von Daniel Große, freier Journalist Leipzig
05. 01. 2011 16:00
Das Landgericht Essen verhängte am 29. Dezember 2010 Haft- und Bewährungsstrafen für zwei Drahtzieher der Gewinnspiel-Mafia. Wie berichtet, warf die Anklage Vedat Ö. und Nicoleta C. vor, unerlaubt von Konten von Verbrauchern abgebucht zu haben. Insgesamt entstand ein Schaden von knapp 6 Millionen Euro, laut einem bei der Verhandlung anwesenden Zeugen wurden rund 3 Millionen Euro sichergestellt.
Wie der Vorsitzende Richter und Pressesprecher am Landgericht Essen, Wolfgang Schmidt, heute auf Anfrage mitteilte, wurde Vedat Ö. wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges in vier Fällen zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Seine Lebensgefährtin Nicoleta C. wurde wegen Beihilfe in zwei Fällen zu einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung verurteilt.
Ein Zeuge sagte mir eben am Telefon, während der Verhandlung hätte Ö. immer wieder versucht, die Schuld auf seine Mitarbeiter abzuladen. Außerdem soll Nicoleta C. auf wundersame Weise die deutsche Sprache verloren haben und auf einen Dolmetscher angewiesen gewesen sein.
06. 12. 2010 11:55
Vor dem Landgericht Essen begann heute der Prozess gegen Vedat Ö. und dessen Lebensgefährtin Nicoleta C. Der Anklagevorwurf lautet auf banden- und gewerbsmäßigen Betrug in Gelsenkirchen und anderen Orten vom Mai 2009 mit April 2010.
Die Staatsanwaltschaft wirft Ö. und C. vor, zahlreiche Gesellschaften gegründet zu haben, um Betrugstaten in Verbindung mit dem Vertrieb so genannter „Gewinnspieleintragungsdienste“ begehen zu können, ist in der Anklageschrift zu lesen. Ö. trat nach außen hin möglichst wenig in Erscheinung und bediente sich diverser „Strohleute“ als Geschäftsführer bzw. vermeintlich verantwortlich handelnder Personen. Während der überwiegende Teil der „Strohleute“ lediglich seinen Namen für Ö. zur Verfügung stellte, hatte die Angeklagte C. die Geschäftsführerschaft von drei Gesellschaften inne, wobei sie zusätzlich damit betraut war, für die ihr unterstehenden Gesellschaften die Personalangelegenheiten, buchhaltungstechnische Aufgaben wie Korrespondenz mit Geschäftspartnern auf Weisung des Angeklagten Ö. wahrzunehmen.
Der Vertrieb Dienste lief laut Staatsanwaltschaft so: Ö nutzte seine Kontakte in der Callcenter-Branche, um in den Besitz von Adressdaten zu gelangen. Dies waren Kundendaten aus vielen Bereichen, unter anderem auch Bestandsdaten von Lotteriegesellschaften. Danach riefen Callcenter aus der Türkei und anderen Orten die Personen an, um ihnen “wahrheitswidrig vorzuspielen, dass sie an einem zunächst kostenlosen Gewinnspiel in Verbindung mit einem Gewinnspieleintragungsdienst, teilgenommen, nun aber die Kündigungsfrist versäumt hätten.” Nun seien diese Personen verpflichtet, für mindestens drei Monate einen Betrag je nach Produkt (Win-Express, Deutscher Vorteilsclub 49, Extrawin.tv und Eurowin 24 zu bezahlen. Die angebliche Gegenleistung bestand aus der Eintragung in mehrere 100 Gewinnspiele.
Bei den zu den einzelnen Produkten vorhandenen Internetseiten handelt es sich laut Anklage um bloße Fassaden, die durch den gesondert Verfolgten Mohammed T. aus Aachen im Auftrag des Angeklagten Ö erstellt worden waren, um so den Anschein zu erwecken, es handele sich um seriöse und tatsächlich existente Angebote.
Um an den Besitz der Kontodaten der geschädigten Personen zu kommen, wurde diesen vorgespiegelt, diese müssten, zur Wirksamkeit der „Kündigung“, nochmals bestätigt werden. Tatsächlich gelang es so die Geschädigten zur Bekanntgabe ihrer Kontodaten zu veranlassen. Anschließend wurde von dem jeweiligen Call- Center-Agenten ein sog. „Voice File“ erstellt, welches eine aus dem Kontext gerissene Zustimmung des Geschädigten zum Lastschrifteinzug dokumentieren sollte. Dabei wurde der Begriff „Kündigung“ bewusst vermieden.
Anschließend wurde abgebucht. Für die vier genannten Produkte waren dies knapp 6 Millionen Euro bei 70.000 Personen. Etwa 3,32 Millionen Euro wurden von den Geschädigten zurückgebucht, die anschließend Post von einem Anwalt bekamen.
Als Gerichstermine sind neben dem heutigen Tag der 15., 23. und 29. Dezember angesetzt. Das Urteil wird wohl für den 5. Januar erwartet.
12. 10. 2010 10:39
Zwei sehr schöne TV-Beiträge zur Gewinnspielmafia, die Luck 24 und mit ihr verbundenen Gewinnspielfirmen und Projekte hat konsumer.info seit heute auf der Website. Vor allem der Beitrag des WDR ist sehr interessant – zeigt er doch Parallelen und Verbindungen zwischen solchen Gewinnspielfirmen wie Tippfox, Sunnytipp, Alpenkönig, Tipptresor und andere zum so genannten Wiener Karussell und der Luck 24: Das Milliardengeschäft der Gewinnspiel-Mafia
Unterdessen scheit das Callcenter, in dem es in dem WDR-Beitrag geht, geschlossen worden zu sein. Die Mallorca-Zeitung berichtete erst kürzlich über die Machenschaften auf der Sonneninsel (JPG-Datei des Artikels). Seit kurzem hängt dieser Zettel an der Tür des Callcenters:

Es ist fraglich, ob die Hintermänner der Gewinnspielabzocke sich wirklich all ihrer “Schädlinge” entledigen können. Vielmehr werden sie wohl bald im Gefängnis die Spinnen zählen dürfen.
19. 08. 2010 12:33
Der massenweise Betrug mit der angeblichen Eintragung in Gewinnspiele beschäftigt auch die Schweiz. Nachdem der Schweizer Markus Waldvogel, mutmaßlicher Kopf der Bande, in Deutschland festgenommen wurde, sucht der Blick nun Geschädigte in der Eidgenossenschaft. Über ein Formular können sich Betroffene melden, denen Gebühren für Gewinnspielsysteme wie Gewinnkomet, Tipptresor, Sunnytipp, Spielfox und andere abgebucht wurden.
Mit Waldvogels Festnahme dürfte sein unternehmerischer Drang und sein kaufmännisches Handeln, wie er seine Tätigkeit selbst bezeichnet, wohl vorerst gestoppt sein.
Vielen Dank an die Hinweisgeber.
13. 08. 2010 13:47
Der Südkurier hat in seiner heutigen Ausgabe einen Artikel zum Gewinnspielsumpf (Win-Express, Tipptresor, Deutsche Gewinn Garantie u.v.a.) und dem Wiener Karussell veröffentlicht. Demnach soll Markus Waldvogel mutmaßlicher Kopf der bundesweit und in Österreich agierenden Bande sein. In Todtmoos im Schwarzwald hat Waldvogel laut dem Bericht Außenstände bei Handwerkern und der Gemeinde. Ungewöhnlich, wo er doch eigentlich durch die Abzocke unschuldiger Verbraucher im Geld schwimmen müsste. Derzeit dürfte er an dieses Geld allerdings nicht herankommen – er sitzt in Untersuchungshaft.
Ich habe Markus Vonberg, Autor des Artikels, ein Interview zum Thema Gewinnspielbetrug gegeben.
28. 01. 2010 18:43
Vor einigen Tagen erreichten diverse Verbraucher E-Mails, in denen ihnen 4,6 Millionen E-Mail-Adressen zum Kauf angeboten wurden. 1000 Euro will der Absender der Mail, der sich „Der Mailer“ nennt, für den Datensatz. Heute berichtet die Verbraucherzentrale Sachsen davon und vermutet unter anderem, dass hier gar kein Adresshandel betrieben werden soll, sondern es sich um Betrug handelt.
Dem kann ich – nach meinem derzeitigen Wissensstand – widersprechen. Am Mittwoch vergangener Woche hatte ich die Möglichkeit, mit dem „Mailer“ via ICQ zu chatten. Seine ICQ-Nummer war in der Mail angegeben. Ziel meines Chats war es, herauszufinden, was den Mann dazu treibt, mit Adressen zu handeln. Fazit: Der “Mailer” behauptet felsenfest, es sei legal, Millionen Mail-Adressen zu verkaufen, weil die Besitzer der Adressen schließlich ihre Einwilligung dafür gaben. Einen Auszug möchte ich hier wiedergeben.
[20:50] Hallo.
[20:51] mailer: hallo
[20:51] Sie bieten E-Mail-Adressen an, hörte ich?
[20:51] mailer: ja (more…)
21. 01. 2010 16:44
Es bewegt sich was auf dem Gewinnspielmarkt. Allerdings sicher nicht so, wie sich das die beteiligten Firmen vorstellen. Gegen vier Callcenter in Bielefeld und Paderborn ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft, Geschäftsräume wurden durchsucht. Natürlich bestreitet man diese Durchsuchungen. So wie auch damals Novamedia Marketing in Paderborn bestritt, irgend etwas mit Tipptresor oder der Gewinnspielmafia in der Schweiz zu tun zu haben. Das können Thorsten Sucker, Geschäftsführer von Novamedia, seine Gesellschafterin Daniela Ptak und Markus Waldvogel, einstiger Verwaltungsrat bei Euro Lotto Tipp in der Schweiz , jetzt sicher den Ermittlungsbehörden erklären. Und wenn die ihre Arbeit gut machen, dürfte hier ein ganzes Firmenkonstrukt seiner Geschäftstätigkeit beraubt werden.
Das Dumme ist nur: Es stehen bereits andere Firmen parat, die genau die gleiche Masche betreiben. Siehe Win-Express, Deutsche Gewinn Garantie oder wie auch immer sie heute heißen.
Danke an nw-news.de und “rpv” für die Verlinkung und Hinweise
14. 01. 2010 22:12
In den vergangenen Monaten dominierte hier vor allem ein Thema das Geschehen: Die vermeintlichen Betrügerfirmen Win-Express, Global Invest Limited, Uniscore Forderungsmanagement und ihr mutmaßlicher anwaltlicher Erfüllungsgehilfe bzw. dessen Trittbrettfahrer und Nachfolge- oder Nachahmerfirmen wie Deutsche Gewinngarantie. Ich habe zum Teil Tage und Nächte mit Recherchen verbracht, Geld für Handelsregistereinträge ausgegeben, mit besorgten Menschen telefoniert, gemailt und versucht, Dinge auch mit Hilfe der Menschen klarzustellen, die hier fleißig und rege Kommentare abgeben. All das habe ich gemacht, um die zum Teil beängstigten Verbraucher, die Post von undurchsichtigen Anwälten und Briefkastenfirmen wie Win-Express bzw. Global Invest erhalten, zu beraten oder ihnen wenigstens einen Tipp zu geben, wie sie sich künftig verhalten sollen. Allerdings: Lesen und verstehen muss man diese Hinweise und Kommentare auch. Doch damit haben offenbar einige Zeitgenossen so ihre Probleme.
Grund zu dieser Annahme habe ich, weil ich gestern per Einschreiben einen Brief eines Mannes aus Essen bekam. Darin schrieb er, er wolle fristgemäß zum nächstmöglichen Termin kündigen und bat um Bestätigung. Adressiert war der Brief tatsächlich an mich. Auf dem Schreiben stand unter meinem Namen in Klammern: “Bitte weiter leiten an die Deutsche Garantie GmbH Payment by Afendis AG”.
Dass er das Wort “Gewinn” vergessen hat, ist noch verschmerzbar. Dass dieser Mann aus Essen allerdings glaubt, ICH könne seine Kündigung an irgendwelche nicht existenten Firmen weiterleiten, oder hätte vielleicht mit ihnen zu tun, ist dann doch reichlich zynisch.
Allerdings: Es spiegelt genau das wider, worauf solche Firmen überhaupt ihre Existenz begründen. Auf der – ich muss das so drastisch sagen – Dummheit mancher Menschen. Und darauf, dass offenbar keiner mehr richtig zuhört und in der Lage ist, richtig zu lesen. Natürlich gibt es unter den Betroffenen auch viele, die wirkliche Opfer sind, weil ihre Bankdaten bereits im Umlauf waren. Ich spekuliere allerdings, dass ein Großteil der jetzt Abgezockten ihre Situation selbst herbeigeführt haben. Eben weil vor Bekanntgabe personenbezogener Daten am Telefon nicht nachgedacht wird. Da will jemand meine Bankdaten? Naklar, ich geb sie ihm. Da will jemand Ratenzahlung vereinbaren für eine Forderung, für die es gar keinen Vertrag gibt? Kein Problem, er bekommt seine Raten. Doch, ich vermute, es gibt Tausende Menschen “da draußen”, die genau das machen. Weil sie es nicht besser wissen. Oder weil sie Angst vor irgendwelchen Konsequenzen haben, die ihnen diese Firmen versuchen einzureden.
Als wäre dieses Einschreiben, für das der Essener Herr 4,40 Euro zum Fenster rausgeworfen hat, nicht genug, rief dann gestern auch noch ein anderer Mensch an, offenbar im Auftrag seines Vaters, der im Hintergrund aufgeregt zu hören war. “Ist da Win-Express?”, fragte mich der Mann. Er hätte im Internet Win-Express eingegeben “und da kam dann eine Seite, wo ich auf Kontakt geklickt hab und dachte, Sie sind das.” Ja, richtig. Ich bin’s. Ich selbst. Mehr aber eben auch nicht.
Würde Charles Darwin noch leben, er hätte seine pure Freude an manchen Mitmenschen. Er könnte seine Forschungen von Evolution auf Involution ausweiten.
13. 05. 2009 13:15
Heute rief eine Dame bei mir an, die vorgab, “aus dem Hause Tipptresor” anzurufen. Ich würde im August meine “zwei Monate Gratis-Teilnahme am Gewinnspiel” aufgebraucht haben und ob ich danach verlängern lassen wolle, fragte sie. Ich gab ihr zu verstehen, dass ich ihr Unternehmen nicht kenne und ließ mir noch zweimal den Namen “Tipptresor” nennen. Nochmals sagte ich ihr, dass ich nie an einem Gewinnspiel teilgenommen habe und keine solche Firma kenne. “Doch, haben Sie, definitiv!” maulte die Dame, die eben noch freundlich war – und legte auf.
Tipptresor? Gewinnspiele? Das kam mir doch gleich bekannt vor – die Freunde vom “Alpenkönig” sollen aber angeblich nicht dahinterstecken, meinte die Dame noch auf meine Frage. Wer dann? Im Anti-Spam-Forum geht Benutzer “asd” davon aus, dass hinter den Anrufen die Firma Novamedia Marketing GmbH aus Paderborn steckt. Allerdings ist der Benutzer “asd” auch noch sehr neu im Forum und daher schlecht einzuschätzen. Denkbar ist auch, dass hier eine falsche Fährte gelegt werden soll. Auch im Forum von Sat.1 geht Userin “lara2188″ davon aus, dass die Firma Novamedia für die Anrufe verantwortlich ist. Auf telefonische Anfrage sagte mir Geschäftsführer Thorsten Sucker, er wisse nichts von Gewinnspielen und schloss definitiv aus, dass diese Anrufe von seinem Unternehmen kommen. Er bedankte sich aber und wollte recherchieren, was im Netz da so über ihn geschrieben stehe.
Worum geht es eigentlich? Offenbar ruft ein Unternehmen, dass nahezu wöchentlich anders heißt, bei Menschen an, deren kompletter Namen dem Unternehmen bekannt ist. Daraufhin wird gefragt, ob man das Gewinnspiel, bei dem man registriert sei, verlängern lassen möchte. Entschließt man sich dazu, werden nach Abgleich der Kontodaten 55 Euro abgebucht. Eine Gegenleistung ist nicht ersichtlich. Es scheint auch Fälle zu geben, in denen die Kontodaten dem Unternehmen bereits bekannt sind. Tipp: Niemandem, aber auch wirklich niemandem, die eigenen Kontodaten per Telefon durchgeben. Das sollte eigentlich klar sein, ich bin jedesmal trotzdem immer wieder geschockt, wie oft das scheinbar passiert. Das Beste wird sein, den Anruf zu ignorieren und aufzulegen – allerdings danach das Konto trotzdem im Auge zu behalten.
Zurück zur Novamedia Marketing GmbH in Paderborn. Aber die hat doch damit nichts zu tun, sagt der Geschäftsführer! Wirklich? Schauen wir mal:
Das Unternehmen wurde laut Handelsregisterauszug Ende 1989 in Paderborn gegründet und hatte mit Stand 2008 einen Mitarbeiter. Gesellschafter und mit genau 50 Prozent beteiligt an der Ein-Mann-GmbH ist die S & S Service & Solution GmbH & Co. KG mit gleichem Firmensitz. Als Geschäftsgegenstand der Novamedia ist “Telemarketing und Unternehmensberatung” verzeichnet. Ein Callcenter, so sagte mir Geschäftsführer Thorsten Sucker, unterhalte das Unternehmen aber nicht.
Die S & S Service & Solution GmbH & Co. KG wurde Ende 2005 gegründet. Geschäftsführerin ist Daniela Ptak. Geschäftsgegenstand hier: “Erbringung von sonstigen persönlichen Dienstleistungen”. Als aktuellste “News” auf der Website der S & S ist ein Eintrag vom 15. Dezember 2006 zu finden. Dort wird ein “ganzspezieller” Partner vorgestellt: Die Time for Holiday AG. Der Name Time for Holiday fiel in einer Berichterstattung des Schweizer Verbraucherportals ktipp.ch. Im Jahr 2006 wurden offenbar Schweizer Bürger von einer deutschen Werbeagentur angerufen. Man hätte Traumferien gewonnen hieß es, später stellte sich heraus, dass die Gratis-Reisen nicht gratis waren. Als “einer der Reiseveranstalter” wurde hier die Time for Holiday AG genannt, Daniela Ptak wurde als “Mitarbeiterin” zitiert.
Time for Holiday und S & S Service & Solution sind also offenbar miteinander “verwandt”. Und haben wohl doch etwas mit Gewinnspielen zu tun. Wir spulen kurz zurück: Im Forum von Antispam heißt es, hinter SunnyTipp, Sunwin oder Tipptresor stecke die Euro Lotto Tipp AG aus der Schweiz. Schaut man sich die Gesellschafter- bzw. die ehemalige Gesellschafterstruktur an, erkennt man schnell, dass Markus Waldvogel sowohl bei Euro Lotto Tipp als auch bei Time for Holiday im Verwaltungsrat sitzt oder saß. In der Vergangenheit fiel das Unternehmen immer wieder durch Verkaufsshows auf, auf denen laut Teilnehmern eher minderwertige Waren zu überhöhten Preisen angeboten wurden.
Zusammengefasst: Am Unternehmen Novamedia Marketing aus Paderborn ist ein Unternehmen beteiligt, das offenbar in ein weit reichendes Unternehmensgeflecht gehört, das immer wieder im Zusammenhang mit dubiosem Telefonmarketing und unerlaubten Abbuchungen auftaucht. Was Novamedia Marketing genau macht, wollte mir der Geschäftsführer nicht sagen, er bestreitet jedoch wie gesagt, etwas mit den Anrufen zu tun zu haben.
Bislang scheint es recht wenige Geschädigte von SunnyTipp, Spielfox oder Tipptresor zu geben. Möglich aber, dass die Firma bzw. das Projekt bereits unter anderem Namen versucht, Kasse zu machen.
Bitte auch das Update beachten: Gewinnkomet, Tipptresor etc..