von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
23. 01. 2009 10:06
Taucha. Kinder und Jugendliche lernen, so heißt es oft, im Spiel am schnellsten. Insofern waren die beiden Veranstaltungen am Montag im Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium ausgezeichneter Lernstoff. Doch zum Spiel kam auch harte Arbeit bei den Aktionen in der Bildungseinrichtung. Das war zum einen das Jolkafest der Russisch-Schüler, das bereits zum vierten Mal durchgeführt wurde. Und zum anderen kam als Premiere eine Schnitzeljagd der Französisch-Schüler hinzu. Quer durch Taucha führte diese, auf dem Weg mussten Fragen beantwortet werden.
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15. 12. 2008 10:19
Kurzer Hinweis in eigener Sache: Ich bin heute in einem Beitrag auf dem MDR zu sehen. In der Sendung “Mit Rat und Tat“, innerhalb von “Hier ab vier”, erzähle ich etwas zu Online-Bezahlsystemen und vor allem zu Treuhanddiensten, etwa bei Paypal, Iloxx und Iclear. Produziert wurde der Beitrag vom Leipziger Redaktionsbüro Zwei Plus. Heute ab 16.30 Uhr werd ich sehen, ob was schönes draus geworden ist.
Danke an Britta Bibiko für den Kontakt.
18. 11. 2008 14:02
Taucha. Wer als Tauchaer abends etwas erleben und sich amüsieren will, muss nicht immer die paar Meter nach Leipzig fahren. Oft liegt das Gute so nah, sprich vor der Haustür. Wie zum Beispiel am Sonnabend im Café Esprit. Bereits wenige Minuten nach Beginn des Programms „Damenwahl“ verrieten die Gesichter der Besucher, dass sie die richtige Abendunterhaltung gewählt hatten. Denn auf der kleinen Bühne standen die Melankomiker. Die „drei lustigen Zwei“, wie sich Jürgen Denkewitz und Waldemar Rösler auch nennen, begrüßten ihr Publikum mit einem in Selbstmitleid getränkten Lied. Eigentlich seien sie ja krank, die Kinder würden sie zu Hause vermissen und verhungert seien sie ohnehin fast. „Aber wir sind trotzdem gern für Sie da“, sangen sie, um daraufhin so richtig loszulegen. „Unser Programm könnte auch ,Fitness-Studio‘ heißen, denn heute bekommt jeder sein Fett weg“, kündigte Denkewitz an.
Zuerst priesen die beiden Musiker, die sich seit der zweiten Klasse kennen, sich selbst und ihre Vorzüge an. Der eine habe Bauch, der andere nicht, der eine besitze Haare, der andere zwei Meter Stirn. Das Fazit: „Zusammen ergeben wir den idealen Mann“. Wortspiele liegen dem Duo; vor allem Jürgen Denkwitz, der eigentlich Diplom-Journalist ist, hatte merklich seine wahre Freude daran, mit den Worten zu jonglieren. Das funktionierte meist sehr gut, lediglich beim Song über das Internet kamen sie kurz vom Kurs ab, warfen mit Abkürzungen um sich und wirkten dabei wie die Fantastischen Vier in deren Titel „MfG“.
Etwa 80 Prozent der Songtexte seien Eigenproduktionen, der Rest „gut geklaut“, wie Denkewitz es formulierte. Er ist es auch, der den meisten Wortanteil im Programm hat. Rösler ist eher derjenige, der mal hineinrufen darf. „Ich spiele meine Rolle, klar. Dafür kann ich mehr Instrumente, auf die ich mich aber auch konzentrieren muss. Außerdem hat Jürgen die bessere Stimme“, lobte er seinen Kollegen.
Denkewitz ist hauptberuflicher Liedermacher, unter anderem auch mit einem Kinderprogramm, Rösler ernährt sich und die Familie zusätzlich noch von seinem ersten Job als Vertriebsingenieur. Seit elf Jahren touren die Melankomiker durch die Lande. „Jürgen stand eines Tages vor meiner Tür und fragte, ob wir nicht mal wieder wie in alten Schulzeiten Musik machen sollten. Seitdem gibt es uns im Doppelpack“, so Rösler. Geht man sich im Laufe der Zeit nicht irgendwann auf die Nerven? „Nö, wir sind beide verrückt.“ Zum Glück. Wer sie verpasst hat: Die zweistündige „Damenwahl“ gibt es das nächste Mal am 28. und 29. November in der Kulturmühle Bischheim bei Dresden und am 15. Dezember im Leipziger Froschcafé zu sehen.
Erschien am 18. November 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
20. 10. 2008 10:05
Als ich noch in der Schule war, hatte ich dort einen ganz speziellen “Freund”. Dirk hieß er und ich konnte ihn nicht leiden. Was auf Gegenseitigkeit beruhte. Den Grund dafür kennen wir beide wohl nicht. Jedenfalls kam es auf der Hofpause oder nach der Schule öfter vor, dass wir uns rauften – bis hin zum Nasenbluten. Pro Woche gab es zwei, drei Einträge ins Hausaufgabenheft für jeden von uns. Was ein Spaß für uns und unsere Eltern.
Am Sonnabend hatten wir Klassentreffen. Und was soll ich sagen – der Typ von damals ist ein angenehmer Zeitgenosse geworden.
Wir haben uns prächtig unterhalten, mit den anderen aus der Klasse natürlich auch. War ein wirklich sehr lustiger Abend mit vielen Erinnerungen. Und natürlich saß ich neben meiner “Sandkastenfreundin” Katrin. Die, wie alle anderen Mädels aus der Klasse, eine sehr hübsche Frau geworden ist. Schön war es, zu sehen, dass aus jedem etwas geworden ist. Viele haben Kinder, sogar schon ein Haus und stehen beruflich mitten im Leben.
Übrigens war ich sehr positiv überrascht, wie relativ schnell die Planung und Organisation ging. Im Januar habe ich mit zwei Schulkameraden aktiv begonnen, die ersten Kontakte zu knüpfen. Im Februar gingen wir durch unseren alten Stadtteil Mockau, bereits wenige Wochen später hatten wir schon recht viele Mitschüler gefunden. Kommuniziert haben wir (auch) über eine Google-Mailingliste. Ein kleines Blog zum Treffen gibt’s auch. Gesiegt haben am Ende aber doch die gute alte SMS und der direkte Anruf. Was aber auch okay ist, muss ja nicht alles zwonullig ablaufen.
03. 10. 2008 16:28
Tatütata! Kann bitte jemand Lego schöne deutsche Wörter beibringen? Beispielsweise “Sonderangebot” oder “Aktionspreis”? “Tatütatoll-Preis jedenfalls klingt wie ein Sprachunfall. Gute Besserung!

gesehen auf der modell-hobby-spiel
19. 09. 2008 17:04
Merkwürdige Dinge tut das Windows XP hier. Heute Mittag runtergefahren, jetzt wieder hochgefahren, erkennt es angeblich neue Hardware (ohne, dass ich irgendwas geändert hätte). Nach wenigen Sekunden erschien “Microsoft BallPoint” als erkannte Hardware. Dieses ist nun im Gerätemanager unter “Mäuse und andere Zeigegeräte” mit einem gelben Ausrufezeichen versehen. Sehr eichelartig.
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte? Ein Virus? War Schäuble hier und hat was installiert? Google spuckt nur Themen aus, die im Zusammenhang mit einer GPS-Maus stehen.
06. 08. 2008 23:59
Danke für diesen Abend, danke für die Songs, danke für die Gänsehaut. (Katie Melua war heute mit ihrer großartigen Band in der Leipziger Arena.)
Und jetzt für Euch alle:
05. 08. 2008 13:31
Taucha. Die Nacht von Dienstag auf Mittwoch vergangener Woche. Langsam fährt ein Rettungswagen durch die Graßdorfer Straße. Blaulicht erhellt die Straße. Immer weiter verringert das Fahrzeug die Geschwindigkeit, fährt dann eine kleine Schlippe am Bahndamm entlang, kommt rückwärts wieder raus, um dann erneut die Straße im Schneckentempo zu erkunden. Plötzlich erschallt das Martinshorn für wenige Sekunden, der Rettungswagen bleibt schließlich stehen. Dann folgt das, was für einige Anwohner rätselhaft erscheint: Der Fahrer und die restliche Besatzung des Wagens fragen nach dem Weg. Eine bestimmte Hausnummer würden sie suchen, sogar den Namen der aufzusuchenden Familie rufen die Rettungskräfte den erschrockenen Leuten zu, die mittlerweile vereinzelt ihre Köpfe aus den Fenstern stecken.
Gänzlich orientierungslos waren die Einsatzkräfte aber nicht. Sie hätten bereits in der Zweigstelle der Johanniter-Unfall-Hilfe auf der Graßdorfer Straße 13 vorbeigeschaut, um dort nach dem Weg zu fragen. Allerdings wäre da niemand anzutreffen gewesen, erklärte der Fahrer einem Anwohner.
„Ich fand das schon ziemlich merkwürdig, dass die tatsächlich nach dem Weg fragen. Man denkt doch eigentlich, dass sich Retter auskennen oder andere Mittel haben, den gesuchten Ort zu finden“, wundert sich auch Heiko Lange, der die Szene mitbekam.
Für Dietmar Bruchner, Geschäftsführer des Rettungszweckverbandes Nordsachsen ist dies aber nicht ungewöhnlich. „Die Johanniter waren sicher selbst gerade im Einsatz. Wenn niemand vor Ort ist, müssen wir eben das nächst gelegene Fahrzeug schicken“, erklärt er.
Das Szenario passt zu einem Bericht der Sächsischen Staatsregierung an den Sächsischen Landtag. Demnach würde jeder achte Rettungswagen zu spät eintreffen. Im vergangenen Jahr konnte nur ein einziger Zweckverband, nämlich eben jener aus Nordsachsen, die gesetzliche Hilfsfrist von zwölf Minuten einhalten. Warum im vorliegenden Fall die Retter die Hausnummer nicht fanden, bleibt auch für Bruchner ein Rätsel. „Wir haben dazu nicht mal etwas vermerkt, in der Leitstelle ist nichts eingetragen“, sagt er.
Ob den ratlosen Einsatzkräften ein Navigationsgerät zur Verfügung stand, konnte Bruchner darum auch nicht sagen. „Diese Technik ist erst neu und nur auf den wenigsten Fahrzeugen einsatzbereit installiert.“ Für Jürgen Martens, innen- und rechtspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag ein untragbarer Zustand. „Was für jeden Paket- und Pizzadienst Standard ist, sollte man doch auch für den Rettungsdienst verlangen können.“ Die FDP kritisierte erst dieser Tage die Verspätungen der Retter.
Erschien am 5. August 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
04. 08. 2008 19:03
Unglaublich, was Mitarbeiter in Elektrofachmärkten über sich ergehen lassen müssen. Konnte ich heute im MediaMarkt wieder erleben, als ich an der Infokasse stand und mir eine Rechnung drucken ließ. Ich glaube, diese Mitarbeiter dort kommen mit dem Abschaum der Gesellschaft in Berührung.
Eine Familie beispielsweise (Mutter, Vater und sowas, was die beiden vielleicht als Kinder bezeichnen würden) brüllte im Chor, sie würden sofort einen Mitarbeiter verlangen, der vor zu ihnen kommt und ihnen diese Kaffeemaschine umtauscht. Die würde nicht funktionieren und sie hätten ja auch nochmal Benzin ausgegeben und überhaupt, was wäre das für ein Service. Mutter und Vater übertrumpften sich in der Lautstärke und weil das offenbar noch nicht reicht, stieg der geschätzt 16-Jährige Sohn in diesen Chor mit ein und rief noch lauter seinen Unmut in Richtung Kleingeräteabteilung. Dem flüchtigen Beobachter fiel sofort auf: Die defekte Kaffeemaschine war deren kleinstes Problem.
Wenige Minuten später wollte ein Mann mit einem Karton, auf dem ein Ventilator abgebildet war, den Markt verlassen, direkt an der Infokasse vorbei. Auf die freundliche Frage, ob die Mitarbeiterin mal den Kassenbon sehen dürfte, erntete sie nur ein “Der iss nich von Euch, ihr kennt wo Eure eigenen Kartons nicht, oder was? Pappnasen!”
Ich glaube, man muss vieles überhören, um dort nicht auszurasten. Am Ende entschuldigte ich mich noch bei den Damen, weil ich sie mit meinem Rechnungsproblem abhielt. Irgendwie war mir das ein Bedürfnis. Ich könnte dort nicht arbeiten.
31. 07. 2008 11:44
Sterben ist kein Problem, Du bist dann ein Geist und kannst wieder lebendig werden. Nur Deine Rüstung verringert sich um 10.
René Meyer diese Nacht zu mir im Gruppenchat von WoW, als er mir das Spiel erklärte und mich ein fieses Tier von hinten angefallen hatte.