von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
16. 02. 2007 18:47
Stefan Niggemeier hat’s nicht leicht. Liest ein Interview mit RTL-Chefin Anke Schäferkordt, das in mehreren hundert Zeilen genau eins aussagt, nämlich: Nichts. Armer Stefan. Er vermisst das Herzblut bei der Gestaltung von Programmen, fragt sich, warum RTL als Marktführer keine Trends setzt, Ideen verwirklicht oder zumindest mal was riskiert.
Ausgerechnet RTL? Solange Dinge wie DSDS Millionen vor die Glotze bannen und dieser Schund auch noch massenhaft Besucher auf gleichnamige Blogs lockt wird sich wohl nichts ändern. Bei RTL zumindest.
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15. 02. 2007 14:42
Zum Valentinstag gab es für Heinz Rudolf Kunze in Leipzig ein Küsschen. Das kam von Andrea Kathrin Loewig, die in der MDR-Serie „In aller Freundschaft“ die Ärztin Dr. Kathrin Globisch spielt. Und in jener Serie spielt Heinz Rudolf Kunze demnächst eine Gastrolle. Als Gutachter Dr. Sitzler gibt der Sänger und Autor sein Debüt vor einer Fernsehkamera. Und sorgt für einiges Aufsehen, denn eigentlich soll er für die Sachsenklinik gewonnen werden, die in finanzielle Schieflage geraten ist. Stattdessen verliebt sich Sitzler alias Kunze in Dr. Kathrin Globisch. Es folgt was kommen muss: ein flüchtiger Kuss, der mit einer schallenden Ohrfeige seitens der Ärztin quittiert wird.
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13. 02. 2007 14:28
“Schatz, lass uns nochmal ganz von vorn beginnen, ja? Das bringt doch alles nichts mehr. Sieh mich doch an, ich bin alt geworden. Dick und träge, komme kaum vom Fleck. Schon die kleinsten Aufgaben erfordern enorme Kraftanstrengungen. Ich will nicht mehr.”
Dachte sich mein Rechner wohl diese Nacht. Und präsentierte mir heute früh eine angeblich fehlende ntfs.sys und entsprechende Fehlermeldung beim Booten. Dank professioneller und geduldiger Hilfe per Telefon (danke, “Axt!”) habe ich nun ein wieder funktionierendes System und ein superschnelles Windows. Früher hätte mich oben genannte Fehlermeldung Nerven gekostet. Heute hat man ein zweites System, mit dem man wenigstens benötigte Treiber etc. downloaden kann.
Erase & Rewind – manchmal tut das sogar gut.
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11. 02. 2007 20:04
Wie viel muss man über Leipzig wissen, um ein Buch zu schreiben? Offenbar nicht viel.
Christian Moser, Comiczeichner und Buchautor aus München, stellte am Donnerstag in der Moritzbastei sein Buch „Goethe – Die ganze Wahrheit“ vor, das zur Buchmesse erscheint. Zuvor kehrte er im Restaurant Zentralapotheke ein. „Das ist gleich gegenüber einer großen Kirche, das muss wohl der Dom sein“, mutmaßte Moser – worauf er von den Besuchern zurechtgewiesen wurde, dass es sich um die Thomaskirche handelt. Ein Kellner habe ihm erzählt, dass er den jungen Goethe im Wasserwerke-Film „Mein Herz schlägt für Leipzig“ gespielt hat. Was Moser verwunderte: „Der Kellner erzählte von einer Liaison Goethes mit einer Dame hier in Leipzig. Davon wusste ich nichts.“ Goethe habe angeblich bei Treffen mit seiner Holden den Wein mit Wasser aus der Saale vermischt. Zum zweiten Mal erhob das Publikum Einspruch: „Pleiße, nicht Saale.“
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09. 02. 2007 00:04
Schnell mal eine Meldung aus dem GC-Blog, das ja noch den Schlaf der Erfolgreichen, äh Gerechten schläft. Aber diese Meldung hier muss einfach sein. Es wurde nämlich geheiratet.
Die GC hat die Automesse geheiratet. Gewissermaßen, denn Susanne Heusler, Pressereferentin der GC (Games Convention) und der Leipziger Buchmesse und Thomas Tenzler gaben sich das Ja-Wort. Thomas ist nicht nur der Pressesprecher der AMI sondern auch Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. (more…)
30. 01. 2007 12:16
Naturschutz geht jeden an, das lernt man schon früh in der Schule. Dass man bei aller Liebe für Flora und Fauna geltende Gesetze nicht aus den Augen verlieren sollte, mussten dieser Tage Gudrun Israel und Günter Dietrich lernen. Vor sechs Jahren pflanzten sie zwei Kiefern in der Stadt. Jetzt wurden diese gefällt. Die Aufregung bei dem Paar ist groß, das Recht aber nicht auf ihrer Seite.
Betrübt stehen die Lebenspartner auf dem Parkplatz an der Wurzner Straße. Neben ihnen liegt eine der beiden Kiefern, die der Motorsäge zum Opfer fielen. „Die ist mindestens dreieinhalb Meter hoch und schön gewachsen. Warum muss man denn solch einen Baum zerstören?“, fragt sich Gudrun Israel. Gemeinsam mit Günter Dietrich brachte sie die Bäume 2001 an den Parkplatz. Die Naturliebhaber gruben die Kiefern aus dem eigenen Garten aus und pflanzten sie an den Straßenrand. „Ganz gerade und in der Flucht zu den anderen Bäumen, damit man sieht, dass sich hier jemand Mühe gemacht hat“, so Günter Dietrich.
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24. 01. 2007 10:10
Es gab Zeiten, da habe ich gemeinsam mit Kollegen Leute Geld zum Fenster rauswerfen lassen. Das war nach der Einführung des Euro, als die Landeszentralbanken geschredderte D-Mark-Scheine ausgaben. “Einmal Geld zum Fenster rauswerfen, das war mein Traum”, sagte die junge Frau, die wir dafür fanden. Das war lustig und die Geschichte in der LVZ dazu war eine schöne.
Jetzt kommt das Unschöne: der Radiosender RPR1 lässt am Freitag einen Hörer 75.000 Euro aus dem Fenster werfen. Der Mann ist der Gewinner im Spiel “Was würden Sie für 100.000 Euro tun?” 25.000 Euro behält der Gute Mann also, den Rest streut er in den Wind. Lustig für die, die unten stehen und das Geld einsammeln. Und sicher eine schöne Geschichte für die Lokalpresse. Dumm nur für die, die echte Vorschläge einsendeten und mit dem Geld anderen helfen oder echte Projekte unterstützen wollten.
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24. 01. 2007 09:51
Am Montag stand in vielen deutschen Schulen das Thema Europa auf dem Lehrplan. So auch am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Während in einigen Städten hochrangige Politiker zu den Schülern kamen, waren es in Taucha wenigstens politisch Interessierte Studenten.
Dorothea Mladenova und Hana Hlaskova vom Europahaus Leipzig waren zu Gast, um die Pennäler für das Thema Europa zu sensibilisieren. „Wir wollen hier keine Meinungen vermitteln sondern aufklären und zeigen, welche Probleme es auf einem Weg in ein gemeinsames Europa noch gibt“, so Dorothea Mladenova, die eigentlich Japanologie studiert. Das Interesse für die EU-Problematik kommt bei ihr und Hana Hlaskova nicht von ungefähr: Dorothea ist Bulgarin, Hana stammt aus Tschechien. (more…)
18. 01. 2007 14:28
heise schreibt über Taucha. Und sogar was positives. Lintec übernimmt die österreichische Firma chiliGREEN, von der hier übrigens eine Netzwerkplatte ihren Dienst tut. Die Übernahmemeldung überrascht und erfreut zugleich, denn Lintec ging es nach Boom-Jahren in letzter Zeit nicht ganz so rosig. Mit der Übernahme wolle man den Standort Taucha stärken. Zudem würden bei Lintec und chiliGREEN zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Hier in Taucha sollen vor allem Desktops und externe Festplatten in Serie gefertigt werden. Glückwunsch in die Otto-Schmidt-Straße!