GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Alltägliches’ Category

Willkommen, Sub Wayne!

Manchmal gibt es richtig gute Neuigkeiten. Wie heute, als ich durch Taucha fuhr und mich wunderte: “Huch, was wird denn da gebaut?” Und eh ich den Satz zu Ende denken konnte, sah ich es schon. Dieses grün-gelbe, Glück und guten Geschmack verheißende Schild. Dieses Schild, das ankündigte, dass etwas richtig gutes in unser kleines, verschlafenes Städtchen ohne Post, dafür aber mit Autobahnanschluss kommt.

Kurzum: Subway, mein Lieblingsschnittenschmierer eröffnet demnächst an der Leipziger Straße. Da sag ich doch mal artig: “Willkommen, Sub Wayne!” Und freu mich schon auf September…

Ein Achtjähriger, der bloggt?!

Aus Spaß habe ich zu unserer Tochter schon ein paar mal gesagt, sie solle doch ihre Schulproblemchen und ihre allgemeinen Gedanken doch in ein Blog tippen. Wohlweißlich, dass das mit allerhand Problemen verbunden sein könnte, vor allem was die Privatsphäre eines Kindes angeht. Darum war’s auch mehr ein Spaß.

Nun habe ich heute in den Referrern des AMI-Blogs ein Blog entdeckt, von dem ich nicht so recht weiß, was ich halten soll. Da schreibt auf crazzy.de ein Achtjähriger aus Karlsruhe. Angeblich. Der Drittklässler legt dabei eine schier perfekte Rechtschreibung, Grammatik und Wortwahl an den Tag, dass es schwer zu glauben ist, dass hier ein Achtjähriger tippt. Auffällig ist: Stephen, so sein Name, interessiert sich sehr für Autos. Was ja nichts schlimmes ist für einen Achtjährigen. Dabei wird er aber nicht müde, zu betonen, dass er mit Acht doch eigentlich perfekt geeignet ist, ein Auto zu lenken.

Seinen Vater nennt er nur Hans-Gerd oder HG und seine Mutter Tanja. Außerdem entwickelt er bereits in seinem zartem Alter kieferorthopädische Fähigkeiten. Zum Frühstück mag er fünf Eier mit Bacon und Malzbier, Erwachsenen würde er am liebsten Tritte verpassen und er vermisst Starsky & Hutch. Die Originalserie. Klar doch.

Insgesamt alles sehr merkwürdig für einen Achtjährigen. Wer wirklich dahintersteckt? Keine Ahnung. Scheint auf den ersten Blick keine missglückte PR-Aktion zu sein. Werde dem Kurzen mal ne Mail schreiben.

Was haltet ihr davon?

Belantis öffnet, irgendwie

Heute öffnet der Freizeitpark Belantis vor den Toren Leipzigs wieder. Für Familien immer ein lohnendes Ziel, weils einfach Spaß macht dort. Allerdings ist so ein Park von der Witterung abhängig. Und wenn man so mutig ist, und schon Mitte März öffnet, muss man halt mit Einbußen rechnen. So bleibt ein Großteil des Parks heute geschlossen:

Aufgrund der aktuellen Wetterverhältnisse behält sich BELANTIS vor, nur Teile des Freizeitparks zu öffnen. Bitte informieren Sie sich am Tag Ihres Besuchs auf dieser Seite oder telefonisch unter 01378 / 40 30 30*, welche Attraktionen für Sie geöffnet sind. *50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können abweichen.

Heute, am 20. März, geöffnet: – Schloss BELANTIS mit Buddels Kinderjahrmarkt (mit Dampfkarussell, Kindereisenbahn und Kettenkarussell), – Autorallye, – interaktiver Kindershow im Showzelt auf dem Schlossplatz

Alle weiteren Fahrattraktionen bleiben aufgrund der Wetterprognose für heute geschlossen.

Immerhin, das Kettenkarussell ist nach langer Abwesenheit wieder da. Der Rest steht aber still. Keine gute Voraussetzung für den Park, der heute gemeinsam mit der LVZ eine 2-für-1-Aktion geplant hatte…

Dingnachricht, die

Und wieder mal beweisen uns die Spammer dieser Welt, dass ihr digitales Dosenfleisch eben doch Spaß macht. Heute: Eine angebliche Nachricht von eBay mit dem Betreff: “eBay Neue Unbezahlte Dingnachricht von dg1n”

Liebes Mitglied,
eBay hat Mitglied dg1n Ihnen eine Nachricht betreffend Ding #150003123500 verlassen
Siehe den Debattenfaden an, um zu antworten.
Beachtungen,
eBay

Lustig. Abgeschickt wurde die Mail offenbar aus Indien. Große Gefahr geht nicht (mehr) davon aus. Die in der Mail verlinkte URL scheint nicht erreichbar zu sein.

So eine Mappe ist auch nur ein Mensch

kontoauszugsmappen.jpg

Das war mir neu, dass Kontoauszugsmappen (was für ein Wort) eine Seele haben. Haben sie aber offenbar, wenn die Dinger “gern zur Verfügung” stehen, wie bei uns in Taucha.

Übrigens scheinen diese Kontoterminals tierisch zu strahlen. Habe ich bemerkt, als ich das Handy zückte, um dieses Foto zu machen. Das gab auch in zwei Metern Entfernung noch schlimme Interferenzen in Form von Streifen, so als ob ich direkt den Monitor fotografieren würde.

Was ist denn der Alpenkönig?

An dieser Stelle stand ein Text, der auf die Firmen Alpenkönig GmbH und Almkönig GmbH hinwies. Das betreffende Unternehmen hat mich gebeten, diesen Artikel zu löschen, da er laut Unternehmensangaben Fehler enthielt. In Kürze erscheint ein längeres Interview zu dieser Thematik.

Stars auf Eis in Schokolade - Stück für Stück

adventskalender-prosieben.jpgNa das wird ja zur schönen Regelmäßigkeit, der Adventskalender von ProSieben. Danke abermals! Jammjamm…

Und weil der Kalender so unverfroren für “Stars auf Eis” wirbt, sei hier angemerkt, dass die Kufenshow ab 13. Dezember wieder bei ProSieben läuft. Wen’s interessiert…

Taxi!

taxi.jpgNa huch. Dass man meinen Namen ständig falsch schreibt, daran habe ich mich bei der täglichen Werbeflut gewöhnt. Aber dass ich jetzt ein Taxiunternehmen bin, war mir neu.

War übrigens Werbung vom smart Center Leipzig. Meine Adresse hätten sie aus Klicktel, hieß es da. Doll. Aber als Taximensch stehe ich dort nicht drin. Was ein Taxibetrieb mit einem smart soll, ist mir auch etwas schleierhaft. Geht denen wohl vor allem darum, die Elefantenrollschuhe gleich mit angeklebter Werbung zu verkaufen.

Der eigentliche Witz aber ist die Überschrift: “Es sind die kleinen Dinge, die eine Firma am Laufen halten.” Eben. Am Laufen.

Sackgang vom Freund und Helfer

Wusste ich auch noch nicht, dass Polizeibeamte jetzt schon die Geschwindigkeit von Autos schätzen können. Oder müssen – in Ermangelung eines Messgerätes. Wie gerade vor dem Tauchaer Rathaus. Holen die mich raus, wollen Führerschein und Fahrzeugpapiere, checken kurz und wünschen mir dann eine angenehme Weiterfahrt, allerdings nicht so schnell. Ich sei ja wohl mehr als die erlaubten 30 gefahren. Demnächst würden sie hier wieder stehen, dann aber mit Messgerät. Beweisen konnte es mir die Dame nicht, dass ich schneller als 30 war. Ihrer Meinung nach war das aber so. Naja, wenn sie meint. Hab ich erstmal nicht widersprochen. Und mich gewundert, dass sie offenbar 10 km/h per Augenmaß messen kann. Reschpekt.

Taucha und die Deutsche Post: Willkommen in der Provinz!

Ich mag Taucha. Wirklich. Eine sympathische Kleinstadt mit sympathischen Einwohnern und kurzen Wegen. Aber manchmal, da flucht man über diese Stadt und benutzt böse Wörter. “Kaff” oder “Provinz” zum Beispiel. Heute war wieder so ein Tag. Problem: Briefe zur Post bringen. Ja, das ist ein Problem. Unser Postamt heißt nämlich nur noch so, ohne die Funktion einer Post zu erfüllen. Weil es das ständig expandierende Weltunternehmen wohl für besser hält, Gewerbetreibende und Privatleute nicht zu ihren Kunden zählen zu wollen. Und weil unser toller Bürgermeister nicht den Arsch in der Hose hatte, die Schließung der Post zu verhinden. Was er sicherlich hätte tun können, auch wenn die Post ein Privatunternehmen ist. Das Gute allerdings: Am Gebäude hängt noch ein Briefmarkenautomat, gleich daneben ist ein Briefkasten. Nur müsste dieser Automat auch mein Geld wollen. Wollte er nicht, egal, was man reinsteckte. So wie das Geld im gelben Roboter verschwand, spuckte dieser es wieder aus. “Geh halt woanders hin”, hörte ich ihn dabei sagen. Zumindest hab ich das so verstanden.

Also weitergefahren zum Quelle-Shop. Dieser darf seit vergangenem Jahr auch Postagentur spielen. Dort drin stehen zwei meist miesgelaunte Damen, die in gelangweilter Routine, ohne diese Routine wirklich zu besitzen, Pakete und Briefe annehmen. Nur heute nicht. Denn Donnerstagnachmittags ist dieser Quelle-Annahmeladen einfach mal zu. Weil’s eben so ist. Und Taucha ja eh ein Kaff ist. Oder wie soll man das werten? Natürlich weiß ich, dass dort jeden Donnerstag Nachmittag geschlossen ist. Aber ich weigere mich strikt, mich vor meinem Gang zur so genannten Post vom korrekten Tag und der korrekten Zeit zu überzeugen und darüber nachzudenken, ob man wohl gewillt ist, mein Geld anzunehmen. Also stand ich heute zum zweiten Mal vor dem Eisengitter, das man wohl dort angebracht hat, im Glauben, man könnte aus dem Quelle-Ramsch was wertvolles klauen wollen.

Was blieb? Die nächste Postagentur im Portitz-Treff. Dort ist man nett und hat täglich bis 19 Uhr geöffnet. Erste Wahl ab sofort – und ich werde mich trotzdem mal bei der privaten Konkurrenz umschauen.


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Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

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