GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Erlebtes’ Category

Schnapsidee für Weltrekordversuch

Die Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig lädt regelmäßig zu öffentlichen Sonntagsvorlesungen ein. So auch gestern, als rund 400 Studenten, Physikinteressierte und sogar Kinder in den großen Hörsaal fanden. Professor Jörg Kärger zeigte dort auf anschauliche und teilweise erheiternde Weise, wie einfach und allgegenwärtig die Naturwissenschaft sein kann. Mittels Schwingungen erzeugte er beispielsweise Muster oder mit einem Kreisel Töne. Auch Helium kam zum Einsatz, das des Professors Stimme kurzzeitig wie Micky Mouse klingen ließ.

Den Abschluss und Höhepunkt des spielerischen Vormittags mit physikalischem Anspruch bildete ein Weltrekordversuch. Mittels Flaschen sollten Töne erzeugt werden. 500 Mitspieler wurden erwartet, am Ende zählten die Organisatoren 303. Mittels der von ihnen zustande gebrachten Töne wurden dann die „Schläger“ des Video-Tennisspiels Pong bewegt. „Die haben wir gesponsert bekommen von einem Unternehmen, das begeistert war von unserer Schnapsidee“, schmunzelte Kärger. „Wir haben zwei Flaschentypen: flache und hohe. Mit denen erzeugt man Töne in unterschiedlichen Frequenzen, die etwa 140 Hertz auseinander liegen“, erklärte Axel Märcker, technischer Angestellter der Fakultät. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jens Gabke baute er den Versuch auf. „Grundlage war das altbekannte Pong. Wir haben dieses um eine Frequenzerkennung mit Mikrofonen erweitert. Sobald die auf den Flaschen geblasenen Töne eine bestimmte Lautstärke erreichen, bewegen sich die Schläger der jeweiligen Mannschaft nach oben“, erklärte Märcker.

Was sich kompliziert anhört, funktionierte erstaunlich gut. Nach einer Test- und Aufwärmrunde begann das Spiel. Ein regelrechtes Konzert aus hohen und tieferen Tönen erschallte im Hörsaal. Immer, wenn der Ball ins Aus gehen zu drohte, bliesen die Mitspieler in ihre Flaschen. Auf diese Weise wanderte der Schläger schnell nach oben und spielte den Ball zurück ins Feld der gegnerischen
Mannschaft.

pong-rekordversuch.jpg

Ob die 303 Teilnehmer am Ende reichten, um den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu sichern, wusste Professor Kärger nicht. „Das wird erst entschieden und dauert seine Zeit.„ Zeuge des Spektakels waren der Leipziger Computerspiel-Experte und Buchautor René Meyer und Gerald Diesener, Chef des Universitätsverlages. Diese Zeugen waren nötig, um den Rekordversuch zu beurkunden.

Einen Eintrag hat Kärger bereits sicher: 2003 gelang es ihm, 503 Menschen zu animieren, auf Fahrradklingeln zu musizieren. „Nach dem Versuch dauerte es zehn Monate, bis wir Gewissheit hatten, dass wir Rekordhalter sind“, erinnert sich Kärger.

Erschien am 10. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

Institut für Informationsaustausch

Gerade einen Anruf vom Institut für Informationsaustausch bekommen. Habe alle Fragen abgewimmelt und Gegenfragen gestellt, worauf man auflegte. Dieser Link hier dürfte alle Fragen zu diesem “Institut” beantworten.

Wie ich Cold Calls liebe…

“Sind die Karten schon weg?”

Wirklich interessant, was man so zu hören bekommt, wenn man, wie ich heute in der LVZ-Redaktion, Bücher und DVDs verlost. Von “och, schade” bis “naja, man hat ja eh nie eine Chance” reichen da die eigenen Beileidsbekundungen der Anrufer, wenn sie hören, dass leider alles schon raus ist. Den Vogel aber schoss eine Frau ab, die fragte, ob die “Karten schon weg” seien. Karten? Was für Karten? Vielleicht sollte man vorher mal lesen, was da überhaupt verlost wird…

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  • Maskierter Mann überfällt Sparkasse Taucha

    ueberfall_taucha.jpgTaucha. Großeinsatz für die Polizei gestern Morgen an der Sparkasse Taucha an der Leipziger Straße. Noch vor Öffnung der Geschäftsstelle wurde diese von einem bislang Unbekannten überfallen. Laut Babette Faust, Sprecherin der Polizeidirektion Westsachsen ereignete sich der Überfall im Zeitraum zwischen 7.30 und 8.30 Uhr. Der Täter, der als 1,75 Meter lang, schlank und zwischen 25 und 30 Jahren alt beschrieben wird, habe sich demnach gewaltsam Zutritt zur Filiale verschafft. „Er brach eine Seitentür auf, die nicht alarmgesichert war. Als die Mitarbeiter die Sparkasse durch den Personaleingang betraten, wartete der Mann bereits“, so Faust.

    Der Räuber zwang die neun Angestellten danach verbal, sich ruhig zu verhalten. Aus einem Tresor entwendete er eine größere Summe Bargeld. Nach der Tat flüchtete der Täter in unbekannte Richtung. Verletzt wurde niemand, da der mit einer Stoffmaske Vermummte für den Überfall keine Waffe verwendete. Ob er trotzdem eine bei sich trug, ist ebenso ungeklärt wie die Tatsache, warum er sich rund eine Stunde in der Sparkasse aufhielt.

    (more…)
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  • Sparkasse Taucha überfallen

    So ‘ne Uffreeschung: Die Sparkasse in Taucha wurde heute gegen 8.45 Uhr überfallen. Nichts genaues weiß man noch nicht, wird dann aber spätestens morgen in der LVZ nachzulesen sein. Endlich mal ‘ne richtige Geschichte während meiner Vertretung hier. :-)

    Update: Die Kollegen von LVZ-Online hatten heute im Laufe des Tages die Geschichte aktualisiert. Etwas ausführlicher morgen in der gedruckten LVZ und hier im Blog.

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  • Domainumzug! Aber bitte schnell!

    Ich soll im Kundenauftrag eine Domain von 1&1 zu einem anderen Provider umziehen. Das Problem: Es existiert offenbar nur noch ein FTP-Login. Eine Kundennummer oder in Passwort für das Control-Center bei 1&1 sind dem Kunden nicht bekannt. Nungut, dann geh ich eben auf die Website von 1&1 und ziehe mir das entsprechende Formular. Selten so gelacht. Denn was bei jedem Provider geht, scheint 1&1 mit Absicht zu blockieren. Oder bin ich nur blind und finde den Formular-Download-Bereich nicht? Den muss es doch auch geben, ohne, dass man sich in diese Kundenbereiche einwählt. Gibts aber nicht.

    Also anrufen. Bei der 0900-Hotline das nächste Problem. Bevor mich das System verbinden und mir sagen kann, wieviel ich denn zu löhnen habe, will es meine Kundennummer wissen. Klardoch, die hab ich ja auch. Grumpf. Also bleibe ich stumm. Viermal fragt die gute “Dame” nochmal nach, worauf ich wieder stumm bleibe. Dann meint sie, sie könne mich ja trotzdem mal verbinden. Also sage ich einmal auf Ihre Aufforderung “Webhosting” und einmal “Domainumzug”. Dann meint sie, mich würde das jetzt 14 Cent die Minute kosten. Und lässt mich nun schon sieben Minuten hängen. Ich überlege, aufzulegen. Aber man hofft ja immer, dass doch noch was passiert.

    10 Minuten… Grrrr….

    UpdateAlles noch viel komplizierter – oder auch nicht. Der Kunde ist ein Altkunde und war vorher bei Schlund + Partner. Dort allerdings mit dem Status eines Platin-Kunden. Na hossa. Plötzlich gab man mir eine 0800-Nummer. Der freundliche Herr schickte eine Mail mit dem Kennwort an den Kunden. Bekomme dann also die Zugangsdaten. Na bitte….

    Ausstellung nimmt Angst vor Spinnen

    Reptilia-Orchidea

    Taucha. Bunt, schön und interessant – so lässt sich die Veranstaltung umschreiben, die am Wochenende in der Tauchaer Mehrzweckhalle stattfand. Zwei Thüringer Vereine hatten zur „Reptilia-Orchidea“ geladen und präsentierten in mehr als 60 Terrarien Riesenschlangen, Schildkröten und Echsen, sowie Vogelspinnen und verschiedene Gattungen bunter Orchideen.

    Die Schau bot Gelegenheit, sich über Reptilien und Orchideen zu informieren und diese zu begutachten. Beim bloßen Ansehen wollten es einige aber nicht belassen. Wie Heidrun Kardos aus Delitzsch: Die 30-Jährige hat Angst vor Spinnen. „Zu Hause kann ich die nicht leiden, mache sie auch nicht weg, ekele mich davor. Darum bin ich gekommen, um mir hier die Scheu nehmen zu lassen“, sagte sie. Genau das Richtige für Gerd Horlbeck. (more…)

    Stefan Niggemeier in Leipzig

    Stefan Niggemeier war in Leipzig und hat vor Journalistik-Studenten über “Medien am Pranger” gesprochen. Ausführlich nachzulesen bei der Heldenstadt.

    Hörner in der Silvesternacht

    turmblasen_1.jpgTaucha. Er gehört für zahlreiche Tauchaer mittlerweile zur Silvesternacht dazu, der Spaziergang zum Aussichtssturm im Stadtpark. Dort lockt alljährlich das Jahresabschlusskonzert der Tauchaer Jagd- und Parforcehornbläser, das sich zu einer ernst zu nehmenden Kulturveranstaltung gemausert hat.

    Auch am letzten Tag des Jahres 2007 versammelten sich mehrere hundert Tauchaer und ihre Gäste, um den Klängen der Hörner zu lauschen. Bei Glühwein und Punsch konnte man aber auch den Worten von Jörg Frotscher folgen. Der Hornmeister des Vereins begrüßte die Anwesenden und gedachte „denen, die den Jahreswechsel nicht bei ihrer Familie feiern können, weil sie im Ausland im Kriegs- oder humanitären Einsatz tätig sind. Wir hoffen, dass alle wohlbehalten zurückkommen.“

    Zwischen den kurzen musikalischen Einlagen der Hornbläser gab es auch amüsante Texte, etwa von Loriot, zu hören. Detlef Porzig, Tauchaer Urgestein, Autor und begeisterter Historiker erinnerte an schöne Ereignisse, die 2007 prägten. „Wir konnten unser schönes Stadtbad wieder eröffnen, den Grundstein für die neue Kita an der Klebendorfer Straße legen und den zehnten Geburtstag der Grundschule am Park feiern“, zählte er auf. Auch recherchierte Porzig einige wissenswerte Fakten und Jubiläen, die in diesem Jahr im Zusammenhang mit der Parthestadt stehen. „Vor 475 Jahren brannte Wilhelm von Haugwitz wahrscheinlich an dieser Stelle sein Schloss nieder und vor 200 Jahren war Taucha Durchzugsort für russische Soldaten.“ Auch die Post spielte eine Rolle, denn vor 185 Jahren wurde das erste Postamt in Taucha eröffnet. Für Porzig ein „besonders trauriges Kapitel, wenn man hört, dass die Zukunft der Postagentur ungewiss ist.“ Weitere Jubiläen, die dieses Jahr anstehen: Die Gründung des ersten Tauchaer Gewerbevereins vor 150 Jahren, der Beginn des Autobahnbaus nach Halle vor 75 Jahren und die Gründung der PGH Figaro vor 50 Jahren.

    Diese Mischung aus Information und musikalischer Unterhaltung gefiel den Besuchern. Gisela und Horst Herold kommen jedes Jahr auf den Weinberg, um den Hornbläsern zu lauschen. „Das ist einfach eine schöne Art, Silvester zu begehen und gehört mittlerweile dazu“, so Gisela Herold. Auch Tochter Anita war begeistert. Sie kam zusammen mit Freund Stefan Lautner. „Ich glaube, der Trend weg von Disco und lauten Partys hin zu ruhigeren Veranstaltungen wird weiter zunehmen“, vermutete der 29-Jährige.

    Erschien am 2. Januar 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

    Tschüß!

    Sodele, wenn ich schon zu Weihnachten so ein Miesmacher war, will ich wenigstens zu Silvester mal mein Bestes geben und mich bei denen bedanken, die dafür gesorgt haben, dass 2007 ein richtig schönes und erfolgreiches Jahr war. Danke also an meine Freunde und Kollegen, Danke an alle Kunden und Danke vor allem an meine Familie.

    Ich wünsche Euch allen, natürlich auch meinen lieben Bloglesern und Kommentarschreibern, alles Liebe für 2008, viel Kraft und Gesundheit. 2007 ist ja nun fast “weggelebt”, wie es unsere Tochter heute ausdrückte.

    In diesem Sinne: Guten Rutsch – aber nicht so heftig!


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

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