GROSSE WORTE

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Featured’ Category

Weihnachten schon im Herbst vorbei

herbst-weihnachten.jpgWie sinnreich sind eigentlich Weihnachtsprodukte, die schon im Herbst verfallen? Und warum ist ein Käse mit Walnüssen gleich ein Weihnachtskäse? Welche Zutaten sind dann in einem Sommerkäse? Ananas-Stückchen? Und warum fallen Frauen immer wieder auf ein weihnachtliches Motiv rein und kaufen das Produkt, in der Hoffnung, schon im Oktober den Schnee riechen zu können? Aber das wird sich wohl nie ändern.

Hinweis an den Käsemacher: Hat gut geschmeckt. Auch jetzt schon.

Danke, Manja!

Nachdem heute stündlich vier Seriennummern vorgelesen wurden und Steffen Lukas ankündigte, das Studio nicht zu verlassen, bis ein Gewinner feststeht (gääähn!), war es heute Mittag dann endlich soweit. Eine Manja aus Großolberdorf (landschaftlich wunderschön gelegen mit viel Grün drumrum) gewann die 500.000 Euro von Radio PSR. Danke, Manja. Und viel Spaß beim Geld ausgeben.

Die Pressestelle von PSR indes scheint zu schlafen. Oder die entsprechende Pressemitteilung muss erstmal durch die Abnahme. Bislang ließ der Sender die großartige Nachricht jedenfalls noch nicht verlauten*. Aber vielleicht ist die Pressestelle auch nur mit Manja beim Einkaufen. Die 10.000 Euro müssen ja weg, bevor die Gewinnerin an den Rest darf.

So, und wenn die Freude on Air in den nächsten Tagen verklungen ist, freuen wir uns auf eine herzzerreißende Weihnachtsaktion. Die habt ihr doch sicher schon im Sack, liebe PSRler, oder? Enttäuscht mich nicht!

*) Die Presse-Seite der PSR-Mediengruppe glänzt sowieso durch Aktualität.

Wohngebiet bleibt ohne Spielplatz

Taucha. In dem sanierten Wohngebiet zwischen der Goethe- und der Friedrich-Ebert-Straße in Taucha wird es definitiv keinen Spielplatz geben. Das sagt Steffen Kurze, Geschäftsführer der Sachsengrund Hausverwaltung GmbH, auf LVZ-Anfrage. Grund sei die komplizierte Zusammensetzung der Eigentümergemeinschaften. Bei den Mietern herrscht ob dieser Nachricht geteilte Meinung.

Im Sommer hatten verschiedene Anwohner ihren Unmut darüber geäußert, dass ein im Zuge von Sanierungsarbeiten entferntes Klettergerüst bislang nicht ersetzt wurde (die LVZ berichtete). Vor allem Familien mit Kindern bedauerten den Wegfall der einzigen Spielmöglichkeit des Innenhofes. Diese wird auch weiterhin fehlen. „Man bräuchte für die Errichtung eines Spielplatzes einen allstimmigen Beschluss der Eigentümer“, erklärt Steffen Kurze. Dies gestalte sich aber kompliziert, weil es keine Fläche gebe, die allen Eigentümern gehört. „Wir haben dort verschiedene Eigentümergemeinschaften, die dem Vorhaben alle zustimmen müssten. Das ist utopisch, da wir teilweise schon Probleme haben, die Beschlussfähigkeit bei Versammlungen zu erreichen“, sagt er.

Tatsächlich scheinen sich nur wenige Besitzer um ihre Objekte zu kümmern. Laut Aussage eines Eigentümers, der anonym bleiben will, würden die Objekte von der Megaron-Tochter Wohnpark Taucha GmbH unter der Maßgabe verkauft, sich nie wieder darum sorgen zu müssen. „Es sind vor allem Kapitalanleger, denen die Wohnungen gehören. Die haben in vielen Fällen diese Objekte noch nie gesehen“, so der Informant. So sei es auch nicht verwunderlich, dass Wünsche und Sorgen der Mieter die Eigentümer gar nicht erreichen. „Die Verwaltung arbeitet mit wenig Aufwand, sonst rechnet es sich nicht“, vermutet er.

Steffen Kurze von Sachsengrund gibt aber auch zu bedenken, dass nicht nur Eigentümer, sondern auch Mieter befragt werden müssten, ob diese einen Spielplatz vor dem Haus befürworten. „Ich bin mir sicher, dass dies viele nicht wollen.“ Die Meinung der Mieter ist geteilt – sie offen auszusprechen fällt ihnen aber gleichermaßen schwer. Alle Befragten wollten ihre Namen nicht nennen, aus Angst vor Konsequenzen. Eine ältere Dame beispielsweise ist froh über die Entscheidung der Hausverwaltung. „In dem Hof spielt sich so viel ab. Im Sommer sitzen die Mütter mit ihren Kindern auf Decken, bringen Badewannen für die Kleinsten mit. Auf dem Trockenplatz wird Fußball gespielt und auf den Bänken sitzen Erwachsene und unterhalten sich laut. Mein Mann und ich konnten darum den Balkon im Sommer kaum nutzen“, sagt sie. Beschwerden bei anderen Mietern hätten nichts gebracht. „Da wurden wir gleich als kinderfeindlich abgestempelt, obwohl das nicht stimmt.“ Ein anderes Ehepaar versteht die Aufregung nicht. „Wir hatten doch alle Kinder. Schade, dass das manche so schnell vergessen.“ Und eine ehemalige Mieterin, die lange Zeit in der Goethestraße lebte, als dort noch ein Klettergerüst stand, sagt: „Ich habe mich nie daran gestört, dass dort Kinder spielen. Die sind doch unsere Zukunft.“

Neben der nicht durchführbaren Beschlussfähigkeit führt Kurze ein weiteres Problem an. „Solch ein Spielplatz verursacht Betriebskosten, vor allem durch TÜV und Instandhaltung. Diese Kosten müssten auf die Mieter umgelegt werden. Um dies gerecht zu gestalten, müsste der Grund und Boden allen Eigentümern gehören, was aber nicht durchführbar ist.“

So bleibt den Familien mit Kindern nichts anderes übrig, als mit der Entscheidung zu leben. Um weiteren Beschwerden zukünftiger Mieter aus dem Weg zu gehen hat die Sachsengrund Hausverwaltung ein Rundschreiben an alle Makler verschickt. Inhalt: Eventuelle Aussagen über einen Spielplatz sind zu streichen.

Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 18.10.2007.

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  • Ungemütlich und unspektakulär

    Taucha. In Zeiten von Internet, Computerspielen und einem allumfassenden Fernsehprogramm muss sich ein Zirkus jede Menge einfallen lassen, um Publikum zu finden und zu unterhalten. Noch viel zu tun für den Circus Constanze Busch, der am Wochenende in Taucha gastierte. Denn die Elemente, die einen Zirkus ausmachen, fehlten nahezu komplett oder wurden nur halbherzig umgesetzt. Die Erwartungen vieler Tauchaer wurden daher nicht erfüllt.

    (more…)

    Spitze Federn in der Amtsstube

    Gemeinsam mit meinem Kollegen Frank Döring habe ich einen Artikel über die witzigen Pressemeldungen der Polizei Leipzig geschrieben. Der Artikel erschien heute, am 13. Oktober 2007, in der Leipziger Volkszeitung. Die Links im Text habe ich hinzugefügt.

    Pressemitteilungen von Behörden und Institutionen zählen nicht unbedingt zu jener Art Lektüre, die junge Menschen üblicherweise verschlingen. Dröge und kryptisch ist noch das Freundlichste, was man der gemeinen Amtsprosa nachsagt. Nicht so im Fall der täglichen Pressemitteilungen der Polizeidirektion Leipzig. Diese sind mittlerweile unter Leipziger Bloggern Kult geworden, werden im Internet in Weblogs rege zitiert und verlinkt.

    Sturmhaube macht nicht unsichtbar“, „Honda jetzt HonWeg“, oder „Cannabis als Vogelfutter“ – mit solchen Schlagzeilen machen die Mitarbeiter der Pressestelle täglich ihre Berichte auf, die nicht nur per E-Mail an einen riesigen Presseverteiler versandt werden, sondern auch im Internet nachzulesen sind. Dort ist dann etwa von einem „warm angezogenen“ Dieb die Rede, der gleich zwei Anzüge unter seiner Bekleidung aus einem Geschäft tragen wollte. Oder von Wildschweinen, die sich „pflichtwidrig von der Unfallstelle entfernten.“ Auch „friedliche Gartenzwerge“, die „attackiert“ wurden, waren schon Gegenstand der Berichterstattung.

    Die saloppe Schreibe sprach sich unter Betreibern von Weblogs schnell rum. Marcel Nowicki beispielsweise empfahl seinen Lesern bereits im Januar die humorige Website. „Diese unfreiwillige Komik hat mich fasziniert, das musste ich einfach weiterverbreiten“, so der 26-jährige Systemadministrator. Auch Florian Treiß, Leipziger Journalist und Blogger, amüsierte sich köstlich über die „Polizeiprosa“ und schrieb: „Subtil formulieren sie eine Mischung aus bestem Amtsdeutsch und hübschen Kalauern. Wer kennt bitteschön eine Polizeipressestelle, die sprachgewandter ist als die Leipziger?“ Die Macher von Heldenstadt.de, einem Leipzig-Blog mussten ebenso schmunzeln und veröffentlichten Auszüge aus den witzigen Pressemitteilungen. Betreiber Guido Corleone: „Wenn die Polizei nun noch anfängt zu reimen, hätte das fast schon Wilhelm Busch’sche Qualitäten.“

    Ein Kult war geboren. Was fehlte, war ein so genannter RSS-Feed. Der ermöglicht es, Artikel auf Websites auch über das Mailprogramm oder spezielle Reader zu lesen, ohne die jeweilige Internetseite anzusteuern. Das veranlasste Torsten Baldes von der Medienagentur Medienfreunde, für die statische Website einen solchen Service anzubieten. „Ich habe den Dienst eines Fremdanbieters dazu genutzt, weil mich die Nachrichten interessiert haben. Die saloppe Formulierung der ernsten Themen ist sehr unterhaltsam“, sagt er.

    Die unverhofften Kultstars in der Pressestelle der Polizeidirektion zeigen sich hocherfreut über die Resonanz auf ihre Schaffenskraft. „Es ist doch schön, wenn dies auffällt“, sagt etwa Polizeikommissar Andreas Loepki. „Deshalb lassen wir uns ja auch jeden Tag etwas Originelles einfallen.“ Sein Kollege Andreas de Parade pflichtet bei. „Mit einer lockeren Schreibweise und einer knackigen Überschrift kann man auch eine Geschichte interessant machen, die auf den ersten Blick eher banal erscheinen mag“, hat der Polizeioberkommissar festgestellt. Polizeioberkommissarin Silvaine Reiche berichtet: „Das ist schon manchmal ein richtiger Wettstreit unter uns, wer die beste Überschrift hat. Natürlich wägen wir jedes Mal sehr genau ab, bei welchem Fall Ironie oder eine flotte Schreibe angebracht sind.“ Denn Berichte über Unfälle mit Verletzten beispielsweise oder über Opfer von schweren Straftaten werden bei allem Bemühen um Originalität weiterhin in der gebotenen Ernsthaftigkeit verfasst.

    Im Mittelpunkt der Pressearbeit stehe stets die Information, betont Mario Luda, der als Leiter des Direktionsbüros die Öffentlichkeitsarbeit betreut. „Als bürgernahe Polizei wollen wir diese Mitteilungen auch klar und deutlich artikulieren“, erklärt der Polizeirat. Die bei Polizeidienststellen normalerweise gepflegten Begrifflichkeiten seien da „nicht immer verständlich“. Mithin bemühe man sich inzwischen um eine „junge und frische Art“ der Präsentation. Luda nennt dies „proaktive Pressearbeit“ – ganz ironiefrei.

    Große Katzen als Berufung

    shadow_francesco.jpg

    Taucha. In seinem Arbeitsvertrag ist im Absatz der ausgeübten Tätigkeit „Raubtierdompteur“ vermerkt. Was dort nicht steht, ist, dass Franceso DaCapo der jüngste Dompteur Europas ist, der mit großen Katzen arbeitet. Ab heute und noch bis Sonntag will der 24-Jährige, der auf den bürgerlichen Namen Rolf Cramer hört, mit seinen fünf sibirischen Tigern die Tauchaer und ihre Gäste beeindrucken. So lange gastiert der Circus Constanze Busch auf dem Parkplatz an der Wurzner Straße.

    „Angefangen habe ich mit Pferden und Hunden, mich dann Schritt für Schritt an größere Tiere gewagt“, sagt Francesco, der ein typisches Zirkuskind ist. Seine Eltern hatten einen eigenen Zirkus, von Beginn an ist er gemeinsam mit ihnen durch die Lande gefahren, lernte so das Leben und Arbeiten mit den Tieren. Darum ist es für ihn heute ganz normal, in den Käfig zu steigen und die Raubtiere nah an sich heran zu lassen.

    „Natürlich ist es gefährlicher als ein Bürojob. Aber wenn man weiß, wie man mit Tigern umzugehen hat, ist es eigentlich ganz einfach“, meint er. Bei Shadow und Bagira, den beiden jüngsten großen „Miezekatzen“ des Circus Busch hätte Rolf aber leichtes Spiel. „Sie sind zwei Jahre alt und haben eine ruhige Mutter, was sich auch auf die Kinder überträgt. Ich arbeite gern mit ihnen, sie sind gelehrig und hören auf mich. Meistens jedenfalls“, schmunzelt er. Tiger zu dressieren sei eine Herausforderung. „Von 1000 Tieren hat man zwei, die wirklich richtig gut sind“, so der Dompteur.

    Abseits des Käfigs beäugt Claudia Becher, Freundin von Rolf Cramer, das Geschehen. „Na klar bewundere ich ihn darum, aber ich habe ständig Angst um ihn“, sagt die Buchhalterin aus Lößnitz. Mit dem Zirkusleben hat sie nicht viel am Hut. „Nur am Wochenende oder im Urlaub fahre ich hinter Rolf her.“
    Außer den fünf Tigern gibt es im Circus Busch noch rund 70 weitere Tiere bei ihren artistischen Einlagen zu bestaunen. Kamele, Büffel, Pferde, Zebras, Lamas und Kaninchen beispielsweise. Auch eine Feuershow und den ältesten noch aktiven Jongleur Deutschlands. Egon ElGano nennt sich der 70-jährige Zwickauer, der eigentlich Kunzmann mit Nachname heißt.

    Vorstellungen sind heute und morgen um 15.30 und 19 Uhr, Sonntag um 15 Uhr. Täglich von 10 bis 12.30 Uhr dürfen die Tiere angeschaut werden. Karten für zehn bis 28 Euro gibt’s täglich von 10 bis 12.30 Uhr und eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung.

    Erschien am 12. Oktober 2007 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Call-In-TV zum Kotzen

    Keine Ahnung, was sie hatte, ich kann kein dänisch. Entweder sie leidet unter Bulimie, hatte einfach nur Magenprobleme oder wollte ihrem Chef mal die Meinung sagen…

    Kennzeichnung von Gewinnspielen

    psr-bild_2.jpgNur keine kurze Klarstellung, damit mir niemand vorwirft, ich würde falsche Tatsachen behaupten. Wenn ich hier immer die gemeinsame Sache von BILD und Radio PSR kritisiere und anprangere, dass in den Artikeln der BILD, die das Geldscheinspiel von PSR anpreisen, Werbesprache verwendet wird, dann tue ich das zuerst als Leser, sprich als Privatmann. Mich stört es einfach, in Artikeln Aufforderungen wie “Schalten Sie PSR ein!” zu lesen. Darum finde ich, dass über die Artikel das Wort “Anzeige” gehört, ebenso wie Radio PSR on Air einen Werbetrenner spielen sollte, wenn zum Kauf der BILD aufgefordert wird. Das ist meine persönliche Meinung.

    Der Presserat sieht das anders und ist auf der Seite der Printmedien. Eine Mitarbeiterin schrieb mir heute:

    Nach unserer Spruchpraxis ist es so, dass derartige Veröffentlichungen nicht als Anzeige gekennzeichnet werden müssen, wenn aus ihnen klar hervorgeht, dass es sich um eine gemeinsame Aktion der Zeitung mit einem Werbepartner handelt. Wir sind der Auffassung, dass – sofern Leser die Kooperation sofort erkennen können – ihnen auch klar wird, dass es sich nicht um unabhängige redaktionelle Beiträge, sondern um interessengesteuerte Veröffentlichungen handelt.

    Immerhin hilft das, die “Berichterstattung” um das Gewinnspiel klar zu definieren – als interessengesteuerte Veröffentlichung.

    Ja, wo isser denn? PSR-Superschein noch immer vermisst

    Er ist noch immer nicht gefunden. Und dabei wird er doch schon so lange gesucht. Seit 27. August, um genau zu sein. Und weil er noch immer vermisst wird, wird seit Ende September “so lange weitergespielt, bis er gefunden ist.” Der “Superschein” von Radio PSR. Das Spiel, das ursprünglich am 29. September zu Ende sein sollte, läuft also noch länger. Weil bislang keiner die 16-stellige Zahl auf seinem 5-Euro-Schein richtig hatte, um damit 500.000 Euro zu gewinnen, von denen er dann 10.000 Euro “medienwirksam” ausgeben muss.

    Mittlerweile beschleunigt man im Leipziger Medienzentrum die Sache ein wenig. Beim “Doppel-Dienstag” (Update 11.10.: und auch beim “Doppel-Donnerstag”) spielt man gleich zweimal pro Stunde. Und nervt damit Hörer – und mit Sicherheit auch Moderatoren – gleich doppelt. Jetzt wäre eine gute Gelegenheit, die möglichen Gewinnscheine auch mal in Umlauf zu bringen. Sorry, das habe ich natürlich nur laut gedacht. Geht ja alles nochnotariell zu, schon klar…

    Der aktuelle Befragungszeitraum für die Mediaanalyse Radio 2008/I läuft noch bis kurz vor Weihnachten. Vielleicht erbarmt sich PSR ja vorher und präsentiert uns einen Gewinner.

    Übrigens: Wenn Sie auf diese Website kamen, weil Sie bei bild.de nach den Scheinnummern suchten, muss ich Sie enttäuschen. Die werden Sie weder bei bild.de und schon gar nicht auf diesem Blog finden. Für das “Mega-Gewinnspiel” von Radio PSR und BILD ist ausschließlich der Leipziger Redakteur Willem A. Tell, Lebensgefährte von PSR-Moderatorin Peggy Schmidt, zuständig. Täglich findet sich in BILD Ost ein Artikel, in dem ein Gewinner eines Kleingewinns (50, 500 oder 5000 Euro) präsentiert wird. Dazu die Aufforderung “Schalten Sie PSR ein!”. Und on Air wird auf die Zeitung hingewiesen. Denn nur dort stehen die Zahlen des Tages. Nicht hier, nicht auf bild.de.

    Also bitte klicken Sie weiter. Und hören Sie, was Sie wollen.

    Fotomaterial? Nehmen Sie das der Mitbewerber!

    Wie schlecht ist das denn, bitteschön? Da schickt RTL Games eine Pressemitteilung raus, in der ein neuer Produktmanager vorgestellt wird. Und im Anschreiben an die Pressekollegen schreibt der Sprecher: “Ein Bild ist bei uns leider noch nicht vorhanden. Eventuell befindet sich in Ihrer Bild-Datenbank noch sein Portrait von seinen vorherigen Stationen bei dtp entertainment, Frogster Interactive Pictures oder Ubisoft.”

    Da fragt man sich doch: Warum ist kein Foto vorhanden, wenn der Mann doch im Haus arbeitet? Und warum schickt man die PM nicht einfach später raus, wenn das Foto produziert wurde? Auf die paar Tage kommts nun auch nicht mehr an. Immerhin war der Antritt des Produktmanagers bereits zum 1. Oktober, die PM kam also ohnehin schon acht Tage zu spät. Ich stelle mir das grad in den Fachmedien vor. Dort wird die Meldung von RTL Games veröffentlicht und unter dem Foto wird “Frogster” creditiert. Na das würde mir aber gefallen als Sprecher von RTL Games…

    So, und damit man auch weiß, worum es geht, hier ein Auszug der PM im Wortlaut:


    Das Team des im August gegründeten Spiele-Publishers RTL Games erhält Verstärkung: Andreas Balfanz ist seit dem 1. Oktober neuer Produktmanager bei dem RTL interactive Tochterunternehmen. Der 37-Jährige verantwortet in seiner Funktion Marketing und Public Relations für das PC- und Konsolenspiele-Line-up des Unternehmens. Zu seinen Aufgabenbereichen gehören die Konzeption, Steuerung, Entwicklung und Begleitung des gesamten Marketing- und PR-Zyklus der Spiele-Software.


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Außerdem übe ich Kritik an Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien oder mache mich schamlos über missglückte Pressemitteilungen und eigenartige Unternehmens-PR lustig. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.

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