Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Featured’ Category

“Halo 3 sieht nicht besser aus als Halo 2″

Nanana, was ist denn das? Offenbar hat ein Mitarbeiter von Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) den Wikipedia-Eintrag zu Microsoft’s kommendem Spiel Halo 3 editiert. Von einer IP, die zu SCEE führt, wurde der Satz “Es wird nicht besser aussehen als Halo 2″ hinzugefügt. Erst vor kurzem wurde EA dabei erwischt, wie das Unternehmen kritische Links aus dem eigenen Eintrag entfernte, die zu Infos über die umstrittenen Geschäftspraktiken des Publishers führten.

via CVG

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  • Wer? Bung!

    Neulich landete ein “Wettbewerbeflyer” in meinem Briefkasten. Der Flyer, der eigentlich eine Postkarte ist, war bedruckt mit allerlei Fragen. Eine ging so: “Lieber Blogger, als Flyer-Fachleute stellen wir Ihnen die Frage: “Sind Flyer überflüssig?!” Zum Meinung vertreten und Kommentare geben sollte die Postkarte anregen. Ich als “Business-Blogger” hätte doch sicher meine Erfahrungen mit Flyern. Sicher hab ich die. Flyer können fliegen. Auf den Fußboden. Oder in den Müll.

    Ja, leider ist das so. Auf Flyern stehen Informationen, die man nur kurz überfliegen soll. Irgendwo ist ein Markenname oder eine Internetadresse aufgedruckt, die man sich gefälligst zu merken hat. Und egal, ob man das wirklich getan hat, fliegt der Flyer schneller wieder weg als dem Werbungtreibenden lieb ist. Und so wird wohl auch diese Postkarte dem Reißwolf zum Opfer fallen. Denn schließlich diente sie nur dem Zweck, auf einen Werbeflyer-Wettbewerb hinzuweisen. Als Preise würde es Druckgutscheine im Wert von mehreren hundert Euro geben. So würde die Firma beweisen wollen, dass es auch in 2007 noch effektive Werbe-Flyer-Aktionen gebe.

    Nundenn, dann macht mal. Was das mit Bloggern zu tun hat, weiß ich zwar nicht. Außer, dass die Blogger benutzt werden sollen, einen blöden x-beliebigen Contest zu pushen. Oder sollte ich jetzt einen Flyer für dieses Blog hier entwerfen und mich bewerben? Sicher nicht.

    werbung.jpgBeinahe wäre der “Flyer” wieder zurück an den Absender gegangen. Man müsste nämlich beim Impressum abschreiben auch lesen können. Postleitzahlen sind fünfstellig, liebe Werber. Und Taucha schreibt man mit “a” am Ende. Ich solle den Absender benachrichtigen, schrob die Deutsche Post. Hiermit geschehen.

    Um also auf die Ausgangsfrage zu antworten: Ja.

    Der Vollständigkeit halber und weil ich kein kompletter Spielverderber sein will, geht’s hier zum Werbeflyer-Wettbewerb.

    Das kommt davon…

    space2moonwalk.jpg
    … wenn man dauernd von sich behauptet, ein UFO-Fan zu sein und zugibt, dass man sich für den Weltraum interessiert. Vielen Dank, axt! Aber eine Taucha-Flagge würde ich sicher nicht gleich hissen, da oben.

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  • Medienwirksamkeit von Radiogewinnspielen

    Heute geht es wieder los, das Spiel mit den Scheinen bei Radio PSR. Stündlich werden die Nummern von 5-Euro-Scheinen vorgelesen, die laut Senderangaben vor Beginn des Spiels in Umlauf gebracht wurden. Wer tatsächlich die 12-stellige Buchstaben-Zahlen-Kombination richtig hat, gewinnt am Ende des Spiels 500.000 Euro.

    Leser dieses Blogs wissen: Da kommt nochwas. Richtig. Denn wie bereits Anfang des Jahres muss auch diesmal der Gewinner bereit sein, einen Teil des Gewinns “medienwirksam” auszugeben. Ist er dazu nicht bereit, ist der Gewinn futsch. In den Teilnahmebedingungen versteckt der Sender diese Zeilen:

    Weiterhin verpflichtet sich der Besitzer des o.g. Scheines, in vertretbarem Rahmen für umfassende Audio-, Video-, Foto-, Bild-, Text- und ggf. Bühnenpromotions zur Verfügung zu stehen sowie unmittelbar nach dem Gewinn die Summe von 10.000 Euro für diese Promotion zur Verfügung zu stellen. (Diese Summe von 10.000 EUR wird der Gewinner gemeinsam mit Vertretern von RADIO PSR und der Presse medienwirksam und ausschließlich für eigene Zwecke ausgeben.)
    Erklärt sich der Besitzer des Gewinner-Scheines dazu nicht bereit, erlischt der Gewinnanspruch, auch wenn alle anderen o.g. Kriterien zur Anmeldung des Gewinnanspruches erfüllt wurden.

    Welche “Presse” hiermit gemeint ist, dürfte klar sein. In den vergangenen zwei Wochen suchte BILD Leipzig gemeinsam mit Radio PSR ein Nummerngirl “500.000-Euro-Girl”. Heute nun präsentiert das Blatt auf einer kompletten Seite Fotos von der Wahl des “Girls”, druckt die Gewinnummern für heute, veröffentlicht die Gewinnhotline, fragt sich “500.000-Euro-Gewinn! Muss ich jemals wieder arbeiten?” und interviewt “Die Gewinner vom letzten Mal“. Überschrieben ist die Seite mit “Das Super-Gewinnspiel von Radio PSR (Senderlogo) jetzt exklusiv in BILD”.

    Die Seite ist nicht als Anzeige deklariert. Als Autor zweier Texte ist Willem A. Tell verzeichnet, der Lebensgefährte von PSR-Moderatorin Peggy Schmidt. Drei Texte kommen ohne Autorenname aus. On Air verkündet Radio PSR, dass die Scheinnummern des Tages in der BILD abgedruckt sind. Online findet sich zumindest das Logo am Teaserbild für die Aktion (Screenshot). Einen Werbetrenner vermisst man on Air ebenso. Ob das vereinbar ist mit den Regeln des Presserats, oder ob dies bereits als Schleichwerbung beider Partner zu werten ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Wichtig für alle, die mitmachen wollen, sind die Teilnahmebedingungen. Hier sollte man sich vor allem den Absatz “Mechanik” durchlesen, um zu erkennen, welche Chancen man auf die 50, 500 oder 5000 Euro hat, die es für eine, zwei oder drei richtige Endziffern zu gewinnen gibt.

    Zur Hintergrundinformation über die Gewinnspiele von Radio PSR empfehle ich die hier bereits veröffentlichten Artikel.

    Aus die Maus GC!

    Schön war’s wieder. Lustig, informativ, unterhaltsam, stressig. So mag ich das. Ganz vorbei ist es für Thomas und mich noch nicht. Bis Ende des Monats läuft das GC-Blog mindestens noch. Und wie ich uns kenne, werden wir auch danach nicht die Finger davon lassen können. Ein großes Dankeschön an die Leipziger Messe, die uns abermals ein sauguter Partner war. Und Danke auch an Soundproducer Mario Timmler und Sprecher Stefan Barth, die bereits zum zweiten Mal für die akustische Untermalung unserer Podcasts sorgten.

    sexy-mauspad.jpgApropos Maus: Mitten im GC-Trubel kam mein Sexy Mauspad. Ich hatte ja gewonnen bei diesem Blogger-Contest. Seit ein paar Tagen ruht mein rechtes Handgelenk also auf zwei festen, aber trotzdem weichen “Brüsten”. Nicht schlecht, wirklich. Schade nur, dass man mit der Maus ständig das Gesicht der Dame verdeckt. Das hat sie nicht verdient.

    Grandios

    Das gehört einfach verlinkt und erwähnt, auch wenn es Hunderttausende bereits machen:

    Der BILDblog-Werbespot. Gratulation!

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  • Gute Ideen und Kreativität für immer weggesperrt

    Arlett Drexler, Moderatorin bei Antenne Bayern, hat sich im Tierheim eingesperrt und will erst wieder rauskommen, wenn alle Tiere vermittelt sind. Herzlichen Glückwunsch. Für diese noch nie da gewesene Idee, sich irgendwo einzuschließen. Nach angeblichen Protestaktionen irgendwelcher Moderatoren, die sich im Studio einschließen, nun also eine Einsperraktion im Tierheim. Und auf der Senderwebsite präsentiert man natürlich die Tiere dazu, die vermittelt werden sollen.

    Antenne Bayern ist Marktführer unter den Privaten. Deutschlandweit. Über eine Million Menschen hören den Sender in der Durchschnittsstunde. Ich frage mich, warum dieser Sender nicht einfach eine ehrliche “Wir vermitteln Tiere”-Sendung auf die Beine stellen kann und stattdessen solch eine überzogene und völlig sinnlose Aktion startet. Weil Sommerloch ist? Weil’s lustig sein soll? Sorry, nein, ist es nicht. Weil jeder weiß, dass Arlett längst wieder daheim auf der Couch sitzt.

    Kann mir bitte einer sagen, wo der Käfig mit den wirklich guten Radiomachern steht, die man vor Jahren offenbar weggesperrt hat? Ich würde die Leute gern rauslassen, um das Radio zu retten.

    Gibt es denn….

    … eigentlich nur noch Idioten? Stefan Niggemeier wurde schon wieder von diesen fragwürdigen “TV-Produzenten” verklagt. Er sei ein “Störer”, der die Pflicht habe, jeden Kommentar vor Veröffentlichung auf seine rechtliche Zulässigkeit zu prüfen. Das wäre ja der Hammer – und, wie Stefan richtig schreibt, der Niedergang jeder Kommentarfunktion in Foren und Blogs. Frage mich, welcher Anwalt sich solche Zeilen ausdenkt. Heutzutage, wo man schon Kommentare kommentieren kann…

    Der zweite, über den man nur den Kopf schütteln kann, ist Sebastian Foss. Der vertreibt eine Software, die auf Knopfdruck 2 Millionen Blog vollspammen kann. Foss behauptet allen Ernstes, er habe die Einwilligung der Blogbetreiber. Mario Sixtus hat die Geschichte sehr schön aufgeschrieben. Und jetzt wohl Ärger mit Foss. Eine gute Gelegenheit für die Blogosphäre, zu zeigen, wer sie ist und was sie kann….

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  • … dafür bin ich zu alt

    flow.jpgAb wann ist man eigentlich alt? Ja, ich weiss: man ist so alt wie man sich fühlt. Von daher bin ich so um die 18. Dachte ich bislang.

    Gestern nachmittag erwischte ich mich im Schwimmbad dabei, wie ich zu zwei Jugendlichen, die wohl so um die 18 waren, sagte: “Dafür bin ich zu alt!” Tja, da steht man nun und guckt bedröppelt. Ich fühlte mich zu alt, ins Wasser zu springen und dabei so galant wie die beiden jungen Herren die Füße aufs Geländer zu werfen. Das kennt man von Skateboardern, die auf diese Art mit ihrem Board an Geländern runterrutschen. Das machten die Jungs im Flug, bevor sie dann seitlich ins Wasser stürzten. Sah cool aus. Und ich traute mich nicht.

    In solchen Momenten denkt man an seine Jugendzeit, die doch eigentlich so lange noch nicht vorbei ist. Man erinnert sich, wie man aus geschätzten 10 Metern in den Steinbruch Klinga gesprungen ist. Oder beim Trampolinspringen diverse Salti machte. Vorwärts, rückwärts – in die Schaumgummigrube, in der DHfK. Und jetzt? Jetzt steht man da am Beckenrand. Mit 31. Und überlegt. Ich hab’s trotzdem gelassen.

    Den Rückwärtssalto vom Startblock konnte ich mir aber nicht verkneifen. Tat fast nicht weh, beim Aufklatschen des Rückens…

    Foto: photocase.com

    Initiative für faires Radio gestartet

    Sehr löblich, was die Initiative FAIR RADIO da an Leitlinien aufgestellt hat:

    • Recherche muss vor Schnelligkeit gehen.
    • Es wird nichts vorgegaukelt, was nicht tatsächlich so ist (der Reporter, der angeblich vom Ort des Geschehens berichtet, tatsächlich aber im Studio sitzt; der Verkehrsreporter, der vorgibt, aus einem Verkehrsflieger zu berichten)
    • Was nicht wirklich live ist, wird auch nicht als live verkauft.
    • PR-Beiträge gehören in den Werbeblock und nicht ins redaktionelle Programm.
    • Nachrichtensendungen werden nicht vorher aufgezeichnet.
    • Mogeleien bei Gewinnspielen sind tabu.

    Ziel ist es, wieder ein glaubwürdiges Radioprogramm zu produzieren. Zu den Erst-Unterzeichnern gehören bereits einige Radiomoderatoren. Hoffentlich bekommen die nun keinen Ärger mit ihrem Arbeitgeber… Wäre wünschenswert, wenn sich diesen Leitlinien möglichst viele Hörfunkjournalisten anschließen. Und nicht nur die freien Mitarbeiter, sondern in erster Linie die wirklichen Macher. Also Geschäftsführer und Programmdirektoren. Die dann wiederum die Aufgabe haben, dieses Denken bei ihren Gesellschaftern durchzudrücken. Was wohl schwierig werden dürfte…

    Wo muss ich unterschreiben?

    Update: Na das ging schnell: man kann jetzt auch online unterzeichnen.

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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