verändert haben sollte, dann ziehen sie das Ding auch durch – ohne WENN und ABER!
Gegen Dummheit ist bekanntlich kein Kraut gewachsen.
Und falls ja: Es wird für die Jungs mit einem Desaster enden!
Und die Nachfolgeversion (durch diesen Schund animierten weiteren Nachahmern) von diesem erneuten Nutzlosverzeichnis könnte dann lauten:
gel-bes-bran-chen-buch.in-fo
Da ist also noch viel Luft “nach unten”!
Spaß bei Seite: Vielen, vielen Dank für die offensive, umfangreiche und diesmal (vorbeugende) Berichterstattung, die sicherlich sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben dürfte!
Schöne Grüße – und schöne Ostern
Hallo zurück. Ich hoffe doch mal stark für die jungen Burschen, dass sie schlau genug sind, diese Masche, die auf den ersten Blick schnelles Geld verspricht, komplett zu lassen.
Und ich hoffe doch, dass ich hier wirklich präventiv wirken konnte. So langsam aber sicher sollten diese ganzen Branchenbuch-Varianten ja auch mal bekannt sein.
Und ja, die Recherche macht viel Arbeit und kostet viel Zeit. Sieht man glaube ich auch am Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels.
… und nun gibt es doch noch Veränderungen:
Aber, was soll man am “Tag der Arbeit” auch sonst noch so tun?
Zur Sache: Die Hintergrundfarbe der Website hat sich von gelb – auf sagen wir mal orange – geändert und nun heißt es auch nicht mehr: “Ihre Suchanfrage erzielte 0 Treffer”, sondern: “Bitte konkretisieren Sie die Eingaben”.
Ergebnisse gibt es aber nach wie vor nicht!
Fazit: Das ist noch nicht hübsch genug!!!
Schöne Grüße
Wir sind auch auf den Mist reingefallen und finden uns nichtmal selber in diesem nutzlosen Branchenbuch. Das ist doch glatter Betrug!
Würde mal gerne wissen was die Staatsanwaltschaft zu solchen Geschäftspraktiken sagt! Wir werden auf jeden Fall Strafanzeige erstatten!!
Hallo Daniel Große, bin vor 10 min. auch erneut von der Tonerverschwendung verärgert worden und habe mit schmunzeln dann meine “der bekommt jetzt auf’s Maul”-motivierte Recherche auf dieser Seite beendet.
Vorerst…
Beste Grüße
… ich denke mal, die umfangreiche Berichterstattung hat den “Deppen” das Genick gebrochen!
Weiter so, Herr Große!
Schöne Grüße
@RK
… soll das nun heißen, Sie haben heute noch eine “Belästigung” – in welcher Form auch immer – bekommen?
Ich glaub’ es nicht!?
Schöne Grüße
Würde mich auch interessieren. Waren das wirklich _diese_ Herren bzw. diese Variante des Branchenbuch-Spams?
Aufgegeben haben diese kleinen Jungs aus Lüneburg anscheinend nicht, denn gestern Abend erhielt ich ein Fax für “Regionales Branchenbuch” wo auf dem Fax steht “DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft……. GF S.Sharasbi…..”
Das Fax ähnelt wieder sehr dem des gelbes-branchenbuch.info/com usw.
Und was ist da für eine Website angegeben?
Fax wie folgt: Regionales Branchenbuch – Region Schleswig-Holstein – Fax 0800-5892635 – Regionales-Branchenbuch.info
Rest wie gehabt..
Das Fax Regionales Branchenbuch kam auch für die Region Brandenburg. http://www.regionales-branchenbuch.info ist bei der United-domains AG auf Shahin Shahrasbi registriert. Bundesnetzagentur wurde aufgefordert, die Fax-Nr. 0800-5892635 zu sperren.
Die Jungs scheinen noch nicht fertig zu sein.
Hab heute morgen auch ein Fax von Regionales-Branchenbuch.info bekommen.
Allerdings scheint sich der Firmensitz nach Lüneburg verlagert zu haben.
Hab aus Lust und Langeweile auch mal die auf der Inetrnetseite angegebene Tel-Nr. angerufen. Schöne Melodie, nette Stimme aber kein Mensch der rangeht.
Ich werde jetzt zur Polizei rübertrotten und die Herrschaften anzeigen.
Wollen wir hoffen das sie in der nächsten Zeit aus dem Verkehr gezogen werden.
Grüße
bei welcher bank kann man sich denn über die machenschaften ihrer kunden beschweren?
Na bei der Bank, die auf den Rechnungen der Nutzlos-Adressbuch-Einträger steht. Dazu muß aber erstmal einer das Fax unterschrieben zurückschicken (ohne Unterschrift und vorher die 4897 € durchstreichen!), damit eine Rechnuung kommt.
hallo herr große,
zu einer absolut geschäftsüblichen tageszeit
gegen 22:00 uhr klingelte mein faxgerät, heraus kam ein fax, welches bis auf die region (hier: thüringen, nicht hessen) identisch ist mit dem oben abgebildeten. und die rückfaxnummer ist tatsächlich auch eine neue, nämlich 03222/1640106. diese vorwahl ist eine sogenannte ortsunabhängige vorwahl, d. h. dass man sich dahinter zunächst ganz gut verstecken kann.
die formulierung “merkbefreit” in ihrem text ist übrigens sehr erfrischend!!!
08005892536 wurde bei Tenios registriert auf DRZ EK, Neuer Wall 80 in 20354 Hamburg, natürlich von Shahin Shahrasbi aus Lüneburg.
nobel… http://www.excellent-bc.de/de/.....all-80.php
Das ist richtig, Tenios hat aber sehr schnell reagiert und die Nummer abgeschalten, wie ich ja auch geschrieben habe. Gibt also eigentlich keinen Grund, hier Tenios zu nennen oder in irgendeiner Weise zu kritisieren, eher im Gegenteil.
hat denn schon jemand eine rechnung bekommen und weiß die bankverbindung??
mich wundert das die faxnummer noch nicht abgeschaltet ist, konnte eben noch eine leere seite hinschicken….
Na ich hoffe doch, dass die Staatsanwaltschaft Lüneburg dem Ganzen Einhalt gebieten wird. Immerhin sind die Namen der beiden Jungens dort schon bekannt…
*** NEUER ABZOCKVERSUCH ***
Hallo Herr Große,
die “Merkbefreiten” (sehr schönes Wort übrigens) geben nicht auf: Auf “regionales-branchenbuch.info” folgt nun “Branchen-Regional.info”.
Ebenfalls eine sehr schöne Wortschöpfung, wenn auch sehr nutzlos!
Aber Spaß bei Seite: Heute morgen kam dann ein neues Spam-Fax eben von “Branchen-Regional.info”.
Der Anbieter ist Branchen-Regional.info Branchenverlag, GF Kai Schulzendorf, Joachimstaler Str. 4, 10623 Berlin und hat mit unseren Lüneburger Jungs offenkundig nichts gemeinsam, ausser dass er auch den schnellen Euro machen will.
Obgleich das Fax erst heute gekommen ist, soll man es bis morgen (20.05.11) an die Nr. 0711 – 5089035 zurückfaxen. Die Aufmachung ist diesmal eine andere als bei den allseits bekannten Abzockerfaxen und auch hier ist der Grundeintrag kostenlos. Das Tückische an dieser Geschichte ist allerdings, dass die Kontaktdaten wie Tel.-Nr. und Fax-Nr. bereits in diesem “Angebot” (Anm.: Von einem Angebot kann überhaupt keine Rede sein … “füllen Sie bitte den notwendigen Abschnitt aus …”) eingetragen sind und bei Re-Fax gestrichen werden müssten, will man nicht schlappe 721 Euro für ein Jahr berappen!
Immerhin – so wird hier wenigstens versprochen – profitiert man von 500000 Interessenten im Monat, da kann man nun wirklich nicht mehr meckern!
Schöne Grüße
hallo,
habe heute auch so ein tolles fax bekommen von branchen-regional.info, unglaublich!! diese schweinepriester!!!!
von gelbes branchenbuch. info schon lange nichts mehr gehört.
gruss an alle
@ anonym, Beitrag Nr. 22:
“Gelbes-Branchenbuch.info” ist ein wirklich gutes Stichwort: Die LETZTE MAHNUNG kam dann per Post mit Datum 14.01.2011 – mit großen NUTZLOSEN DROHUNGEN; der ganze Schwachsinn ist somit völlig im Sande verlaufen!
Ob der “Kundenbetreuer” Thomas Schmidt (ich bezweifle heute immer noch seine Existenz!!!) wohl heute woanders sein Unwesen treibt, wer weiß das schon!
Aber Frage: Wer weiß mehr???
Schöne Grüße
@SPK_P.
…bekam gerade das zuletzt erwähnte Fax mit selbiger Frist…
Kai Schulzendoof benutzt dabei auch meine veraltete Anschrift, genau wie die Lüneburger Gang-Bengels.
Zufall? Gleicher Adresspool? Oder doch ein und dieselbe Gehirnzelle??
@RK, Beitrag Nr. 24
Hallo und guten Abend,
… ob das alles Zufall ist, weiß ich leider auch nicht. Meine Vermutung geht dahin, dass auf dem “freien Markt” Adressen erhältlich sind und man diese dann dementsprechend “verwerten” kann.
Ihre geäußerte Vermutung liegt m.E. aber sehr nahe!
Merkwürdigerweise bin ich zwar ein “Abgezockter” von DMV, habe aber auch von ALLEN an dieser Stelle irgendwie erwähnten “Merkbefreiten” weitere Abzockfaxe erhalten, auf die ich dank der hervorragenden Recherche von Herrn Große – zum Glück – nicht mehr eingegangen bin und sie dementsprechend in den Rundkorb befördert habe.
Was mich allerdings am gestrigen Tage – nach Eingang dieses neuen Faxes von “Branchen-Regional.info” nachdenklich gemacht hat, war die unten kleingedruckte Adresse “Joachimstaler Str. 4, 10623 Berlin”.
Da war doch mal was?
Richtig, es ist auf diesen Seiten soviel recherchiert worden, und es sind soviele Kommentare abgegeben worden, dass man erstmal nachforschen musste, und siehe da, ich habe es dann doch noch gefunden:
(Daniel Große, 21.10.2010, 23:02 – “DMV besteht weiter auf Forderungen … Telefonnummer führt nach Berlin (Update 3) = DMV, Joachimstaler Str. 4, 10623 Berlin”.
Ob der schon oft genug zitierte Florian W. aus Greifswald schon wieder seine Hände im Spiel hat?
Es würde mich persönlich nicht wirklich wundern, aber es ist nur eine Vermutung!
Schöne Grüße
Kleiner Fehler am Rande:
Ich meinte bei meinem Zitat natürlich den 21.12.2010 und nicht den fälschlicherweise angegebenen 21.10.2010.
Schöne Grüße
Hallo Herr Große,
vielleicht erinnern Sie sich, dass ich am 12.5.2011 bei Ihnen angerufen habe, weil ich auf diese Fax-Masche reingefallen bin. Ich habe sofort meinen Anwalt kontaktiert und er war überrascht, wie schnell diese “Firma” mein-branchenverzeichnis.info (Gelbes Branchenbuch Meißen) reagiert hat. Nun wurde uns aus Kulanz ein Vergleich mit der Hälfte des Betrages (mit deutscher Mehrwertsteuer) angeboten. Mein Anwalt will keinen Kontakt mehr zu so “hirnrissigen Menschen” haben. Er meint, wir sollen von nun an alles ignorieren. Vielen Dank noch einmal für Ihre Hilfe!
Ein kleiner Nachtrag zu meinem Kommentar Nr. 23:
Die Website “gelbes-branchenbuch.info” existiert immer noch – bei den AGB wird immer noch als Stand der 01.01.2009 angegeben, obgleich es diese “Firma” zu disem Zeitpunkt nachweislich noch gar nicht gab – und es ist absolut lächerlich, dass immer noch Stuart Poppleton (der sich offenkundig von den “Merkbefreiten” nicht mehr länger vor deren Karren spannen lassen wollte) – als Director aufgeführt wird.
Das verstehe, wer will!
Hoffentlich erbarmt sich in naher Zukunft mal irgendwer, diesen ganzen “Nutzlos-Mist” endgültig zu löschen.
Diese Sachlage bedeutet m.E. allerdings auch, dass von dort “GAR NICHTS MEHR” kommen wird.
Schöne Grüße
Sehr geehrter Herr Große,
beachtenswerte Mühe haben Sie sich da gemacht …
bravo ! Jetzt geht’s in AT los.
Wir erhielten heute auch ein derartiges Fax.
Da wir sehr viele solcher Spams erhalten, ist es für
uns kein Thema, da reinzufallen.
Leider sind viele Unternehmen, oft aus Zeitgründen,
gegen solcherlei Abzocke ungenügend gewappnet.
Zur Info, sende ich Ihnen auf Ihre Mailadresse einen
Scan von gegenständlichem Fax.
LG aus Wien
L.Puddu
Sehr geehrter Herr Große,
ladungsfähige Anschrift des jungen Herrn Geschäftsführer lautet:
Shahin Kai Shahrasbi
Wilschenbrucher Weg 20
21335 Lüneburg.
Zustellbarkeit wurde geprüft.
Freundliche Grüße,
C. Mann
wir haben eine rechnung vom mein-branchenverzeichnis.info erhalten. auf der rechnung stand aber gelbes-branchenverzeichnis. nach einem tel. mit frau naumann wurde der betrag auf 400 eur heruntergesetzt. daraufhin haben wir nicht mehr reagiert. zahlungserinnerung, mahnung. wir reagierten darauf mit einen schreiben, daß die eintragung ein irrtum war und die mitarbeiterin nicht befugt ist, zu unterschreiben. dann kam das schreiben mit der minderung auf 400 eur. konto bei der commerzbank in köln, kontoinhaber: marketing service. ich habe das an die österr. wirtschaftskammer geschickt und den musterbrief von ihrem blog mit zusatz anzeige bei der polizei vorbereitet. muß aber noch von der wko geprüft werden ob das in östetrreich so auch funktioniert. Wäre es nicht gut die bank zu informieren, was sie da für früchtchen als kunden haben???
hat schon jemand eine klage dieser firma bekommen oder gehen die nicht soweit???
im voraus für ihre antwort dankend und vielen Dank für ihr zeit und die mühe, herr Große!
Regionales Branchenbuch unter neuem Gewand!
Frage an alle : Was ist – kein Schreibfehler – ein “Standarteintrag”?
Nun, ich habe ihn bis heute auch noch nicht so richtig gekannt: Aber es wird so auf dem neuesten Abzockfax von “Ihre Branchenauskunft, Hanauer Landstr. 258, 60314 Frankfurt” in der letzten Zeile dieses nutzlosen und völlig überteuerten Spam-Faxes so benannt:
Der “Premiumeintrag” kostet grad mal schlappe 840,00 EUR zuzügl. “Märchensteuer”.
Ein Rücksendedatum per Fax an (0 69) 1 73 26 04 39 wird diesmal nicht angegeben.
Völlig anders an dieser neuen Abzockerei ist allerdings die Tatsache, dass sowohl die für den “Korrekturabzug” erforderlichen Tel.-Nr., als auch die Fax-Nr. – vermutlich bewusst – verfälscht wiedergegeben worden sind, damit der “Kunde” die falschen Angaben “korrigieren muss”!!!
Kleine pers. Anm.: Das “X” über der Zeile Unterschrift/Stempel (Premiumeintrag) – da wo man unterschreiben soll – hätte ich an Stelle dieser “Merkbefreiten” noch größer gemacht!
Es lädt regelrecht dazu ein, diesen “Nutzlos-Mist” zu entsorgen.
Ich hoffe, mein heutiger Kommentar war hilfreich,
Schöne Grüße
Sehr geehrter Herr Groß,
vielen Dank an Sie und alle Teilnehmer dieses ‘bloggs’ (?) für die Informationen. Der Versuch, dem ‘jungen Herrn’ per Einschreiben einen Widerspruch zukommen zu lassen, schlug fehl – weder unter der PF-Anschrift noch unter der im Internet angeführten Adresse war er erreichbar. Was ist das für eine ‘Firma’??
Beste Grüße
‘der Schriftwart’
Das deckt sich mit Aussagen anderer Geschädigter und lässt meiner Meinung nach auch tief blicken, was das Inkassobüro debitas angeht, die sich ja angeblich vorher ausreichend ein Bild gemacht haben von ihrem Kunden…
Sehr geehrter Herr Große, (ich bitte für die Falschschreibung eben um Nachsicht),
gibt es ein Formular um Anzeige zu erstatten?
‘der schriftwart’
Was bedeutet im Kommentarfeld URI??
Ein Formular gibt es nicht – Anzeige können Sie bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten, die haben die Formulare.
URI heißt Uniform Resource Identifier – kurz gesagt könnten Sie hier Ihre Website-Adresse eintragen, wenn Sie eine haben.
Hallo und guten Abend Herr Große,
da Sie sich mit solchen Dingen auskennen, frage ich Sie hiermit – auch unter Berücksichtigung Ihres Beitrages vom 05.07.2011 bezügl. der “kompletten Firmierung”, welche firmenspezifischen und auch persönlichen Daten auf einer Website, wenn sie denn seriös sein soll, UNBEDINGT angegeben werden müssen.
Ich denke, dass das sehr viele Leser und auch Kommentatoren/Fragesteller interessieren würde.
Zu meinem Kommentar Nr. 32 warte ich leider immer noch auf eine Nachricht/Antwort der Polizei Oldenburg-Stadt/Ammerland, sonst gäbe es Neuigkeiten!
Schöne Grüße
Also in Sachen rechtssicheres Impressum werde ich jetzt hier sicher keinen Roman schreiben. Nicht böse gemeint, aber da gibts genügend Websites, die da Auskunft geben. Mir gings in dem Fall hier nur um die Angabe der Rechtsform, weil gerade bei den UGs sehr genau drauf geguckt wird.
Hallo zusammen,
ich war dann noch den Nachtrag zu meinem Kommentar Nr. 32 schuldig, was ich nun nachholen möchte:
Also, das neueste Spamfax aus Frankfurt ist absoluter Schwachsinn: Ob die voreingetragenen Daten BEWUSST (wie von mir behauptet) verfälscht worden sind, kann ich leider nicht beweisen, weil mir die Polizei auf meine per Mail gestellten Fragen noch nicht geantwortet hat oder aber nicht antworten möchte.
Ich weise aber dennoch auf die von mir herausgefundene Seite hin: Nachlesen lässt sich die Geschichte unter: “www.presseportal.de/polizeipresse/meldung/2051308″ vom 25.05.11.
Offenbar wählt der “Anbieter” verschiedene Überschriften aus: Denn im Gegensatz zum Bereich Oldenburg/Ammerland (“Regionale Branchenauskunft”) wird in meiner Region, PLZ 42xxx, der Begriff “Regionales Branchenbuch” verwendet!
Zur Website “ihre-branchenauskunft.de” möchte ich mitteilen, dass sich dort nur sehr wenige Eintragungen wiederfinden: Es ist absolut lächerlich, von “Kunden” zu sprechen, die lediglich einen “STANDARTeintrag” gewählt haben – niemand hat hier einen Auftrag erteilt!
Außerdem funktioniert die Seite mit den AGB nicht, und die Seite Impressum ist völlig unvollständig: Es gibt weder einen Eintrag im Handelsregister noch einen notwenigen Gerichtsstand.
Warum auch? Ist ja eh nur Abzocke!
Merkwürdigerweise erfolgt die Offerierung von “Neukunden” durch “Mac Medya Ltd.” Wer steckt dahinter? Keine Ahnung, aber es gibt unter “www.schutzverband.at …”, Datum vom 16.11.09 eine Meldung auf Abzocker namens “Mac Media Ltd.”. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht?
Extrem mies finde ich allerdings die diversen Pressemitteilungen: Dort wird tatsächlich die Frage nach Abzocke und Betrug gestellt, aber man gehört schließlich zu den guten, die eine offene und klare Preispolitik anzubieten haben. NIEMAND WILL ABZOCKEN – Kommentar überflüssig!!!
Allerdings erinnern mich die Presseinfos sehr stark an frühere Veröffentlichungen von Florian W., DMV, TM , usw …
Abschließend möchte ich noch auf “www.raubwirtschaft.info/go/b2b/a01-adressbuchverlage/firmeninfo/263-ihre-branchenauskunft …” hinweisen: Dort kann man mehr über die Hintermänner und die Verfahrensweise erfahren.
Schöne Grüße
Vielen Dank für die umfassende Recherche.
Ich bin heute auf diese Seite aufmerksam geworden, da ich ein Fax von regionales-branchenbuch bekommen habe mit genau der beschriebenen Masche, und dann sehen wollte, ob es im Netz etwas dazu gibt.
Ja, der Typ ist noch immer unterwegs, sehr erstaunlich.
Ich werde das Fax zurückschicken mt der Androhung einer Abmahnung, falls ich sowas nochmal bekomme. Ob es was bringt, dies der Polizei zu melden, ist meiner Meinung nach fraglich.
Gruß, LN
Hallo Herr Große,
bin leider auch reingefallen, habe unseren Firmenstempel auf das “kostenlose Angebot” des Branchenbuch Hamburg gemacht, und leider im Eifer des Arbeitstages das kleingedruckte überlesen. Was kann ich gegen die Zahlungsaufforderung mit Klagandrohung unternehmen !? Habe im Namen der Geschäftsführung geschrieben, das ich nicht gefügt war einen Auftrag oder eine Bestellung aufzugeben, die behaupten der Stempel würde reichen ? Habe dann eine Unterlassungserklärung gefordert, da wir nicht eine Bestellung aufgegeben haben, sondern nur die Daten bestätigt haben – hat nicht funktioniert. Die drohen jetzt mit rechtlichen Schritten ?
Hilfe ! Zielführender Rat wäre toll
Sehr geehrte Frau Cantzler,
ich bin im April wie Sie auf diese Masche hereingefallen. Mein Anwalt hat ein Schreiben mit Anfechtungsdrohung aufgesetzt, aber darauf wird nicht eingegangen. Seitdem stellen wir uns tot und reagieren auf keine Forderung oder Mahnung. Am 1.7. kam die “letzte Mahnung” mit Androhung INKASSO, aber seitdem ist Schweigen im Walde. Mein Anwalt meint, dass es zu keinerlei Klage kommen wird, da dies unnöige Ausgaben der “Abzocker” bedeutet. Ich weiß es ist schwer, aber versuchen Sie die Beine erstmal still zu halten und sich eventuell rechtskundlichen Rat einzuholen.
Aber die Erfahrung besagt, dass irgendwann einfach nichts mehr kommt
LG Kieslich
Also hier stehen eigentlich genügend Tipps und Hinweise, was man tun kann. Was ich tun würde: Anzeige bei der Staatsanwaltschaft oder Polizei einreichen wegen Betrugsverdacht, Anfechtungserklärung und Kündigung an die auf der Rechnung angegebene Faxnummer senden. Aber ich weiß ja noch nicht mal, von welcher Variante Sie schreiben. “Branchenbuch Hamburg” kann alles und nichts sein…
@Kieslich:
Richtig. Das ist die normale Vorgehensweise bei den meisten dieser Varianten. Wenn wirklich Post von einem Gericht kommen sollte, müsste man mal aktiv werden. In diesem Fall dürfte es meiner Meinung nach bereits reichen, dem Gericht mitzuteilen, dass gegen die benannten Personen staatsanwaltlich ermittelt wird.
Wenn ich mir den Zeitrahmen so ansehe, gehe ich mal davon aus, dass Frau Susanne Cantzler auf das NACHTRÄGLICHE Abzockfax von TM vom 18.04.2011 (plus-minus ein paar Tage) hereingefallen sein muss – aber da kommt garantiert nichts mehr!!!
Andere Geschichte: Da ich mich gerade beim “Regionalen Branchenbuch” befinde, möchte ich gerne noch etwas zu meinem Kommentar Nr. 39 nachtragen: Ende der letzten Woche hat mir die Polizei aus dem Bereich Oldenburg/Ammerland meine zuvor aufgestellten Behauptungen bestätigt !!!
Außerdem wurde mir mitgeteilt, dass es sich bei der Frankfurter Adresse “entweder um eine falsche oder eine Briefkastenanschrift handeln dürfte”.
Die Frankfurter Polizei ermittelt, hat aber noch keine neuen Erkenntnisse …
Schade, dass dies hier nur ein Blog und kein Forum ist: Am 13.07.2011 ist mir nämlich ein exorbitant teures Abzockfax unter der Überschrift “Gelbes Branchenbuch XXXXXXXXX” zugestellt worden, na ja …
Schöne Grüße
Wie hier berichtet gibt es jetzt auch Regionales-Branchenbuch.info. Aber mit neuer Fax.Nr.: 03222-1640106 auf dem bekannten Bestellformular.
Es handelt sich wieder um die DMM…An den Brodbänken 5, 21335 Lüneburg. Auf der Rechnung und letzten Mahnung wurde das Registergericht Lüneburg mit der HRB 203168 angegeben und Postfach 2631 in Lüneburg. Weiter findet sich hier plötzlich die Tel.Nr.: 0180 5 012 952, welche aber nicht besetzt ist.
Es wird der Widerruf und die Anfechtung erklärt.
Viele Grüße
Das letzte unserer Forderungsabwehrschreiben an die Postfach-Nr. 2631 in Lüneburg kam mit dem Vermerk der Deutschen Post zurück: Empfänger/Firma unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln. Was sollen wir uns dabei denken?
Heute kam ein Fax mit dem Titel “Gerichtlicher Mahnbescheid” von denen. Ich dachte, es sei vorbei
Oben im Briefkopf steht “Gelbes Branchenbuch Ottakring” obwohl sonst immer Post vom “Gelben Branchenbuch Meißen” kam. Drin steht, wenn ich jetzt nicht bis 16.8.2011 die 591,43Euro zuzüglich 10Euro Mahngebühr, dann beantragen sie beim Amtsgericht Berlin Wedding einen Mahnbescheid. Ich kann es sogar in Raten abzahlen, wenn ich zurück rufe. Nun bin ich doch etwas verwirrt :S
Na sollen Sie doch endlich vor Gericht ziehen. Die Gerichte kennen die Typen doch eh schon. Kurz: Ruhig bleiben. Solange wie nichts vom Gericht kommt, ist alles gut. Und selbst wenn, dürften die zahlreichen Anzeigen und Ermittlungen reichen. Echt zum Schießen diese Spaßvögel.
Ich habe Ottakring mal die googled…das ist in Wien. Vielleicht haben sie vergessen den Briefkopf zu ändern. Ein Schreck ist es trotzdem jeden Mal, wenn Post den denen kommt.
hallo ich habe den gleichen Brief erhalten am 11.08.2011 und sie geben mir bis zum 16.08.2011 Zeit den Betrag zu begleichen, auch hier wurde eine Ratenzahlung angeboten, bei Zahlungsschwierigkeiten. Was soll ich tun, überweisen möchte ich das Geld nicht, das ist jetzt ca. der 10 Brief dieser Firma und ich mach mir schon seit 2 Monaten meine Gedanken weil ich nicht möchte, das ein Brief vom Gericht Wedding ins Haus flattert. Wie stehen meine Chancen, lassen sie es wirklich so weit kommen, oder geben sie früher auf und hoffen nur das man mit einer Zahlung reagiert?
bisher wurde noch keine Anzeige bei der Polizei gemacht, ist dies notwendig?
Es ist mir bewusst das ich mit meiner Unterschrift ein Vertrag mit dieser Firma eingangen bin, dieser wurde aber direkt widerrufen und gekündigt per Fax, gedroht haben wir ihnen auch schriftlich per Fax. Jedoch reagiert die Firma nicht darauf, weitere Schreiben wurden nicht beantwortet seit 2 Monaten von unserer Seite aus.
Meine Bedenken sind sehr groß, dass es zu einem gerichtlichen Mahnverfahren kommt. Der Brief “Gerichtlicher Mahnbescheid” (Gelbes Branchenbuch Ottakring) ist ja schon da.
Wie soll ich jetzt nur reagieren, habe Angst um meinen Job!
Und von wem kam dieser Brief “Gerichtlicher Mahnbescheid”? Richtig, von den Branchen-Typen. Nicht vom Gericht. Sie haben widerrufen und gekündigt. WENN das Unternehmen wirklich den gerichtlichen Schritt hätte gehen wollen, hätte es das längst getan. Ich würde weiter Ruhe bewahren. Vielleicht sind ja Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft schneller.
Ich habe das ganze heute nochmal angefechtet und dieser Firma mitgeteilt das wir den Betrag nicht zahlen würden. Darauf hin kam ein Fax mit einer Betragsminderung von ins. 200 Euro…. Was ist das denn bitte und weitere 10 Tage Zahlpause! Jetzt lass ich das einfach mal laufen!
Also doch wieder nur das Übliche Rumgemache, weil die nicht die Eier in der Hose haben. Ich würds auch weiterlaufen lassen.
Und es geht weiter: Gerade kam ein Fax: “letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung”. Diesmal sind sie echt schnell. Die letzte Zahlungsfrist lief am 16.8. aus. 5 Tage habe ich nun Zeit. Ich erwarte sehnsüchtig den Brief vom Mahngericht Wedding. Diesmal wieder Branchenbuch Meißen. Theoretisch müsste der Brief vom Mahngericht innerhalb des nächsten Monats kommen oder? Wie gesagt….theoretisch
Nur um das nochmal zu klären: Von welchem Unternehmen kommen denn diese Faxe? Also von welcher Variante sprechen wir hier? Branchenbuch nennen die sich ja alle… Ist es die DMM Deutsche Medien- und Marketinggesellschaft UG?
Hallo. Oh, das habe ich vergessen. Es ist mein-branchenverzeichnis.info und Firma ist TM Marketing.
Hab ich hier verkehrt gepostet?
Ja, irgendwie schon.
Ist aber nicht leicht, den Überblick zu behalten, das gebe ich zu. Um TM Marketing geht es (unter anderem) hier: http://www.danielgrosse.com/bl.....echnungen/ – Ich werde mal die Chronik entsprechend erweitern. Trotzdem danke!
hallo,
heute habe ich auch per Fax, die letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung, mit einer Zahlungsfrist von 5 Tagen erhalten.
In einem Monat fahre ich in Urlaub… und meine Bedenken das es zu einer gerichtlichen Verhandlung kommt sind so groß das ich schon fast überlege den Betrag zu bezahlen?!?
Wie lange ist das Widerrufsrecht, bzw. Zahlrecht ohne Mehrkosten mit Eingang des gerichtlichen Bescheids?
Keine Ahnung. Mein Tipp: Fahren Sie in den Urlaub. Wirklich.
Grüß Gott aus Augsburg,
heute kam in unserem Büro auch so ein unsägliches Fax an. Bei der Recherche aus reiner Neugier bin ich dann auf diese Website gestoßen.
Es ist das Regionale Branchenbuch Regio Bayern.
Der Betreiber (es fällt schwer keinen anderen Begriff, der möglichweise eine Beleidigungsklage verursachen würde, zu verwenden), also der Betreiber ist der selbe, wie hier vielfach zitiert.
Meine Frage an die Runde:
Sollten man diese Menschen nicht mit ihren eigenen Waffen bekämpfen und mit Abmahnungen eindecken?
Formfehler gibt es zur genüge…
ein schönes Wochende wünscht
M. Bernhard
Lieber Herr Bernhard!
Sehr gerne würden wir denen stoff geben. Aber abmahnungen mit androhung polizei etc haben bei mir nichts genützt. Wir sollten denen jeden tag ihre eigenen faxe schicken und zwar jeder von uns. Solange bis sie ruhe geben.
Die so richtig zufaxen….
Lg aus oö
e.scheucher
Naja, ich würde mich nicht auf eine Stufe mit denen stellen. Zumal das eh nichts bringt, weil meist mit Fax-Anbietern gearbeitet wird, die die Faxe digital speichern. Der Nerv-Effekt wäre also gleicjh Null.
Hallo,
habe sehr interessiert die Recherchen und Kommentare gelesen.
Wir haben am Freitag, den 26.08.2011, auch das besagte Fax erhalten, aber wir wurden stutzig, weil unsere PLZ nicht stimmte, obwohl wir immer korrekt eingetragen ist. Auf der Suche im Google.de kam ich auf diese Seite.
Die Fax-Nr. wohin wir das Fax senden sollen, ist die 03222 – 1187896 und der Inhaber heißt immer noch Sharasbi und Firmensitz ist in Lüneburg.
Es ist schön, wenn man davor gewarnt wird.
Macht weiter so…
LG
Hallo Herr Große leider bin ich auch reingefallen, ich finde ihre Bemühungen sehr hilfreich, Heute habe ich die Anfechtung wg Irrtum an die Adresse in chemnitz geschickt , wenn dort allerdings niemend den Rückschein unterschreibt ist das ganze ja sinnnlos. Haben sie eine Adresse an die ich das Einschreiben übermittelnkann. Oder die Adresse desAnwaltesvon diesem Herrn? Vielen Dank J Marb
Hallo. Was die Adresse des Herren angeht – schauen Sie doch mal auf Kommentar 30 hier…
Hallo aus München! Meine Post ist unter der Adresse in Chemnitz angekommen und der Rückschein wurde auch unterschrieben. Nur zur Info.
Nun wäre es interessant zu erfahren, was danach passiert. Sicher wieder die gleiche Tour mit Ablehnung des Widerrufs, Angebot einer Kostenminimierung und schließlich Mahnungen…
ja tatsächlich, eine Frau Daniela Ferchenbach hat auf meine 1. email geantwortet und mir 350 Euro statt 591,43 angeboten. (Anfechtung ist mit Rückschein noch unterwegs) Da ich in meiner email begründet habe gar nicht befugt gewesen zu sein Aufträge in dieser Höhe abzuschließen, kam sie mir noch mit Rechtsweisheiten zur Rechtsgültigkeit dieses Vertrages und das sie und die Geschäftsführung aber Verständnis für meine Situation hätten.
Was mich noch brennend interessiert :<ist das gesetzlich geregelte Wiederrufsrecht , in dessen Rahmen ich mich noch befinde, von deren AGb, die ich zugegebener Maßen erst nach Erkennen des Betruges mit Erhalt derRechnung eingesehen habe, (Stornieruzng nur innerhalb von 24 Std zu einem Kostenbeitrag von 200 Euro) tatsächlich ausgehebelt? Ich habe zurückgeschrieben, das sie von meinem Arbeitgeber kein Geld sehen werden , mit der Rechtsabteilung meines Arbeitgebers und der Polzizei gedroht. Die vorherigen Texte machen aber wenig Mut fas es etwas nützt. Ich würde gern noch von N. schultz erfahren ,wie es bei Ihnen weitergeht. Grüße J Marb
Welches gesetzlich geregelte Widerrufsrecht? Das gilt nur bei Verbrauchern. Sie haben als Unternehmern kein solches Recht, wenn Sie mit einem Unternehmer einen Vertrag eingehen. Das ist Fakt. Trotzdem ist natürlich auch Fakt, dass dieser Vertrag unter arglistiger Täuschung zustande kam. Und genau darum – und wegen der vielen tausend bundesweiten Fälle – würde ich es immer darauf ankommen lassen. Allein schon die mediale Aufmerksamkeit, die so ein Prozess mit sich bringen würde (für Shahrasbi und wie sie alle heißen), wäre es wert. Auf Deutsch: Aussitzen das Ganze. Wenn er ein wenig Restintelligenz im Kopf hat, geht er nicht zu einem Gericht.
Hallo frau marb,
ein widerrufsrecht gibt es nicht, da verträge unter unternehmen als geschlossen gelten. Deshalb wohl auch gezielt unternehmen bei dem branchenbuch. Mein anwalt meinte dass es sich hier nicht um betrug handelt, da der Betrag ja tatsächlich auf dem formular steht und der der das formular zurückschickt die kaufmännische sorgfaltspflicht zu beachten hat. Letztendlich würden sich wohl einige gerichte gegen die DMM entscheiden. Allerdings ist es wohl ab und an auch so dass sich ein gericht wohl auch für solch ein unternehmen entscheidet. Das ist von Fall zu fall unterschiedlich da jeder fall als einzelfall betrachtet wird. So der anwalt zumindest. Ich hab jetzt erstmal den vertrag angefochten. Mal schauen was passiert!
Ich bin nicht sicher, Ist ein Kindergarten der evangelischen Kirche mit gewerbetreibenden Unternehmen gleichzusetzten, Bisher galten wir als gemeinnützige Einrichtung des öffenlichen Rechts. Ich werde das aufjedenfall ausssitzen und mit den Anwälten der Kirche ggf Kontakt aufnehmen.
Schon die Annahme, dass ein überhaupt Vertrag zustande gekommen sein soll, stelle ich in Frage. Der “Kunde”, der lediglich meint, einen Beitag zur Korrektur seines Datensatzes zu leisten, gibt keine auf Vertragsschluss gerichtete Willenserklärung ab. Es fehlt schon ein entsprechendes Erklärungsbewusstsein, jedenfalls aber ein auf (kostenpflichtige) Dienstleistung gerichteter Rechtsbindungswillen.
Hallo, ich habe jetzt die letzte aussergerichtliche Mahnung erhalten und sie drohen mit einer Anzeige vor Gericht, kann ich dem Glauben schenken?
Ist bisher je einer vor Gericht gegangen mit dieser unseriösen Firma aus England (Branchenbuch.info) ??? Ich werde jetzt für 3 Wochen in Urlaub fahren…!!! Soll ich es einfach laufen lassen, denkt ihr da kommt noch was?
lg
bzw. was kann mir geschehen wenn ich nicht direkt auf das nächste Fax dieser Firma antworte, wenn es vom Anwalt etc. kommt!? Sie haben anscheinend so wie sie Schreiben schon rechtliche Schritte einleiten müssen ab dem 29.08.2011… wann würde man was erwarten, wenn was käme vom Gericht / Anwalt etc.
Um welches Unternehmen handelt es sich denn genau? Hier geht es nicht um “branchenbuch.info” aus England, wie Sie schreiben, sondern vorranging um die DMM aus Deutschland.
es geht um das Unternehmen Branchenbuch.info mit Sitz in London! Kann mir trotzdem jemand weiterhelfen?
Tschuldigung, es gibt keine Website namens branchenbuch.info. Wie sollen wir helfen, wenn Du schon die Website bzw. das Unternehmen nicht richtig ablesen kannst?
Hallo Tina, neben dieser Seite fand ich noch sehr wertvolle Tipps unter http://www.raubwirtschaft.info unter anderem den, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt, und zwar per Post meist in einem gelben Umschlag direkt vom Gericht nicht per Fax und nicht von der Firma . Dann haben sie noch 2 Wochen Zeit Widerspruch einzulegen. Anscheindend hat das hier noch keiner erlebt, oder? Wenn ja wüßte ich auch gern wie es weiter gegangen ist.
Die Firma ist TM Marketing “Gelbes Branchenbuch”! Ich habe die letzte Aussergerichtliche Mahnung erhalten und wollte nur wissen ob jemand schon gerichtliche Erfahrung mit dieser Firma gemacht hat!?
Ich habe das Lesen Ihres Artikels sehr, sehr genossen. Das liegt nicht daran, dass ich zu den Geschädigten gehöre, das – glücklicherweise – nicht.
Nein, ich genieße es sehr, da ich nun endlich weiß, wie ein Shahin Sharasbi dazu kommt, auf Partys/Schultheateraufführungen/etc. mit fünfhundert-Euro-Scheinen herumzuwedeln und zu behaupten, er besäße ein Callcenter. Und schließlich befriedigt es sehr, zu erfahren, dass solche Gestalten auffliegen.
Den geschädigten wäre zu sagen: Nehmen Sie das Ganze nicht so ernst. Shahini Magisch, denn so heißt der gebürtige Hamburger, Rudolf-Steiner-Schüler und Idiot (Verzeihung) auf Portalen wie Facebook, stellt keine Gefahr dar. Wenn keiner von Ihnen zahlt, geht dem lieben, harmlosen Jungen auch das Geld für seinen drittklassigen Anwalt aus.
Tally ho!
Hallo Tina. Danke für die Aufklärung. Nein, es gibt meines Wissens nach keine gerichtlichen Erfahrungen mit TM Marketing. Das sind Spinner, die nur schnelles Geld wollen, die mahnen nur und klagen nicht.
https://www.facebook.com/shahin.shahrasbi
Wenn sich jemand persönlich beschweren möchte, und dabei sicher gehen will, dass Herr Shahrasbi die Nachricht auch erhält, dem sei an dieser Stelle die Facebook-Seite des Mannes, dem man für Mahnungen und sinnlose Rechnungen danken kann, empfohlen.
Tally ho!
Naja, dafür müsste man erstmal Freund von ihm werden. Und das will ja nun sicher niemand. Man fragt sich aber, ob seine 539 Freunde dort genauso merkbefreit sind wie er …
Ich vermute, zumindest 0,5 Prozent seines großen, ihn durchweg liebenden Facebook-Freundeskreises, sind nicht derart unangenehm, wie Schah Shahin Shahrasbi. Für diesen geringen Anteil würde ich mich zumindest gern einsetzen.
Aber nun, Studien über den Begriff “Facebook whore” gibt es sicherlich zur Genüge…
Abschließend: Sie haben die Fragen nach der Berechtigung des albernen Finanzier-Gehabes Shahrasbis, die sich mindestens besagte 0,5% des Bekanntenkreises gestellt haben, großartig beantwortet – danke dafür.
Zit.: “Den Geschädigten wäre zu sagen: Nehmen Sie das Ganze nicht so ernst… stellt keine Gefahr dar.”
Auch als Nicht-Geschädigter bin ich froh, dass der Gesetzgeber dies anders sieht.
Allen, die diese Ansicht teilen, rate ich zur Lektüre des § 263 Abs. 3 StGB, insbesondere dessen Rechtsfolge. Möglicherweise hilft ein derartiger Hinweis auch dem “lieben Jungen”, seine Zukunfts- und Wohnsitzplanung zu überdenken.
oh vielen Dank, also brauchen wir keine Angst vor einem gelben Brief zu haben vom Gericht!?!?
Da fällt mir doch ein Stein vom Herzen!!
Und das soll der jenige sein der hinter dem allem steckt mit TM Marketing Firma mit Sitz in London, an Sichi!
Wir werden definitiv nichts überweisen…!!
aber ich lieg jetzt hier mit meinen posts richtig, bei der E-mail der Firma (TM Marketing Service ltd) service@mein-branchenverzeichnis.info und Internet http://www.mein-branchenverzeichnis.info
Tina, wir sprechen hier von einem anderen Unternehmen. Um die TM geht es in einem anderen Artikel. Einfach mal suchen. Und lesen lernen.
… da will man im Grunde genommen nur EINMAL wissen, welch “Merkbefreiter” sich hinter S.Shahrasbi verbirgt – und nun ist sein Eintrag auf Facebook “derzeit nicht verfügbar”.
Durch die heutige “Enttarnung”- dumm gelaufen, oder?
Schöne Grüße
Also ich sehe sein Profil noch. Er war nur so schlau, die bis vorhin noch sichtbaren Fotos seiner Kumpels (der eine hatte ein aufgeblasenes Kondom auf dem Kopf) zu löschen bzw. vor Nicht-Freunden zu verbergen. Wer bei Facebook ist, kann ihm auch eine Mail schreiben, aber nicht mehr als Freund hinzufügen. Oooooch. Und seine Freundesliste sieht man auch nicht mehr. Schon blöd, wenn man sich komplett im Netz verstecken muss, weil man im echten Leben Scheiße baut.
Hallo Herr Große,
… also ich habe in meinem Leben sicherlich nicht die Absicht, IHN als meinen Freund irgendwo hinzuzufügen!!!
Ganz andere Frage: Was ist eigentlich aus den Unterlassungsansprüchen seiner Lüneburger Anwaltskanzlei (bezug nehmend auf Ihren Eintrag vom 22.07.2011) gegen Sie geworden?
Und: Da gab es – wenn ich mich recht erinnere – auch mal eine solche Geschichte von den Anwälten von Florian W. aus Greifswald (Ihr Eintrag vom 11.10.2010 als Update)
Auch da würde mich mal der aktuelle Stand interessieren – sofern von da aus überhaupt was gekommen ist.
Schöne Grüße
Beide Anwälte haben sich nach der Erwiderung durch meinen Anwalt nie wieder gemeldet. Wie oben beschrieben bin ich Herrn Shahrasbi insofern entgegen gekommen, die Bilder, die ihn zeigen, zu löschen und habe mich verpflichtet, diese nicht wieder zu publizieren. Bei Wilk ging es mehrmals hin und her, bis sämtliche (deren) Fristen verstrichen waren. Am Ende versandete das.
… schön zu hören.
Und es hat auch – meiner Meinung nach – (von Ihnen vielleicht unwillkürlich ausgedrückt) einen realen Bezug zu den ganzen Abzockergeschichten:
Am Ende wird es versanden ………….
Das wäre das Optimum für alle Geschädigten, ja. Und wie man die deutsche Justiz kennt, wird den “Anbietern” solcher Dienste nicht wirklich etwas passieren.
… das ist leider die Kehrseite der Medaille.
Und genau deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig, wenn man sich in einem Blog austauschen kann, damit die entsprechende Möglichkeit besteht, sich entweder erfolgreich zu wehren oder aber den ganzen “Nutzlos-Mist” einfach auszusitzen!
Hallo. Auch ich bin leider auf die Masche bei regionales-branchenbuch.info herreingefallen. Meine Frage ist nun ob es sinn macht die fehlende Ust-Id zu erwähnen und das dies das Finanzamt interessieren könnte. Oder sollte ich solch ein Kommentar lieber weg lassen?
An SPK_P: Es verbirgt sich kein “Merkbefreiter” hinter S. Shahrasbi – Shahin Shahrasbi ist der “Merkbefreite” vor dem Herrn. Und das noch selbst. Eine – bedauerlicherweise – sehr reale Person.
Und immerhin so geschickt, dass er ein “Unternehmen” aufbauen kann, das offensichtlich Gewinn abwirft. Frage mich nur, wie man da ruhig schlafen kann…
Selig sind die geistig Armen… in Shahrasbis Fall nicht selig, sondern vermutlich ohne Schuldempfinden.
Ergänzung zu Frage 98: Dieses Kommentar möchte ich in der Anfechtung verwenden!
Naja, in der Anfechtung so etwas zu schreiben, ist wohl nicht nötig. Das wäre ein Tipp für ihn selbst – ich vermute aber, da wird ihm schon die Steuerfahndung sagen, was er zu tun hat.
Danke für die schnelle antwort! Und noch eine Frage: Soll ich wirklich das ganze anfechten oder ist es vieleicht auch sinnvoll das ganze so anzugehen: Wenn mir einer eine Forderung aufmacht, die ich für nicht begründet halte, was ich erst nach dem Öffnen des ersten Briefes weiß, gehe ich so vor:
– ich werfe den Brief weg
– weitere Post sende ich ungeöffnet an den Absender zurück mit einem Vermerk auf dem Couvert “Empfang abgelehnt, zurück an Absender” sogar dann, wenn kein Absender ohne Öffnen erkennbar ist
(Die Post hat in München ein spezielles Postamt, die solche Briefe unter Aufsicht öffnen, um den Absender festzustellen. Das kleben sie den Brief wieder zu und senden ihn an den Absender zurück.)
– Post von Inkassounternehmen nehme ich grundsätzlich nicht an und sende sie ungeöffnet an den Absender zurück mit einem Vermerk auf dem Couvert “Empfang abgelehnt, zurück an Absender”
Wenn der Angreifer noch nicht gemerkt hat, daß ich mich auskenne und kaum zu knacken bin, kommt jetzt ein gerichtlicher Mahnbescheid, für den ich 2 Wochen Zeit zum Widerspruch habe. Ich nähre jetzt die Hoffnung des Angreifers indem ich den Mahnbescheid 10 Tage bei mir liegen lasse. Ich weiß ja, daß der Angreifer ein Fristenbuch führt und ganz genau merkt, daß ich 10 Tage “grübele” ob ich nicht vielleicht doch bezahle.
Nach besagten 10 Tagen widerspreche ich dem Mahnbescheid vollständig. (Das Mahnbescheidsformular erlaubt auch teilweisen Widerspruch)
Damit es jetzt weitergeht, müßte der Angreifer eine Klage auf Zahlung gegen mich verfassen in der er auch die Beweise für meine Zahlschuld aufführen muß.
Und das ist bisher immer unterblieben.
Der Angreifer weiß ja nun, daß ich es es auf den Prozeß anlege, daß ich beim Mahnbescheid mit ihm gespielt habe und daß mir weder Rechnungen noch Mahnungen oder irgendetwas vorliegen, weil er alles zurückbekommen hat. Er müßte für die Klage bezüglich Rechtsanwalts- und Gerichtskosten in Vorkasse gehen im Wissen darum, daß ich ihm seine Klageschrift in der Luft zerreiße.
Quelle: http://dellekom.de/blog/abzocke-inkasso
Also ob diese Ausführungen soweit richtig sind bzw. ob man so verfahren sollte, kann ich nicht beantworten, da müsstest Du wohl mal einen Anwalt befragen. Ich würde bereits mit Zusendung der Rechnung widersprechen und mich dann gar nicht mehr rühren.
Frage: Ist so etwas wie Panik ausgebrochen?
“Die Geister, die ich rief, ward ich nicht mehr los”.
Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie wird sowohl im Falle Shahin S., der ja nun – so habe ich mich heute belehren lassen dürfen – “DER Merkbefreite” sein soll, als auch im Falle TM Ltd. (subjektives Empfinden von mir) mehr oder weniger darum gebettelt, in ein Inkassoverfahren oder sogar in gerichtliches Verfahren hineingezogen zu werden!
Im Falle Shahin S. glaube ich nicht daran, dass er seine (schon im Ansatz nicht existierenden) Forderungen jemals vor Gericht auch nur annähernd durchsetzen könnte und im Falle TM bin ich absolut davon überzeugt, dass es niemals zu einer einzigen Gerichtsverhandlung kommen wird.
Ansonsten wäre auch ich SPRACHLOS!
Problematisch dürfte es aber für die Geschädigten werden, die bereits gezahlt haben. Sie werden wahrscheinlich ihr Geld niemals mehr zurückbekommen.
Bei Shahin S. wird wohl nichts mehr zu holen sein, wenn er mit dem Geld nur so um sich wirft.
Was an den ganzen Abzockgeschichten wirklich schade ist, ist die – durch Recherche – verlorene Zeit.
Schöne Grüße
@boom 83: Vorsicht, die Hinweise beruhen auf gefährlichem Halbwissen! Der Vermerk “Empfang abgelehnt, zurück an Absender”
- verrät dem Versender erstens, dass die Adresse des in Anspruchg Genommenen die richtige ist,
- bestätigt ihm zweitens, dass das Schreiben auch zugegangen ist. Dass der Adressat es nicht lesen mag, ist allein sein Problem, denn
- drittens vergibt er sich dadurch die Möglichkeit, der Forderung zu widersprechen, was jedenfalls bei einer in Aussicht gestellten Meldung an die einschlägigen Auskunfteien anzuraten ist.
Der Kollege Dr. Barthel hat vollkommen recht mit dem was er sagt. In jedem Fall sollte man die Anfechtung erklären, weil ansonsten Fristen verstreichen könnten. Ich würde auch den anwaltlichen Ratschlag empfehlen. Im Zweifel günstiger als falsches google law.