von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
16. 07. 2007 10:30
Und was sonst noch so dazu gehört. Das alles und noch mehr wird Thomas und mich ab heute wieder mehr beschäftigen als sonst auch schon. In dieser Nacht haben wir das GC-Blog aus seinem quasi nicht vorhandenen Schlaf gerüttelt und offiziell gestartet. Frisch angepinselt, wie kürzlich schon erwähnt, informiert es nun wieder über die Games Convention, die beste, größte, lauteste, schweißtreibendste, spaßigste und frechste Messe dieses Universums.
Mehr bei Thomas, der schonmal verrät, dass wir ab August nicht nur das GC-Blog sondern ein weiteres betreuen dürfen. Was genau es ist, sagen wir, wenns los geht. Viel zu tun für uns als Blogdienstleister. Könnte man sich dran gewöhnen.
16. 07. 2007 10:01
Eilenburg. Lag es an den hohen Temperaturen, an weiteren Veranstaltungen in Eilenburg oder am Veranstalter? Das erste Strandbadfest im Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) mag gut gemeint gewesen sein. Ein Erfolg war es wohl eher nicht.
„Es könnte mehr los sein“, sagte Georg Mohry, Betreiber der Strandklause, am Sonnabendnachmittag. Seit diesem Jahr sind er und Geschäftspartnerin Mandy Frenzel für den Kiosk verantwortlich. Das „Doppel-M, bestehend aus Mandy und Mohry“, wie der Unternehmer aus Muldenstein die Vereinigung nennt, organisierte gemeinsam mit dem Camperverein und dem FEZ das Fest. Es sollte für alle etwas bieten. Die Hälfte der angekündigten Höhepunkte fielen allerdings schlichtweg ins Wasser. Die Ponykutschfahrten für Kinder wurden aufgrund der Wärme abgesagt, der angekündigte Korbflechter kam nicht und Dirk W. Kunze alias Stimmungskunze aus Delitzsch reiste zu spät an. Auch die als „Ballonfiesta“ angekündigten Ballonstarts gab es nur zur Hälfte. Von ursprünglich vier Ballonen kamen zwei, die zum abendlichen Ballonglühen aber laut Georg Mohry nicht geeignet gewesen wären. Also entfiel auch dieses.
Glücklicherweise bekamen die Eilenburger davon nicht viel mit, denn echte Gäste fehlten fast ganz. Wären auf dem Gelände des FEZ nicht die Dauercamper beheimatet, hätte das Team der Strandklause womöglich Däumchen drehen müssen. So verirrten sich wenigstens einige Besucher in die Nähe des Festzeltes und beobachteten etwa Frank Müller beim Schnitzen von Holzfiguren mittels Kettensägen. „Das ist ein Hobby von mir“, so der Dachklempner aus Doberschütz. Hat er beruflich eher mit Blech zu tun, verarbeitet er in seiner Freizeit dicke Baumstämme. „Das hier wird ein Holzmichel. Da fräse ich noch die Pfeife raus und hier zwischen den Beinen hat er eine Axt“, erklärte Müller. Die Ideen für die Figuren hat er im Kopf, Skizzen gibt es nicht. „Ich kann gar nicht zeichnen, fange einfach an“, sagte er. Interessiert verfolgten den Flug der Holzspäne auch Petra Richter und ihre Familie. „Sieht gut aus. Schade, dass so wenig Leute hier sind“, so die Camperin aus Leipzig. „Vielleicht muss sich das auch erst rumsprechen“, vermutete ein anderer Besucher.
Tatsächlich bezeichnete Georg Mohry das Strandbadfest am Sonntagmorgen als „ausbaufähig.“ Pläne für nächstes Jahr gebe es bereits. Woran es nun lag, dass die Besucher weitgehend ausblieben, vermochte Mohry nicht zu sagen. „Es ist schwer, die Leute in Gang zu bringen“, lautete sein Resümee.
Erschien am 16.07.2007 in der Leipziger Volkszeitung (Ausgabe Delitzsch-Eilenburg)
13. 07. 2007 09:50
Taucha. Wie es in einem Technologie-Unternehmen zugeht, durften am Montag dieser Woche fünf Kinder aus der Grundschule am Rosenweg in Delitzsch erfahren. Die Dritt- und Viertklässler waren zu Gast bei Lintec in Taucha. Das Unternehmen montiert Computer, externe Festplatten, Monitore und Fernsehgeräte. Für Kinder, die mit eben diesen Dingen aufwachsen, also eine spannende Sache.
Begleitet wurden die Kinder unter anderem von Sozialarbeiter Mike Schüssler. Der hatte sichtlich Spaß daran, mitzuerleben, welche Fragen die Kids dem Pressesprecher Alexander Buchheim stellen. „Warum sind hier Strichcodes an den Kartons?“, wollte etwa Nico wissen. „Das ist unser Ordnungssystem, das über Computer funktioniert“, erklärte Buchheim geduldig und verglich: „Ihr müsst euch das so vorstellen, wie wenn ihr euer Zimmer aufräumt. Dann wisst ihr genau, wo ein bestimmtes Buch ist. Für uns organisiert das der Computer, der uns sagt, dass beispielsweise diese Kiste an diesem Platz hier steht.“ Besonders spannend war das Lager mit seinen Hochregalen. „Wie kommt man da oben dran?“, fragte Sebastian. Natürlich mit dem Gabelstapler. Staplerfahrer André Kloß führte dann auch bereitwillig vor, wie eine Palette mit Monitoren aus der vorletzten Etage des sechs Meter hohen Regals nach unten befördert wird. Und stellte, quittiert mit einem Raunen der Schüler, eben jene Palette mit viel Feingefühl auf die ganz oberste Etage.
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10. 07. 2007 09:17
Taucha. „Heute predigen die Kinder, da hat es der Pfarrer leicht. Denn Kinder können manches eben doch besser erklären. Anschaulicher und nicht so umständlich“, sagte Pfarrer Michael Gehre am Sonntagmorgen in der Tauchaer Kirche St. Moritz. Und wahrlich, was die Kinder der Kirchgemeinde in den vergangenen Wochen einstudierten und nun aufführten, konnte sich sehen lassen. „Israel in Ägypten“ hieß das Kindermusical, das von der Kurrende und einer kleinen Band gestaltet wurde. Erzählt wurde die Geschichte des Volkes Israel, die Unterdrückung durch die Ägypter und die zehn Plagen, die Gott über das Land schickte.
Ein schwieriges Thema, das aber so unterhaltsam angegangen wurde, dass es manch Zuschauer ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. Etwa, als die Frosch-Plage über Ägypten hereinbrach und die Kinder sangen: „Oho, da zappelte ein kleiner Frosch an meinem Popo!“ Die Viehpest wurde wehklagend musikalisch untermalt: „Babette, meine Kuh, du warst mein einziges Tier! Babette, meine Kuh, mein Herz hing so sehr an dir“, schallte es durch die Kirche. Die Musik, unter anderem gespielt von MDR-Soloposaunist Eckhardt Wiegräbe, MDR-Konzertmeister Andreas Hartmann an der Violine und Grünen-Stadtrat Mario Glaetzer am Bass, sorgte dafür, dass das biblische Thema fast in den Hintergrund geriet.
Komponiert wurde das Stück von Thomas Riegler, die Gesamtleitung übernahm der Musiker Frank Zimpel, der in St. Moritz teilzeitweise als Kantor angestellt ist. „Die Hauptarbeit haben aber die Kinder geleistet, beispielsweise die Texte gelernt und die Kulisse gestaltet“, so Zimpel. Der etwas andere Gottesdienst war der letzte des Schuljahres. Zugleich wurde die Gemeindepädagogin Ria Müller-Oestreich in den Ruhestand verabschiedet. Sie danke allen, die ihr in den vergangenen fünf Jahren den Rücken stärkten: „Vor allem aber gilt mein Dank den Kindern. Sie waren meine Aufgabe, mein Lebenselixier.“
Erschien am 10.07.2007 in der Leipziger Volkszeitung.
08. 07. 2007 11:33
Der schwedische Telefonie- und Internet-Provider Tele2 ist vom Landgericht Düsseldorf zu einem Ordnungsgeld von 100.000 Euro verpflichtet worden (Aktenzeichen 38 O 145/06). Das Unternehmen steht wegen seiner Telefonakquise (“Cold Calls”) seit geraumer Zeit in der Kritik, da nach Ansicht von Verbraucherschützern oft kein Einverständnis des Angerufenen zum Akquisegespräch vorliegt.
Endlich! Danke an die Richter. Bitte deutschlandweit und auch auf andere Anbieter anwenden.
via heise
06. 07. 2007 16:00
Schon komisch: seit gestern Abend stürmen hier hunderte Besucher ins Blog, weil sie über Google Images nach Silke Grobert suchten. Silke war Playmate im November 2006. Der Hype um die blonde Leipzigerin dürfte also eigentlich vorbei sein.
Seit gestern nun wie gesagt wollen auf einmal 600 und mehr Besucher noch einmal Silke sehen. Wäre mal interessant zu wissen, warum nun plötzlich nochmals ein solches Interesse besteht. Diese Quelle dürfte dann auch für den Fehler verantwortlich sein, zu verbreiten, Silke wäre im November 2005 Playmate gewesen. Denn “november 2005″ taucht in den Suchbegriffen auch auf. Wie dem auch sei: Fotos von Silke hab ich eh nicht. Also nicht die, wonach ihr hier alle sucht.
Update: Wie Dirk in den Kommentaren schrieb, war Silke Teil von “Das Model und der Freak” auf ProSieben.
04. 07. 2007 17:36
03. 07. 2007 21:28
Das abendliche Vorleseritual am Bett unserer Tochter war heute überraschend anders. Weil “Hexe Lilli” gestern zu Ende ging, griff ich zu einem Buch, das sie von unserer Freundin geschenkt bekam. Und das war in der Tat eine Überraschung. Denn es kommt nicht oft vor, dass man von einem Kinderbuch derart fasziniert ist und selbst lachen muss. Bei “Durch und durch Clarice Bean” von Lauren Child war das aber so.
Clarice Bean ist ein Schulmädchen, das viel lieber Detektivin wäre, so wie Ruby Redfort, die Heldin in ihrem Lieblingsbuch. Und wie das so ist bei Schulmädchen: sie haben keinen Bock auf Schule und ihre Lehrer.
Mrs Wilberton behauptet, ich besäße durch und durch auch nicht einen Funken Konzentration. Ich versuche, ihr das Gegenteil zu beweisen, und deshalb darf ich nicht vergessen, mich zu konzentrieren. Ich denke die ganze Zeit daran. Ich versuche verzweifelt, mich nicht nicht zu konzentrieren, und ich sage mir immer wieder: “Nicht in Gedanken versinken, so wie gestern.” Und dann denke ich daran, wie ich gestern in Gedanken versunken bin und wie ich mir dabei überlegt habe, dass ich Mrs. Wilbeton zuhören muss, weil sie mir doch so viel zu erzählen hat.
Und dann frage ich mich, wie soll ich den ganzen Kram, den sie mir erzählen will, überhaupt in meinem Kopf unterbringen? Und dann frage ich mich, ob ich alles rausschmeißen sollte, was ich nicht mehr brauche – ihr wisst schon, wie damals, als mein Dad den Dachboden entrümpelt hat, nur haben wir dann beschlossen, dass wir nichts entbehren können und deshalb musste er den ganzen Kram wieder zurückbringen. Aber vielleicht wird in meinem Kopf ja wertvoller Raum blockiert von den nicht wichtigen Dingen und deshalb kann ich mich nicht k o n z e n t r i e r e n, weil mein Konzentrationsraum voll gepackt ist mit Sachen wie “Ellbogen vom Tisch” und “Du darfst deinen Bruder nicht kneifen” [...]
Ja, ein Buch nahezu ohne Punkt und Komma*, das in etwa so geschrieben ist, wie Mädchen im Alter von 10 wirklich reden. Witzig dazu ist die Typographie, die ich hier nur schwerlich übernehmen kann. Auch die Illustrationen, die schon fast Karikaturen sind, lassen einen herzhaft lachen. Glücklicherweise ist die Geschichte in Kapitel aufgeteilt, sonst hätte ich vor lauter Begeisterung alle 180 Seiten vorgelesen…
Kurzum: unbedingt empfehlenswert! Und die kleinen Bücher mit nur 32 Seiten schauen wir uns auch mal genauer an.
*) Die Satzzeichen sind wirklich komisch gesetzt, ist wohl bei der Übersetzung passiert. Stört aber nur ein kleines bisschen.
02. 07. 2007 22:42
Ich kann’s langsam nicht mehr hören. Jedes Jahr vor, während oder nach der GC rumort es in der Branche. Ewiges Thema: Leipzig ist zu weit weg, die Messe zu klein, hat einen zu kleinen Flughafen und – wohl das schlimmste – es liegt im Osten! Dies alles wären Gründe, Europas erfolgreichste und größte Messe für Computerspiele und digitale Unterhaltung ganz schnell zu verlegen. Nach Hamburg, Hannover, Köln, Frankfurt oder München. Boaaaah, ja, das wär geil! Seufz.
In diesem Jahr beginnt die Gerüchteküche bereits sehr zeitig zu brodeln. Diesmal vermutet Falafelkid (Gesundheit!) eine anstehende Verlegung des Events. In seinem Blog “Wii: Definitive speculation” (ach, alles nur Spekulation?) schreibt Falafelkid alias Andreas Garbe, (ein Kölner, der vergangenes Jahr auch in der Jury für die Wahl des besten GC-Produktes saß und wohl Redakteur bei RTL II ist) einige große Messegesellschaften hätten ein Auge auf die GC geworfen.
Until now, the event has been held in Leipzig every August. But, apparently, several large exhibitors are unhappy with the location and are pushing for the show to relocate. Leipzig has a modern site with five halls and additional outdoor space. But the city is hard to reach. Leipzig only has a small airport and is located in the east of the country.
Nun, das Ganze ist – wie gesagt – nicht neu. Tatsächlich hört man immer wieder, vor allem große Publisher würden mit Leipzig ganz und gar nicht zufrieden sein. Was mich bei der Sache nur stört: mit solchen Beiträgen schürt man das Feuer nur noch mehr. Schon kommen die ersten, die laut den Namen ihrer Lieblingsstadt rufen. Einfach, weil die Messe dann für sie besser erreichbar wäre. Um den eigentlichen Fakt, nämlich dass die Aussteller den Standort nicht mehr wollen, geht’s dabei wie üblich nicht.
Persönlich gesprochen: Ich finde diese Diskussionen traurig. Wohl aber kann ich die Überlegungen der Aussteller nachvollziehen, wenn auch nicht gänzlich verstehen. Ich hoffe nur, die Leipziger Messe ist weiterhin stark genug, dieses einzigartige Event hier am Standort zu erhalten. Und von Andreas Garbe wünsche ich mir, dass er seine Informationen einfach mal für sich behält. So lange, bis es wirklich definitiv ist. Aber vielleicht macht sich das einfach schick, Gerüchte mit “Exclusive” zu betiteln.
via planetgameboy, wo viele unsachliche Kommentare zu finden sind.
02. 07. 2007 14:40
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ist beleidigt. Er hatte Herbert Grönemeyer in der “Bild am Sonntag” eingeladen, in die CDU einzutreten und ihm gute Chancen auf einen Sitz im Bundestag versprochen. Und was macht der Musiker? Meldet sich einfach nicht. Gestern war Wulff bei “Was erlauben Strunz” in N24 zu Gast. Und das verbreitet der Sender heute als Zusammenfassung:
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