von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
10. 03. 2008 15:05
Die Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig lädt regelmäßig zu öffentlichen Sonntagsvorlesungen ein. So auch gestern, als rund 400 Studenten, Physikinteressierte und sogar Kinder in den großen Hörsaal fanden. Professor Jörg Kärger zeigte dort auf anschauliche und teilweise erheiternde Weise, wie einfach und allgegenwärtig die Naturwissenschaft sein kann. Mittels Schwingungen erzeugte er beispielsweise Muster oder mit einem Kreisel Töne. Auch Helium kam zum Einsatz, das des Professors Stimme kurzzeitig wie Micky Mouse klingen ließ.
Den Abschluss und Höhepunkt des spielerischen Vormittags mit physikalischem Anspruch bildete ein Weltrekordversuch. Mittels Flaschen sollten Töne erzeugt werden. 500 Mitspieler wurden erwartet, am Ende zählten die Organisatoren 303. Mittels der von ihnen zustande gebrachten Töne wurden dann die „Schläger“ des Video-Tennisspiels Pong bewegt. „Die haben wir gesponsert bekommen von einem Unternehmen, das begeistert war von unserer Schnapsidee“, schmunzelte Kärger. „Wir haben zwei Flaschentypen: flache und hohe. Mit denen erzeugt man Töne in unterschiedlichen Frequenzen, die etwa 140 Hertz auseinander liegen“, erklärte Axel Märcker, technischer Angestellter der Fakultät. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jens Gabke baute er den Versuch auf. „Grundlage war das altbekannte Pong. Wir haben dieses um eine Frequenzerkennung mit Mikrofonen erweitert. Sobald die auf den Flaschen geblasenen Töne eine bestimmte Lautstärke erreichen, bewegen sich die Schläger der jeweiligen Mannschaft nach oben“, erklärte Märcker.
Was sich kompliziert anhört, funktionierte erstaunlich gut. Nach einer Test- und Aufwärmrunde begann das Spiel. Ein regelrechtes Konzert aus hohen und tieferen Tönen erschallte im Hörsaal. Immer, wenn der Ball ins Aus gehen zu drohte, bliesen die Mitspieler in ihre Flaschen. Auf diese Weise wanderte der Schläger schnell nach oben und spielte den Ball zurück ins Feld der gegnerischen
Mannschaft.

Ob die 303 Teilnehmer am Ende reichten, um den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu sichern, wusste Professor Kärger nicht. „Das wird erst entschieden und dauert seine Zeit.„ Zeuge des Spektakels waren der Leipziger Computerspiel-Experte und Buchautor René Meyer und Gerald Diesener, Chef des Universitätsverlages. Diese Zeugen waren nötig, um den Rekordversuch zu beurkunden.
Einen Eintrag hat Kärger bereits sicher: 2003 gelang es ihm, 503 Menschen zu animieren, auf Fahrradklingeln zu musizieren. „Nach dem Versuch dauerte es zehn Monate, bis wir Gewissheit hatten, dass wir Rekordhalter sind“, erinnert sich Kärger.
Erschien am 10. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.
02. 01. 2008 11:06
Kann mir mal jemand sagen, wieso sich hier die Vorschau (MacOSX Leopard) dauernd beendet, wenn ich ein Bild nach Änderungen neu speichern will? Passiert hier reproduzierbar immer und immer wieder. Keine Chance, das Bild zu speichern, auch nicht unter neuem Namen. Immer wieder die gleiche Fehlermeldung: “Das Programm Vorschau wurde unerwartet beendet.” Mist sowas.
Hat noch einer das Problem? Und eventuell eine Lösung parat?
Ansonsten: Happy New Year – oder wie es eine Kollegin vorhin am Telefon ausdrückte: Schönes Restjahr!
23. 10. 2007 09:47
Wie sinnreich sind eigentlich Weihnachtsprodukte, die schon im Herbst verfallen? Und warum ist ein Käse mit Walnüssen gleich ein Weihnachtskäse? Welche Zutaten sind dann in einem Sommerkäse? Ananas-Stückchen? Und warum fallen Frauen immer wieder auf ein weihnachtliches Motiv rein und kaufen das Produkt, in der Hoffnung, schon im Oktober den Schnee riechen zu können? Aber das wird sich wohl nie ändern.
Hinweis an den Käsemacher: Hat gut geschmeckt. Auch jetzt schon.
02. 08. 2007 09:47
Ich weiß zwar nicht, wie Mario Schlaghecken, Marketingmensch bei Triponia darauf kommt, ich sei ein Journalist, der sich viel mit Tourismus beschäftigt. Dennoch will ich seinen “Themenvorschlag”, der hier per Mail aufschlug, nicht gänzlich unbeachtet lassen.
Triponia will ein Web 2.0-Portal sein, das von seinen Usern gefüttert wird. Mit Bildergalerien und Videos ihrer Urlaubsaufenthalte. “100% Userberichte”, steht gleich auf der Startseite. Dass dem nicht so ist, zeigt eine kurze Stichprobe. Da finden sich Werbevideos über die Seychellen, Kenia oder den Fiji-Inseln. Natürlich gibt es auch echte User-Videos. Wenn allerdings bereits der erste Besuch nahezu ausschließlich Werbevideos bringt, fühle ich mich ein wenig verklapst.
Zusätzlich zu den Uservideos gibt es noch den “Tripguide”, der einem bei der Reiseplanung helfen soll. Natürlich wieder über Image- und Werbevideos von Fremdenverkehrsverbänden oder – mutmaßlich – Reiseanbietern. Auch Unterkünfte – und nur die, also keine Flüge – kann man mit Triponia finden. Dazu wurden laut Selbstdarstellung Verträge mit den “größten Hotelreservierungssystemen” abgeschlossen.
Kurzes Fazit: Triponia macht definitiv Lust auf Reisen. Und es ist schön, anzusehen, wo andere Urlaub machten. Wenn ich allerdings auf der Suche nach echten Uservideos gleich dreimal hintereinander auf eindeutige Imagefilme stoße, werde ich misstrauisch. Wenn es Triponia schafft, dies zu trennen, kann daraus sicher eine gute Community werden. Was schick und nützlich für Triponia wäre, um die Videos auf die eigene Website zu nappen: ein Embed-Player, wie ihn die großen Videoportale haben.
19. 05. 2007 00:22
Das Regierungspräsidium Leipzig hat eine neue Website. Barrierefrei, wie das RP schreibt. Stimmt nur nicht. Zumindest, wenn man mit Firefox die Seiten ansteuert. Dann sieht die neue Website schlimm aus. Okay, bei Benutzung von Opera oder IE wird die Site zumindest nicht zerschossen, wirklich schöner macht sie das aber nicht.
In der Pressemitteilung zum Start der neuen Website schreibt Sprecher Stefan Barton:
Das Regierungspräsidium würde sich über ein reges Interesse an seinem neuen Internet – Auftritt freuen und ist gern bereit und interessiert, Anregungen, Hinweise, Empfehlungen oder auch Kritiken über die Nutzung der bereit gestellten kommunikativen Elemente entgegen zu nehmen.
‘tschuldigung Kollege, aber das klingt so steif wie die Website aussieht. Und “die kommunikativen Elemente” funktionieren nur bedingt. Schauen wir uns mal den Quelltext an.
Eines kann man mit Sicherheit sagen: an Meta-Tags mangelt es nicht. Teilweise werden die gleich doppelt vergeben, teils sind Meta-Tags vergeben, die es gar nicht gibt. Am besten gefällt mir meta name=”task” content=”Nein”. Oder meta name=”key-words” ist auch nicht schlecht. Die Keywords für die Website des RP sind übrigens Internetauftritt und Internet. Glückwunsch.
Der verschwenderische Umgang mit falschen und unsinnigen Bindestrichen zieht sich bis in die Presseabteilung, die (siehe oben) den Internetauftritt trennt und mit Leerzeichen zwischen den Bindestrichen versieht. Wenn ich sowas sehe, drehen sich bei mir Zehen- und Fußnägel nach oben. Wo habt ihr das her? Wo wart ihr auf der Schule? Wart ihr doch, oder? Gruslig, echt. Genauso wie WEB kein Eigenname ist, dass man es dauernd groß schreiben muss. Bis ins Impressum zieht sich das. WEB-Master und WEB-Seiten stehen da. Herrlich. Wie auf einer Vereinswebsite oder einer privaten Seite, auf der man seinen Skatkumpels mal die neuesten Urlaubsfotos zeigt.
Aber zurück zum Quelltext: Wenn schon Javascript eingesetzt wird, sollte man den type bitte auch deklarieren, zumindest wenn man mutigerweise in xhtml schreibt, ohne es wirklich zu können. Dazu kommen noch diverse p, die erst geschlossen werden, bevor sie überhaupt geöffnet wurden und br, die daraufhin auch bloss nicht funktionieren oder Fehler zurückmelden.
Der HTML-Validator für Firefox meldet 101 Fehler auf der Pressemitteilungs-Seite. Auf der Impressums-Seite sinds bereits 221. Ich hoffe, das sind nur die kleinen Baustellen, von denen die Pressemitteilung spricht:
Gleichwohl bittet die Behörde um Verständnis für die erforderliche Arbeit an noch kleineren „Baustellen“. Man ist bemüht, diese sehr schnell zum Abschluss zu bringen.
Dann schauen wir in einigen Tagen nochmal vorbei. War vielleicht auch fies, gleich am dritten Tag der Freischaltung des “Internet – Portals” zu gucken. Kann man sicher nicht verlangen, dass da alles funktioniert bei einem Regierungspräsidium…
Danke an heldenstadt.de für die Inspiration zur Abendstunde
Update:Vielleicht sollten sich die Experten des RP mal diese Checkliste anschauen.
Update 2 vom 23.05.2007: Mittlerweile wird die Website mit Firefox richtig dargestellt. Die merkwürdigen meta-Tags sind geblieben
04. 04. 2007 13:34
Ich teste ja derzeit die UP!GRADES. Mittlerweile sind – weil ich auch einige Ampullen weiterverschenkt habe – die UP!ENERGY alle, bzw. vertilge ich gerade das letzte davon. Als Zwischenfazit kann ich sagen, dass ich ohne die UPs um die Mittagszeit immer etwas schläfrig wurde. Da machte man im Schreibtischstuhl kurz die Augen zu, nach 10 Minuten war alles wieder gut. Seit ich die UPs nehme, brauche ich keinen Mittagsschlaf mehr. Und auch abends bzw. nachts bin ich – zumindest bilde ich mir das ein – konzentriert und kaum müde. Ich muss aber auch sagen, dass ich – entgegen der Warnung auf den Ampullen – auch zwei am Tag trinke. Eine früh und eine am Nachmittag. Wie Medizin.
Ob es nun gesund ist, ständig bis 1, 2 Uhr wach zu bleiben und um 7 schon wieder aufzustehen weiss ich nicht. Kommt sicher auch auf jeden selbst an.
Was erstaunlich ist: der Leistungsschub durch die UPs hält wirklich sehr lange an. Ich trinke sonst immer mal gern irgendwelche Energydrinks. Die putschen kurz auf und zwei Stunden später braucht man einen Kaffee. Ist hier nicht so. Und apropos Kaffee: seit ich die UPs trinke, brauche ich morgens nur noch eine Tasse Kaffee und nachmittags keinen mehr. Logisch, bei der Menge Coffein.
Kurz zu den UP!SLIM, die meine Frau nebenbei testet: sie meint, sie brauche Mittags nur was kleines zu essen und Abends meist nur einen Joghurt. Natürlich achtet sie weiterhin auf eine vollwertige Ernährung. Bei mir schaffen die SLIMs aber nicht das, was sie versprechen. Ich hab trotzdem Hunger und spüre maximal die Wirkung des Coffeins.
Wie viel bei dem Ganzen nur Einbildung und Placebo-Effekt ist, weiss ich nicht. Zumindest achte ich nicht bewusst darauf, ob nun gleich was passiert nach der Einnahme. Am Ende des Tages merkt man einfach nur, wieviel man geschafft hat und dass man kaum groggy war. An den Geschmack gewöhnt man sich übrigens schnell. Wirklich bitter oder komisch schmeckt es nicht mehr. Halt nur nicht süß.
Die UP!LOVEs haben wir noch nicht getestet. Zeit für Liebe iss hier nich.
28. 03. 2007 20:43
Heute kamen sie an, meine UP!GRADES, die ich für trnd testen darf. Das Auspackzeremoniell habe ich auf Flickr dokumentiert. Muss ja alles seine Ordnung haben.
Kurz ein erster Eindruck der Ampullen: klein. Sehr klein. Aber 25 ml sind nunmal nicht viel. Schnell ist klar: die UP!GRADES sind kein Getränk, sondern – wie es draufsteht – ein Ergänzungsmittel. Beim Überfliegen der Packungsrückseite war ich kurz erschrocken: 13.12.2006 stand dort. Abgelaufen? Nein, es ist das Herstellungsdatum. Haltbar ist das Zeugs bis 13.06.2008. Erschrecken kann man allerdings trotzdem: Nur ein “Fläschchen” soll man am Tag trinken. “Diese Dosierung darf nicht überschritten werden”, steht als Warnung geschrieben. Wer koffeinempfindlich (bitte was?) ist, soll die 25 ml über den Tag verteilt zu sich nehmen (häh?).