Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Jugendliches’ Category

Karpfen, Rauch und Mathequiz

karpfen.jpg„So, und jetzt schneiden wir ihn auf“, sagt Hendrik Fleer, greift zu Schere und Messer, um den vor ihm liegenden Karpfen anschließend von der Afterflosse bis zum Kiemendeckel aufzuschlitzen. Klingt brutal, ist aber wichtiger Lehrstoff. Die Anatomie der Fische, die der Biologielehrer erklärt, ist nur ein Teilbereich der Woche der Naturwissenschaften. Die läuft noch bis morgen im Tauchaer Geschwister-Scholl-Gymnasium und soll, so die Vorstellung von Fachleiter Holger Kießling, bei den Schülern das Interesse für die belebte und unbelebte Natur wecken. Neben Bio stehen auch Kurse und Vorträge in den Fächern Chemie, Physik, Mathematik und Informatik auf dem Plan. „Die Teilnahme ist freiwillig, wir empfehlen aber den Schülern, mindestens ein Angebot zu besuchen“, so Kießling.
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  • Ein neuer Wald für Taucha

    Taucha. Taucha ist dafür bekannt, besonders grün zu sein, immerhin ist die Stadt Teil des Grünen Rings Leipzig. Wenn es allerdings um den Wald geht, steht die ehemalige ökologische Modellstadt nicht besonders gut da. Nur acht bis neun Prozent der Fläche ist als Wald ausgewiesen – der Durchschnitt in Sachsen liegt bei 26 Prozent und soll schrittweise auf 30 Prozent erhöht werden. Viel zu tun also für die Kommune.

    Einen Anfang machte jetzt die Klasse 6a des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Auf Einladung der Stiftung „Wald für Sachsen“ und der Stadtverwaltung Taucha pflanzten die Schüler 300 Ulmen und Walnussbäume. Die Aktion war Auftakt zur Schaffung eines neuen Waldes an der B87, dem Flugplatz gegenüber. „Ich freue mich besonders, dass sich Schüler zu dieser Pflanzaktion gefunden haben. Denn bekanntlich wächst ein Wald langsam. Diese Pflanzen werden euch und euren Kindern also später Freude bereiten“, sagte Bürgermeister Holger Schirmbeck, bevor die Spaten verteilt wurden.
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  • “Familien”-Komödie

    Ja, scheint nett zu sein, diese “Familien”-Komödie, die seit knapp einer Woche in den Kinos flimmert. Ich frag mich nur: Ist es normal, dass in einem Film, der ab 12 ist, derart oft das Wort “ficken” oder dessen Synonyme verwendet werden? Nein, ich bin nicht prüde und wahrscheinlich haben Kids diesen Alters bereits das erste Mal hinter sich. Trotzdem find ich’s etwas daneben.

    Trailer “Beim ersten Mal”:

    Aus die Maus GC!

    Schön war’s wieder. Lustig, informativ, unterhaltsam, stressig. So mag ich das. Ganz vorbei ist es für Thomas und mich noch nicht. Bis Ende des Monats läuft das GC-Blog mindestens noch. Und wie ich uns kenne, werden wir auch danach nicht die Finger davon lassen können. Ein großes Dankeschön an die Leipziger Messe, die uns abermals ein sauguter Partner war. Und Danke auch an Soundproducer Mario Timmler und Sprecher Stefan Barth, die bereits zum zweiten Mal für die akustische Untermalung unserer Podcasts sorgten.

    sexy-mauspad.jpgApropos Maus: Mitten im GC-Trubel kam mein Sexy Mauspad. Ich hatte ja gewonnen bei diesem Blogger-Contest. Seit ein paar Tagen ruht mein rechtes Handgelenk also auf zwei festen, aber trotzdem weichen “Brüsten”. Nicht schlecht, wirklich. Schade nur, dass man mit der Maus ständig das Gesicht der Dame verdeckt. Das hat sie nicht verdient.

    Sommer ohne Spielplatz: Tauchaer sind sauer


    taucha_spielplatz_ahornsiedlung.jpgTaucha. Ein großer Innenhof mit Schatten spendenden Bäumen, einer Wiese und Wäschestangen. Die Anwohner zwischen Goethe- und Friedrich-Ebert-Straße haben es eigentlich gut. Eigentlich: Für ihre Kinder fehlt ein Spielplatz. Während der Sanierungsarbeiten an den Häusern und der anschließenden Gestaltung der Außenanlagen fiel das einzige Klettergerüst dem Trennschleifer zum Opfer. Einen Ersatz gab es bislang nicht.

    Ein Umstand, der den Mietern nicht gefällt, wie etwa Katja Steinke. Der zweifachen Mutter wurde während der Sanierung telefonisch zugesichert, dass der Innenhof einen neuen Spielplatz erhalte. „Vor einigen Tagen habe ich bei der Hausverwaltung Sachsengrund in Holzhausen angerufen und musste erfahren, dass nun doch kein neues Klettergerüst geplant ist.“ Die Eigentümergemeinschaft habe sich dagegen entschieden. „Eine Frechheit“, so Steinke. Bei der Sachsengrund Hausverwaltungs GmbH will man von Zugeständnissen nichts wissen. „Wir können so etwas nicht gesagt haben, denn wir sind vom Eigentümer nur zum Verwalter bestellt worden. Finanzielle Entscheidungen treffen wir nicht“, so Mitarbeiterin Jeannette Döring. Wer am Ende die Entscheidung trifft, ist undurchsichtig.
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    Abitur geschafft – Sonderseite als Erinnerung

    abi2007.jpgEine schöne Tradition der Lokalausgaben der LVZ ist es, den Abiturienten eine Sonderseite zu widmen. Heute erschien in der Delitzsch-Eilenburger Ausgabe eine solche Sonderseite zu den Abgängern des Geschwister-Scholl- Gymnasiums in Taucha. Texte und kleine Fotos sind von mir, das große Gruppenfoto von meinem Kollegen Armin Kühne.

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  • Spiele. Computerspiele!

    gc.jpgUnd was sonst noch so dazu gehört. Das alles und noch mehr wird Thomas und mich ab heute wieder mehr beschäftigen als sonst auch schon. In dieser Nacht haben wir das GC-Blog aus seinem quasi nicht vorhandenen Schlaf gerüttelt und offiziell gestartet. Frisch angepinselt, wie kürzlich schon erwähnt, informiert es nun wieder über die Games Convention, die beste, größte, lauteste, schweißtreibendste, spaßigste und frechste Messe dieses Universums.

    Mehr bei Thomas, der schonmal verrät, dass wir ab August nicht nur das GC-Blog sondern ein weiteres betreuen dürfen. Was genau es ist, sagen wir, wenns los geht. Viel zu tun für uns als Blogdienstleister. Könnte man sich dran gewöhnen.

    Luftpolster und Prozessoren – Schüler besuchen Lintec

    lintec_1.jpgTaucha. Wie es in einem Technologie-Unternehmen zugeht, durften am Montag dieser Woche fünf Kinder aus der Grundschule am Rosenweg in Delitzsch erfahren. Die Dritt- und Viertklässler waren zu Gast bei Lintec in Taucha. Das Unternehmen montiert Computer, externe Festplatten, Monitore und Fernsehgeräte. Für Kinder, die mit eben diesen Dingen aufwachsen, also eine spannende Sache.

    Begleitet wurden die Kinder unter anderem von Sozialarbeiter Mike Schüssler. Der hatte sichtlich Spaß daran, mitzuerleben, welche Fragen die Kids dem Pressesprecher Alexander Buchheim stellen. „Warum sind hier Strichcodes an den Kartons?“, wollte etwa Nico wissen. „Das ist unser Ordnungssystem, das über Computer funktioniert“, erklärte Buchheim geduldig und verglich: „Ihr müsst euch das so vorstellen, wie wenn ihr euer Zimmer aufräumt. Dann wisst ihr genau, wo ein bestimmtes Buch ist. Für uns organisiert das der Computer, der uns sagt, dass beispielsweise diese Kiste an diesem Platz hier steht.“ Besonders spannend war das Lager mit seinen Hochregalen. „Wie kommt man da oben dran?“, fragte Sebastian. Natürlich mit dem Gabelstapler. Staplerfahrer André Kloß führte dann auch bereitwillig vor, wie eine Palette mit Monitoren aus der vorletzten Etage des sechs Meter hohen Regals nach unten befördert wird. Und stellte, quittiert mit einem Raunen der Schüler, eben jene Palette mit viel Feingefühl auf die ganz oberste Etage.
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  • “Frosch-Plage” in St. Moritz

    Taucha. „Heute predigen die Kinder, da hat es der Pfarrer leicht. Denn Kinder können manches eben doch besser erklären. Anschaulicher und nicht so umständlich“, sagte Pfarrer Michael Gehre am Sonntagmorgen in der Tauchaer Kirche St. Moritz. Und wahrlich, was die Kinder der Kirchgemeinde in den vergangenen Wochen einstudierten und nun aufführten, konnte sich sehen lassen. „Israel in Ägypten“ hieß das Kindermusical, das von der Kurrende und einer kleinen Band gestaltet wurde. Erzählt wurde die Geschichte des Volkes Israel, die Unterdrückung durch die Ägypter und die zehn Plagen, die Gott über das Land schickte.

    Ein schwieriges Thema, das aber so unterhaltsam angegangen wurde, dass es manch Zuschauer ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. Etwa, als die Frosch-Plage über Ägypten hereinbrach und die Kinder sangen: „Oho, da zappelte ein kleiner Frosch an meinem Popo!“ Die Viehpest wurde wehklagend musikalisch untermalt: „Babette, meine Kuh, du warst mein einziges Tier! Babette, meine Kuh, mein Herz hing so sehr an dir“, schallte es durch die Kirche. Die Musik, unter anderem gespielt von MDR-Soloposaunist Eckhardt Wiegräbe, MDR-Konzertmeister Andreas Hartmann an der Violine und Grünen-Stadtrat Mario Glaetzer am Bass, sorgte dafür, dass das biblische Thema fast in den Hintergrund geriet.

    Komponiert wurde das Stück von Thomas Riegler, die Gesamtleitung übernahm der Musiker Frank Zimpel, der in St. Moritz teilzeitweise als Kantor angestellt ist. „Die Hauptarbeit haben aber die Kinder geleistet, beispielsweise die Texte gelernt und die Kulisse gestaltet“, so Zimpel. Der etwas andere Gottesdienst war der letzte des Schuljahres. Zugleich wurde die Gemeindepädagogin Ria Müller-Oestreich in den Ruhestand verabschiedet. Sie danke allen, die ihr in den vergangenen fünf Jahren den Rücken stärkten: „Vor allem aber gilt mein Dank den Kindern. Sie waren meine Aufgabe, mein Lebenselixier.“

    Erschien am 10.07.2007 in der Leipziger Volkszeitung.

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  • Durch und durch einfach witzig und völlig anders

    clarice-bean.jpgDas abendliche Vorleseritual am Bett unserer Tochter war heute überraschend anders. Weil “Hexe Lilli” gestern zu Ende ging, griff ich zu einem Buch, das sie von unserer Freundin geschenkt bekam. Und das war in der Tat eine Überraschung. Denn es kommt nicht oft vor, dass man von einem Kinderbuch derart fasziniert ist und selbst lachen muss. Bei “Durch und durch Clarice Bean” von Lauren Child war das aber so.

    Clarice Bean ist ein Schulmädchen, das viel lieber Detektivin wäre, so wie Ruby Redfort, die Heldin in ihrem Lieblingsbuch. Und wie das so ist bei Schulmädchen: sie haben keinen Bock auf Schule und ihre Lehrer.

    Mrs Wilberton behauptet, ich besäße durch und durch auch nicht einen Funken Konzentration. Ich versuche, ihr das Gegenteil zu beweisen, und deshalb darf ich nicht vergessen, mich zu konzentrieren. Ich denke die ganze Zeit daran. Ich versuche verzweifelt, mich nicht nicht zu konzentrieren, und ich sage mir immer wieder: “Nicht in Gedanken versinken, so wie gestern.” Und dann denke ich daran, wie ich gestern in Gedanken versunken bin und wie ich mir dabei überlegt habe, dass ich Mrs. Wilbeton zuhören muss, weil sie mir doch so viel zu erzählen hat.

    Und dann frage ich mich, wie soll ich den ganzen Kram, den sie mir erzählen will, überhaupt in meinem Kopf unterbringen? Und dann frage ich mich, ob ich alles rausschmeißen sollte, was ich nicht mehr brauche – ihr wisst schon, wie damals, als mein Dad den Dachboden entrümpelt hat, nur haben wir dann beschlossen, dass wir nichts entbehren können und deshalb musste er den ganzen Kram wieder zurückbringen. Aber vielleicht wird in meinem Kopf ja wertvoller Raum blockiert von den nicht wichtigen Dingen und deshalb kann ich mich nicht k o n z e n t r i e r e n, weil mein Konzentrationsraum voll gepackt ist mit Sachen wie “Ellbogen vom Tisch” und “Du darfst deinen Bruder nicht kneifen” [...]

    Ja, ein Buch nahezu ohne Punkt und Komma*, das in etwa so geschrieben ist, wie Mädchen im Alter von 10 wirklich reden. Witzig dazu ist die Typographie, die ich hier nur schwerlich übernehmen kann. Auch die Illustrationen, die schon fast Karikaturen sind, lassen einen herzhaft lachen. Glücklicherweise ist die Geschichte in Kapitel aufgeteilt, sonst hätte ich vor lauter Begeisterung alle 180 Seiten vorgelesen…

    Kurzum: unbedingt empfehlenswert! Und die kleinen Bücher mit nur 32 Seiten schauen wir uns auch mal genauer an.

    *) Die Satzzeichen sind wirklich komisch gesetzt, ist wohl bei der Übersetzung passiert. Stört aber nur ein kleines bisschen.


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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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