Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Belangloses’ Category

Große, schöne Miezekatze

diescher.jpgJa, in ein Blog gehört Cat-Content. Darum wollte ich nur mal eben mitteilen, dass ich vor wenigen Minuten einen Tiger gestreichelt habe. Durch das Gitter. Nicht lange, aber ich hab ihn angefasst. Eigentlich war es eine “sie”. Shadow hieß sie. Sehr stolzes Tier. Neugierig, verspielt und dennoch wachsam, wie Katzen eben sind.

Wayne das interessiert? Mir doch egal. *g* – Die ganze Geschichte dann am Freitag.

Der Bloggesundheitsminister rät…

… viermal Obst am Tag essen. Aber ab und zu auch mal leben. Schöne Mittagspause!

steaks.jpg

Die Website da hinten ist übrigens die hier.

Rad neu erfinden

Wahnsinn! Da hat ein selbst ernannter Domainexperte die tolle Idee gehabt, die bereits bestehende Top Level Domain .ps (Palästina) glatt nochmal zu erfinden, bzw. zu “entwickeln”. PS, das klingt nach Auto, dachte er sich und vertickert nun auf der IAA die Domain auto.ps. Super.

Ich hab übrigens die TLD .com neu erfunden. Jeder, der was mit Computern zu tun hat, sollte sofort eine .com-Domain kaufen. Und .bh steht nicht für Bahrain, sondern logischerweise für Dessous-Hersteller. Und das West-Jordan-Land und Gaza brauchen sicher auch keine Endung .wg – das ist doch viel besser geeignet für studentische Wohngemeinschaften. Und den Malediven erkennen wir gleich mal ihr .mv ab und verschleudern an jeden in Mecklenburg-Vorpommern eine Domain. Mensch, bin ich innovativ!

Der .ps-Irrsinn zum Nachlesen auf dem Auto.de-Blog.

Wer? Bung!

Neulich landete ein “Wettbewerbeflyer” in meinem Briefkasten. Der Flyer, der eigentlich eine Postkarte ist, war bedruckt mit allerlei Fragen. Eine ging so: “Lieber Blogger, als Flyer-Fachleute stellen wir Ihnen die Frage: “Sind Flyer überflüssig?!” Zum Meinung vertreten und Kommentare geben sollte die Postkarte anregen. Ich als “Business-Blogger” hätte doch sicher meine Erfahrungen mit Flyern. Sicher hab ich die. Flyer können fliegen. Auf den Fußboden. Oder in den Müll.

Ja, leider ist das so. Auf Flyern stehen Informationen, die man nur kurz überfliegen soll. Irgendwo ist ein Markenname oder eine Internetadresse aufgedruckt, die man sich gefälligst zu merken hat. Und egal, ob man das wirklich getan hat, fliegt der Flyer schneller wieder weg als dem Werbungtreibenden lieb ist. Und so wird wohl auch diese Postkarte dem Reißwolf zum Opfer fallen. Denn schließlich diente sie nur dem Zweck, auf einen Werbeflyer-Wettbewerb hinzuweisen. Als Preise würde es Druckgutscheine im Wert von mehreren hundert Euro geben. So würde die Firma beweisen wollen, dass es auch in 2007 noch effektive Werbe-Flyer-Aktionen gebe.

Nundenn, dann macht mal. Was das mit Bloggern zu tun hat, weiß ich zwar nicht. Außer, dass die Blogger benutzt werden sollen, einen blöden x-beliebigen Contest zu pushen. Oder sollte ich jetzt einen Flyer für dieses Blog hier entwerfen und mich bewerben? Sicher nicht.

werbung.jpgBeinahe wäre der “Flyer” wieder zurück an den Absender gegangen. Man müsste nämlich beim Impressum abschreiben auch lesen können. Postleitzahlen sind fünfstellig, liebe Werber. Und Taucha schreibt man mit “a” am Ende. Ich solle den Absender benachrichtigen, schrob die Deutsche Post. Hiermit geschehen.

Um also auf die Ausgangsfrage zu antworten: Ja.

Der Vollständigkeit halber und weil ich kein kompletter Spielverderber sein will, geht’s hier zum Werbeflyer-Wettbewerb.

Fernseher-Dummys aus Pappe

Für Menschen, die nicht mit einem Zollstock umgehen können und denen das Vorstellungsvermögen fehlt, bietet Sharp jetzt Fernseher-Dummys aus Pappe an. Die kann sich der geneigte Kunde beim Fachhändler abholen, zu Hause platzieren und entscheiden, welche Größe der verfügbaren LCD-TVs am Besten zu ihm und seinem Platz auf dem TV-Rack passt. Im Besten Falle solle man dann bei der Rückgabe die Pappdinger gegen ein echtes TV-Gerät eintauschen. Auf Ideen komm’ die…

60 Millionen Menschen können nicht richtig sevenloaden


Link: sevenload.com

Ja, da muss was getan werden. ;-)

Aber nach wie vor ungeschlagen ist der hier:


Link: sevenload.com

Seht, was ich hab!

Die öffentliche Zurschaustellung der eigenen Person geht weiter. Nach Twitter und seinen unzähligen Clones, bei denen man in Form von Kurznachrichten der Welt mitteilen kann, was man gerade tut, kommt jetzt eine neue Art des Microbloggings. “Habs gekauft” nennt sich das Ganze und zielt darauf ab, anderen Usern mitzuteilen, was man sich gerade gekauft hat. Viel hat die Website noch nicht zu bieten. Von Computertowern, SonyEricsson-Handys oder einem Top von H&M kann man dort lesen. Auch ein belegtes Brötchen und ein Magnum Mandel haben sich die User gekauft. Wahnsinn, was man alles kaufen kann. Laut Blog soll die Website helfen, anderen Leuten zu zeigen, welche coolen Produkte man besitzt. Wer hinter der unschlagbar genialen Idee steckt, wird nicht verraten – ein Impressum gibt’s auf der Website bislang nicht.

Bin gespannt, wann weitere dieser nützlichen Portale entstehen. habsverkauft.de, habsverschenkt.de oder habszertreten.de sind noch frei. Da geht also noch einiges… Wer will?

Content is King

Ich weiß ja nicht, woher die Deutsche Public Relations Gesellschaft die Weisheit nimmt:

Nach einer populären Ansicht wird der Redeerfolg vor allem durch das Auftreten des Redners bestimmt, weniger durch den Inhalt der Rede.

Häh? Mir ist doch egal, ob der Redner auf dem Podium besonders schick aussieht oder charismatisch rüberkommt. Was zählt ist der Inhalt. Wenn ein noch so redegewandter Mensch nur Blödsinn und Halbwahrheiten spricht oder von Dingen erzählt, von denen er nachweislich keine Ahnung hat, dann ist mir seine Persönlichkeit piepegal.

Und jetzt? Jetzt bestätigt das eine Studie.

Eine neue wissenschaftliche Studie widerlegt diesen Irrglauben. [...] Ein wesentliches Ergebnis: stets bestimmte der Inhalt des Redetextes die Reaktion des Publikums, trotz betonter oder unbetonter Stimme beim Vortrag oder lebhafter oder sparsamer Gestik des Redners. Der Wirkung eines starken Redeinhalts konnte eine gute Darbietung nur wenig hinzufügen.

Ach. Als ob es dieser Studie bedurft hätte. Manche müssen Zeit haben…

Achtung, Sperrfrist!

Die Sache mit der Sperrfrist ist immer wieder belustigend. Pressestellen verbreiten ihre Pressemitteilungen über den Original-Text-Service (ots) der dpa. Und um auch alle Medien von der Wichtigkeit ihrer Mitteilung zu überzeugen, wird eine Sperrfrist verhängt. “Oooohhh, das muss ja wichtig sein!”, soll sich wohl der geneigte Redakteur denken und die Meldung sogleich für die Tags darauf erscheinende Zeitung einbauen.

D’rauf geschissen. Warum? Weil Sperrfristen in Zeiten des Internets sinnlos sind. Vor allem dann, wenn man das Internet zur Verbreitung der besperrfristeten Meldung nutzt. Wie die ARD. Die hat Infratest dimap für das ARD-Morgenmagazin am 12. und 13. Juni “die Bürger” (1000 Menschen) befragen lassen, welche Parteien denn am besten die Interessen von Arbeitnehmern vertreten. Und das kam raus.

43% der Befragten meinen, dass sich keine Partei richtig um die Belange der Arbeitnehmer kümmert. 28% halten die SPD für eine arbeitnehmerfreundliche Partei. 16% denken dies von der Union, 8% von den Linken, 3% von der FDP und 1% von den Grünen.

Steht im Internet. Und morgen werden die Ergebnisse dieser hochwichtigen und unheimlich interessanten Umfrage nochmal vorgelesen. Nachdem sie im Internet standen und bereits von den Zeitungen gedruckt wurden. Wenn sie es denn für interessant halten.

Eyh, ihr Drecksäcke!

Na, wer fühlt sich jetzt angesprochen? Sicher die richtigen….

Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist das hier: Männerfreundschaften beispielsweise. Ist es nicht rührend, wie sehr sich Dieter Bohlen und Mark Medlock verstehen?

“Er muss einfach aufpassen, was er sagt, damit man ihn nicht falsch versteht. Bei ihm heißt ‘Ey, du Drecksack’ eben ‘Du bist mein Freund’. Zu mir sagt er dauernd ‘Drecksack’.”

Nun, wer tut das nicht. Vielleicht ist das der Grund, dass Herr Medlock so einsam ist, wie Bohlen sagt. Obwohl Medlock drei Katzen hat. Aber immerhin scheint Mark dem Dieter wieder die Lust zum Schreiben zurückzugeben. Dem Schreiben von richtig guten Texten:

Eine Zeile habe ich gefühlte 600-mal geändert, die von ‘You Can Get It’. Da habe ich vier Nächte nicht geschlafen, weil ich nicht wusste, ob ich ‘Get It’, ‘Want It’, ‘Do It’ oder sonst was nehme. Darum geht es doch: Die Worte zu finden, die passen und auch noch gut klingen.

Ach Dieter, Du schaffst das! Denn wie heißt es so schön: “You can get it if you really want, but you must try, try and try…” Alles Gute!

Wem nach mehr Belanglosigkeiten dürstet: YAM hat sie alle.

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