von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
30. 05. 2006 13:39
So manche Pressemitteilung deutscher Radiosender grenzt an Trödel. Kranke Moderatoren, die neueste und natürlich beste Aktion oder Nachwuchs bei der Putzfrau der Schwester des Programmchefs. Oder so. Radio PSR zieht die Sache nun offenbar durch und hat sich eine extra EMail-Adresse dafür eingerichtet. Also Achtung, Kollegen! Sollte eine Mail von troedel@psr.de eintrödeln eintrudeln, einfach gleich löschen!
Arme Tanja Rödel. Manchmal sollte man die Vergabepraxis von EMail-Adressen im Unternehmen einfach zwei Minuten länger überdenken.
15. 05. 2006 08:34
Am Sonnabend waren wir mal wieder mit dem Kinning die Geldvernichtungsmaschine, liebevoll auch Kleinmesse genannt, besuchen. Ja, wir gehen immer mindestens einmal hin, wenn die bunten und lauten Kotzmühlen Karussells aufgebaut sind. Und natürlich jammern auch heute, nach Abschluss der Frühjahrskleinmesse, die Schausteller in der Zeitung über zurückgehende Besucherzahlen und noch weniger Umsatz, geschweige denn Gewinn.
Aber mal ehrlich – schuld sind die Schausteller selbst. Einige Beispiele: Entenangeln. Sechs mal Angeln kostet 2,50 Euro. Die Schwierigkeit ist nicht, die Enten aus dem Teich zu bekommen, sondern genau die Enten zu bekommen, die eine hohe Punktzahl haben. 13 Punkte bei sechs Enten – nicht schlecht. Dachten wir. Der reichlich desinteressierte Mann zeigte uns ein Körbchen, aus dem sich Töchterchen was raussuchen durfte. Es war traurig. Die Pfennigartikel bekommt man im Dutzend bei der Metro. Das seifenblasenmachende Seepferdchen hielt bis nach Hause.
Weiteres Beispiel: Büchsenwerfen. 12 Bälle für drei Euro. Fast drei Pyramiden hat Lisa-Marie zu unserem Erstaunen damit abgeräumt. Als “Preis” gabs ein 12-Zentimeter-Plüschtier mit Puppengesicht. Herzlichen Glückwunsch.
10. 05. 2006 09:35
Das arme Kind. In der aktuellen Plus-Werbung, die derzeit online die Besucher von Websites nervt, indem sie ungefragt ein lautes Flash-Filmchen abspielt, wird die Grillsaison eröffnet. Zur Bebilderung des Grills, den der geneigte Kunde möglichst kaufen sollte, liegen auch Würstchen auf dem Rost. Schon kommt das Kind (wer das Geschlecht genau bestimmen kann, darf sich bei mir melden) freudestrahlend angerannt. Und muss eine rohe Wurst essen.
Gut, vielleicht wirkt die Wurst vor dem grünen Hintergrund nur so weiß. Trotzdem stelle ich mir unter einer BRATwurst etwas anderes vor. Gleiches ist mir auch schon bei der ach so tollen “Bratmaxe”-Werbung aufgefallen. Und der Spruch “weil sie immer gelingt”, tut ein übriges dazu, dass ich der festen Meinung bin, dass es kein “Wessi” war, der das Feuer erfunden hat. WAS bitteschön soll an einer Bratwurst nicht gelingen? Kleiner Tipp: Echte Thüringer kaufen und lecker einlegen. Rezept nach Wahl. Einschneiden vorher nicht vergessen, so zieht der Geschmack richtig rein und die Würste platzen nicht auf dem Grill. Das Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Holzkohle weiß durchgebrannt ist. So muss keiner Angst vor Krebs haben. Und man kann die Wurst schön braun grillen. Guten Appetit!
09. 05. 2006 12:40
In Zeiten von Fußball-WM und dem damit verbundenen Rummel, der natürlich nur deswegen veranstaltet wird, weil sich damit herrlich Geld verdienen lässt Fußball so ein toller Sport ist, sind aktuelle Informationen, die sich nicht mit diesem wundertollen Ereignis beschäftigen, rar. Dachte sich auch schwarzdesign in Köln und kreierte dieses Logo, nebst passender News-Site – 100 Prozent WM-frei. Finde ich gut und unterstütze ich gern. Auch wenn man als Medienjournalist natürlich nicht vor der WM sicher ist. Hier jedenfalls sollt ihr es sein.
Und aktuelle Artikel stelle ich auch bald wieder ein. Man kommt zu nüscht hier…
03. 02. 2006 09:07
Ein “fiehisch” fieser Rechtschreibfehler prangt heute auf der Titelseite der Leipziger Volkszeitung. Als Anzeige:

Falsch deshalb, weil das erste Wort natürlich von “Vieh” kommt. Insofern müsste es “viehisch” heißen. So fragt sich auch xipolis.net bei der Abfrage nach “fiehisch“: “Oder meinten Sie: viehisch?”
Natürlich meinte das der Radiosender.
Mal ganz davon abgesehen, dass ein großes V auch typographisch schöner ausgesehen hätte als das F. Setzen, sechs!
27. 01. 2006 08:42
Ich hab’s auch endlich mal geschafft, WordPress auf Version 2 zu upgraden. SpamKarma ist nun auch auf V2.1final. Falls doch was durchrutscht oder nicht richtig funktioniert, bin ich für einen Hinweis unendlich dankbar.
19. 12. 2005 22:13
… gefällt mir. Euch auch? Da oben sollen zukünftig aktuelle Fotos im monatlichen Wechsel erscheinen. Mal sehen, ob ich das schaffe.
19. 12. 2005 11:51
“Guten Tag Herr Große. Wir klingeln heute bei allen Leuten in ihrem Wohngebiet und wollten fragen, ob es in der heutigen Zeit angebracht ist, über ein altes Buch zu reden – die Bibel..”
Sicher ist das angebracht. Gerade zu Weihnachten. Aber, liebe Zeugen Jehovas, wenn ich das tun will, dann tue ich das nicht um 10:40 Uhr, wo normale Menschen arbeiten müssen. Und schon gar nicht nach einer solchen Drohung, heute “bei jedem” klingeln zu wollen.
Man mag von ihnen halten, was man will. Aber auch wenn ich – ebenso wie die Zeugen – den Militärdienst verweigere, bzw. verweigert habe, lasse ich diese modernen Wegelagerer noch lange nicht in die Wohnung.
Außerdem muss ich gleich zum Zahnarzt.
13. 10. 2005 09:22
Nur kurz: Drüben beim Medienrauschen lasse ich mich über die amerikanische Auslegung der deutschen Pressefreiheit aus.
12. 09. 2005 21:32
Ein bisschen Enya, ein bisschen Dido, ein bisschen Enigma – und doch eigentlich ganz anders. Gänsehautmachend. Bis zur Stirn.
Ja, ich schwebe! Grund ist “Streets Of Tomorrow”, der Song zu Audi’s neuem Schiff Q7. Wenn das Auto nur annähernd so gut ist, wie die Musik von Carla Vallet und die Flash-Website, die ihn anpreist, dann will ich es unbedingt Probefahren.
So, und jetzt schwebe ich weiter. Immer wieder. Denn – sorry, liebe Audi-People – das Stück hab ich mir selbstredend als MP3 gespeichert. Nur für mich. Muss ja keiner wissen, okay?
Update: Ein Text über Suchen und Finden der richtigen Sängerin steht hier.
Danke an Stefan H.