von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
24. 07. 2009 13:54
Es ist ruhig hier geworden, ich weiß das. Bis Anfang August wird sich das auch nicht ändern. Stattdessen lade ich Euch ein, im Blog der GAMES CONVENTION ONLINE vorbeizuschauen. Dort bloggen Thomas und ich bereits seit mehreren Monaten. Jetzt wird’s so langsam richtig spannend, denn die weltweit erste Messe für Browser-, Client-, und Mobilegames steigt vom 31. Juli bis 2. August. Danach gehts hier wieder weiter.
Also: Bitte drüben weiterlesen.
26. 02. 2009 10:20
Wenn es um Computerspiele geht, führt in Leipzig kein Weg an René Meyer vorbei. Auf der Games Convention stellte der 38-Jährige schon zweimal Teile seiner Spielkonsolen-Sammlung aus. Jetzt ist er bei der Buchmesse dabei – und zeigt Schätze seiner Sammlung von Computermagazinen. Was viele nicht nachvollziehen können, der Journalist und Autor sammelt leidenschaftlich gern „alte Schinken“. In 20 Jahren hat er etliche Raritäten zusammengetragen, so besitzt er das weltweit bedeutendste Magazin der Computergeschichte, die Januar-Ausgabe der „Popular Electronics“. Der Hobbysammler: „Die Studenten Paul Allen und Bill Gates lasen darin vom ersten Home-Computer der Welt, dem Altair 8800. Dieser Moment gilt als ausschlaggebend für die Gründung von Microsoft. Es ist also wirklich Weltgeschichte, die sich in den unscheinbaren Blättern verbirgt.“ Außerdem ist Meyer stolzer Besitzer der Erstausgabe von „Happy Computer“. Das Heft sei darum so wertvoll, weil es zuerst unter dem Namen „Hobby Computer“ erschien. Aus rechtlichen Gründen wurde es ab der zweiten Ausgabe umbenannt. Während der Buchmesse (12. bis 15. März) sind diese und viel mehr Schätze, die René Meyer sonst fein säuberlich geordnet und abgeheftet hat, in der Glashalle zu sehen. Hinter Glas, wie wertvolle Kunstwerke.
Erschien am 26. Februar 2009 in der Leipziger Volkszeitung.
01. 02. 2009 12:33
Seit etwas mehr als einer Woche wissen Thomas und ich, wie es mit der Games Convention weitergeht. Zur Vorbereitung auf die GAMES CONVENTION ONLINE, wie die neue Messe heißt, die vom 31. Juli bis 2. August in Leipzig stattfinden soll, erklärte uns das Projektteam bereits eine Woche vor der Pressekonferenz das Konzept. Ein Konzept, von dem wir überzeugt sind, weil Onlinegames ein Wachstumspotenzial haben wie der gesamte Computerspielemarkt um das Jahr 2002 herum. Schnellere Breitbandzugänge, die quasi ständige Verfügbarkeit des Internets an nahezu jedem Standort sind Gründe dafür, dass sich immer mehr Spieler für Browsergames oder Client-basierte Onlinespiele interessieren. Ebenso ist der Markt für Handyspiele ein riesiger, nicht nur wegen des iPhones.
Dass das neue Konzept nicht jedem gefällt, darüber waren wir und darüber war sich das Projektteam von Anfang an klar. Trotz rund 65 Millionen registrierter Nutzer bei Gameforge und knapp 50 Millionen User bei Bigpoint ist das Thema noch nicht bei allen Gamern angekommen. Das ist logisch, denn der Markt für Onlinespiele funktioniert anders. Hier liegt der Hype nicht auf den neuesten Knallern der ganz großen Studios, hier gibt es kein Nintendo, kein EA, kein Microsoft, Ubisoft und wie sie alle heißen. Es sind die kleinen Nebenbeispiele, aber auch die strategischen Piraten- und Aufbauspiele, die hier die Nutzer fesseln. Und das oft komplett gratis und ohne Zugangsbeschränkungen.
Es ist schön zu lesen, dass es offenbar doch einige gibt, die das Konzept verstanden haben und die sich freuen auf die neue GCO. Doch manchmal möchte man am liebsten aus der Haut fahren, wenn man den Blödsinn liest, den manche schreiben. Leipzig hätte die Games Convention kaputt gemacht, die Leipziger Messe hätte erst große Töne gespuckt und dann den Rückzieher gemacht, die GC hätte so bleiben sollen wie sie war.
Wie sie war? Dann müsste der BIU eine komplette Kehrtwende hinlegen und wieder zum bewährten Messestandort Leipzig stehen. Doch davon sind wir ungefähr so weit entfernt wie von einem Leben auf dem Mars. Um das nochmal klar zu sagen, auch wenn ich mir vorgenommen habe, diese emotionale Komponente aus der Diskussion rauszulassen, es war nicht die Leipziger Messe, die sich entschieden hat, die Games Convention kaputt zu machen. Es war der BIU, der sich von Versprechungen der Koelnmesse hat leiten lassen, der meinte, Leipzig sei zu provinziell. Es war der Verband, der alle großen Aussteller an den nahezu äußersten linken Rand der Republik mitgenommen hat, um eine komplett neue Messe aufzubauen, die weitgehend das Konzept der Leipziger GC kopiert.
Was also blieb der Leipziger Messe übrig? Entweder die Messe komplett abzusagen. Doch das wäre zu einfach gewesen. Stattdessen stützt man sich, wie bereits zu Beginn der GC im Jahr 2002, auf einen Wachstumsmarkt. Eine Spezialisierung in der Spezialisierung. Ob Onlinegames eine eigene Messe rechtfertigen, wird man sehen. Natürlich wird die Ausstellungsfläche kleiner, natürlich werden weit weniger Besucher da sein. Dafür hat man hier die Chance – und es ist wirklich eine Chance – eine Messe zu schaffen, die echte Wachstumspotenziale hat. Wachstumspotenziale, die der normale Spielemarkt längst ausgereizt hat, dazu muss man sich nur mal die stagnierenden Verkäufe und Entwicklungen für PC-Spiele anschauen.
Ich wünsche mir für Leipzig, für die Gamesbranche und vor allem für das wirklich engagierte Projektteam der GAMES CONVENTION ONLINE, dass die Messe ein Erfolg wird. Dass die Leipziger Messe in der Lage ist, geile Publikumsmessen zu organisieren, hat sie in der Vergangenheit mehr als bewiesen. Ob es auf der GCO auch wieder so spektakuläre Messestände und eine so unbeschreibliche Atmosphäre geben wird, weiß ich nicht. Aber allein die Chance darauf ist es wert, für diese Messe zu kämpfen und hinter ihr zu stehen.
Thomas und ich tun das bloggenderweise. Denn auch für die neue GCO sind wir die offiziellen Messeblogger. Die versuchen werden, den interessierten Gamern die Themen der Messe schmackhaft zu machen.
24. 08. 2008 13:20
Aktuelle Berichterstattung zur Minute im GC-Blog.
23. 08. 2008 10:11
Auf der Games Convention zeigen sich nicht nur die großen, namhaften Firmen. Auch Sachsen ist vertreten. Zwei der Aussteller habe ich für saxxess.com vorgestellt: das Dresdner Unternehmen Public Solutions und die HTWK Leipzig.
14. 08. 2008 13:17
Die Sächsische Zeitung veröffentlichte am 13. August einen Artikel von mir, der einen Überblick zu geben versucht, was sich auf der diesjährigen GC lohnt.
Die Games Convention (GC) gilt als Europas Leitmesse für die Video- und Computerspiele-Branche. Alle Höhepunkte aufzuzählen ist unmöglich. Dennoch wollen wir einen kleinen Überblick geben.
Die Trends
Während man in den vergangenen Jahren eher auf die Gelegenheitsspieler setzte, stehen nun wieder die Kenner im Mittelpunkt. Der japanische Entwickler Capcom bringt für solche Coregamer unter anderem „Bionic Commando“ mit. Das Spiel erschien 1987 für das Nintendo Entertainment System und war ein grafischer Meilenstein. Das Remake soll an den Erfolg anknüpfen. Dazu gibt es Titel wie „Street Fighter IV“ oder „MotoGP 08“.
Zu spät auf die Gelegenheitsspieler setzt Microsoft. Nachdem sich die Xbox 360 nicht mehr so gut verkauft, versucht das Redmonder Unternehmen gegenzusteuern. Partyspiele sollen das Publikum locken, das eher selten die Konsole einschaltet. Eine Politik, für die Nintendo bereits Schelte erntet, weil Kritiker eine Vernachlässigung der eingefleischten Spieler sehen. Nintendo selbst wird in diesem Jahr nicht auf der GC vertreten sein. Man verfolge eine andere Marketingstrategie und wolle Messeauftritte generell überdenken. Dabei kann „big N“ durchaus zufrieden sein: Die Konsole Wii verkauft sich besser als die Konkurrenzprodukte von Microsoft und Sony.
Sony ist einer der größten Aussteller der GC und glänzt vor allem durch die Playstation 3, die wieder Boden gut machen konnte. Für die High-Tech-Konsole mit Blu-Ray-Laufwerk und der besten derzeit erhältlichen Grafik gibt es auf der Leipziger Messe die beliebte Reihe „Singstar“ in der Version 2 zum Testen. Erfahrungsgemäß wird dem Karaoke-Spiel ein eigener Bereich innerhalb des riesigen Standes in Halle 3 eingerichtet. Mit Details zum Messeauftritt hält sich Sony vornehm zurück, lediglich von „großen, globalen Ankündigungen“ ist die Rede.
Die Premieren
Standesgemäß lebt die GC von ihren Premieren. Über 250 Welt-, Europa- und Deutschlandperemieren sollen das Spielefieber anheizen. Ubisoft etwa lädt im Rahmen eines Gewinnspieles zehn Fans bereits am Pressetag ein, den Shooter „Far Cry 2“ zu testen. Die Programmierer werden dazu eigens aus Montreal eingeflogen. An den Messetagen darf dann jeder die Fortsetzung des Actionspieles zocken. Experimentell wird es bei „Tom Clancy’s End War“, denn es ist das erste Spiel, das komplett per Sprache gesteuert werden kann.
Der deutsche Entwickler Frogster bringt das kostenlose Online-Rollenspiel „Runes of Magic“ mit. Interessierte können sich in der ersten Region bewegen. Direkt nach der Messe geht Frogster in die geschlossene Beta-Phase, um die Entwicklung voranzutreiben.
Sehnsüchtig erwartet wird von der Spielergemeinde „Spore“ aus dem Hause Electronic Arts. Das Werk von Entwickler Will Wright, der seiner Kreativität auch für „Sim City“ und „Die Sims“ freien Lauf ließ, steht kurz vor der Fertigstellung. Auf der Messe gibt es die finale Version als Weltpremiere zu spielen, bevor sie im September in den Handel kommt.
Neben Wright gelten vor allem die japanischen Entwickler als Legenden. Konami weiß das und holt Hideo Kojima, Schöpfer der „Metal-Gear-Solid“-Serie nach Leipzig. Nicht minder beliebt ist Koji Igarashi, der für die „Castlevania“-Serie verantwortlich zeichnet. Auch die Entwickler von „Silent Hill Homecoming“ und „Rock Revolution“, Thomas Hulett und Niasis Taylor“, sind zugegen.
Die neuen Technologien
Im technologischen Bereich wird es auf der GC auch einiges zu sehen geben, wenn auch teilweise nur für Pressevertreter. So will der Hamburger Entwickler Bigpoint erstmals ein browserbasiertes Onlinespiel auf der Playstation 3 vorführen. Diese Art von Spielen laufen im normalen Internetbrowser, ohne Bestandteile herunterladen zu müssen. Heiko Hubertz, Gründer von Bigpoint, sagt Browserspielen eine große Zukunft voraus.
Interaktiv wird es bei VR Space Theatres. Das Unternehmen lässt 3D-Kino und Games verschmelzen. Hochauflösende Bildinhalte können von den Spielern mit Gamepads gesteuert werden. Jeder einzelne beeinflusst dabei den Fortgang der Geschichte. Erstmals wird diese Technologie Journalisten vorgestellt. Für alle Besucher auszuprobieren gibt es den „Neural Impulse Actuator“ von OCZ Technology. Das System wird per USB-Anschluss an Windows-Rechner angesteckt und erlaubt es, Spiele nur mit Kraft der Gedanken zu steuern. Dabei hat der Spieler einen Hirnstrommesser auf dem Kopf, der aussieht wie ein Haarreif. Der Messer scannt die elektrischen Aktivitäten des Gehirns und wandelt diese als Tastenanschläge um.
Die Unterhaltung
Neben zahlreichen Shows und Gewinnspielen an den Ständen gibt es hinter der Halle 4 einen Strand. Zig Tonnen Sand wurden dafür herangefahren, Palmen, Relax-Liegen und Hängematten vermitteln Urlaubsflair. Auf der Bühne des Zubehörherstellers Speed-Link treten Bands wie „Die Happy“, „Aloha from Hell“ oder „Van Canto“ auf.
Bereits am 20. August gibt es mit Video Games Live das offizielle Konzert zur GC, das in der Arena Leipzig Musiken aus bekannten Computerspielen präsentiert.
Im „GC Freestyle – Gamer Camp“ auf der Leipziger Festwiese am Zentralstadion können die Fans campen und chillen. Ab 20. August finden hier über 5000 Zelte Platz.
Die GC wird 2008 zum letzten Mal ideell vom Branchenverband BIU getragen. Im nächsten Jahr plant dieser eine neue Messe in Köln. Die Leipziger Messe betont, dass sie nach wie vor zur Verfügung steht. Ob auch 2009 eine GC in Leipzig stattfinden wird, ließ Messechef Wolfgang Marzin offen.
Disclaimer:
Ich bin freier Journalist und als solcher auch in die Games Convention involviert. Gemeinsam mit Thomas Gigold verantworte ich das GC-Blog.
01. 08. 2008 15:15
500 – so viele Artikel haben Thomas und ich seit 2006 geschrieben. Am 6. August 2006 starteten wir das GC-Blog zur Unterstützung der Unternehmenskommunikation der Leipziger Messe. Seitdem hat sich das Blog und haben wir uns stetig weiterentwickelt. Fühlt sich gut an. Und wird immer besser.
Und weil wir uns so freuen, gibt’s auch was zu gewinnen. Immer fleißig GC-Blog lesen…
29. 02. 2008 21:23
Mensch, ich dachte ja schon, dpa sei schlimm. Aber was sich die Agentur GlobalPress hier ausgedacht hat, ist ja noch grausamer.
Die Computerspiele-Messe “GamesCom” zieht 2009 von Leipzig nach Köln.
Autsch. Auf der Website des “Computer-Informations-Dienstes” von GlobalPress gibt’s den Artikel für 99 Cent zu kaufen. Selbst das wäre zu viel.
27. 02. 2008 14:47
ich störe mich an Eurer Berichterstattung zur GC. Warum? Ihr schreibt:
Die Games Convention findet in diesem Jahr vom 21. bis 24. August zum letzten Mal in Leipzig statt. Von 2009 an wird sie unter dem Namen GamesCom in Köln veranstaltet – im kommenden Jahr vom 9. bis 13. September.
Dem ist nicht so. Ab 2009 wird nicht die GC unter dem Namen GamesCom in Köln veranstaltet. Das, was da in Köln veranstaltet wird, ist eine andere Messe. Von einem anderen Team in einer anderen Stadt mit anderem Geld und anderen Hintermännern. Das solltet ihr eigentlich wissen. Aber vielleicht habt ihr nur treudoof brav die dpa zitiert, so wie andere auch.
Und ob es 2009 doch noch so etwas wie eine GC in Leipzig geben wird, ist ja noch gar nicht raus.
20. 02. 2008 15:39
Es wurde viel spekuliert, viel diskutiert in den vergangenen Tagen über die Zukunft der GC. Worauf alle gewartet haben, war eine Stellungnahme des Branchenverbandes BIU. Selbiger wird am Montag sprechen. In Berlin, auf einer Pressekonferenz. Überschrieben ist diese mit: “Zukunft der deutschen Branchenmesse für interaktive Unterhaltungssoftware”.
Man kann nun rätseln über die Gründe, warum dort nicht steht “Zukunft der GC”. Oder man lässt es einfach und beantwortet sich die Frage selbst. Um sich dann seinem Schmerz hinzugeben.
Wir werden aller Wahrscheinlichkeit nach vor Ort sein. (“Wir” meint in dem Falle Thomas und mich, um für Heldenstadt.de zu berichten, wo dieser Eintrag auch erschien.)