von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
12. 10. 2007 13:11
Na huch. Dass man meinen Namen ständig falsch schreibt, daran habe ich mich bei der täglichen Werbeflut gewöhnt. Aber dass ich jetzt ein Taxiunternehmen bin, war mir neu.
War übrigens Werbung vom smart Center Leipzig. Meine Adresse hätten sie aus Klicktel, hieß es da. Doll. Aber als Taximensch stehe ich dort nicht drin. Was ein Taxibetrieb mit einem smart soll, ist mir auch etwas schleierhaft. Geht denen wohl vor allem darum, die Elefantenrollschuhe gleich mit angeklebter Werbung zu verkaufen.
Der eigentliche Witz aber ist die Überschrift: “Es sind die kleinen Dinge, die eine Firma am Laufen halten.” Eben. Am Laufen.
09. 10. 2007 12:16
Wusste ich auch noch nicht, dass Polizeibeamte jetzt schon die Geschwindigkeit von Autos schätzen können. Oder müssen – in Ermangelung eines Messgerätes. Wie gerade vor dem Tauchaer Rathaus. Holen die mich raus, wollen Führerschein und Fahrzeugpapiere, checken kurz und wünschen mir dann eine angenehme Weiterfahrt, allerdings nicht so schnell. Ich sei ja wohl mehr als die erlaubten 30 gefahren. Demnächst würden sie hier wieder stehen, dann aber mit Messgerät. Beweisen konnte es mir die Dame nicht, dass ich schneller als 30 war. Ihrer Meinung nach war das aber so. Naja, wenn sie meint. Hab ich erstmal nicht widersprochen. Und mich gewundert, dass sie offenbar 10 km/h per Augenmaß messen kann. Reschpekt.
27. 09. 2007 21:01
Ich mag Taucha. Wirklich. Eine sympathische Kleinstadt mit sympathischen Einwohnern und kurzen Wegen. Aber manchmal, da flucht man über diese Stadt und benutzt böse Wörter. “Kaff” oder “Provinz” zum Beispiel. Heute war wieder so ein Tag. Problem: Briefe zur Post bringen. Ja, das ist ein Problem. Unser Postamt heißt nämlich nur noch so, ohne die Funktion einer Post zu erfüllen. Weil es das ständig expandierende Weltunternehmen wohl für besser hält, Gewerbetreibende und Privatleute nicht zu ihren Kunden zählen zu wollen. Und weil unser toller Bürgermeister nicht den Arsch in der Hose hatte, die Schließung der Post zu verhinden. Was er sicherlich hätte tun können, auch wenn die Post ein Privatunternehmen ist. Das Gute allerdings: Am Gebäude hängt noch ein Briefmarkenautomat, gleich daneben ist ein Briefkasten. Nur müsste dieser Automat auch mein Geld wollen. Wollte er nicht, egal, was man reinsteckte. So wie das Geld im gelben Roboter verschwand, spuckte dieser es wieder aus. “Geh halt woanders hin”, hörte ich ihn dabei sagen. Zumindest hab ich das so verstanden.
Also weitergefahren zum Quelle-Shop. Dieser darf seit vergangenem Jahr auch Postagentur spielen. Dort drin stehen zwei meist miesgelaunte Damen, die in gelangweilter Routine, ohne diese Routine wirklich zu besitzen, Pakete und Briefe annehmen. Nur heute nicht. Denn Donnerstagnachmittags ist dieser Quelle-Annahmeladen einfach mal zu. Weil’s eben so ist. Und Taucha ja eh ein Kaff ist. Oder wie soll man das werten? Natürlich weiß ich, dass dort jeden Donnerstag Nachmittag geschlossen ist. Aber ich weigere mich strikt, mich vor meinem Gang zur so genannten Post vom korrekten Tag und der korrekten Zeit zu überzeugen und darüber nachzudenken, ob man wohl gewillt ist, mein Geld anzunehmen. Also stand ich heute zum zweiten Mal vor dem Eisengitter, das man wohl dort angebracht hat, im Glauben, man könnte aus dem Quelle-Ramsch was wertvolles klauen wollen.
Was blieb? Die nächste Postagentur im Portitz-Treff. Dort ist man nett und hat täglich bis 19 Uhr geöffnet. Erste Wahl ab sofort – und ich werde mich trotzdem mal bei der privaten Konkurrenz umschauen.
19. 09. 2007 09:38
Taucha. Geschäftiges Treiben herrschte jüngst im Hort Tauchsches Spielhaus. Allerhand Herren der sieben Weltmeere, Piratenbräute und exotische Bauchtänzerinnen bevölkerten den Spielplatz. Die Einrichtung der Volkssolidarität hatte zum Piratenfest geladen und rund 300 Gäste waren dieser Einladung gefolgt. „Das Fest bildet den Abschluss unseres Piratenprojektes, das in den Sommerferien begann“, erklärte Hortleiterin Sabine Müller. Auf Wunsch der Kinder wurde das Thema gewählt. So lernten die kleinen Seeräuber alles über die Fahrt auf großen Schiffen, bekamen erklärt, wo Steuer- und wo Backbord liegt, studierten ein Piratenlied ein und fuhren beispielsweise in Pouch in Sachsen-Anhalt mit einem Piratenschiff. Über die Aktionen führten die Kinder – ganz in Seefahrermanier – peinlich genau Logbuch. Dieses und allerhand Fotos konnten die Eltern während des Piratenfestes bestaunen.

Noch viel mehr staunten aber große und kleine Leute über „Pirat Kervolin“. Der heißt eigentlich Volker Gödde und zieht als Unterhaltungskünstler mit verschiedenen Programmen durchs Land. „Mein Team und ich haben Shows für Kinder, Hochzeiten, Familienfeiern und vieles mehr im Angebot. Passend zu jedem Anlass schlüpfen wir in die Rolle eines Clowns, Ritters oder eben – wie heute – in die eines Piraten“, sagte er. Die Gäste beeindruckte er unter anderem mit seinen Jonglierkünsten und einer Feuershow. Der Höhepunkt war das Heben eines Schatzes, der vorher in der Weitsprunggrube der Regenbogengrundschule verbuddelt worden war. Darin befand sich allerlei Gold – in Form von Bonbon-Talern, die „Kervolin“ freigiebig verteilte.
Die Einnahmen aus Eintritt, Tombola und verkaufter Verpflegung sollen für den Kauf eines Schuppens verwendet werden. „Dort wollen wir dann unsere Spielgeräte und Fahrzeuge unterstellen“, so Sabine Müller.
Erschien am 19.09.2007 in der Leipziger Volkszeitung
Passend dazu ist der heutige 19. September der “Look like a pirate day“. (Gefunden bei JoJo)
29. 08. 2007 14:50

… wenn man dauernd von sich behauptet, ein UFO-Fan zu sein und zugibt, dass man sich für den Weltraum interessiert. Vielen Dank, axt! Aber eine Taucha-Flagge würde ich sicher nicht gleich hissen, da oben.
26. 08. 2007 22:20
Schön war’s wieder. Lustig, informativ, unterhaltsam, stressig. So mag ich das. Ganz vorbei ist es für Thomas und mich noch nicht. Bis Ende des Monats läuft das GC-Blog mindestens noch. Und wie ich uns kenne, werden wir auch danach nicht die Finger davon lassen können. Ein großes Dankeschön an die Leipziger Messe, die uns abermals ein sauguter Partner war. Und Danke auch an Soundproducer Mario Timmler und Sprecher Stefan Barth, die bereits zum zweiten Mal für die akustische Untermalung unserer Podcasts sorgten.
Apropos Maus: Mitten im GC-Trubel kam mein Sexy Mauspad. Ich hatte ja gewonnen bei diesem Blogger-Contest. Seit ein paar Tagen ruht mein rechtes Handgelenk also auf zwei festen, aber trotzdem weichen “Brüsten”. Nicht schlecht, wirklich. Schade nur, dass man mit der Maus ständig das Gesicht der Dame verdeckt. Das hat sie nicht verdient.
27. 07. 2007 21:26
Während Thomas und ich als Blogdienstleister im GC-Blog über die Games Convention informieren, schreibt ein gewisser Alex auf gcblog.org ein Weblog über das Leben auf Gran Canaria. Und was man da so liest, macht einen neidisch. Dieser Eintrag etwa, in dem Alex sagt, er habe die letzte Miete für seine deutsche Wohnung überwiesen und damit nun alle finanziellen Dinge in Deutschland erledigt. Fernweh, wie bist Du schön!
Update: Gut, derzeit will dort sicher keiner sein…
26. 07. 2007 15:05
Nein, es ist noch nicht fertig, auch wenns schon verführerisch duftet und dampft. Unter dem vielen Gemüse (Kartoffelspalten, Zucchini, Zwiebeln, Tomaten) ist noch Hähnchenbrust in feinen Streifen. Alles (außer den Tomaten) wird gut angebraten, mit 200ml Wasser aufgefüllt und Maggi fix “Hähnchen mediterran” drangegeben. Jetzt geht’s ab in den Backofen für rund 50 Minuten bei 170 Grad Umluft.
So, fertig!
25. 06. 2007 14:56
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Eine seiner Gewohnheiten, die er am Besten beherrscht, ist es, über alles zu nörgeln. Das Wetter ist immer ein dankenswertes Thema, wohl aus dem Grund, weil es sich nicht wehren kann. Mal ist es zu kalt, mal zu warm. Besonders jetzt im heißen Sommer, der uns dank seiner Sonne eigentlich zu Heldentaten animieren sollte, wird laut genörgelt. Unerträglich sei die Hitze, kaum zum aushalten und rausgehen wolle man sowieso nicht mehr.
Aber zum Glück gibt es ja die gut gemeinten Tipps von Berufsgenossenschaften, Krankenkassen oder Radiosendern. Die sind nie grundlegend neu, werden aber trotzdem immer gern hervorgeholt. Zwar stillt das nicht unbedingt unseren Drang nach ständiger Nörgelei. Aber die Tipps rufen einem immer wieder ins Gedächtnis, was man eigentlich sowieso wissen müsste, wenn man es nicht vor lauter Nörgelei wieder vergessen hätte.
Beispielsweise die Sache mit dem Trinken. Zwei bis drei Liter sollen es am Tag sein, egal wie warm es ist. Aufgrund vorherrschender Hitze neigen manche Ratgeberseiten im Internet schon zu Übertreibungen. Vier Liter Wasser im Bauch sind vielleicht nicht ungesund – so viel Zeit für die Einnahme und spätere Abgabe der Flüssigkeit muss man aber erstmal haben. Auch versteht sich von selbst, dass man lieber morgens als mittags lüften sollte. Nicht unbedingt Bürokompatibel aber dafür ungewöhnlich ist der Trick, nasse Tücher im Raum aufzuhängen. Die entstehende Verdunstungskälte kühlt den Raum. Wird allerdings problematisch, wenn unerwartet Besuch vor der Tür steht. Oder der Vermieter. Dann schon lieber kühle Wadenwickel, die man aller halben Stunde erneuert. Wer kalte Füße als Mittel für einen ebenso kühlen Kopf im Büro für sinnvoll hält, taucht diese in eine Schüssel mit Wasser und Eiswürfeln. Achtung, dieses Wasser dann nicht mehr trinken!
Was wir aus all diesen Tipps lernen? Dass der Sommer heiß ist und eigentlich jeder selbst wissen müsste, was gut für ihn ist. Eben, weil der Mensch ein Gewohnheitstier und in der Lage ist, sein Leben den gegebenen Umständen anzupassen. Darum: Schluss mit der Nörgelei! Wenigstens so lange, bis es Herbst wird. Kleiner Tipp schon vorab: Regenjacken sollen helfen.
Foto: Atreyu1980/photocase.com
25. 05. 2007 11:28
Anfang März fragte ich bei Nissan nach Prospekten für das neue Modell Qashqai an. Man bat daraufhin, wie berichtet, um Geduld. Schon jetzt, Ende Mai, kam das Prospekt samt eines Schreibens, in dem man hofft, das Warten habe sich für mich gelohnt. Nein, hat es nicht. Ich habe mich mittlerweile für eine andere Marke entschieden, dazu später mehr.
Erstmal muss ich schauen, was mein kleiner grüner Honda Jazz, liebevoll Minty genannt, für Mucken macht. Irgendwas elektronisches in der Wegfahrsperre, vermutet die Werkstatt. Bis die fertig sind muss ich jetzt Ford fahren. Muuuuaaaaaah, ausgerechnet ich, der ich Ford noch nie mochte, wie ich während der AMI im Podcast durchblicken ließ. Ist ein neuer Fiesta. Trotzdem ‘ne Möhre.