Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Jugendliches’ Category

Seeräuber entern Parthebad

Taucha. „Einen besseren Tag hätten wir uns nicht aussuchen können“, freute sich Heike Meyer vom Tauchaer Badverein beim gestrigen Seeräuberfest im Parthebad. Nachdem vor einer Woche den Organisatoren das Wetter mächtig in die Quere kam, wurde die Veranstaltung nun nachgeholt. Gedacht war das Fest natürlich für die Kinder, als Ausgleich dafür, dass ihre Eltern am Sonnabend vor zwei Wochen bei der Karibischen Nacht ihren Spaß hatten. Organisiert haben die verschiedenen Spiele- und Wettkämpfe die Jugendlichen des Badvereins und deren Freunde.

Maßgeblich beteiligt waren Heike Meyers Tochter Varinia und deren Freund René Schulze. (more…)

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  • Manja und Rico filmen die GC


    Die Games Convention wirft ihre Schatten voraus – vorerst aber nur im Internet. Denn vor wenigen Tagen startete die Leipziger Messe ein Online-TV. Neben Nachrichten zur Branche treten dort auch Manja Peschel und Rico Drochner in Erscheinung. Beide wurden im vergangenen Jahr im Rahmen eines Wettbewerbs ausgewählt und durften in kurzen Videos von den Vorbereitungen und der Spielemesse selbst berichten. Und auch in diesem Jahr sind sie wieder dabei. Vollendete Spielernaturen sind die Studenten aber nicht. „Ich bin gern draußen, mache Speedminton, eine schnelle Variante des Badminton“, so die 24-Jährige Manja. Auch Rico ist sportlich aktiv. „Ich jogge beispielsweise“, sagt der 22-Jährige und bedauert, dass er während seines Medienwirtschaftsstudiums kaum noch Zeit für Computer-Games hat. „Aber wenn ich mal die Gelegenheit habe, dann vor allem Autorennen, Shooter und Strategiespiele.“ Manja ist eher die Aufbau- und Simulationsspielerin. „Die Sims und die Anno-Reihe machen mir Spaß.“ Mindestens einmal wöchentlich gibt es eine neue Folge ihrer Erlebnisse im Internet zu sehen. Unter anderem suchen sich die beiden weibliche und männliche Begleiter, mähen den Messe-Rasen oder verkleiden sich als Moorhühner. „Mehr dürfen wir aber nicht verraten“, sagt Manja. Zu sehen gibt’s das Duo auf www.gc-germany.tv oder im offiziellen Weblog auf www.gc-blog.de.

    Erschien am 24. Juli 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

    Berufswahl: Mittelschüler orientieren sich

    Taucha. Sich so früh wie möglich beruflich zu orientieren ist für Schüler wichtig, um später Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Auch die Mittelschule der Parthestadt weiß das und initiiert darum seit Jahren verschiedene Projekte auf diesem Gebiet. So arbeitete die Schule im März dieses Jahres mit dem Zentrum für Aus- und Weiterbildung Leipzig (ZAW) zusammen. Das Unternehmen der Industrie- und Handelskammer (IHK) bereitete die Schüler der achten Klassen an vier Tagen auf den Arbeitsalltag vor. „Wir haben den Jugendlichen die Chance gegeben, sich über die Berufe Maler und Lackierer, Gestalter für visuelles Marketing, Elektroniker und Elektrotechniker sowie über das Damenschneiderhandwerk zu informieren“, beschreibt Eva Langenberg vom ZAW das Angebot. Praxisorientierte Berufsfindung nennt das die Sozialpädagogin. Über die Teilnahme an den vier Tagen Praxis erhielten die 50 Schüler der 8a und 8b jetzt ihre Zertifikate. (more…)

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  • “Meine Eltern wollen lieber einen Aal”

    Merkwitz. „Da! Da hat einer gebissen!“, ruft Tom Schlegel. Der Schwimmer seiner Angel zappelt, wird immer wieder nach unten gezogen. Die Rute biegt sich. Der 15-Jährige zieht, holt die Leine ein. Karl Torner vom Anglerverband Taucha kommt mit einem Kescher zu Hilfe. Behutsam heben beide das Netz aus dem Wasser des Merkwitzer Dorfteiches. Darin zum Vorschein kommt ein Karpfen. Mit seinem weit aufgesperrten Maul schnappt er nach Luft, mit der kräftigen Schwanzflosse stößt er sich vom Gras ab, auf dem er mittlerweile liegt. „Hat der schon 40 Zentimeter?“, fragt ein Mitglied des Vereins. Karl Torner hält den Fisch fest und prüft mit einem Maßband die Größe: „Ja, es sind gerade 40. Willst Du ihn haben, was sagen Deine Eltern dazu?“, richtet er seinen fragenden Blick an den jungen Angler. „Weiß nicht, ich glaube, die wollen lieber einen Aal“, sagt Tom. Und rettet dem Karpfen so das Leben. Nachdem der Haken entfernt wurde, entlässt Torner den Fisch wieder in sein Element. Ebenfalls zurück ins Wasser durfte ein Zwergwels, den Jan Jähne gefangen hatte. Der 15-Jährige angelte zum ersten Mal und hatte prompt Erfolg. „Ein schönes Tier, hätte nicht gedacht, dass so etwas hier im Teich schwimmt“, sagte er.
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  • Fachkräftemangel: Wirtschaft hilft sich mit Absolventenmesse

    Zur ersten Absolventenmesse Mitteldeutschland, die am 24. Juni im Congress Center Leipzig an der Neuen Messe stattfindet, veröffentlichte ich am 20. Juni einen Text in der Leipziger Volkszeitung. Eine Langversion des Textes steht seit heute bei der Leipziger Internet Zeitung.

    Abwanderung, demographische Entwicklung, zu schlechte oder ungeeignete Ausbildung. So lauten die Gründe, die Unternehmen immer wieder hervorbringen, wenn sie auf den bevorstehenden oder bereits einsetzenden Fachkräftemangel hinweisen. Glaubt man der Wirtschaft, können schon jetzt durch altersbedingt ausgeschiedene Arbeitnehmer entstehende Lücken nicht mehr durch gut gebildete Fachkräfte besetzt werden. Jetzt wollen sich die Unternehmen selbst helfen – mit einer Absolventenmesse.

    Weiter bei der L-IZ.

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  • Knirpse bereiten Kinderfest vor

    Merkwitz. Wenn Roland Wagner, Vorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) Merkwitz, durch den Park des Tauchaer Stadtteils geht, spürt jeder, dass er hier voll in seinem Element ist. Wie am Sonnabend, als die IG zum fast schon traditionellen Kinderfest eingeladen hatte. Hier konnten sich die Knirpse aus Merkwitz und der Umgebung sportlich beim Torwandschießen und Federball betätigen oder sich per Ponykutsche durch den Ort chauffieren lassen. Auch die Polizei war mit einem Einsatzwagen vor Ort, der von einigen Kindern genau begutachtet wurde.

    Im Mittelpunkt aber standen die Vorbereitungen für das Dorffest am 5. und 6. Juli. „Unser großes Motto lautet dann ,Wild-West in Merkwitz‘ und steht ganz im Zeichen von Indianern & Co.“, kündigte der Vereinschef an, der verriet, dass er dieser Tage sogar mit „Oberindianer“ Gojko Mitic telefonierte. „Der wollte aber leider nicht zu unserem Fest kommen, hat sicher anderes zu tun.“ Kommen werden aber zahlreiche Indianergruppen. Damit sich die so richtig wohl fühlen können, durften die Kinder schon mal die typischen Zelte der Rothäute, die Tipis, gestalten. Mit Farbspraydosen machte sich auch der neunjährige Torsten Neth an einem weißen Laken zu schaffen. „Das macht Spaß, ich hab’ vorher noch nie so eine Spraydose in der Hand gehalten“, sagte er begeistert und malte viele bunte Kreise auf das Laken. Zwischendurch reichte Wagner Kuchen und Schokomilch, allein finanziert – wie auch der Rest des Festes – von der IG, die von der Freiwilligen Feuerwehr und der Frauensportgruppe Merkwitz unterstützt wird. Und zwischen all dem Trubel fand Wagner trotzdem die Zeit, den Park so richtig zu genießen: „Schauen Sie nur, wie gepflegt und aufgeräumt hier alles ist. Vergangenes Wochenende haben 35 Leute vollen Einsatz gezeigt. Das macht uns schon stolz“, sagte er.

    Nahtlos über ging das Kinderfest am Nachmittag dann in das Parkkonzert. Hier spielte die „Happy Junior Band“ der Musikschule Fröhlich, ein großes Akkordeonorchester, das so manchem eine Gänsehaut zauberte.

    Erschien am 16. Juni 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Mandy kickt im Netz: Hot Shots mit einer Leipzigerin


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    Bei der Fußball-Europameisterschaft haben sich die deutschen Jungs bereits gut geschlagen. Für Zuschauer, die mehr sehen wollen, gibt es im Internet heiße Nachschüsse: Jeweils fünf junge Damen in Dessous treten zum Elfmeterschießen an, als Vertreterinnen für zwölf europäische Nationen. Für Deutschland arbeitet die Leipzigerin Mandy Lindenau aus Lindenthal am Ball.

    Die 20-Jährige wurde auf einem Videoportal entdeckt. „Da wurden Mädels gesucht, die Fußball spielen können und scharf auf ein Fotoshooting der Männerzeitschrift FHM sind“, berichtet die Auszubildende. Kurzerhand drehte sie mit ihrer 16-jährigen Schwester Sandra ein Video. Dort ist Mandy in ihrer Lieblingssportart zu sehen: „Ich habe mal beim ETC Crimmitschau Eishockey gespielt, jetzt fehlt mir leider die Zeit.“ Nachdem das Video hochgeladen war, hörte sie erst mal nichts mehr. „An einem Freitag rief jemand bei mir auf Arbeit an und sagte, ich solle am Sonnabend 14 Uhr in München zum Casting sein. Ich dachte, ich falle um“, lacht Mandy. Also bettelte sie bei ihrer Chefin in der Dessous-Abteilung bei Karstadt um einen freien Tag und fuhr in die bayerische Hauptstadt. Von sechs Mädels wurden drei genommen, unter ihnen Mandy als einzige Schwarzhaarige. Mit dabei sind auch die 9Live-Moderatorinnen Tyra Misoux und Biggi Bardot.
    Gedreht wurde das Elfmeterschießen, das europaweit auch im Fernsehen ausgestrahlt wird, nach Pfingsten in Amsterdam. „Unser Europameister steht also schon fest – verraten darf ich ihn natürlich noch nicht“, sagt Mandy. Einen Freund, der jetzt aufgrund der sexy Aufnahmen geschockt oder erfreut ist, hat sie nicht. Zumindest ihre Eltern sind beeindruckt. „Die finden es toll und freuen sich für mich. Auch von den Kollegen bekomme ich nur positive Reaktionen.“ Eine Model-Laufbahn könnte sich Mandy darum durchaus vorstellen. „Ich arbeite schon ab und zu bei Promotions und würde das gern ausbauen“, sagt sie. Zu sehen sind die „Hot Shots“ bei myvideo.de, im Spätprogramm von 9Live und im Pro-Sieben-Magazin taff.

    Großes Foto: Carlos Jimenez / FHM Juli 2008 (Mehr Fotos auf FHM).
    Foto Mandy Lindenau: Daniel Große

    Erschien am 10. Juni 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

    Hort erhält Zertifizierung

    Taucha. Sabine Müller war sichtlich aufgeregt. Die Leiterin des Hortes Tauchsches Spielhaus, der in der Regenbogenschule untergebracht ist, erwartete Besuch von der Geschäftsstelle des Trägers. Wolfgang Ewald, verantwortlich für Kindertagesstätten und Horte der Volkssolidarität Leipziger Land/Muldental hatte sich angekündigt. „Hoffentlich kommt er mit einer frohen Botschaft“, so Müller, die auf ein Zertifikat für besondere pädagogische Qualität hoffte. In den vergangenen Wochen waren Ewald und einige Kolleginnen immer wieder in der Einrichtung, beobachteten Erzieherinnen und Kinder, verschafften sich einen Überblick über die Gestaltung der Freizeit und waren auch in den Ferien zugegen.

    „Hier in dieser Einrichtung haben wir das Problem der Doppelnutzung. Die Hortzimmer sind in erster Linie Klassenzimmer. Das verhindert teilweise eine individuelle Gestaltung und erfordert eine gute Zusammenarbeit mit der Schule“, so Ewald. Allerdings funktioniere dies sehr gut. „Die Kinder wissen genau, wann Hausaufgaben zu machen sind und – soweit wir das überblicken konnten – klappt auch die Überwachung der Schularbeiten durch das Hortpersonal reibungslos“, lobte der Mitarbeiter der Volkssolidarität. Die Erzieherinnen hätten einen guten Tagesrhythmus gefunden, von dem auch die Kinder eine positive Meinung hätten. Besonders die Gestaltung der Ferienspiele beeindruckte Ewald und seine Kolleginnen. „Wir fanden die Aufteilung der Zimmer großartig. da wurde in einem Raum ein aufwendiges Frühstücksbüfett aufgebaut, in einem anderen konnten die Kinder den Computerführerschein machen und sich danach in einem dritten bei leiser Musik und gedämpfter Beleuchtung entspannen“, zählte Wolfgang Ewald auf, dem nur ein Fazit blieb: „Das Team unternimmt große Anstrengungen, um den Hortkindern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.“ Kurzum: Das Qualitätssiegel war Sabine Müller und ihren Kolleginnen sicher.
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  • Mittelschüler erhielten Berufswahlpass

    Taucha. Realschüler der siebten Klasse haben alles Mögliche im Kopf. Ein konkreter Berufswunsch gehört nur in seltenen Fällen dazu. Ein Umstand, dem die Mittelschule Taucha seit Jahren mit einer gezielten Berufsvorbereitung entgegenwirkt. „Haben wir zuerst nur punktuell angesetzt, entwickelten wir im Laufe der Zeit ein ganzes Konzept, wie Schüler bereits ab der siebten Klasse langsam an die Berufswahl herangeführt werden können“, erzählt Christine Simon, stellvertretende Schulleiterin. Bereits im dritten Jahr wird dieses Konzept durch den Berufswahlpass ergänzt, den die Schüler vor den Ferien erhielten.
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  • Schnapsidee für Weltrekordversuch

    Die Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig lädt regelmäßig zu öffentlichen Sonntagsvorlesungen ein. So auch gestern, als rund 400 Studenten, Physikinteressierte und sogar Kinder in den großen Hörsaal fanden. Professor Jörg Kärger zeigte dort auf anschauliche und teilweise erheiternde Weise, wie einfach und allgegenwärtig die Naturwissenschaft sein kann. Mittels Schwingungen erzeugte er beispielsweise Muster oder mit einem Kreisel Töne. Auch Helium kam zum Einsatz, das des Professors Stimme kurzzeitig wie Micky Mouse klingen ließ.

    Den Abschluss und Höhepunkt des spielerischen Vormittags mit physikalischem Anspruch bildete ein Weltrekordversuch. Mittels Flaschen sollten Töne erzeugt werden. 500 Mitspieler wurden erwartet, am Ende zählten die Organisatoren 303. Mittels der von ihnen zustande gebrachten Töne wurden dann die „Schläger“ des Video-Tennisspiels Pong bewegt. „Die haben wir gesponsert bekommen von einem Unternehmen, das begeistert war von unserer Schnapsidee“, schmunzelte Kärger. „Wir haben zwei Flaschentypen: flache und hohe. Mit denen erzeugt man Töne in unterschiedlichen Frequenzen, die etwa 140 Hertz auseinander liegen“, erklärte Axel Märcker, technischer Angestellter der Fakultät. Gemeinsam mit seinem Kollegen Jens Gabke baute er den Versuch auf. „Grundlage war das altbekannte Pong. Wir haben dieses um eine Frequenzerkennung mit Mikrofonen erweitert. Sobald die auf den Flaschen geblasenen Töne eine bestimmte Lautstärke erreichen, bewegen sich die Schläger der jeweiligen Mannschaft nach oben“, erklärte Märcker.

    Was sich kompliziert anhört, funktionierte erstaunlich gut. Nach einer Test- und Aufwärmrunde begann das Spiel. Ein regelrechtes Konzert aus hohen und tieferen Tönen erschallte im Hörsaal. Immer, wenn der Ball ins Aus gehen zu drohte, bliesen die Mitspieler in ihre Flaschen. Auf diese Weise wanderte der Schläger schnell nach oben und spielte den Ball zurück ins Feld der gegnerischen
    Mannschaft.

    pong-rekordversuch.jpg

    Ob die 303 Teilnehmer am Ende reichten, um den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu sichern, wusste Professor Kärger nicht. „Das wird erst entschieden und dauert seine Zeit.„ Zeuge des Spektakels waren der Leipziger Computerspiel-Experte und Buchautor René Meyer und Gerald Diesener, Chef des Universitätsverlages. Diese Zeugen waren nötig, um den Rekordversuch zu beurkunden.

    Einen Eintrag hat Kärger bereits sicher: 2003 gelang es ihm, 503 Menschen zu animieren, auf Fahrradklingeln zu musizieren. „Nach dem Versuch dauerte es zehn Monate, bis wir Gewissheit hatten, dass wir Rekordhalter sind“, erinnert sich Kärger.

    Erschien am 10. März 2008 in der Leipziger Volkszeitung.

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