Große Worte

von Daniel Große, freier Journalist Leipzig

Archive for the ‘Jugendliches’ Category

ACHTUNG! Sie betreten jetzt die Ostzone!

Ich kann’s langsam nicht mehr hören. Jedes Jahr vor, während oder nach der GC rumort es in der Branche. Ewiges Thema: Leipzig ist zu weit weg, die Messe zu klein, hat einen zu kleinen Flughafen und – wohl das schlimmste – es liegt im Osten! Dies alles wären Gründe, Europas erfolgreichste und größte Messe für Computerspiele und digitale Unterhaltung ganz schnell zu verlegen. Nach Hamburg, Hannover, Köln, Frankfurt oder München. Boaaaah, ja, das wär geil! Seufz.

Level completed!

In diesem Jahr beginnt die Gerüchteküche bereits sehr zeitig zu brodeln. Diesmal vermutet Falafelkid (Gesundheit!) eine anstehende Verlegung des Events. In seinem Blog “Wii: Definitive speculation” (ach, alles nur Spekulation?) schreibt Falafelkid alias Andreas Garbe, (ein Kölner, der vergangenes Jahr auch in der Jury für die Wahl des besten GC-Produktes saß und wohl Redakteur bei RTL II ist) einige große Messegesellschaften hätten ein Auge auf die GC geworfen.

Until now, the event has been held in Leipzig every August. But, apparently, several large exhibitors are unhappy with the location and are pushing for the show to relocate. Leipzig has a modern site with five halls and additional outdoor space. But the city is hard to reach. Leipzig only has a small airport and is located in the east of the country.

Nun, das Ganze ist – wie gesagt – nicht neu. Tatsächlich hört man immer wieder, vor allem große Publisher würden mit Leipzig ganz und gar nicht zufrieden sein. Was mich bei der Sache nur stört: mit solchen Beiträgen schürt man das Feuer nur noch mehr. Schon kommen die ersten, die laut den Namen ihrer Lieblingsstadt rufen. Einfach, weil die Messe dann für sie besser erreichbar wäre. Um den eigentlichen Fakt, nämlich dass die Aussteller den Standort nicht mehr wollen, geht’s dabei wie üblich nicht.

Persönlich gesprochen: Ich finde diese Diskussionen traurig. Wohl aber kann ich die Überlegungen der Aussteller nachvollziehen, wenn auch nicht gänzlich verstehen. Ich hoffe nur, die Leipziger Messe ist weiterhin stark genug, dieses einzigartige Event hier am Standort zu erhalten. Und von Andreas Garbe wünsche ich mir, dass er seine Informationen einfach mal für sich behält. So lange, bis es wirklich definitiv ist. Aber vielleicht macht sich das einfach schick, Gerüchte mit “Exclusive” zu betiteln.

via planetgameboy, wo viele unsachliche Kommentare zu finden sind.

Geschafft: Tauchas Abiturienten erhalten Abgangszeugnisse

abi2007_taucha.jpg„Game Over“. Der Schriftzug auf dem selbst gemalten Banner ist missverständlich. Denn während „Game Over“ in Computerspielen ausdrückt, dass nichts mehr geht, steht den 86 Tauchaer Gymnasiasten, die am Sonnabend ihr Abiturzeugnis erhielten, die ganze Welt noch offen.

Es war ein wahrlich erhebender und festlicher Moment, der mit dem Einmarsch der Abiturienten begann, begleitet von stehenden Ovationen ihrer Eltern und Großeltern. Schulleiterin Kristina Danz ließ es sich in ihrer anschließenden Rede nicht nehmen, ihre Schützlinge noch einmal zu kommandieren: „Bitte stehen Sie auf“, sagte sie und freute sich schmunzelnd, dass ihre Anweisungen auch am letzten Tag noch so gut klappen. „Sie müssen die Schule nun für immer verlassen und sind nur noch als Ehemalige gern gesehen. Sind Sie sicher, dass Sie das wollen?“ Die Antwort der jungen Damen und Herren in ihren blauen Mänteln war laut und eindeutig: „Ja, ich will!“

Neben dem Lehrplan habe man in den zurückliegenden Jahren vor allem versucht, den Schülern die Grundwerte zu vermitteln. „Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Toleranz, Zivilcourage. Ob wir es geschafft haben, zeigt sich auf dem weiteren Lebensweg eines jeden Einzelnen“, so Danz.

Ohne Zweifel beginnt für alle jetzt ein bewegtes Leben. Allen voran Lisa Heynig aus dem Leistungskurs Biologie. Sie schaffte es, das Abitur mit 1,0 abzuschließen. Für die Zukunft hat sie bereits feste Pläne: Ein Studium der Psychologie und eine spätere Arbeit am Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. Fünf weitere Schüler schlossen mit 1,5 oder darunter ab, elf waren besser als 2,0. Besonders geehrt wurden unter anderem Christoph Leonhardt, der für die Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen wurde, sowie Andrea Matusche und Alexandra Steen, die neben Lisa Heynig ein Online-Stipendium von e-fellows.net bekamen.

Der Chor des Gymnasiums sorgte für das festliche Rahmenprogramm und schloss mit „California Dreaming“. Für einige Schüler bleibt es kein Traum – sie haben sich für einen teils längeren Auslandsaufenthalt entschieden. Ein Tag, der vielen Eltern Tränen der Rührung und des Stolzes in die Augen trieb.

Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2007.

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  • GC nimmt Anlauf

    Die GC startet so langsam. Zwar ist bis 22. August noch Zeit, die News zu Europas Leitmesse für digitale Unterhaltung werden aber zusehends dichter. Heute wurde die neue Website gelauncht, im Hintergrund werkelt das Webteam auch am neuen Layout für das GC-Blog, das ab Juli durchstartet. Es wird also wieder ein schöner Sommer für Thomas und mich

    Update:Ich glaube, das ist eine Fanfare wert:

    Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

    (Eröffnungs-Fanfare der GC-Konzerte. Download hier.

    Experimente am Partheufer

    Eine Wiese, eine Decke und schönes Wetter – mehr braucht es fast nicht, wenn die Regionalgruppe Partheland des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) zum Naturunterricht einlädt. So wie am Sonnabend, als sich rund ein Dutzend Kinder am Partheufer unterhalb des Schlossgeländes versammelten, um allerlei Wissenswertes über das Element Wasser zu erfahren. Annett Koch, die gemeinsam mit zwei weiteren Frauen die Kindergruppe leitet, zeigte anhand anschaulicher Experimente, wie beispielsweise ein Klärwerk funktioniert. Mittels Filterpapier und normalen Trinkbechern wurde aus graugrünem Parthe- durchaus klares Wasser.
    „Trinken kann man das jetzt natürlich noch nicht, dazu müsste es erst weiter gefiltert und von Bakterien gereinigt werden“, erklärte Annett Koch den staunenden Kindern. Zum Thema Wassersparen brachte sie ein Buch mit, das die Geschichte vom „Regentropfen auf Reisen“ erzählte.

    Welche Fische in der Parthe leben, zeigte Heiko Thonig vom Anglerverband Taucha. Dass es an diesem Tag nicht gelingen würde, Barsche, Bleie oder Plötzen an den Haken zu bekommen, war ihm von vornherein klar. „Dafür sind wir heute einfach zu viele. Die Parthe ist ohnehin nicht leicht zu beangeln, das geht nur entweder sehr früh am Morgen oder sehr spät abends“, klärte er auf. So blieb ihm nichts anderes übrig, als anhand von Fachbüchern zu zeigen, welche Fischarten es gibt und welche Organe sie haben. Dabei glänzten die Kinder mit erstaunlichem Wissen: Dass sie eine Schwimmblase und Kiemen haben, wussten bereits die Kleinsten.

    Seit etwa zwei Jahren gibt es die Kindergruppe der Regionalgruppe des Nabu in Taucha. Seit diesem Jahr gehen die Organisatorinnen Annett Koch, Silke Frenkel und Anke Williamson gezielt in die Öffentlichkeit, um noch mehr Kinder zu begeistern. Einmal im Monat laden sie zu experimentellen und naturnahen Treffen ein, um Kindern umweltbewusstes Leben nahezubringen. So konnten die Kids bereits die Parthequelle im Glastener Forst bei Bad Lausick begutachten. „Das Thema Wasser wird uns noch bis zu den Sommerferien beschäftigen, als Abschluss fahren wir im Juli zelten, bevor wir dann im September mit den fleißigen Bienchen beginnen“, informierte Annett Koch. Willkommen sind jederzeit weitere Kinder jeden Alters und deren Eltern.

    Erschien in der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2007

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  • Ein Peter zum Kindertag

    Ich muss gestehen, ich mochte Peter Maffay noch nie so wirklich. Weder seine Musik, noch seinen Dialekt oder seine Art an sich. Ein Vorurteil. Denn wenn er einem gegenübersteht, ist er echt symphatisch und natürlich. Und irgendwie der Entspannteste heute, hier in Dresden. Ich dokumentiere für die Kollegen von Hitradio RTL Sachsen den Kindertag mit Maffay. Und gleich kommt noch der Milbradt.

    Erste Fotos hier und später sicher noch mehr.

    Vollidiot – ab Donnerstag im Kino

    Ich hab mich ja bereits mehrfach hier geäußert zum wirklich wahnwitzigen Buch “Vollidiot” von Tommy Jaud. Ab Donnerstag läuft der Film dazu in den Kinos. Und nachdem ich die Trailer sah, muss ich sagen: ich freu mich sogar auf Oli Pocher.

    “Eyh, lad Dir mal nen Hauptschulabschluss runter!”

    Der Soundtrack zum Film – gesungen von Nena und Stephan Remmler – kommt in diesen Tagen in die Plattenläden. Das Hauptthema basiert auf “Young Folks”. Das hatten wir auch schonmal hier. Manchmal passt eben einfach alles…

    Kein Tokio Hotel Fan mehr

    Muuhaha, ich find’s köstlich. Angie, ein Mädel aus dem schwäbischen, dem Dialekt nach zu urteilen, erklärte im Januar, dass sie ein Fan von Tokio Hotel ist. Guckst Du:

    [youtube]8HBAy2RISow[/youtube]

    Und jetzt? Jetzt isses nich mehr. Weil ihr das tausende Leute gesagt haben, dass das dumm ist. Und so. Und jetzt hat sie es gecheckt. Eyh.

    [youtube]39dhHESNg-A[/youtube]

    Ach, liebe Angie – überlegs Dir doch nochmal. Schau mal, sogar Hans-Dietrich Genscher, der wohl einzige noch lebende sympathische Politiker, wird jetzt 80 Jahre alt. Und der findet Tokio Hotel sogar richtig gut. So gut, dass er sie zu seinem Geburtstag eingeladen hat. Bill & Co. kommen aber nicht. Und das findet der Genscher scheiße schade. Also Angie, check doch nochmal, ob das was geht. Eyh.

    via Letzte Bastion der Wixxer

    Heuschrecke mit Hilfestellung

    Seit fünf Jahren gibt es den Countdown. Seit fünf Jahren schreibe ich für dieses Jugendmagazin, das an Schulen der Klassen 9 bis 12 in Sachsen, Thüringen und Teilen Brandenburgs erscheint. In der aktuellen Ausgabe kann man lesen, wie es ist, wenn man sich völlig unvorbereitet einer Yogastunde hingibt. Ich hatte drei Tage lang danach Muskelkater. Jaja, Bedauern bitte in den Kommentaren ablegen. :-)

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  • Voll mit Erinnerungen

    Weil mir heute mal so ist:

    Die Stadt ist heute wie ein Song
    Und ich bin voll mit Erinnerungen
    Wir können das, denn wir sind anders
    Flüstern Engel in mein Ohr
    Die Stadt ist heute wie ein Song
    Und ich bin voll mit Erinnerungen

    [youtube]6vk8xv8XCyw[/youtube]

    Volker Rosin bewegte hunderte Kinder

    volker-rosin2.jpgSeine Lieder heißen „Affenschrille Hitbananen“, „Polonaise Mayonaise“ oder „Tanzalarm“. Ganz klar, dieser Mann will unterhalten. Das tat Volker Rosin am Sonnabend auch, als er in der Osthalle des Hauptbahnhofes Songs aus seinem neuen Album „Kinderdisco“ vortrug und anschließend zur Autogrammstunde lud. Mehrere hundert Kinder waren mit ihren Eltern oder Großeltern gekommen, um gemeinsam mit dem „König der Kinderdisco“ zu singen, tanzen und in die Hände zu klatschen.

    „Genau das ist mein Stil, ich will Party machen und mich gemeinsam mit den Kindern bewegen. Das ist doch auch ihr ureigener Instinkt“, so Volker Rosin, der seit über 25 Jahren im Geschäft ist und mehr als 30 CDs aufgenommen hat. So hüpfte Rosin auf der Saturn-Bühne wie ein Gummiball hin und her, ganz wie das Känguruh in seinem Erfolgshit „Känguru Dance“, mit dem er vor einigen Jahren bis in die Top 20 der Charts vorrücken konnte. Das gefiel den anwesenden Kindern so gut, dass sie bei „Tanzalarm“ sogar an den richtigen Stellen „Ki.Ka!“ riefen; Rosin hat auf dem Kinderkanal eine eigene TV-Sendung.

    Volker Rosin hat selbst zwei Söhne, mit denen er auf seinen früheren Platten gesungen hat. Am gestrigen Sonntag feierte der Düsseldorfer seinen 51. Geburtstag. „Ganz normal zusammen mit meiner Familie bei Kaffee und Kuchen.“ Live erleben kann ihn seine junge Zielgruppe, die er selbst mit „von zwei bis acht Jahren“ beziffert, aber noch eine Weile. „Mein Vorbild ist Johannes Heesters und solange die Kinder mich akzeptieren, mache ich weiter Party.“

    Erschien am 26.02.2007 in der Leipziger Volkszeitung.

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    Dies ist das Weblog von Daniel Große. Ich bin freier Journalist in Leipzig und veröffentliche hier ausgewählte Referenzen sowie private und berufliche Ansichten und Ereignisse. Vorrangig geht es um Online-, Print-, TV- und Rundfunkmedien, Unternehmen und das Leben an sich. Das klingt nach dem, was es ist: ein unterhaltsames Blog mit breitem Themenspektrum ohne irgendeine Spezialisierung.
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